Euro-KriseDeutschlands Image, Merkels Beitrag

Merkel mit Hitler-Bärtchen, Merkel als Domina: Wie viel Schuld trägt die Kanzlerin daran, dass das Bild der Deutschen in den Euro-Krisenländern so schlecht ist? von  und

Protest gegen die Euro-Rettungspolitik und Angela Merkel in Nikosia

Protest gegen die Euro-Rettungspolitik und Angela Merkel in Nikosia  |  © Patrick Baz/AFP/Getty Images

Für den spanischen Fernsehjournalisten Jordi Évole benimmt sich Angela Merkel wie eine Domina: Sie peitscht die Staaten der Euro-Zone aus, die sich schlecht benehmen. Es ist ein drastisches Bild, das Évole zeichnet. Er nutzte es schon im vergangenen Herbst. Damals gingen die Spanier gegen den Sparkurs ihrer Regierung auf die Straße; sie protestierten gegen Arbeitsmarktreformen nach deutschem Vorbild und gegen Steuererhöhungen. Heute, nach der Rettung Zyperns, ist das Domina-Image aktueller denn je.

Dabei haben alle Euro-Staaten gemeinsam das Hilfspaket für Zypern beschlossen. Und dem Vernehmen nach war es gar nicht Angela Merkel, sondern der zyprische Regierungschef Nikos Anastasiades selbst, der im gescheiterten ersten Anlauf zur Rettung durchsetzte, auch die Kleinsparer zu belasten. Doch die Demonstranten in Nikosia interessiert das wenig. Ihre Wut richtet sich gegen die Bundeskanzlerin, die auf Transparenten erneut mit Hitler-Bärtchen und Hakenkreuz dargestellt wird. "Merkel, Du stiehlst unsere Ersparnisse", riefen sie auf den Straßen.

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Selbst seriöse Medien greifen in der Euro-Debatte gern zu Nazi-Vergleichen, seit griechische Zeitungen Angela Merkel vor einem Jahr als Nazifrau darstellten. Vor wenigen Tagen erst schrieb der spanische Ökonomieprofessor Juan Torres López in der Tageszeitung El País: "Wie Hitler hat Angela Merkel dem Rest des Kontinents den Krieg erklärt, diesmal, um sich wirtschaftlichen Lebensraum zu sichern." Online ist der Text inzwischen nicht mehr zu finden.

Das Dilemma der Deutschen

Für die deutsche Regierung ist das ein kaum aufzulösendes Dilemma: Zu Hause kritisierten die Wähler die Kanzlerin lange dafür, dass sie gegen anfänglichen Widerstand am Ende doch jedem Rettungspaket zustimmte. Im Ausland hingegen gilt sie als Eiserne Lady, die Europa mit viel zu harter Hand regiert. Viele Deutsche glauben, dass die Bundesregierung zu viel Steuergeld für riskante Rettungsmaßnahmen aufs Spiel setzt. In den Krisenländern finden dagegen viele, dass Deutschland großzügiger helfen sollte – schließlich hätten seine Exporteure in guten Zeiten auch vom schuldenfinanzierten Konsum des Südens profitiert. Dass beides nötig ist, Sparen und Hilfe, und dass es vor allem darum gehen sollte, die richtige Balance zwischen beidem zu finden, gerät zwischen den Fronten aus dem Blick.

Durch seine Krisenpolitik zerstöre Deutschland gerade den guten Ruf, den es nach dem Zweiten Weltkrieg berechtigterweise erlangt habe, sagt Rafael Poch, Korrespondent der spanischen Zeitung La Vanguardia in Berlin. Schon vor Jahren habe er Außenminister Guido Westerwelle darauf angesprochen. "Er schaute mich an, als hätte ich etwas völlig Verrücktes gesagt."

Möglicherweise lässt es sich in einem Bündnis souveräner Staaten wie der Europäischen Union gar nicht vermeiden, dass es in Krisenzeiten zu harschen Konflikten kommt. Letztlich tue Deutschland nichts, was die anderen nicht auch täten, sagt Rafael Poch. "In der EU denkt jeder nur an sich, Deutschland auch." Aber es sei nun einmal das Land mit der stärksten Wirtschaft, "das den Laden zusammenhält", und müsse deshalb auch mehr Verantwortung als die anderen übernehmen. Am Ende aber folge auch Deutschland nur seinen eigenen Interessen.

