FDP-ParteitagDie Liberalen suchen ihren Markenkern

Die FDP hat eine wahlkampfstarke Führungstruppe gewählt. Doch über die inhaltliche Ausrichtung ist sich die Partei nicht einig.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle (l.) und der Parteivorsitzenden Philipp Rösler auf dem Parteitag in Berlin

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle (l.) und der Parteivorsitzenden Philipp Rösler auf dem Parteitag in Berlin

Nach seiner Kür zum FDP-Spitzenkandidaten bekam Rainer Brüderle einen blau-gelben Fußball. Das Präsent, überreicht vom Parteichef Philipp Rösler, war mit Bedacht gewählt. Schließlich hat der Fraktionsvorsitzende Brüderle angekündigt, im Bundestagswahlkampf für die FDP "die Tore schießen" zu wollen. Die Vier-Prozent-Regierungspartei braucht ein paar Erfolge, damit der Wiedereinzug ins Parlament gelingt.

Brüderle sei der "richtige Mann" für den Wahlkampf, sagen viele Liberale nach dem Berliner Parteitag an diesem Wochenende. Weil Brüderle poltern kann. Ausgewählte Beispiele seiner heutigen Rede: Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sei die "Fettnapfsuchmaschine", die Union habe "sozialdemokratischen Speck" angesetzt und der Rest der politischen Konkurrenz bestünde sowieso aus "Fuzzis".

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"Brüderle kommt nicht so akademisch überhöht rüber", sagt Herbert Mertin aus dem FDP-Landesvorstand Rheinland-Pfalz. Mertin kennt den Pfälzer Brüderle schon lang, auch noch aus Zeiten, als dieser Wahlkämpfer an Rhein und Mosel war. Brüderle habe in seiner Heimat sogar Arbeiter dazu gebracht, die FDP zu wählen, sagt Mertin.

Sieben Monate haben die Liberalen noch Zeit für ihren Aufholwahlkampf. Es bleibt zu hoffen für die FDP, dass sich der neue Spitzenkandidat bis dahin nicht allzu oft "verbabbelt". Brüderle ist bekannt dafür, dass ihm gern mal ein falsches Wort herausrutscht. Seit den Sexismus-Vorwürfen gegen ihn ist er zwar deutlich vorsichtiger geworden. Kurz vor seiner Nominierung sorgte der Spitzenkandidat noch einmal für Aufregung, weil er Italien einen möglichen Austritt aus der Euro-Zone vorhersagte. Eine Prophezeiung, die er in seiner Parteitagsrede übrigens nicht wiederholte. 

Mit den Wahlen zum neuen Parteipräsidium und Parteivorstand haben die Delegierten Brüderle weitere starke Wahlkämpfer an die Seite gestellt. Christian Lindner, der versierte Rhetoriker aus Nordrhein-Westfalen, ist jetzt erster Stellvertreter des Parteivorsitzenden Rösler. Ins Präsidium, das höchste Führungsgremium der FDP, zog außerdem der Talkshow-Liebling Wolfgang Kubicki ein. Kubickis Sprüche können, was ihre Schlagzeilen-Qualität betrifft, locker mit denen des Spitzenkandidaten mithalten. Obwohl Kubicki kein großer Freund des Parteivorsitzenden Rösler ist, kann er sich mit Kritik zurückhalten, wenn es denn sein muss. Weil der Entwicklungsminister Dirk Niebel das nicht tat, ist er aus dem Präsidium geflogen. Auch ein anderer schaffte es nicht in eine Führungsposition: "Euro-Rebell" Frank Schäffler verpasste den Einzug in den Bundesvorstand knapp. 

Leser-Kommentare
  1. Aus gut informierten Kreisen habe ich gehört, daß man das Arbeitszeitgesetz innovativ modernisieren und reformieren will.
    Es wurden bereits Gutachten in Auftrag gegeben, mit dem Ziel festzustellen, daß 12 Stunden Arbeit am Tag nicht gesundheitschädlich sind, und daß die 7 Tagewoche eine Art Kontinuität bringt, die die Gesundheit fördert.

