Homo-Ehe: Dobrindt nennt Homosexuelle "eine schrille Minderheit"
Der CSU-Generalsekretär will die Union bei der Homo-Ehe zur Stimme der "stillen Mehrheit" machen. Doch ein CDU-Abgeordneter fühlt sich davon intellektuell beleidigt.
©Frank Leonhardt/dpa

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt
Der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt hat die CDU gewarnt, konservative Positionen zum Thema Homo-Ehe preiszugeben: "Die Menschen wollen keine Veränderung der Gesellschaft, in der Ehe und Familie nicht mehr die Normalität sind." Die Union müsse der "stillen Mehrheit" eine Stimme gegen "eine schrille Minderheit" geben, sagte Dobrindt der Welt am Sonntag. Die Wahlen 2013 könnten nur gewonnen werden, wenn die Union konservative Positionen ins Zentrum stelle.
Wer die Ehe mit Lebenspartnerschaften gleichstelle und das Ehegattensplitting abschaffen wolle, betreibe Familienfeindlichkeit, sagte Dobrindt. Er beklagte eine falsche Gewichtung: "Wir haben 17 Millionen Ehen in Deutschland und 30.000 gleichgeschlechtliche Partnerschaften." Die Menschen wollten aber Antworten auf das, was die Mehrheit betreffe, und die Mehrheit habe ein bürgerlich-konservatives Weltbild. Lobbyisten von Einzelgruppen der Gesellschaft vermittelten ein völliges Zerrbild. "Einzelgruppen dürfen nicht den Ton angeben", sagte Dobrindt.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Spahn bezeichnete diese Äußerungen als "intellektuelle Beleidigung". Er kritisierte in der Welt am Sonntag Dobrindts "Gerede von einer schrillen Minderheit, die für sich eine besondere Lebensphilosophie angenommen habe". Diese Wortwahl bestärke ihn darin, dass die Abstimmung zur Gleichstellung von Lebenspartnerschaften im Bundestag "freigegeben" werden sollte – das heißt, dass Abgeordnete ohne Fraktionszwang abstimmen dürften.
Rot-Grün will andere Definition von Ehe
Der Bundestag befasst sich auf seiner Sitzung am 14. März mit einem Antrag der Grünen zum Adoptionsrecht für homosexuelle Partnerschaften. Zudem wird der Bundesrat voraussichtlich am 22. März einen Gesetzentwurf zur Öffnung der Ehe verhandeln. Der Entwurf sieht vor, im Bürgerlichen Gesetzbuch festzuschreiben, dass eine Ehe auch aus gleichgeschlechtlichen Partnern bestehen kann. Mit diesen Anträgen wollen SPD und Grüne die Differenzen innerhalb der CDU/CSU bei der Homo-Ehe offenlegen.
Das Bundesverfassungsgericht hatte am 19. Februar entschieden, dass Schwule und Lesben ein von ihrem eingetragenen Partner bereits adoptiertes Kind ebenfalls adoptieren dürfen.
Um eine Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaft mit der Ehe zu erreichen, erwägen laut Spiegel einige CDU-Politiker einen Gruppenantrag. Dabei könnten sie mit Kollegen aus anderen Fraktionen dafür plädieren, das Ehegattensplitting auf Lebenspartnerschaften auszuweiten. Sie würden sich damit gegen die eigene Fraktion und die Bundesregierung stellen. "Ein parteiübergreifender Gruppenantrag wäre eine Option", sagte der CDU-Abgeordnete Stefan Kaufmann.
Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) lässt laut Spiegel bereits Modelle durchrechnen, die den Splitting-Vorteil auf Familien mit Kindern ausdehnen. Seine Maßgabe laute, dass niemand schlechter gestellt werden solle als heute. Die Lösung müsse jedoch für den Fiskus verkraftbar sein.