Der Duisburger Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte hält das für logisch. "Unsere Regierung wird nicht im Ausland gewählt. Gerade in einem Bundestagswahljahr ist ihr deshalb weniger wichtig, welches Bild das Ausland von den Deutschen hat." Zumal nationale Stereotype wie das Bild vom harten Deutschen sich nicht leicht verändern lassen: "Das dauert lange", sagt Korte, "oder es brauchte ein kollektives Großereignis wie die Fußball-WM vor einigen Jahren."

Leserkommentare
  1. mal einen Artikel lesen, der mich über die wahren Hintergründe aufklärt.

    Und nicht zum 376. mal erzählt bekommen, daß Mutti mit Adolf-Bärtchen gezeigt wird.

    41 Leserempfehlungen
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    Sie ist eine Frau und nicht hübsch.

    So waren schon am Anfang einige Spass bilder im Umlauf, und da sich der Mentsch immer nach neueres seht wurden immer mehr Spass Bilder hergestellt und gezeigt ( meist nicht bösartig ).

    Und Da neues nur Fasziniert wenn Grentzen ein bischen überschritten werden und es nicht so brav ist wie das alte, wurden die Bilder und Sprachbilder immer extremer und verletzender und entferneten sich immer mehr von der Realität. Eine Gegebewegung gab es nicht da sie nun mal nicht so hübsch wei ein Topmodel ist.

    So kahm es dann das nach ein paar Jahren im internett fast alles mit ihr zu finden war und Mentschen glaubten man könnte alles machen, da die andern Bilder ja auch der gleichen Qualität waren. Als man sich dann einen Schuldigen gesucht hat hat man ebend die vielen Bilder gefunden und dankbar aufgenommen und den Charakter polarisiert als entweder die Wabbelweiche immer Meinungsänderde, oder die Stahhate mit eiserer Faus Regirende.

    Eigentlich kann man die Antwort darauf beschränken das sie ebend kein Model ist, und das Inernett noch nicht so weit ist das es mit gleichberechtigten Frauen auch umgehen kann, so kahmen ebend schnell von den Troll kreisen die ersten verletzenden Bilder die dann immer langsam gesteigert wurden und polarisirender dargestellt wurden. Bis heute sie kaum was mit der Realität zu tun haben ( Hilter- Merkel - Vergleiche ).

    Verzichten Sie bitte auf die Verbreitung revisionistischer und antisemitischer Thesen. Danke, die Redaktion/fk.

    Hetze und Verschwörungstheorien werden in diesem Kommentarbereich nicht akzeptiert. Die Redaktion/fk.

    Die Zeit hat sowohl Merkels neoliberale Ideologie, als auch ihre Austeritätspolitik medial flankiert. Ein Artikel der sich mit Merkels volkswirtschaftlichem Amoklauf ernsthaft kritisch auseinandersetzt ist da wohl kaum zu erwarten, und schon gar nicht wenn in ein paar Monaten Wahlen sind.

    Wir tolerieren keine Kommentare, in denen nationalsozialistische Politik verteidigt und antisemitische Hetze verbreitet wird. Die Redaktion/fk.

    • zozo
    • 27. März 2013 22:47 Uhr

    ... sind einfach zu beschreiben:

    man nennt, auch in diesem Artikel, "Rettungspaket" etwas was nichts rettet. Griechenland fällt immer tiefer, Italien und Spanien sitzen immer mehr in der K****e, Zypruss ist gerade untergegangen, und jetzt ist schon die Rede von den nächsten Opfer (Slovenien, Luxemburg...). Und, gleichzeitig, geht es in Deutschland immer besser !

    Also, wenn hier etwas gerettert wird ist es nur Deutschland. Deshalb stinkt diese deutsche Jammerei und Lüge den anderen Länder.

    Wer Merkel mit Hitler vergleicht, hat schlicht nicht alle Tassen im Schrank.

    Wie man hier noch über eine "Mitschuld" Merkels (respektive ihrer Regierung) spekulieren kann, ist mir rätselhaft.
    Schuld sind diejenigen, die einen solch hanebüchenen "Vergleich" aufstellen.

    Da gibt es nichts zu beschönigen oder zu entschuldigen.

