Homo-Ehe: Dobrindt nennt Homosexuelle "eine schrille Minderheit"
Der CSU-Generalsekretär will die Union bei der Homo-Ehe zur Stimme der "stillen Mehrheit" machen. Doch ein CDU-Abgeordneter fühlt sich davon intellektuell beleidigt.
©Frank Leonhardt/dpa

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt
Der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt hat die CDU gewarnt, konservative Positionen zum Thema Homo-Ehe preiszugeben: "Die Menschen wollen keine Veränderung der Gesellschaft, in der Ehe und Familie nicht mehr die Normalität sind." Die Union müsse der "stillen Mehrheit" eine Stimme gegen "eine schrille Minderheit" geben, sagte Dobrindt der Welt am Sonntag. Die Wahlen 2013 könnten nur gewonnen werden, wenn die Union konservative Positionen ins Zentrum stelle.
Wer die Ehe mit Lebenspartnerschaften gleichstelle und das Ehegattensplitting abschaffen wolle, betreibe Familienfeindlichkeit, sagte Dobrindt. Er beklagte eine falsche Gewichtung: "Wir haben 17 Millionen Ehen in Deutschland und 30.000 gleichgeschlechtliche Partnerschaften." Die Menschen wollten aber Antworten auf das, was die Mehrheit betreffe, und die Mehrheit habe ein bürgerlich-konservatives Weltbild. Lobbyisten von Einzelgruppen der Gesellschaft vermittelten ein völliges Zerrbild. "Einzelgruppen dürfen nicht den Ton angeben", sagte Dobrindt.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Spahn bezeichnete diese Äußerungen als "intellektuelle Beleidigung". Er kritisierte in der Welt am Sonntag Dobrindts "Gerede von einer schrillen Minderheit, die für sich eine besondere Lebensphilosophie angenommen habe". Diese Wortwahl bestärke ihn darin, dass die Abstimmung zur Gleichstellung von Lebenspartnerschaften im Bundestag "freigegeben" werden sollte – das heißt, dass Abgeordnete ohne Fraktionszwang abstimmen dürften.
Rot-Grün will andere Definition von Ehe
Der Bundestag befasst sich auf seiner Sitzung am 14. März mit einem Antrag der Grünen zum Adoptionsrecht für homosexuelle Partnerschaften. Zudem wird der Bundesrat voraussichtlich am 22. März einen Gesetzentwurf zur Öffnung der Ehe verhandeln. Der Entwurf sieht vor, im Bürgerlichen Gesetzbuch festzuschreiben, dass eine Ehe auch aus gleichgeschlechtlichen Partnern bestehen kann. Mit diesen Anträgen wollen SPD und Grüne die Differenzen innerhalb der CDU/CSU bei der Homo-Ehe offenlegen.
Das Bundesverfassungsgericht hatte am 19. Februar entschieden, dass Schwule und Lesben ein von ihrem eingetragenen Partner bereits adoptiertes Kind ebenfalls adoptieren dürfen.
Um eine Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaft mit der Ehe zu erreichen, erwägen laut Spiegel einige CDU-Politiker einen Gruppenantrag. Dabei könnten sie mit Kollegen aus anderen Fraktionen dafür plädieren, das Ehegattensplitting auf Lebenspartnerschaften auszuweiten. Sie würden sich damit gegen die eigene Fraktion und die Bundesregierung stellen. "Ein parteiübergreifender Gruppenantrag wäre eine Option", sagte der CDU-Abgeordnete Stefan Kaufmann.
Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) lässt laut Spiegel bereits Modelle durchrechnen, die den Splitting-Vorteil auf Familien mit Kindern ausdehnen. Seine Maßgabe laute, dass niemand schlechter gestellt werden solle als heute. Die Lösung müsse jedoch für den Fiskus verkraftbar sein.








, , , jeglicher Lebenserfahrung, sonst wüsste er, dass die wenigsten Schwulen und Lesben ein schrilles Leben leben.
Meine gute Erziehung verbietet mir, an diese stelle das Wort "Blödmann" zu benutzen . . .
es handelt sich in meinen Augen um ein Problem des konservativen Denkens, sondern von religiöser Engstirnigkeit. Ich kenne eine Menge Konservative, welche selbstvertändlich dafür sind, dass auch Homosexuelle Ehen eingehen dürfen mit den selben Rechten und Pflichten. Es gibt ja auch eine Menge konservative Homosexuelle. Die meisten, welche homosexuellen Ehepaaren die selben Rechte vorenthalten stehen häufig der Kirche (insbesondere der katholischen, Grüße nach Bayern) nahe und möchten ihr religiöses Bild von Mann, Frau und Ehe auch in einem säkularen Staat sehen. Das ist nicht mehr zeitgemäß.