Die kleine Minderheit die das homosexuelle Klischee erfüllt stellvertretend herzunehmen ist in etwa so, als wen ich mich als Schwuler über Heteros auslassen würde, anhand von seltenen Exemplaren von Macho-Chauvis oder so. 99% der Homosexuellen steht es nicht auf der Stirn geschrieben, leben auch nicht schriller als der durchschnittliche Hetero und wollen auch gar nichts anderes als als STAATSBÜRGER DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND sie selben verfassungsmäßig garantierten Grundrechte endlich in Anspruch nehmen. Bei den Pflichten hat man es uns ja auch gegönnt, "eingetragene Lebenspartner" haften genauso gegenseitig bei Kreditgeschäften, sind einander Unterhaltspflichtig, etc. (also erkennt man ja eben doch die Gleichwertigkeit von einem vor staatlicher Stelle abgelegten Partnerschaftsbekenntnis an, sonst hätte das keinerlei Grundlage!). Nur bei den Rechten hapert es. Das ist keine Meinungsfrage sondern eine Verweigerung von Gleichbehandlung aufgrund tiefsitzender konservativer Bedenken, die auch das kirchiche Sakrament der Ehe (keinerlei juristische Bindung! Richtige EHEN werden vor dem Standesamt geschlossen!) mit dem zivilrechtlichen Akt der Eheschließung vor dem Standesamt vermengen. Über Kircheninterna darf jeder seiner eigenen Meinung sein (nur muss die mich auch nicht interessieren), aber bei zivilrechtlichen Angelegenheiten hat gleiches Recht für Alle zu herrschen. Darum und nur darum geht es. Alles andere sind Scheindebatten & Schutzbehauptungen a lßa es ginge um Kinder.
es handelt sich in meinen Augen um ein Problem des konservativen Denkens, sondern von religiöser Engstirnigkeit. Ich kenne eine Menge Konservative, welche selbstvertändlich dafür sind, dass auch Homosexuelle Ehen eingehen dürfen mit den selben Rechten und Pflichten. Es gibt ja auch eine Menge konservative Homosexuelle. Die meisten, welche homosexuellen Ehepaaren die selben Rechte vorenthalten stehen häufig der Kirche (insbesondere der katholischen, Grüße nach Bayern) nahe und möchten ihr religiöses Bild von Mann, Frau und Ehe auch in einem säkularen Staat sehen. Das ist nicht mehr zeitgemäß.
Richtig natürlich, dass hier die grundgesetztlich garantierten Rechte der Punkt sind. Allerdings finde ich ziemlich eigenartig, wie hier mit breiter Zustimmung auf vermutete "Schrillheit" reagiert wird. Sie schreiben.
"Die kleine Minderheit die das homosexuelle Klischee erfüllt stellvertretend herzunehmendas homosexuelle Klischee erfüllt stellvertretend herzunehmen ist in etwa so, als wen ich mich als Schwuler über Heteros auslassen würde, anhand von seltenen Exemplaren von Macho-Chauvis oder so."
Macho-Chauvis sind Leute, die sich anderen gegenüber überlegen fühlen/geben, also bestenfalls diskriminieren, schlimmstenfalls unterdrücken. Was manche Leute als "schrill" empfinden, ist persönliche Entscheidung und nicht moralisch zu verurteilen.
Nicht alle Schwulen sind gleich - es gibt es auch tuntenfeindliche Schwule. Es scheint, Schwulenfeindlichkeit hat sich verschoben auf von der Mehrheit abweichend aussehende Queere. Transgenderleute zB., die nicht so aussehen (wollen/können), wie eins der beiden zugelassenen Geschlechter, werden erneut ausgegrenzt. Der (männliche) Schwule ist gerade so geschluckt; die Lesbe existiert sowieso nicht so richtig.
Die Message: Bloß nicht auffallen oder die gar die Geschlechternormalitätswahrnehmung der Mehrheiten in Frage stellen - "Liberale" treffen sich mit einem konservativen Beißhund wie Dobrint darin, dass "schrill" gekleidete/auftretende Menschen abzulehnen sind - mit Redaktionsempfehlung...
es handelt sich in meinen Augen um ein Problem des konservativen Denkens, sondern von religiöser Engstirnigkeit. Ich kenne eine Menge Konservative, welche selbstvertändlich dafür sind, dass auch Homosexuelle Ehen eingehen dürfen mit den selben Rechten und Pflichten. Es gibt ja auch eine Menge konservative Homosexuelle. Die meisten, welche homosexuellen Ehepaaren die selben Rechte vorenthalten stehen häufig der Kirche (insbesondere der katholischen, Grüße nach Bayern) nahe und möchten ihr religiöses Bild von Mann, Frau und Ehe auch in einem säkularen Staat sehen. Das ist nicht mehr zeitgemäß.
Richtig natürlich, dass hier die grundgesetztlich garantierten Rechte der Punkt sind. Allerdings finde ich ziemlich eigenartig, wie hier mit breiter Zustimmung auf vermutete "Schrillheit" reagiert wird. Sie schreiben.