    • an-i
    • 27. März 2013 23:53 Uhr

    ...ist eine sehr schlechte Politikerin (sie lebt von der Agenda 2010- sonst keine Perspektive )
    ...kann Probleme nicht kommunizieren- weil nichts da ist
    ...twitert und simst vor sich hin, um ihre Macht zu sichern
    ...in der CDU gibt es nur Angela Ja Sager
    ...nach ihr (und das kommt bald ) wird die CDU böse abstürzen, weil sie alle guten Leute ( ev. Konkurrenten ) nicht in ihre Politik eingebunden, sondern "abgesägt" hat...

    • Frans
    • 28. März 2013 1:58 Uhr

    "Ich würde gerne mal einen Artikel lesen, der mich über die wahren Hintergründe aufklärt."

    Da sind Sie aber hier an der falschen Adresse. Am besten Sie leihen sich in der nächsten Stadtbibliothek das "Kapital" von Karl Marx aus. Dort können Sie aus Expertenhand bis ins Detail über die "wahren Hintergründe" der Geld- und Schuldenkrise nachlesen.

    Jedoch von den Medien - die ja selbst betriebswirtschaftlich der kapitalistischen Logik verpflichtet sind - eine erschöpfende Analyse über die Grenzen der Kapitalverwertung einzufordern wäre wahrhaftig zu viel verlangt - sind doch gerade sie an der Fassade der Normalität, die seit dem Finanzcrash 2008 hochgezogen würde, nicht ganz unbeteiligt gewesen.

    Das ... schafft die Wiederwahl der lokalen Politiker. Sich selbst in Frage zu stellen, die eigene Wirtschaftsleistung im Wettbewerb in Frage zu stellen, die hohe Staatsverschuldung in Frage zu stellen, den Wunsch nach billigem Euro-Geld zu hinerfragen ... ist furchtbar unangenehm ... und bringt keine einzige Wählerstimme bei den nächsten Wahlen.

    Also ... wird schlicht "eine neue Wahrheit erfunden", Schuldzuweisungen an den Anderen geäußert und sich selbst als Opfer hingestellt, welches aber nur Gutes für die eigene Bevölkerung leben möchte (mit weiter billigen Krediten in Milliardenhöhe). So einfach ist es wohl.

    • Newo
    • 27. März 2013 19:59 Uhr

    bei den ganzen Vorwürfen hin und her, weiß man gar nicht wo man anfangen soll...Ich kann durchaus verstehen, dass Südeuropa aufgebracht ist, wegen der Sparmaßnahmen, aber Fakt ist auch, dass ihre Regierungen dazu beigetragen haben, das Land ins Messer laufen zu lassen. Der Euro kam für mich persönlich viel zu früh :(
    Vor allem wurde die wirkliche Idee eines Europa der Menschen total vergessen.
    Ich seh es auch schon im Heimatland meiner Eltern kommen. Kroatien will in die EU wegen der tollen Subventionen (Das haben die hochrangigen Abgeordneten der Parteien öffentlich zugegeben, dass sie möglichst viele Fonds anzapfen wollen, um Kroatien wirtschaftlich aufzubauen, aber das damit straffe Forderungen einhergehen unterschlägt Regierung, sowie die Opposition. Auch ist kein einziges Mal der menschliche Gedanke hervorgekommen. Immer wieder ging es nur, um die Wirtschaftskraft). Da wird schon der nächste ,,shitstorm'' aufgewirbelt und es sind auch dort bereits einige Stimmen gegen die ,,bösen'' Deutschen zu vernehmen :/

    16 Leserempfehlungen
  2. Merkel als Person ist nur das Gesicht einer Politik, die neoliberale Austeritätsmaßnahmen als alternativloses Dogma zelebriert. Deutschland nutzt auf autoritäre, destruktive und vorallem ökonomisch verheerende Art seine neue Macht, um die eigene Vormachtstellung auszubauen.

    Eine von allen namenhaften Ökonomen bestätigte Destruktivität dieser Austeritätspolitik kann die deutsche Regierung nicht davon abhalten, alles rauszuholen was geht bei diesem Raubzug.

    Ja Raubzug. Den größten in der Geschichte industrialisierter Volkswirtschaften. Nie zuvor gab es eine solch massive Umverteilung von Unten nach Oben. Nie zuvor wurden Arbeitnehmerrechte und die Macht der arbeitenden Bevölkerung so massiv beschnitten.