Ich bin glückliche Katholikin und würde die volle Gleichstellung homosexueller Ehen begrüßen. Die Engstirnigkeit hat nämlich auch nicht zwingend was mit der Religion zu tun, auch wenn sie dort verbreiteter ist.
Wer Schweinefleisch isst, eine Ehe monogam auffasst, gegen Todesstrafe und für Sexualität auch jenseits bloßer Fortpflanzung ist, tut sich nämlich schwer, geeignete Bibelzitate gegen Homosexualität zu finden, die er nicht aus einem Umfeld pickt, an das er sich sonst nicht hält. Wer Homosexualität mit Verweis auf die Bibel ablehnt, soll mir erst mal darlegen, warum diese paar Verse so relevant sind, die Verse drumherum aber nicht (Konnte bisher keiner).
Letztlich ist die Engstirnigkeit immer eine des einzelnen Menschen.
PS: Interessant ist übrigens, dass homosexuelle Ehen trotz fehlender Berührungspunkte angeblich "Ehe und Familie" gefährden, die z.Zt. massiv betriebene mediale Abwertung der gemeinsamen Veranlagung, die Ehe und Familie massiv belasten würde, aber für die selbsternannten Verteidiger von "Ehe und Familie" offenbar kein Thema ist.
Ob Atheisten noch eine große Familienfeier schmeißen, Katholiken vor den Priester treten.. das sind alles nur Riten und eine feierliche Begehung.
Die eigentliche EHE wird nur und ausschließlichst vor dem zuständigen Standesamt und einem Beamten der Bundesrepublik Deutschland als rechtlicher Akt geschlossen bzw. vom Standesbeamten beurkundet. Es ist ein nüchterner Verwaltungsakt, mit dem Rechten und Pflichten entstehen. Ich darf meinen Freund auf der Intensiv besuchen wenn er mal einen schlimmen Unfall hat und werde nicht wie ein Fremder abgewiesen. Wir sind einander aber auch finanziell verpflichtet, bevor der Sozialstaat und die Allgemeinheit einen Cent zahlt müssen wir erst füreinander einstehen wenn einer von uns mal arbeitslos werden sollte. Und so weiter.
Die zivilrechtliche Ehe in der Bundesrepublik Deutschland ist keine:
-Tradition
-christliche Institution
-Voraussetzung Kinder zu kriegen
sondern sie ist ein wirtschaftliches und soziales Bündnis, zweier mündiger erwachsener deutscher Staatsbürger, die einander lieben und ihr Leben miteinander in Verantwortung, mit Rechten und Pflichten die weit über eine lose Partnerschaft hinausgehen, teilen möchten. Dabei nicht diskriminiert zu werden ist in keiner auch nur denkbaren Hinsicht eine Frage von Konservativismus. Mehr noch, ich erachte gleiche Bürgerrechte als einen zutiefst konservativen, d.h. bürgerlichen Wert aller, die auf Korrektheit und Fairness Wert legen. Was gibt es denn konservativeres als die Ehe?
Ich bin glückliche Katholikin und würde die volle Gleichstellung homosexueller Ehen begrüßen. Die Engstirnigkeit hat nämlich auch nicht zwingend was mit der Religion zu tun, auch wenn sie dort verbreiteter ist.
Wer Schweinefleisch isst, eine Ehe monogam auffasst, gegen Todesstrafe und für Sexualität auch jenseits bloßer Fortpflanzung ist, tut sich nämlich schwer, geeignete Bibelzitate gegen Homosexualität zu finden, die er nicht aus einem Umfeld pickt, an das er sich sonst nicht hält. Wer Homosexualität mit Verweis auf die Bibel ablehnt, soll mir erst mal darlegen, warum diese paar Verse so relevant sind, die Verse drumherum aber nicht (Konnte bisher keiner).
Letztlich ist die Engstirnigkeit immer eine des einzelnen Menschen.
