FDP-Parteitag: Die Liberalen suchen ihren Markenkern
Die FDP hat eine wahlkampfstarke Führungstruppe gewählt. Doch über die inhaltliche Ausrichtung ist sich die Partei nicht einig.
© Michael Kappeler/dpa

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle (l.) und der Parteivorsitzenden Philipp Rösler auf dem Parteitag in Berlin
Nach seiner Kür zum FDP-Spitzenkandidaten bekam Rainer Brüderle einen blau-gelben Fußball. Das Präsent, überreicht vom Parteichef Philipp Rösler, war mit Bedacht gewählt. Schließlich hat der Fraktionsvorsitzende Brüderle angekündigt, im Bundestagswahlkampf für die FDP "die Tore schießen" zu wollen. Die Vier-Prozent-Regierungspartei braucht ein paar Erfolge, damit der Wiedereinzug ins Parlament gelingt.
Brüderle sei der "richtige Mann" für den Wahlkampf, sagen viele Liberale nach dem Berliner Parteitag an diesem Wochenende. Weil Brüderle poltern kann. Ausgewählte Beispiele seiner heutigen Rede: Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sei die "Fettnapfsuchmaschine", die Union habe "sozialdemokratischen Speck" angesetzt und der Rest der politischen Konkurrenz bestünde sowieso aus "Fuzzis".
"Brüderle kommt nicht so akademisch überhöht rüber", sagt Herbert Mertin aus dem FDP-Landesvorstand Rheinland-Pfalz. Mertin kennt den Pfälzer Brüderle schon lang, auch noch aus Zeiten, als dieser Wahlkämpfer an Rhein und Mosel war. Brüderle habe in seiner Heimat sogar Arbeiter dazu gebracht, die FDP zu wählen, sagt Mertin.
Sieben Monate haben die Liberalen noch Zeit für ihren Aufholwahlkampf. Es bleibt zu hoffen für die FDP, dass sich der neue Spitzenkandidat bis dahin nicht allzu oft "verbabbelt". Brüderle ist bekannt dafür, dass ihm gern mal ein falsches Wort herausrutscht. Seit den Sexismus-Vorwürfen gegen ihn ist er zwar deutlich vorsichtiger geworden. Kurz vor seiner Nominierung sorgte der Spitzenkandidat noch einmal für Aufregung, weil er Italien einen möglichen Austritt aus der Euro-Zone vorhersagte. Eine Prophezeiung, die er in seiner Parteitagsrede übrigens nicht wiederholte.
Mit den Wahlen zum neuen Parteipräsidium und Parteivorstand haben die Delegierten Brüderle weitere starke Wahlkämpfer an die Seite gestellt. Christian Lindner, der versierte Rhetoriker aus Nordrhein-Westfalen, ist jetzt erster Stellvertreter des Parteivorsitzenden Rösler. Ins Präsidium, das höchste Führungsgremium der FDP, zog außerdem der Talkshow-Liebling Wolfgang Kubicki ein. Kubickis Sprüche können, was ihre Schlagzeilen-Qualität betrifft, locker mit denen des Spitzenkandidaten mithalten. Obwohl Kubicki kein großer Freund des Parteivorsitzenden Rösler ist, kann er sich mit Kritik zurückhalten, wenn es denn sein muss. Weil der Entwicklungsminister Dirk Niebel das nicht tat, ist er aus dem Präsidium geflogen. Auch ein anderer schaffte es nicht in eine Führungsposition: "Euro-Rebell" Frank Schäffler verpasste den Einzug in den Bundesvorstand knapp.





Sie können sich jedenfalls untereinander in die Arme fallend begrüßen wie die Bären. Was ist aus dieser Partei ein Trümmerhaufen geworden. Brüderle macht ein auf Hochbräuhaus-Geschrei und die ganze Vorstandsreihe auf dem Podium freut sich ob dieser Seligkeit. Wenn diese Partei es tatsächlich in diesem Zustand schaffen sollte, in den BT zu kommen, dann werde ich die Welt nicht mehr verstehen können. Das hat nun wirklich nichts mit Bashing zu tun. Diese Bilder habe ich heute in den TV-Nachrichten zu sehen bekommen.
... phantastische Wortkreation für das, was die FDP wirklich möchte.
Gut um unpolitische Wähler einzuschläfern :)
....... sind Sie denn, wenn Sie zum Vergleich zu kurz geratene Männer als Beispiel heran ziehen, die nach Ihrer Meinung sozial und sexuell (!?!) mehr kämpfen müssen als groß gewachsene Männer. Mein Gott, geht's noch doller.
......... die FW und die Av-was, und dann? Für was sind diese kleinen Parteien eine Alternative? Wie soll man sich das vorstellen?
... wenn sie von genügend Leuten gewählt werden.
So hat die FDP ja auch mal angefangen, die Grünen haben so angefangen. Also was soll Ihr Kommentar jetzt eigentlich aussagen?
Einfach immer nur die wählen, die bekannt sind, auch wenn die Murks machen? Oder gar nicht wählen, was genauso bescheuert ist.
Jetzt mal unter uns, denken Sie eigentlich über Ihre eigenen Kommentar nach?
... wenn sie von genügend Leuten gewählt werden.