    Man hat nämlch bemerkt, daß mittlweile immer mehr Menschen gezwungen wurden, die im Arbeitschutzgeetz festgelegte Höchstarbeitszeit zu überschreiten.
    190 Stunden Vollzeit plus 450 € Job (=53 Stunden) ergeben nunmal 243 Stunden und das ist nach alten sozialstaatlichen Maßstäben zu viel - nicht aber nach neuen, liberalen Maßstäben.
    Also, was macht man? Man passt die Grenzen marktkonform an die Bedürfnisse der Wirtschaft an.
    Es soll Rentnern in Zukunft auch erleichtert werden, länger als bis zum 67. Lebensjahr zu arbeiten. Das ist liberale Politik - Freiheit für die Rentner, die sich am Fließband verwirklichen wollen.
    Auch das Problem, daß Frauen immer noch weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen wird angegangen. Im Koalitionsvertrag wird festgeschrieben, daß der Mindestlohn für Männer und Frauen gleich sein soll,
    sogennnte Unisex-Tarife.
    "Leistung soll sich weiter lohnen". Deshalb werden die Einkünfe aus Zinserträgen oder Dividenden von der Steuer befreit, und dafür die Einkünfte aus n.selbst.Arbeit verstärkt besteuert.

    Sämtliche Steigerungen der Einkünfte unterliegen einer gewissen Progression - nur nicht die Zinseinkünfte.......

    11 Leser-Empfehlungen
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    • doof
    • 10.03.2013 um 19:43 Uhr

    eine Art Kontinuität bringt..."

    Sowas ähnliches wars auch, was mich da vor kurzem doch tatsächlich - untypischerweise - Stellung für die katholische Kirche nehmen liess und dem hier mit Skepsis begegnen:
    http://www.zeit.de/gesell...?

    Passt ja dazu, dass Juncker, der nun Ängste vor einem europäischen Krieg schürt so nicht nach seinem Gusto gewählt würde, sagte ""Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.""
    Das muss man der FDP lassen: transparenter sind sie wirklich.

    • MrWho
    • 11.03.2013 um 10:34 Uhr

    "Es soll Rentnern in Zukunft auch erleichtert werden, länger als bis zum 67. Lebensjahr zu arbeiten. Das ist liberale Politik - Freiheit für die Rentner, die sich am Fließband verwirklichen wollen."

    Das ist tatsächlich sinnvoll. Arbeiten, solange man muss oder möchte. Oder eben irgendwann nicht mehr. Was soll diese willkürliche Grenze von 65 oder 67? Viele hören eh gezwungenermaßen schon vorher in ihrem Beruf auf, z.B. weil die Gesundheit es nicht mehr erlaubt. Oder freiwillig, wenn das bis dahin Erarbeitete (Haus, Rentenansprüche) einen ruhigen Lebensabend erlaubt, oder zumindest einen schrittweisen Rückzug in Form von Teilzeit. Andere wollen weiter arbeiten, auch ohne dafür finanziell bestraft zu werden. Mein Beruf z.B. ist auch Berufung, ich möchte auch nach 67 noch weiterhin Erfahrung weitergeben können. Wenn überhaupt, ist doch das Problem, dass man meint, sich erst tot zu schuften und dafür irgendwann in Form von Müßiggang belohnt zu werden. Diese Rechnung ist Unsinn (vor allem, wenn sie durch früheres Ableben nicht aufgeht). Sinnvoller ist, im Heute (jedweden Alters) schon auf Lebensqualität zu achten. Abwägen von Verlust durch früheren Abschied aus der Arbeitswelt (oder weniger Schuften) und Gewinn durch mehr Zeit. Work-Life-Balance. Großes Thema gerade in der ZEIT...