PS: Interessant ist übrigens, dass homosexuelle Ehen trotz fehlender Berührungspunkte angeblich "Ehe und Familie" gefährden, die z.Zt. massiv betriebene mediale Abwertung der gemeinsamen Veranlagung, die Ehe und Familie massiv belasten würde, aber für die selbsternannten Verteidiger von "Ehe und Familie" offenbar kein Thema ist.
Ob Atheisten noch eine große Familienfeier schmeißen, Katholiken vor den Priester treten.. das sind alles nur Riten und eine feierliche Begehung.
Die eigentliche EHE wird nur und ausschließlichst vor dem zuständigen Standesamt und einem Beamten der Bundesrepublik Deutschland als rechtlicher Akt geschlossen bzw. vom Standesbeamten beurkundet. Es ist ein nüchterner Verwaltungsakt, mit dem Rechten und Pflichten entstehen. Ich darf meinen Freund auf der Intensiv besuchen wenn er mal einen schlimmen Unfall hat und werde nicht wie ein Fremder abgewiesen. Wir sind einander aber auch finanziell verpflichtet, bevor der Sozialstaat und die Allgemeinheit einen Cent zahlt müssen wir erst füreinander einstehen wenn einer von uns mal arbeitslos werden sollte. Und so weiter.
Die zivilrechtliche Ehe in der Bundesrepublik Deutschland ist keine:
-Tradition
-christliche Institution
-Voraussetzung Kinder zu kriegen
sondern sie ist ein wirtschaftliches und soziales Bündnis, zweier mündiger erwachsener deutscher Staatsbürger, die einander lieben und ihr Leben miteinander in Verantwortung, mit Rechten und Pflichten die weit über eine lose Partnerschaft hinausgehen, teilen möchten. Dabei nicht diskriminiert zu werden ist in keiner auch nur denkbaren Hinsicht eine Frage von Konservativismus. Mehr noch, ich erachte gleiche Bürgerrechte als einen zutiefst konservativen, d.h. bürgerlichen Wert aller, die auf Korrektheit und Fairness Wert legen. Was gibt es denn konservativeres als die Ehe?
Entfernt, da unsachlich. Danke, die Redaktion/jp
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/jp
sagte Dobrindt.
Ja, was ist denn eine pluralistische Gesellschaft sonst als eine Ansammlung von sich immer wieder neu formierenden Einzelgruppen?
Als Bürgerin gehöre ich ständig vielen verschiedenen Einzelgruppen an, welche bisweilen sogar divergierende Interessen haben.
Mal sind die Gruppen größer, mal kleiner, das hat aber grundsätzlich nichts mit ihrer Legitimität zu tun. Einer Gruppe Rechte vorzuenthalten, nur weil sie klein ist, ist undemokratisch.
Soviel Verständnis für Demokratie muß ich schon von einem Politiker erwarten können, daß er Menschen, die sich in einer vergleichbaren Situation befinden, also Versorgungsgemeinschaft Ehe und Versorgungsgemeinschaft Lebenspartnerschaft, auch die gleichen Rechte zugesteht. Die Rumeierei bei diesem Thema ist ausgesprochen töricht.
Herr Dobrindt öffnete feierlich die Kellertür und, zuvorkommend wie er bekanntlich ist, geleitet er das Niveau einer wichtigen gesellschaftlichen Debatte galant in neue, reaktionäre Untiefen.
Es geht nicht darum, dass dort konservativ erzogen wird, aber dass dort schon leibliche Kinder mit zukünftigen adoptivkindern gemeinsam in einer Familie leben, das Familienleben intakt ist, und es
Darüberhinaus gibt es auch neue Studien, dass das Aufwachsen oder leben in ländlichen Gebieten kinder weniger anfällig für Depressionen macht und es ihnen ermöglicht leichter mit Stress umzugehen..
Mir viel leider hierfür keine bessere Umschreibung als "konservativ" ein.
Ja, aber Sie diskutieren hier doch vom Thema weg. Es ging hier nicht darum, ob Kinder in der Stadt oder auf dem Land besser aufwachsen, sondern in der Obhut von Hetero- oder Homosexuellen Paaren.
Was ist nun Ihre konkrete Antwort darauf?
... mir geht es ja auch nicht um konservaitv oder nicht.
Sondern nur darum, dass:
a) heute nicht genügend Adoptivpaare zur Verfügung stehen (sonst gäbe es keine Waisenhäuser!)
b) es Kindern besser bei Menschen geht, die um sie sorgen wollen, anstatt in einem Waisenhaus, wo Fürsorge nur durch professionälle Verpflichtungen mal mehr, mal weniger geschieht.
