Wahltrend : Schwarz-Gelb und Rot-Grün in Umfrage gleichauf

Die SPD legt zwei Punkte zu und liegt zusammen mit den Grünen bei 43 Prozent – genau wie auch Schwarz-Gelb. Die FDP kratzt an der Fünf-Prozent-Hürde.

Patt-Situation zwischen Schwarz-Gelb und Rot-Grün: Im neuen Deutschlandtrend der ARD liegen Union und FDP gleichauf mit SPD und Grünen. Beide Lager kommen zusammen auf 43 Prozent. Die Union verliert im Vergleich zur Vorwoche zwei Punkte und landet nun bei 38 Prozent. Die SPD legt um zwei Punkte auf 27 Prozent zu.

Wäre am Sonntag Bundestagswahl, blieben die Grünen mit 16 Prozent (minus 1) drittstärkste Partei. Die FDP schaffte der Umfrage zufolge mit 5 Prozent (plus/minus 0) nur knapp die Rückkehr in den Bundestag. Die Linke läge bei 8 Prozent (plus 1). Die Piratenpartei käme mit 2 Prozent (minus 1) nicht ins Parlament.

59 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Euro-Krise richtig und entschlossen gehandelt hat. Dennoch macht sich laut ARD-Politbarometer jeder Zweite (48 Prozent) Sorgen um seine Ersparnisse.

39 Prozent glauben, dass die Union die Kompetenz hat, die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen. Nur für 16 Prozent der Befragten ist die SPD die kompetentere Partei. 38 Prozent trauen keiner der beiden Parteien zu, die Krise managen zu können.

Das Institut Infratest dimap befragte im Auftrag der ARD am 19. und 20. März 1.008 Bundesbürger. Die Fehlertoleranz liegt zwischen 1,4 und 3,1 Prozent.

Verlagsangebot

Der Kult ums gesunde Essen

Nahrung soll Energie und Freude bringen. Doch immer mehr Lebensmittel werden zum Problem gemacht: Vom Salz bis zum Fleisch. Warum eigentlich? Jetzt in der neuen ZEIT.

Hier lesen

Kommentare

57 Kommentare Seite 1 von 6 Kommentieren

Watt deen een siin Uuhl, is deen annern siin Nachtigal.

Egal ob Wahl oder Umfrage, irgendwie passt es immer.
Der Sozialdemokrat Egon Bahr, einst Leiter des Planungsstabs im Auswärtigen Amt erklärte damals, aufgeschreckt von der „Enttäuschung“ Frank-Walter Steinmeiers über die Zusammenarbeit des damaligen Außenministers Willy Brandt mit früheren Nazis im Diplomatischen Dienst, die erste Große Koalition von Union und SPD von 1966 bis 1969 mit dem langjährigen NSDAP-Mitglied und Rundfunk-Agitator Kurt-Georg Kiesinger an der Spitze zu einer „Regierung der Versöhnung“.
Ein wagemutiger Versuch der Geschichtsumdeutung.
Aber genau so hatte auch Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck seine Koalition mit der Linkspartei begründet.