"Die kleine Minderheit die das homosexuelle Klischee erfüllt stellvertretend herzunehmendas homosexuelle Klischee erfüllt stellvertretend herzunehmen ist in etwa so, als wen ich mich als Schwuler über Heteros auslassen würde, anhand von seltenen Exemplaren von Macho-Chauvis oder so."
Macho-Chauvis sind Leute, die sich anderen gegenüber überlegen fühlen/geben, also bestenfalls diskriminieren, schlimmstenfalls unterdrücken. Was manche Leute als "schrill" empfinden, ist persönliche Entscheidung und nicht moralisch zu verurteilen.
Nicht alle Schwulen sind gleich - es gibt es auch tuntenfeindliche Schwule. Es scheint, Schwulenfeindlichkeit hat sich verschoben auf von der Mehrheit abweichend aussehende Queere. Transgenderleute zB., die nicht so aussehen (wollen/können), wie eins der beiden zugelassenen Geschlechter, werden erneut ausgegrenzt. Der (männliche) Schwule ist gerade so geschluckt; die Lesbe existiert sowieso nicht so richtig.
Die Message: Bloß nicht auffallen oder die gar die Geschlechternormalitätswahrnehmung der Mehrheiten in Frage stellen - "Liberale" treffen sich mit einem konservativen Beißhund wie Dobrint darin, dass "schrill" gekleidete/auftretende Menschen abzulehnen sind - mit Redaktionsempfehlung...
hat der Herr eigentlich auch schon mal was vernünftiges gesagt? Er merkt ja nichtmal, dass er selbst unter Konservativen mittlerweile nicht mehr gern gesehen ist.
Dobrindt ist auf der einen Seite des Spektrums, was C. Roth auf der anderen ist. Hier sinnbefreite Provokations-, da sinnbefreite Empörungsrhetorik. Solche Politiker brauchen wir so nötig wie einen Kropf...
Ich schreibe es nur ungern: Aber Dobrindt hat da mal grundsätzlich recht. (Mal ganz abgesehen von irgendwelchen Formulierungen und Begrifflichkeiten.)
Das aktuelle Urteil des Bundesverfassungsgericht spricht doch Bände: Da ging es um den Fall, dass ein(e) homosexuelle(r) Lebenspartner(-in) ein bereits adoptiertes Kind ebenfalls adoptieren kann. Damit solch ein Fall überhaupt eintreten kann, muss der/die andere Partner(-in) vorher in einer stablien, und bei der Auswahl der Adpotiv-Eltern präferierten, langjährigen heterosexuellen Beziehung gelebt haben. An Adoptivkinder zu kommen ist in Deutschland generell kein einfaches Unterfagen. Wieviele Fälle gibt es überhaupt in Deutschland, auf die eine solche Konstellation zutrifft? Wahrscheinlich genau einen. Wie viele Kosten hat dieses Urteil dem Steuerzahler verursacht? Reden wir lieber nicht davon.
Jetzt wird im Blätterwald ganz kräftig die steuer- und adoptionsrechtliche Gleichstellung von homosexuellen Lebensgemeinschaften diskutiert.
Ende letzten Jahres wurde das komplette Scheitern der deutschen Familienpolitik festgestellt. Deutschland ist mit dem Vatikan eines der Länder mit der niedrigsten Geburtenrate weltweit.
Wenn ich mir jetzt die beiden Themen betrachte und deren Wichtigkeit vergleiche, dann fällt mir nur der Westerwelle-Spruch von der spätrömischen Dekadenz ein.
Wer unfähig ist, die wirklich wichtigen Themen zu bearbeiten, verliert sich gerne in Randthemen.
der Schlimmsten Sorte. Er ist einer der Gründe warum ich nicht verstehen kann das Progressive oder Liberale Menschen die Union wählen. Völlig rückwärtsgerichtet dieser Mann und sicherlich zukünftiger Minister wenn die Union an die Regierung kommt.
http://de.wikipedia.org/w...
Und solche "Kommentarschreiber " auch.
Voll daneben.
Ich schreibe es nur ungern: Aber Dobrindt hat da mal grundsätzlich recht. (Mal ganz abgesehen von irgendwelchen Formulierungen und Begrifflichkeiten.)