Für jeden, dem WIRKLICH am Wohl der Kinder gelegen ist, stellt sich überhaupt nicht die Frage, welche Lebensart die Erziehungsberechtigung pflegen sollen, um adoptieren zu dürfen, so lange ihnen an der Behütung und Unterstützung eines Kindes gelegen ist.
Ja, aber Sie diskutieren hier doch vom Thema weg. Es ging hier nicht darum, ob Kinder in der Stadt oder auf dem Land besser aufwachsen, sondern in der Obhut von Hetero- oder Homosexuellen Paaren.
Was ist nun Ihre konkrete Antwort darauf?
... mir geht es ja auch nicht um konservaitv oder nicht.
Sondern nur darum, dass:
a) heute nicht genügend Adoptivpaare zur Verfügung stehen (sonst gäbe es keine Waisenhäuser!)
b) es Kindern besser bei Menschen geht, die um sie sorgen wollen, anstatt in einem Waisenhaus, wo Fürsorge nur durch professionälle Verpflichtungen mal mehr, mal weniger geschieht.
Für jeden, dem WIRKLICH am Wohl der Kinder gelegen ist, stellt sich überhaupt nicht die Frage, welche Lebensart die Erziehungsberechtigung pflegen sollen, um adoptieren zu dürfen, so lange ihnen an der Behütung und Unterstützung eines Kindes gelegen ist.
Ich schreibe es nur ungern: Aber Dobrindt hat da mal grundsätzlich recht. (Mal ganz abgesehen von irgendwelchen Formulierungen und Begrifflichkeiten.)
Das aktuelle Urteil des Bundesverfassungsgericht spricht doch Bände: Da ging es um den Fall, dass ein(e) homosexuelle(r) Lebenspartner(-in) ein bereits adoptiertes Kind ebenfalls adoptieren kann. Damit solch ein Fall überhaupt eintreten kann, muss der/die andere Partner(-in) vorher in einer stablien, und bei der Auswahl der Adpotiv-Eltern präferierten, langjährigen heterosexuellen Beziehung gelebt haben. An Adoptivkinder zu kommen ist in Deutschland generell kein einfaches Unterfagen. Wieviele Fälle gibt es überhaupt in Deutschland, auf die eine solche Konstellation zutrifft? Wahrscheinlich genau einen. Wie viele Kosten hat dieses Urteil dem Steuerzahler verursacht? Reden wir lieber nicht davon.
Jetzt wird im Blätterwald ganz kräftig die steuer- und adoptionsrechtliche Gleichstellung von homosexuellen Lebensgemeinschaften diskutiert.
Ende letzten Jahres wurde das komplette Scheitern der deutschen Familienpolitik festgestellt. Deutschland ist mit dem Vatikan eines der Länder mit der niedrigsten Geburtenrate weltweit.
Wenn ich mir jetzt die beiden Themen betrachte und deren Wichtigkeit vergleiche, dann fällt mir nur der Westerwelle-Spruch von der spätrömischen Dekadenz ein.
Wer unfähig ist, die wirklich wichtigen Themen zu bearbeiten, verliert sich gerne in Randthemen.
Wenn es ein solches Randthema ist (wahrscheinlich weil viele Schwule es garnicht erst versuchen), fragt man sich warum denn so viele ("christlich") Konservative sich so vehement dagegen sträuben. Wenn es ein solches Randthema wäre, könnte man sich doch schnell einig werden und zum nächsten Tagespunkt übergehen. Aufwändig wird es doch nur durch den Widerstand von Larven wie Dobrindt und generell der CSU (einer schrillen, radikalen Minderheit). Sind unsere Politiker so stinkend faul, dass Sie nichtmal eine Gesetzesnovelle einbringen können, damit auch Schwule Partnerschaften dieselben Rechte haben, wie alle anderen? Ist es so schwierig ein Dokument zu schreiben, das die Gleichberechtigung die im GG schon steht nochmal betont? Ist es so schwer seinen Arm oder Finger zu heben um dieses Gesetz zu verabschieden? Schreiben tun es doch sowieso die parlamentarischen Mitarbeiter. Dann würden unsere Politiker wenigstens mal was tun, anstatt sich mit braunen Schlips und schlecht stehender Brille vor irgendwelche Kameras zu stellen und Unsinn zu reden.