So hat die FDP ja auch mal angefangen, die Grünen haben so angefangen. Also was soll Ihr Kommentar jetzt eigentlich aussagen?
Einfach immer nur die wählen, die bekannt sind, auch wenn die Murks machen? Oder gar nicht wählen, was genauso bescheuert ist.
Jetzt mal unter uns, denken Sie eigentlich über Ihre eigenen Kommentar nach?
...ist sich die Partei nicht einig." Die FDP, die "Vorzeige-Partei" der internen Scharmützel... Wann war man sich jemals einig?
Zum Beispiel, "Wenn man mich entsorgen will, muss man es blutig machen." Rainer Brüderle, Zeit Online. Quelle: http://www.zeit.de/politi...
Auch wenn es mich bei den Liberalen schaudert, so bin ich doch auch erleichtert, dass es nicht "blutig" wurde.
Aber das Beste zum Schluss: "Der Kandidat forderte außerdem einen "neuen Ordnungsrahmen für die soziale Marktwirtschaft" und warnte vor dem "Kapitalismus der Trickser". - "Kapitalismus der Trickser"? "Verlogene Trickser von der FDP: ...Trickserei einer an sich selbst irre gewordenen FDP.", Berliner Zeitung. Quelle: http://www.berliner-zeitu...
... wenn sie von genügend Leuten gewählt werden.
So hat die FDP ja auch mal angefangen, die Grünen haben so angefangen. Also was soll Ihr Kommentar jetzt eigentlich aussagen?
Einfach immer nur die wählen, die bekannt sind, auch wenn die Murks machen? Oder gar nicht wählen, was genauso bescheuert ist.
Jetzt mal unter uns, denken Sie eigentlich über Ihre eigenen Kommentar nach?
>>So hat die FDP ja auch mal angefangen..<<
die fdp kam bei der ersten bundestagswahl auf 12% der stimmen.
die frage des posters ist i.ü. völlig berechtigt. was stimmt Sie denn so zuversichtlich, dass diese gefühlt 100ste neugründung einer rechtspopulistischen.. verzeihung! "konservativ-liberalen" splitterpartei zu anderen ergebnissen führt als im falle der 'freiheit', der 'partei der vernunft', 'pro deutschland' und wie sich die rechtsprovinzialistischen fehlzündungen sonst noch nennen mögen? immerhin sind die verstrickungen der 'alternative' in radikalrechte strukturen auch kein wirkliches geheimnis.
>>So hat die FDP ja auch mal angefangen..<<
die fdp kam bei der ersten bundestagswahl auf 12% der stimmen.
die frage des posters ist i.ü. völlig berechtigt. was stimmt Sie denn so zuversichtlich, dass diese gefühlt 100ste neugründung einer rechtspopulistischen.. verzeihung! "konservativ-liberalen" splitterpartei zu anderen ergebnissen führt als im falle der 'freiheit', der 'partei der vernunft', 'pro deutschland' und wie sich die rechtsprovinzialistischen fehlzündungen sonst noch nennen mögen? immerhin sind die verstrickungen der 'alternative' in radikalrechte strukturen auch kein wirkliches geheimnis.
Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie kurzzeitgetrieben die Medien funktionieren, ein Personalwechsel an der Spitze einer 2-5 % (nach Umfragewerten) Partei wird behandelt, als wenn Nordkorea die USA angreifen würden. Man fragt sich hier wo die objektive Klarstellung der "Leistungen" dieser Minderheitenpartei in Reflektion zu den auf dem Parteitag getätigten Sprüchen zu lesen ist - es wird nur paraphrasiert und damit diese wirklich unfähige Partei zu neuem Leben erweckt - sei es medial.
Züngleins an der Waage (so kleine) für die Zukunft in dieser Art sind doch für die Entwicklung eines Landes hinderlich.
Die Vorstellungen der Partei sind nicht konform mit der Mehrheit der Bürger, sonst hätten sie ja mehr Stimmen.
Viele Köche verderben den Brei. Und wenn jemand nicht
ordentlich kochen kann wird es noch schlimmer.
Leider sind keine klaren ordentlichen Beschlüsse mehr
zu fassen, die eine positive Entwicklung im Land erahnen lassen.
Eine Partei mit so wenig Stimmen schwingt die lautesten Töne
und hat so viel Gewicht im Land.
Da stimmt was nicht.
letzten Mal
Es zeigt doch irgendwie viel über die Bürger in diesem Land, wenn sie so wankelmütig sind.
Spaß beiseite: das Problem ist doch, dass man medial einfach eine andere Sau durchs Dorf treibt.
Nachhaltigkeit oder nicht vorhandene Armut und schon richtet eine Partei eines VOrtragsmillionärs und Ex-Bankenretters den Wahlkampf auf Pseudogerechtigkeit aus
letzten Mal
Es zeigt doch irgendwie viel über die Bürger in diesem Land, wenn sie so wankelmütig sind.
Spaß beiseite: das Problem ist doch, dass man medial einfach eine andere Sau durchs Dorf treibt.
Nachhaltigkeit oder nicht vorhandene Armut und schon richtet eine Partei eines VOrtragsmillionärs und Ex-Bankenretters den Wahlkampf auf Pseudogerechtigkeit aus
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