    • doof
    • 10.03.2013 um 19:43 Uhr

    eine Art Kontinuität bringt..."

    Sowas ähnliches wars auch, was mich da vor kurzem doch tatsächlich - untypischerweise - Stellung für die katholische Kirche nehmen liess und dem hier mit Skepsis begegnen:
    http://www.zeit.de/gesell...?

    Passt ja dazu, dass Juncker, der nun Ängste vor einem europäischen Krieg schürt so nicht nach seinem Gusto gewählt würde, sagte ""Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.""
    Das muss man der FDP lassen: transparenter sind sie wirklich.

    • MrWho
    • 11.03.2013 um 10:34 Uhr

    "Es soll Rentnern in Zukunft auch erleichtert werden, länger als bis zum 67. Lebensjahr zu arbeiten. Das ist liberale Politik - Freiheit für die Rentner, die sich am Fließband verwirklichen wollen."

    Das ist tatsächlich sinnvoll. Arbeiten, solange man muss oder möchte. Oder eben irgendwann nicht mehr. Was soll diese willkürliche Grenze von 65 oder 67? Viele hören eh gezwungenermaßen schon vorher in ihrem Beruf auf, z.B. weil die Gesundheit es nicht mehr erlaubt. Oder freiwillig, wenn das bis dahin Erarbeitete (Haus, Rentenansprüche) einen ruhigen Lebensabend erlaubt, oder zumindest einen schrittweisen Rückzug in Form von Teilzeit. Andere wollen weiter arbeiten, auch ohne dafür finanziell bestraft zu werden. Mein Beruf z.B. ist auch Berufung, ich möchte auch nach 67 noch weiterhin Erfahrung weitergeben können. Wenn überhaupt, ist doch das Problem, dass man meint, sich erst tot zu schuften und dafür irgendwann in Form von Müßiggang belohnt zu werden. Diese Rechnung ist Unsinn (vor allem, wenn sie durch früheres Ableben nicht aufgeht). Sinnvoller ist, im Heute (jedweden Alters) schon auf Lebensqualität zu achten. Abwägen von Verlust durch früheren Abschied aus der Arbeitswelt (oder weniger Schuften) und Gewinn durch mehr Zeit. Work-Life-Balance. Großes Thema gerade in der ZEIT...

  2. .... denn die Chancen bleiben nach wie vor bei Null, dass diese Nieten im Streifenanzug die 5%-Hürde schaffen :

    Mit Saufbrüderle auf'm Platz,
    Strähnchen-Tim im Spiel
    dazu im Niebel -
    noch lange nichts 'lungen.

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  3. [Ist das noch Journalismus, oder Wahlkampfhilfe der Zeit, um die FDP über die 5% zu hieven?]

    Auch Journalismus kann Angebot und Nachfrage nicht völlig ignorieren. Und Artikel über die FDP sind offensichtlich gefragt. Es ist eine feine Ironie, dass die ausgesprochen fleißigen FDP-Basher mit ihren Klicks und Kommentaren unter FDP-Artikeln die FDP noch relevanter machen. Die FDP ist eben immer ein gutes Gesprächsthema ;)

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    Ich muss Sie korrigieren.

    Eine liberale Partei, die sich auf der Basis der Sozial-Liberalen Ära in die heutige Zeit weiter entwickelt hätte und statt im Staat den größten Gegner Multinationale Unternehmen mit Monopolanspruch sehen würde, dass wäre ein Gesprächsthema.

    Eine liberale Partei, die statt auf Eliten und deren Förderung auf die Förderung von Hartz IV Kindern den Fokus legen würde, weil sie weiß, dass zur freien Entwicklung auch die Chance gehört eigenständige Perspektiven entwickeln zu können, dass wäre ein Gesprächsthema.

    Eine liberale Partei, die die persönliche Haftung von Topmanagern zum Ziel ausgibt, weil deren Fehlverhalten bewußt oder unbewußt in der sogenanten Finanzkrise ganze Staaten in die Krise stürzte, dass wäre ein Gesprächsthema.