Das aktuelle Urteil des Bundesverfassungsgericht spricht doch Bände: Da ging es um den Fall, dass ein(e) homosexuelle(r) Lebenspartner(-in) ein bereits adoptiertes Kind ebenfalls adoptieren kann. Damit solch ein Fall überhaupt eintreten kann, muss der/die andere Partner(-in) vorher in einer stablien, und bei der Auswahl der Adpotiv-Eltern präferierten, langjährigen heterosexuellen Beziehung gelebt haben. An Adoptivkinder zu kommen ist in Deutschland generell kein einfaches Unterfagen. Wieviele Fälle gibt es überhaupt in Deutschland, auf die eine solche Konstellation zutrifft? Wahrscheinlich genau einen. Wie viele Kosten hat dieses Urteil dem Steuerzahler verursacht? Reden wir lieber nicht davon.
Jetzt wird im Blätterwald ganz kräftig die steuer- und adoptionsrechtliche Gleichstellung von homosexuellen Lebensgemeinschaften diskutiert.
Ende letzten Jahres wurde das komplette Scheitern der deutschen Familienpolitik festgestellt. Deutschland ist mit dem Vatikan eines der Länder mit der niedrigsten Geburtenrate weltweit.
Wenn ich mir jetzt die beiden Themen betrachte und deren Wichtigkeit vergleiche, dann fällt mir nur der Westerwelle-Spruch von der spätrömischen Dekadenz ein.
Wer unfähig ist, die wirklich wichtigen Themen zu bearbeiten, verliert sich gerne in Randthemen.
der Schlimmsten Sorte. Er ist einer der Gründe warum ich nicht verstehen kann das Progressive oder Liberale Menschen die Union wählen. Völlig rückwärtsgerichtet dieser Mann und sicherlich zukünftiger Minister wenn die Union an die Regierung kommt.
http://de.wikipedia.org/w...
Und solche "Kommentarschreiber " auch.
Voll daneben.
Lobbyisten?
Irgendwie verdreht Herr Dobrindt die Tatsachen, wenn einer Politik für Minderheiten macht, dann doch die CDUCSUFDP.
So sehr ich die Demokratie schätze, es kann bei Grundrechten nicht von der Mehrheit bestimmt werden, ob die Minderheit Grundrechte erhält. Ob schrill oder still ist auch völlig belanglos.
Gesellschaftlich bestimmen kann man natürlich schon, ob ein Lebensmodell vom Staat gestärkt werden soll oder nicht. Dies sieht man in Deutschland meiner Meinung nach bei Ehen und bei alleinerziehnden.
Bei der Adoption von Kindern hingegen muss man schauen, dass die Kinder ein bestmögliches Elternhaus bekommen. Hier gibt es durchaus Studien, die zeigen, dass das, was wir als "konservatives Familienbild" bezeichnen, den Besten Einfluss auf die Entwicklung von Kindern hat.
"Bei der Adoption von Kindern hingegen muss man schauen, dass die Kinder ein bestmögliches Elternhaus bekommen. Hier gibt es durchaus Studien, die zeigen, dass das, was wir als "konservatives Familienbild" bezeichnen, den Besten Einfluss auf die Entwicklung von Kindern hat."
Ich kenne mich in der Materie nicht aus, daher kann ich nur mit Vermutungen arbeiten, jedoch meine ich, dass Adoptionskinder nicht gerade gefragt sind. Meines Wissens nach wachsen viele Kinder in Heimen auf, und hier stellt sich die leicht zu beantwortende Frage, ob diese nicht besser dran wären, stattdessen von einem homosexuellen Paar adoptiert zu werden. Was würden Sie persönlich bevorzugen, eine Kindheit im Heim, oder mit zwei Sie liebenden Vätern oder Müttern? Eine weitere Frage ist, was denn unter einem "konservativem Familienbild" zu verstehen ist. Ich bin mir sicher, dass die Liebe, die ich in meiner Kindheit empfangen habe auch in einer Familie unter einer homosexuellen Ehe erfahren werden kann. Das die Gesellschaft in Teilen des Landes dafür noch nicht "bereit" ist, und die Kinder dann auch Spott ausgesetzt sein könnten, will ich gar nicht bestreiten. Allerdings kann hier ein Umdenken nur durch Konfrontation einsetzen, als normal kann nur empfunden werden woran man sich irgendwann gewöhnt hat. Heute ist ein Outing zur Homosexualität zwar noch nicht ohne Probleme, allerdings weitaus leichter als noch vor fünfzig Jahren.
und was genau wurde da untersucht? Und vor allem, wer bestimmt, was diese "bestmögliche Entwicklung" ist?