Die niedrige Geburtenrate hat nichts mit Homosexuellen zu tun, sondern mit vielfältigen Faktoren. Die wichtigsten in meinen Augen:
- Zunehmende Unvereinbarkeit von Job und Kinder. Vor allem in strukturschwachen Gegenden (z.B. ländlichen Regionen) ist die Infrastruktur schlecht und flächendeckende Ganztagsbetreuung nur lückenhaft gegeben.
- Zunehmende Selbstverwirklichung. Viele Menschen der heutigen Generation sehen Kinder nicht mehr als wesentlichen Bestandteil ihrer Existenz. Die eigene Existenz wird definiert über die größtmögliche Vielzahl von Optionen. Kinder schränken diese Optionen ein.
- Eine überall spürbare Kinderunfreundlichkeit. Viele Menschen, bei denen die Kinder aus dem Haus sind, fangen an sich an den kleinen Kinder des Nachbarn zu stören, weil diese z.B. laut spielen. Man erliegt dem Denken, man hätte nun ein Recht auf Ruhe.
- Problematische Armutsdebatten. In der Presse und Politik wird heute so oft wiederholt, dass man mit Kindern statistisch gesehen eher von Armut betroffen ist als ohne. Das jedes Kind schon immer das Prokopfeinkommen einer Familie reduziert haben wird ignoriert. So sehen junge Menschen in Kindern immer mehr einen Kosten-Nutzenfaktor. Ein ganz falsche Denkweise.
Sie können Kinder mit noch so viel Kindergeld unterstützen, wenn die genannten und anderen "weichen" Faktoren nicht geändert werden, wird es immer weniger Kinder geben.
hat sicher ein Problem mit dem Demokratieverständnis. Die Diskrimminierung der Schwulen und Lesben muss beendet werden. Schöpfen am rechten Rand muss beendet werden. Das ist kein Randthema sondern ein demokratisches Thema schlechthin; es liegt in der Reihe Sklaverei, Apartheid, Xenophobie, Homophobie.
Daher, Herr Mathematiker, fordere ich Sie auf, nachzudenken.
Dieses "Randthema" ist doch nur so aufgebauscht worden, weil manche Politiker nicht darauf klar kommen, wenn gleichgeschlechtliche Menschen sich lieben. Wie sie sagen, es geht um eine kleine Subgruppe der deutschen Heiratsfähigen. Warum muss er sich querstellen?
Wir leben immerhin in einem Rechtsstaat. Gleiches Recht für alle Bürger und Bürgerinnen.
Zustimmung !!!
welche Argumente Sie für eine angebliche Richtigkeit dieser skandalösen Aussage des Herrn D. haben.
Es gibt in dieser Debatte nämlich nur ein einziges Argument, das zählt. Und das ist das Grundgesetz, dass eine Gleichheit aller Menschen zusagt. Auch und besonders vor dem Gesetz. Letzteres ist der erste Artikel unseres Grundgesetz.
Jeder also, der, mit welchen Argumenten auch immer, die Gleichstellung von Lebenspartnerschaften vor dem Gesetz (also auch Adoption, Ehegatten-Splitting etc.) verweigert oder ablehnt, verstößt gegen den wichtigsten Paragraphen unseres Grundgesetzes.
Persönliche Ansichten mag jeder haben und diese auch kundtun, aber halt nur mit dem Zusatz..."trotzdem darf Artikel 1, GG nicht verletzt werden".
Eine Partei, die dies tut, arbeitet gegen die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. Sie muss umgehend vom Verfassungsschutz überprüft und ein ggfs. ein Parteienverbot eingeleitet werden.
Einem Politiker, der diesen Artikel verleugnet, ja sogar verhöhnt, wie Herr D. dies tut, muss unverzüglich zurücktreten.