    Eine solche liberale Partei ist die FDP aber nicht - sie ist das glatte Gegenteil davon.

    "die FDP noch relevanter machen"

    Letzlich bewirken Kommentare in Foren so gut wie nichts. Netter Zeitvertreib meines Erachtens.Mehr nicht.

    Ich muss Sie korrigieren.

    Eine liberale Partei, die sich auf der Basis der Sozial-Liberalen Ära in die heutige Zeit weiter entwickelt hätte und statt im Staat den größten Gegner Multinationale Unternehmen mit Monopolanspruch sehen würde, dass wäre ein Gesprächsthema.

    Eine liberale Partei, die statt auf Eliten und deren Förderung auf die Förderung von Hartz IV Kindern den Fokus legen würde, weil sie weiß, dass zur freien Entwicklung auch die Chance gehört eigenständige Perspektiven entwickeln zu können, dass wäre ein Gesprächsthema.

    Eine liberale Partei, die die persönliche Haftung von Topmanagern zum Ziel ausgibt, weil deren Fehlverhalten bewußt oder unbewußt in der sogenanten Finanzkrise ganze Staaten in die Krise stürzte, dass wäre ein Gesprächsthema.

    Eine solche liberale Partei ist die FDP aber nicht - sie ist das glatte Gegenteil davon.

    "die FDP noch relevanter machen"

    Letzlich bewirken Kommentare in Foren so gut wie nichts. Netter Zeitvertreib meines Erachtens.Mehr nicht.

    • atburg
    • 10.03.2013 um 17:51 Uhr
    28. Kernlos

    Da gibt's keinen Kern. Nur ein Mäntelchen, jeweils nach dem Wind der Konstellation gehängt, die eine Teilhabe an der Regierung verspricht. Von Mendes Umfallerpartei über das Zünglein an der Waage bis hin zum Leihstimmenkompagnon: liberal ist, was mitregieren schafft!

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  4. Ihre schöne Gelbe FDP hält sich am Bord nur weil die Lobbyisten sie unterstützen..Hoteliers, Glückspielindustrie

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    Antwort auf "FDP-Bashing"
  5. Das ist genau was ich eingehend meinte: die achso freidenkenden lassen andere Meinungen nicht zu. Und wenn man argumentativ nichts findet, dann eben als Schwachsinn abstempeln und ins laecherliche ziehen. Dann eben rot-gruen waehlen, die sagen was man hoeren will, und sich wohl fuehlen, dass man etwas "besseres" gewaehlt hat und sich erhaben fuehlen. Und was passiert dann? Hartz4 Reformen, die den kleinen Mann/Frau in die Ecke draengen, Rentereform, die das Geld dem Arbeitnehmer nimmt und es in die Taschen von Versicherungskonzernen steckt (Riester etc.). Aber schoen auf der einzigen Partei rumschlagen, die als einzige sagt was sie denkt, auch wenn es unpopulaer ist, naemlich: Leistung soll sich lohnen, kein anstregungsloser Wohlstand etc.

    4 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Satire?"
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    "Leistung soll sich lohnen, kein anstregungsloser Wohlstand etc."

    das sagen Sie mal all denen sogenanten Aufstockern, die zwar den ganzen Tag arbeiten gehen, aber dennoch ohne Hartz IV nicht über die Runden kommen.

    http://de.wikipedia.org/w...

    <<< Aber schoen auf der einzigen Partei rumschlagen, die als einzige sagt was sie denkt, auch wenn es unpopulaer ist, naemlich: Leistung soll sich lohnen, kein anstregungsloser Wohlstand etc. <<<

    Das ist so lustig, anbetracht der Realität und der Tatsache, dass diejenigen die NICHTS leisten, oder nichts weiter machen, als wertlose Wohlstandsversprechen zu erzeugen, bestehenden Wohlstand umverteilen oder professionell lügen und Recht verdrehen, oder durch eigene Marktmacht andere übervorteilen um sich deren Wertschöpfung aneignen zu können, die größten Einkommen und die effektiv niedrigsten Steuersätze haben.