Hat etwa Herr Dobrindt sich "bestmöglich entwickelt"?
Solche Studien kann es gar nicht geben und die Redaktionsempfehlung ist hanebüchen.
Um statistisch sicher diese Frage beantworten zu können, würde ich sagen:
1) reicht eine Querschnittstudie nicht aus, sondern es müsste eine Longitudinalstudie sein. Sprich eine Studie, welche diese Frage über mehrere Jahrzehnte beobachtet.
2) Müssten die Vergleichgruppen groß genug sein. Da es ja nur sehr wenige Kinder gibt, die bei homesexuellen Eltern aufwachsen, ist m.E. nicht mal diese Voraussetzung gegeben
3) An welchen Paramatern entscheidet sich die Frage des "besten Einflusses". Was misst man da? Man könnte z.B. nach dem Auftreten von psychischen Störungen schauen. Aber dann müsste man die Studie schon mindestens 50 Jahre auswerten, um Späteffekte ausschließen zu können.
Wenn Sie doch eine Studie kennen, die mind. die obigen Voraussetzungen erfüllt, lasse ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen.
Das einzige, was ich kenne, sind Einzelmeinungen von Politkern. Und die belegen gar nichts.
... soso, also soll die Erziehung in einem konservativen Elternhaus vorteilhaft sein. Wahrscheinlich nicht für den geistigen Horizont des Kindes, aber darum geht es hier ja nicht.
Sie haben vollkommen recht: es ist nach Vorstellung vieler am besten wenn ein Kind (ohne Eltern) in ein Elternhaus mit Frau und Mann kommt. Und so lange es ein solches Haus nicht gibt (welches natürlich durch einen Pfaffen Ihrer Wahl als 'konservativ' und 'redlich' abgesegnet werden muss): "Tja, Pech gehabt, liebe Kinder. Im Waisenhaus ohne Eltern ist es bestimmt schöner als bei Menschen die Euch haben wollen."
welche Studien zeigen denn, dass das "konservative Familienbild" besser ist und was ist dieses ominöse "konservative Familienbild"?
...vor allem, wenn hier Hobbypsychologen meinen, es bedürfe gar keiner Studien, der Schluss, dass eine konservative Familie besser für ein Kind ist, sei ja ,,klar". Immer wieder erstaunlich, wie gut sich Einzelpersonen in der komplexen menschlichen Psyche auszukennen scheinen, ohne auch nur jemals eine einzige stichhaltige Studie zum Thema zu kennen.
Aber bitte, ich bin ja lernfähig, und da es angeblich nur ein paar Google-Klicks benötigt - klären Sie mich auf!
Die Studien gibt es laengst wer englisch oder gar franzoesich kann braucht nur googel fragen. Warum ? Deutsch wird nun mal nur von einer Minderheit gesprochen. Forschung zu gesellschaftlichen Themen ist eher konservativ und nicht so beliebt, Geiteswissenschaften werden ja heute bestenfalls belaechelt, ist ja nicht produktiv.
Grundsätzlich kann ich xel_bar und FreiheitsBotschafter nur zustimmen, es ist als Adoptivkind sicherlich besser in einer Familie aufzuwachsen als in einem Waisenhaus, doch was meiner Meinung nach viel zu wenig beachtet wird ist, dass ein Kind, insbesondere in der Pubertät, auch mal einen Ansprechpartner braucht, mit dem es über bestimmte Themen sprechen kann. Und da ist ein Elternteil des gleichen Geschlechts sicherlich von Vorteil, auch wenn es mal um sensible Themen geht. Genauso ist es sicherlich toll, als Junge zum Beispiel einen Vater zu haben mit dem man Interessen wie Fussball oder Sport teilt, oder als Mädchen eine Mutter, mit der man Shoppen gehen kann und die etwas von Make-up versteht.
Und selbst als Mädchen mit zwei weiblichen Elternteilen, kann es auch mal gut sein, Dinge aus der Sicht eines Mannes zu sehen. Umgekehrt natürlich genauso.
Es bedarf also gar keiner Studien um zu beweisen, dass eine Familie mit Mutter und Vater besser ist, trotzdem bin ich Pro Adoptivrecht für Homosexuelle, eben aus den von xel_bar und FreiheitsBotschafter genannten Gründe.