    Die deutsche Regierung - und dabei vorallem die CDU - ist Hauptverantwortlicher einer völligen Deeskalation. Sie hat es zugelassen, dass eine Krise der Banken zu einer Krise von Volkswirtschaften wird. Sie hat zugelassen und forciert, dass Abermilliarden von der arbeitenden Bevölkerung zu den Luft hin- und herschiebenden Finanzakrobaten geschaufelt werden.

    Sie hat zugelassen, dass Vertreter dieser Finanzwirtschaft Positionen übernehmen in Regierungsstrukturen. Sie hat zugelassen, dass Finanzakrobaten nun entscheiden, was gewählte Politiker zuvor entschieden haben.

    Frau Merkel wird zurecht durch den medialen Kakao gezogen. Denn Sie und ihre Partei sind maßgeblich für diese Aussenmeinung Deutschlands verantwortlich!

    79 Leserempfehlungen
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    • xy1
    • 27. März 2013 20:07 Uhr

    "die deutsche Regierung nicht davon abhalten, alles rauszuholen was geht bei diesem Raubzug."

    Ihr Nick ist wohl bedacht.

    Den Geldgeber als Räuber darzustellen, ist schon eine Leistung.

    • Attox
    • 27. März 2013 20:16 Uhr

    Ich gebe ihnen grunsätzlich Recht, die viel zu harten Sparmaßnahmen ohne Konjunkturpakete oder ähnliche Maßnahmen zur Stützung der Volkswirtschaften, wirkt sich verheerend auf die Produktivität der betroffenen Kriesenländer aus.

    Eine Ausnahme: Zypern. Denn dieses mal hat die europäische Politik das erste Mal einen Schritt unternommen um Risiko und Haftung bei den Banken wieder zu vereinen, und die in den vergangenen Tagen getroffenen Entscheidungen sind das exakte Gegenteil von dem was in Griechenland und anderen großen Südstaaten passiert oder bereits passiert ist.

    Zyperns Wirtschaftsmodell war schlichtweg parasitär und wie man gesehen hat, noch nicht einmal funktionstüchtig. Das Land braucht eine Umstellung in Richtung Tourismus,Agrarwirtschaft und Gas-/Ölförderung (das ja anscheinend vorhanden ist).
    Das Deutschland nicht bereit ist einem Land Bedingungslos zu helfen, dass seinen Wohlstand darauf begründet Steuergelder anderer Länder zu akkumulieren ist nicht böse oder diktatorisch, sondern nur nachvollziehbar.

    Denn wenn jemand Pleite geht (wie in diesem Fall die zyprischen Banken), haften nunmal erst die Eigentümer, dann die Gläubiger(hier: Bankkunden) und zuletzt, und eigentlich nur in Ausnahmefällen der Steuerzahler.
    Und man sollte zuletzt noch bedenken , dass die EU erneut mit 10 Milliarden einspringt um einen kompletten Bankrott zu verhindern, der in etwa 90% der Vermögen der Banken vernichten würde.

    • Max Le
    • 27. März 2013 20:57 Uhr

    was für ein Stußgerede.

    Am Ende gehen wir mit den ganzen ..... den Orkus runter.

    Man sollte mal wieder eigenverantwortliches Handeln und desen Konsequenzen einüben.

    Und nie vergessen, WER die Schulden dort gemacht hat und den Karren an die Wand gefahren hat.

    Wer keine Lust mehr hat und gerne alleine untergehen will, soll bitte austreten und schon hat er sich der " deztschen Hegemonialmacht " entledigt.

    Basta.

    • zuni
    • 27. März 2013 21:40 Uhr

    Entfernt, diffamierend und unterstellen. Die Redaktion/fk.

    ...vergesst ja nicht, an Ostern Buße zu tun für die Menschenleben, die Ihr Eurer Austeritätsideologie opfert.
    http://www.nachdenkseiten...

    Komplettiert wird das Bild Deutschlands jetzt noch durch das Verhalten des Münchner Gerichts, dass die NSU-Morde untersucht.

    Türkische, oder griechische Medien? Unerwünscht!