    Das Mantra müsste also lauten:
    Reichtum soll sich lohnen, keine anstrengende Leistung.

    sie habens prägnant formuliert: Toleranz ist nicht etwas , das man den Rot-Grünen NEuwählern ( eigentliche Gründer der Grünen hatten diesen Wesenszug und tratten deswegen aus) nachsagen kann.
    Leider schafft es die beiden Parteien mit Wohlfühlrhetorik von den eigenen Problemen ,wie den Pensionen (hauptsächlich ihrer Wähler) abzulenken und weiter den Selbstständigen und Steuerzahler in Abhängigkeit zu halten.
    Die DEmonstrationen gegen einen Provinzbahnhof sind hierfür symptomatisch

    Wie Boris Palmer sagte : Ruhe jetzt im Saal....daran sieht man grünliberale Problemlösungskompetenz. Den Gegner diffamieren, wenn er nicht die per se gute Meinung teilt...
    (hoffen wir, dass diese unliebsame Meinung hier nicht zensiert wird)

    "Leistung soll sich lohnen, kein anstregungsloser Wohlstand etc."

    das sagen Sie mal all denen sogenanten Aufstockern, die zwar den ganzen Tag arbeiten gehen, aber dennoch ohne Hartz IV nicht über die Runden kommen.

    http://de.wikipedia.org/w...

    <<< Aber schoen auf der einzigen Partei rumschlagen, die als einzige sagt was sie denkt, auch wenn es unpopulaer ist, naemlich: Leistung soll sich lohnen, kein anstregungsloser Wohlstand etc. <<<

    Das ist so lustig, anbetracht der Realität und der Tatsache, dass diejenigen die NICHTS leisten, oder nichts weiter machen, als wertlose Wohlstandsversprechen zu erzeugen, bestehenden Wohlstand umverteilen oder professionell lügen und Recht verdrehen, oder durch eigene Marktmacht andere übervorteilen um sich deren Wertschöpfung aneignen zu können, die größten Einkommen und die effektiv niedrigsten Steuersätze haben.

    Das Mantra müsste also lauten:
    Reichtum soll sich lohnen, keine anstrengende Leistung.

    sie habens prägnant formuliert: Toleranz ist nicht etwas , das man den Rot-Grünen NEuwählern ( eigentliche Gründer der Grünen hatten diesen Wesenszug und tratten deswegen aus) nachsagen kann.
    Leider schafft es die beiden Parteien mit Wohlfühlrhetorik von den eigenen Problemen ,wie den Pensionen (hauptsächlich ihrer Wähler) abzulenken und weiter den Selbstständigen und Steuerzahler in Abhängigkeit zu halten.
    Die DEmonstrationen gegen einen Provinzbahnhof sind hierfür symptomatisch

    Wie Boris Palmer sagte : Ruhe jetzt im Saal....daran sieht man grünliberale Problemlösungskompetenz. Den Gegner diffamieren, wenn er nicht die per se gute Meinung teilt...
    (hoffen wir, dass diese unliebsame Meinung hier nicht zensiert wird)

  6. erfunden hat, müsste jedenfalls den Deutschen Kleinkunstpreis erhalten, so einen Schmarrn auch nur mit ernstem Gesicht vorzutragen ist eine Leistung die gewürdigt werden muss! Abgesehen davon, dass der Mindestlohn wenn überhaupt eine sittliche Kategorie ist, keine ökonomische Frage sondern eine des gesamtgesellschaftlich akzeptierten guten Geschmacks aufwirft - ab welcher Höhe wird ein angebotener Arbeitslohn unabhängig von der erbrachten Leistung zur Beleidigung - soll ein Mindestlohn ja gerade die Wettbewerbsauswirkungen von Marktlage, Region etc. begrenzen... Der "regional differenzierte Mindestlohn" ist also die "PS-Zahl-differenzierte Höchstgeschwindigkeit", das "geburtsjahrdifferenzierte Mindestalter", die "alkoholkonzentrationsdifferenzierte Promillegrenze"... Also a "contradictio in eo ipso" halt, wie der Katholok sagt (zu deutsch: a Schmarrn)