"Bei der Adoption von Kindern hingegen muss man schauen, dass die Kinder ein bestmögliches Elternhaus bekommen. Hier gibt es durchaus Studien, die zeigen, dass das, was wir als "konservatives Familienbild" bezeichnen, den Besten Einfluss auf die Entwicklung von Kindern hat."
Ich kenne mich in der Materie nicht aus, daher kann ich nur mit Vermutungen arbeiten, jedoch meine ich, dass Adoptionskinder nicht gerade gefragt sind. Meines Wissens nach wachsen viele Kinder in Heimen auf, und hier stellt sich die leicht zu beantwortende Frage, ob diese nicht besser dran wären, stattdessen von einem homosexuellen Paar adoptiert zu werden. Was würden Sie persönlich bevorzugen, eine Kindheit im Heim, oder mit zwei Sie liebenden Vätern oder Müttern? Eine weitere Frage ist, was denn unter einem "konservativem Familienbild" zu verstehen ist. Ich bin mir sicher, dass die Liebe, die ich in meiner Kindheit empfangen habe auch in einer Familie unter einer homosexuellen Ehe erfahren werden kann. Das die Gesellschaft in Teilen des Landes dafür noch nicht "bereit" ist, und die Kinder dann auch Spott ausgesetzt sein könnten, will ich gar nicht bestreiten. Allerdings kann hier ein Umdenken nur durch Konfrontation einsetzen, als normal kann nur empfunden werden woran man sich irgendwann gewöhnt hat. Heute ist ein Outing zur Homosexualität zwar noch nicht ohne Probleme, allerdings weitaus leichter als noch vor fünfzig Jahren.
und was genau wurde da untersucht? Und vor allem, wer bestimmt, was diese "bestmögliche Entwicklung" ist?
Hat etwa Herr Dobrindt sich "bestmöglich entwickelt"?
Solche Studien kann es gar nicht geben und die Redaktionsempfehlung ist hanebüchen.
Um statistisch sicher diese Frage beantworten zu können, würde ich sagen:
1) reicht eine Querschnittstudie nicht aus, sondern es müsste eine Longitudinalstudie sein. Sprich eine Studie, welche diese Frage über mehrere Jahrzehnte beobachtet.
2) Müssten die Vergleichgruppen groß genug sein. Da es ja nur sehr wenige Kinder gibt, die bei homesexuellen Eltern aufwachsen, ist m.E. nicht mal diese Voraussetzung gegeben
3) An welchen Paramatern entscheidet sich die Frage des "besten Einflusses". Was misst man da? Man könnte z.B. nach dem Auftreten von psychischen Störungen schauen. Aber dann müsste man die Studie schon mindestens 50 Jahre auswerten, um Späteffekte ausschließen zu können.
Wenn Sie doch eine Studie kennen, die mind. die obigen Voraussetzungen erfüllt, lasse ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen.
Das einzige, was ich kenne, sind Einzelmeinungen von Politkern. Und die belegen gar nichts.
... soso, also soll die Erziehung in einem konservativen Elternhaus vorteilhaft sein. Wahrscheinlich nicht für den geistigen Horizont des Kindes, aber darum geht es hier ja nicht.
Sie haben vollkommen recht: es ist nach Vorstellung vieler am besten wenn ein Kind (ohne Eltern) in ein Elternhaus mit Frau und Mann kommt. Und so lange es ein solches Haus nicht gibt (welches natürlich durch einen Pfaffen Ihrer Wahl als 'konservativ' und 'redlich' abgesegnet werden muss): "Tja, Pech gehabt, liebe Kinder. Im Waisenhaus ohne Eltern ist es bestimmt schöner als bei Menschen die Euch haben wollen."
welche Studien zeigen denn, dass das "konservative Familienbild" besser ist und was ist dieses ominöse "konservative Familienbild"?
...vor allem, wenn hier Hobbypsychologen meinen, es bedürfe gar keiner Studien, der Schluss, dass eine konservative Familie besser für ein Kind ist, sei ja ,,klar". Immer wieder erstaunlich, wie gut sich Einzelpersonen in der komplexen menschlichen Psyche auszukennen scheinen, ohne auch nur jemals eine einzige stichhaltige Studie zum Thema zu kennen.
Aber bitte, ich bin ja lernfähig, und da es angeblich nur ein paar Google-Klicks benötigt - klären Sie mich auf!