    .... würde. Die neoliberalen "Finanzakrobaten" sitzen doch in Zypern! Dort hat man gemeint ein Bankensystem aufbauen zu können, was völlig jenseits realwirtschaftlicher Maßstäbe lag. Man hat nicht besser wie ein Kapitalanlagebetrüger absurde Zinsversprechen gemacht (warum sollte man sein Geld sonst in Zypern anlegen), die nur mit Spekulation zu bedienen waren. Eine Bankenaufsicht gab es kaum. Steuerhinterziehung und Geldwäsche war einem mehr oder minder egal. Alle Zyprer haben von dieser Blase gut gelebt. Jetzt ist das neoliberale Kartenhaus zusammengebrochen. Sollen wir nun Sozialkürzungen machen, damit das zyprische Casino ein paar Jahre weiterläuft? Wohl kaum! Dass die zyprischen Politiker in der Wirtschaftskrise die Schuld lieber auf andere schieben, ist auch nicht überraschend. Dafür gibt es genug Beispiele in der Geschichte....

    "Nie zuvor wurden Arbeitnehmerrechte und die Macht der arbeitenden Bevölkerung so massiv beschnitten."
    Dass das ein rechter Blödsinn ist, das wissen Sie und all jene die mit Ihnen hier laut rumbrüllen. Egal ob DDR oder Nazi-Regime, dort hatten die Arbeitnehmer eigentlich gar nichts zu melden. In Ihrer selektiven Wahrnehmung können Sie das vermutlich nicht mitbekommen haben.
    Vermutlich sind Sie auch kein Arbeitsrechtler, sonst könnten Sie zu solch hanebüchenen Schlussfolgerungen gar nicht kommen. Manches Zeisler findet aber schon den ganz normalen Arbeitsprozess als Zumutung.

    • elpap
    • 29. März 2013 11:32 Uhr

    Was mich wundert, ist die Tatsache, dass immer mehr Menschen in D von Hartz IV und Sozialleistungen leben, immer mehr auf 475€ - Basis arbeiten, sogar tlw. Beamte in Trennung lebend, die den/die EX mitfinanzieren müssen, haben Schwierigkeiten über die Runden zu kommen. Das bedeutet für die Menschen, dass sie trotz Studiums, solider Arbeit etc. in finanzieller Sorge, tlw unter menschenunwürdigen Umständen leben. Doch durch gezielte Nachrichtengestaltung, ärgern wir uns über den "bösen Süden" Europas. "Uns geht es gut", besser als je zuvor titulierte die Zeit ihr letztes Blatt. Wem genau geht es gut? D als Nation oder dem dt. normalen Arbeitnehmer?
    Da ist es eifacher, als sich mit mit dieser Frage auseinanderzusetzen, sich über den Europäischen Süden zu ärgern.
    Außerdem hat sich die finanzielle Not der südeurop. Länder nicht von selbst ergeben und die Kanzlerin hat durch politische und wirtschaftliche Fehler zur Verschlimmerung beigetragen.
    Es darf nicht sein, dass anstatt von Politik innerhalb gleichwertiger Demokratischr Länder, Krisenmanagement der schlechtesten Art betrieben wird. Wer Politik macht, ist vorausschauend, hat Visionen, kann sie umsetzen. Der momentane Eindruck, den D vermittelt ist der, der abgenervten Mutter, die die nicht gehorsamen Kinder rügt und nicht dazu kommt bei sich zu Hause aufzuräumen, wohl aber Zeit hat, sich über die Unordnung der Nachbarin zu beschweren,

  3. Nach meiner unverdächtigen Meinung (ich bin kein Anhänger der C-Parteien), tragen die Schuld Europa unreife Politiker und Medien und nicht Fr. Merkel.
    Und diese sind in allen EU Ländern zu finden.
    Es gibt keine leichtere Methode seine Schäfchen zusammen zuhalten als einen auswärtigen Feind/Gegner aufzubauen.
    Damit wird in allen Ländern Stimmvieh eingefangen. Auch in Deutschland, wenn im Wahlkampf kräftig auf die EU geschimpft wird.
    Bei uns z. B. gerne aus Bayern, während dort wahrscheinlich nicht unbedeutende Teile der EU Agrarhilfe manchem glühenden CSU Wähler im wahrsten Sinne des Wortes den Ar... retten.
    Die Menschen in Griechenland und Zypern sind da moralisch nicht besser oder schlechter als wir auch.

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    • zozo
    • 27. März 2013 22:33 Uhr

    Viktor Orbán wird regelmäßig als faschist bezeichnet, auch hier in den Leserkommentaren, also lassen Sie bitte die Krokodiltränen.