    4 Leser-Empfehlungen
  7. Ich muss Sie korrigieren.

    Eine liberale Partei, die sich auf der Basis der Sozial-Liberalen Ära in die heutige Zeit weiter entwickelt hätte und statt im Staat den größten Gegner Multinationale Unternehmen mit Monopolanspruch sehen würde, dass wäre ein Gesprächsthema.

    Eine liberale Partei, die statt auf Eliten und deren Förderung auf die Förderung von Hartz IV Kindern den Fokus legen würde, weil sie weiß, dass zur freien Entwicklung auch die Chance gehört eigenständige Perspektiven entwickeln zu können, dass wäre ein Gesprächsthema.

    Eine liberale Partei, die die persönliche Haftung von Topmanagern zum Ziel ausgibt, weil deren Fehlverhalten bewußt oder unbewußt in der sogenanten Finanzkrise ganze Staaten in die Krise stürzte, dass wäre ein Gesprächsthema.

    Eine solche liberale Partei ist die FDP aber nicht - sie ist das glatte Gegenteil davon.

    6 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Angebot und Nachfrage"
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    Erinnert sei an die Fälschung des Armuts- und Reichtumsberichts durch Rösler.
    http://www.zeit.de/2013/0...

    So eine Verfälschung der Tatsachen durch einen "liberalen" Minister. Was soll man da noch sagen.

    Ich denke nichts, denn das ist selbstredend.

    [Eine liberale Partei, die sich auf der Basis der Sozial-Liberalen Ära in die heutige Zeit weiter entwickelt hätte und statt im Staat den größten Gegner Multinationale Unternehmen mit Monopolanspruch sehen würde, dass wäre ein Gesprächsthema.]

    Vielleicht wäre auch so eine Partei ein Gesprächsthema. Die FDP ist aber ganz zweifellos eines, wie man unschwer feststellen kann. Und darum ging es in meinem Beitrag ja.

    Für die Abwehr von Monopolansprüchen gibt es bereits fähige Wettbewerbsbehörden. Da besteht m. E. kein allgemeiner Handlungsdruck. Eine liberale Partei muss natürlich immer ein Auge darauf haben, dass die marktwirtschaftliche Wettbewerbsordnung erhalten bleibt. Aber der Gewaltmonopolist Staat ist und bleibt für Liberale immer ein großes Thema.

    [Eine liberale Partei, die statt auf Eliten und deren Förderung auf die Förderung von Hartz IV Kindern den Fokus legen würde, weil sie weiß, dass zur freien Entwicklung auch die Chance gehört eigenständige Perspektiven entwickeln zu können, dass wäre ein Gesprächsthema.]

    Da bin ich ganz Ihrer Meinung, s. meinen Beitrag auf der zweiten Seite. Ich sehe die FDP da auf einem guten Weg, auch wenn es da noch einiges zu tun gibt.

    [Eine liberale Partei, die die persönliche Haftung von Topmanagern zum Ziel ausgibt....]

    Topmanager haften bereits dort, wo sie grob fahrlässig handeln. Haftung darüber hinaus ist Vereinbarungssache zwischen Managern und Unternehmenseignern. Vertragsfreiheit ist ein hohes, liberales Gut.

    es zeigt doch wes GEistes Kind Sie sind..,wenn Sie sich eine solche Partei wünschen, gründen Sie doch eine.