Wenn es ein solches Randthema ist (wahrscheinlich weil viele Schwule es garnicht erst versuchen), fragt man sich warum denn so viele ("christlich") Konservative sich so vehement dagegen sträuben. Wenn es ein solches Randthema wäre, könnte man sich doch schnell einig werden und zum nächsten Tagespunkt übergehen. Aufwändig wird es doch nur durch den Widerstand von Larven wie Dobrindt und generell der CSU (einer schrillen, radikalen Minderheit). Sind unsere Politiker so stinkend faul, dass Sie nichtmal eine Gesetzesnovelle einbringen können, damit auch Schwule Partnerschaften dieselben Rechte haben, wie alle anderen? Ist es so schwierig ein Dokument zu schreiben, das die Gleichberechtigung die im GG schon steht nochmal betont? Ist es so schwer seinen Arm oder Finger zu heben um dieses Gesetz zu verabschieden? Schreiben tun es doch sowieso die parlamentarischen Mitarbeiter. Dann würden unsere Politiker wenigstens mal was tun, anstatt sich mit braunen Schlips und schlecht stehender Brille vor irgendwelche Kameras zu stellen und Unsinn zu reden.
Die niedrige Geburtenrate hat nichts mit Homosexuellen zu tun, sondern mit vielfältigen Faktoren. Die wichtigsten in meinen Augen:
- Zunehmende Unvereinbarkeit von Job und Kinder. Vor allem in strukturschwachen Gegenden (z.B. ländlichen Regionen) ist die Infrastruktur schlecht und flächendeckende Ganztagsbetreuung nur lückenhaft gegeben.
- Zunehmende Selbstverwirklichung. Viele Menschen der heutigen Generation sehen Kinder nicht mehr als wesentlichen Bestandteil ihrer Existenz. Die eigene Existenz wird definiert über die größtmögliche Vielzahl von Optionen. Kinder schränken diese Optionen ein.
- Eine überall spürbare Kinderunfreundlichkeit. Viele Menschen, bei denen die Kinder aus dem Haus sind, fangen an sich an den kleinen Kinder des Nachbarn zu stören, weil diese z.B. laut spielen. Man erliegt dem Denken, man hätte nun ein Recht auf Ruhe.
- Problematische Armutsdebatten. In der Presse und Politik wird heute so oft wiederholt, dass man mit Kindern statistisch gesehen eher von Armut betroffen ist als ohne. Das jedes Kind schon immer das Prokopfeinkommen einer Familie reduziert haben wird ignoriert. So sehen junge Menschen in Kindern immer mehr einen Kosten-Nutzenfaktor. Ein ganz falsche Denkweise.
Sie können Kinder mit noch so viel Kindergeld unterstützen, wenn die genannten und anderen "weichen" Faktoren nicht geändert werden, wird es immer weniger Kinder geben.
hat sicher ein Problem mit dem Demokratieverständnis. Die Diskrimminierung der Schwulen und Lesben muss beendet werden. Schöpfen am rechten Rand muss beendet werden. Das ist kein Randthema sondern ein demokratisches Thema schlechthin; es liegt in der Reihe Sklaverei, Apartheid, Xenophobie, Homophobie.
Daher, Herr Mathematiker, fordere ich Sie auf, nachzudenken.
Dieses "Randthema" ist doch nur so aufgebauscht worden, weil manche Politiker nicht darauf klar kommen, wenn gleichgeschlechtliche Menschen sich lieben. Wie sie sagen, es geht um eine kleine Subgruppe der deutschen Heiratsfähigen. Warum muss er sich querstellen?
Wir leben immerhin in einem Rechtsstaat. Gleiches Recht für alle Bürger und Bürgerinnen.
Zustimmung !!!
welche Argumente Sie für eine angebliche Richtigkeit dieser skandalösen Aussage des Herrn D. haben.
Es gibt in dieser Debatte nämlich nur ein einziges Argument, das zählt. Und das ist das Grundgesetz, dass eine Gleichheit aller Menschen zusagt. Auch und besonders vor dem Gesetz. Letzteres ist der erste Artikel unseres Grundgesetz.
Jeder also, der, mit welchen Argumenten auch immer, die Gleichstellung von Lebenspartnerschaften vor dem Gesetz (also auch Adoption, Ehegatten-Splitting etc.) verweigert oder ablehnt, verstößt gegen den wichtigsten Paragraphen unseres Grundgesetzes.
Persönliche Ansichten mag jeder haben und diese auch kundtun, aber halt nur mit dem Zusatz..."trotzdem darf Artikel 1, GG nicht verletzt werden".
Eine Partei, die dies tut, arbeitet gegen die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. Sie muss umgehend vom Verfassungsschutz überprüft und ein ggfs. ein Parteienverbot eingeleitet werden.
Einem Politiker, der diesen Artikel verleugnet, ja sogar verhöhnt, wie Herr D. dies tut, muss unverzüglich zurücktreten.
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