  4. Denn man weiß im Ausland genau wie man uns am besten zum Einknicken bringt: alles was nicht passt wir unter Nazitum subsumiert.
    Mischen wir uns ein wird uns dies als Hegemoniestreben vorgeworfen
    Halten wir uns raus sind wir wieder einmal auf einem deutschen Sonderweg.
    Also, da wir es sowieso nie allen recht machen können sollte man auf das Krakeele keine Rücksicht nehmen.
    Es ist im übrigens natürlich auch eine Sauerei die demokratisch gewaehlte Regierung eines Eu Staates dermaßen zu beschimpfen.
    Ähnliches sollte mal auf deutschen Strassen passieren..dann waehren die Reaktionen in den betreffenden Staaten nicht so moderat wie hierzulande.
    Man sieht daran übrigens, dass die Europaidee in einigen Ländern anscheinend nur solange hochgehalten wird, solange D zahlt.

    27 Leserempfehlungen
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    • Newo
    • 28. März 2013 23:39 Uhr

    keine Gedanken über den deutschen Sonderweg. DEN GAB ES NIE! Wenn man Nazideutschland oder die Weimarer Republik mit Großbritannien oder Frnakreich vergleicht, ja dann spricht man schnell vom Sonderweg. Fakt ist, dass GB und Fr der Sonderweg zu jener Zeit waren!. Portugal hatte Salazar, Italien Mussolini, Deutschland Hitler, Spanien Franco, Griechenland,, Ungarn, Bulgarien, Rumänien und und und hatten alle selber schon Diktaturen VOR Deutschland. Weswegen die anderen Länder lieber still halten sollten, da es einfach ist Hitler hervorzuheben (damit möchte ich nicht unbedingt seine Gräuel relativieren, aber ganz Europa hat faschistischen Dreck am Stecken!!!)

  5. EU Imperialismus - und kein Faschismus!!

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    • zozo
    • 27. März 2013 22:29 Uhr

    ja genau.

    Was aber komisch ist, das als ich dies gestern hier schrieb, wurde ich zensuriert, weil ich gewagt habe zu sagen, das das deutsche Parlament über den Zyprus-deal abstimmen sollte, aber nicht das zyprische Parlament : wenn das kein Beweis für Imperialismus ist !

  6. Das eigentliche Problem sind die Banken.

    Es ist ein wirtschaftlicher Unsinn, dass Banken Geld verleihen, was überhaupt nicht existiert. Nur 1/10 muss real existierendes Geld sein! Dieses verlangen die Banken aber zurück, dass bedeutet, diese "drucken" Geld, leidtragende sind die arbeitende Bevölkerung.

    Ein durchaus nicht hochwissenschaftliches, aber dennoch lohnendes Video auf Youtube erklärt dieses System einleuchtend:

    http://www.youtube.com/wa...

    5 Leserempfehlungen
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    Banken verleihen nach wie vor kein Geld.

    Sie erschaffen es ex nihilo.

    (Im Kontext einer Kreditgewährung)

    Haben sie einen besseren Vorschlag wie Geld geschöpft werden soll ?

  7. jeder der denkt das die Situation Europas noch stabil ist, sollte sich schleunigst der Realität zuwenden ganz besonders Deutschland.

    Die Diskusionen um NSU oder Islam innenpolitisch sind Indikatoren für eine versagen der Regierung für Demokratie und Frieden zu werben.

    Die Diktatorischen Entwicklungen wie in Russland, Türkei (Gleichschaltung durch Erdogan ) Ungarn Weisrussland, China, Syrien, Agypten, Wahldebakel Italien, Hollands Versprechen und Niederlage, Camerons BRIT POP Hetze.

    Die Welt dreht sich vielleicht nicht um Deutschland aber um Deutschland dreht sich die Welt schneller.

    Kaum mehr zusagen wie stabil wollen Nato, Uno oder die Großmächte Frieden halten in so viel Uneinigkeit und der langsam anschleichenden Demoktatie Feindlichkeit.

    Merkel muss sich hinwenden den Menschen in Europa auch wenn sie die Wahl vielleicht verliert darf sie im Wahljahr nicht aus Machthunger oder Deutscher Wirtschaftsvorherschaft so leichtsinnig mit dem Weltfrieden
    umgehen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Europa | Euro-Krise | Angela Merkel
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