    Es ist schade, wie sehr die Tatsachen über die FDP als sozial kalte Partei verdreht werden. Den Armutsbericht gilt es eigentlich nicht zu kommentieren, da er inhaltliche Fehler hat, wie die Nichtbeachtung von Pensionen (ein Hoch auf den Beamtenstaat)

    In Deutschland hat jeder Chancen , sofern er sich anstrengt. Wer unten ist muss sich eben mehr anstrengen. DAs ist der Lauf der Dinge: vergleichen Sie es mit einer gesellschaftlich wohl akzeptierten Ungleichheit: kleine Männer müssen sozial und sexuell ja wohl mehr kämpfen als große. Dennoch wird Körpergröße bei Männern nicht besteuert. Dagegen würden sich die Grünen vermutlich wehren, weil sie die größten Kinder haben, da sie ja geistig überlegen sind.
    So einfach läufts in unserem Staat aber nocht nicht.

    Erinnert sei an die Fälschung des Armuts- und Reichtumsberichts durch Rösler.
    http://www.zeit.de/2013/0...

    So eine Verfälschung der Tatsachen durch einen "liberalen" Minister. Was soll man da noch sagen.

    Ich denke nichts, denn das ist selbstredend.

    [Eine liberale Partei, die sich auf der Basis der Sozial-Liberalen Ära in die heutige Zeit weiter entwickelt hätte und statt im Staat den größten Gegner Multinationale Unternehmen mit Monopolanspruch sehen würde, dass wäre ein Gesprächsthema.]

    Vielleicht wäre auch so eine Partei ein Gesprächsthema. Die FDP ist aber ganz zweifellos eines, wie man unschwer feststellen kann. Und darum ging es in meinem Beitrag ja.

    Für die Abwehr von Monopolansprüchen gibt es bereits fähige Wettbewerbsbehörden. Da besteht m. E. kein allgemeiner Handlungsdruck. Eine liberale Partei muss natürlich immer ein Auge darauf haben, dass die marktwirtschaftliche Wettbewerbsordnung erhalten bleibt. Aber der Gewaltmonopolist Staat ist und bleibt für Liberale immer ein großes Thema.

    [Eine liberale Partei, die statt auf Eliten und deren Förderung auf die Förderung von Hartz IV Kindern den Fokus legen würde, weil sie weiß, dass zur freien Entwicklung auch die Chance gehört eigenständige Perspektiven entwickeln zu können, dass wäre ein Gesprächsthema.]

    Da bin ich ganz Ihrer Meinung, s. meinen Beitrag auf der zweiten Seite. Ich sehe die FDP da auf einem guten Weg, auch wenn es da noch einiges zu tun gibt.

    [Eine liberale Partei, die die persönliche Haftung von Topmanagern zum Ziel ausgibt....]

    Topmanager haften bereits dort, wo sie grob fahrlässig handeln. Haftung darüber hinaus ist Vereinbarungssache zwischen Managern und Unternehmenseignern. Vertragsfreiheit ist ein hohes, liberales Gut.

    es zeigt doch wes GEistes Kind Sie sind..,wenn Sie sich eine solche Partei wünschen, gründen Sie doch eine.

    Es ist schade, wie sehr die Tatsachen über die FDP als sozial kalte Partei verdreht werden. Den Armutsbericht gilt es eigentlich nicht zu kommentieren, da er inhaltliche Fehler hat, wie die Nichtbeachtung von Pensionen (ein Hoch auf den Beamtenstaat)

    In Deutschland hat jeder Chancen , sofern er sich anstrengt. Wer unten ist muss sich eben mehr anstrengen. DAs ist der Lauf der Dinge: vergleichen Sie es mit einer gesellschaftlich wohl akzeptierten Ungleichheit: kleine Männer müssen sozial und sexuell ja wohl mehr kämpfen als große. Dennoch wird Körpergröße bei Männern nicht besteuert. Dagegen würden sich die Grünen vermutlich wehren, weil sie die größten Kinder haben, da sie ja geistig überlegen sind.
    So einfach läufts in unserem Staat aber nocht nicht.

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