Die Studien gibt es laengst wer englisch oder gar franzoesich kann braucht nur googel fragen. Warum ? Deutsch wird nun mal nur von einer Minderheit gesprochen. Forschung zu gesellschaftlichen Themen ist eher konservativ und nicht so beliebt, Geiteswissenschaften werden ja heute bestenfalls belaechelt, ist ja nicht produktiv.
Grundsätzlich kann ich xel_bar und FreiheitsBotschafter nur zustimmen, es ist als Adoptivkind sicherlich besser in einer Familie aufzuwachsen als in einem Waisenhaus, doch was meiner Meinung nach viel zu wenig beachtet wird ist, dass ein Kind, insbesondere in der Pubertät, auch mal einen Ansprechpartner braucht, mit dem es über bestimmte Themen sprechen kann. Und da ist ein Elternteil des gleichen Geschlechts sicherlich von Vorteil, auch wenn es mal um sensible Themen geht. Genauso ist es sicherlich toll, als Junge zum Beispiel einen Vater zu haben mit dem man Interessen wie Fussball oder Sport teilt, oder als Mädchen eine Mutter, mit der man Shoppen gehen kann und die etwas von Make-up versteht.
Und selbst als Mädchen mit zwei weiblichen Elternteilen, kann es auch mal gut sein, Dinge aus der Sicht eines Mannes zu sehen. Umgekehrt natürlich genauso.
Es bedarf also gar keiner Studien um zu beweisen, dass eine Familie mit Mutter und Vater besser ist, trotzdem bin ich Pro Adoptivrecht für Homosexuelle, eben aus den von xel_bar und FreiheitsBotschafter genannten Gründe.
Sie ignorieren völlig welchen Nutzen die Ehe für eine Gesellschaft hat. Sie wirkt nämlich vorallem stabilisierend. Wenn Menschen sich in die Ehe eintragen lassen und sich damit rechtlich zueinader bekennen und rechtlich füreinander Verantwortung übernehmen ist das eine Stärkung des staates. Insofern ist es richtig Ehen zu bevorzugen. nur sollte nicht auf Grundlage des Geschlechtes entschieden werden,wer die Ehe eingehen darf, weil das ein viel zu unsinniger Grund ist. Es ist oberflächlich und sinnlos. Als nächstes unterscheiden wir nach Haarfarbe oder bald wieder nach Hautfarbe. Was soll der Mist? Homosexuelle haben das gleiche Verlangen nach einer Ehe wie Heterosexuelle. Das zu unterscheiden ist eine Überdehnung der Wahrheit und Ignoranz gegenüber der Realität. Die Homosexuellen, die die eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen heiraten nach ihrem selbstempfinden und führen eine Ehe wie jeder andere auch. Nur unser konservativer Staat will das noch nicht anerkennen, wegen Leuten wie Dobrinth, die nicht über ihren eigenen Tellerrand hinweg schauen können.
Den Nutzen völlig zu ignorieren ist nicht meine Absicht, ich schrieb ja bereits, dass die Ehe weiterhin bestehen soll. Das steht für mich auch außer Frage. Natürlich hat sie, zumindest teilweise, eine stabilisierende Wirkung auf den Staat bzw. die Gesellschaft. Auch das steht nicht zur Debatte.
Ich frage mich lediglich, aus welchen Gründen eine Ehe eingegangen wird und ob eine Ehe steuerliche Entlastungen "verdient" bzw. es verdient, bevorzugt zu werden, weil man z.B. "Verantwortung" übernimmt.
Ich empfinde die Verantwortung, die Eltern in einer "Familie ohne Ehe" haben als wesentlich schwerwiegender als die Verantwortung, die Partner in einer "kinderlosen Ehe" haben. Und somit ergibt sich für mich auch ein unterschiedlicher Anspruch auf Unterstützung bzw. Entlastung.
Im Endeffekt brauchen wir also eine Gleichstellung, ja. Aber nicht nur eine Gleichstellung der Geschlechter sondern auch eine Gleichstellung zwischen Familie und Ehe.
Den Nutzen völlig zu ignorieren ist nicht meine Absicht, ich schrieb ja bereits, dass die Ehe weiterhin bestehen soll. Das steht für mich auch außer Frage. Natürlich hat sie, zumindest teilweise, eine stabilisierende Wirkung auf den Staat bzw. die Gesellschaft. Auch das steht nicht zur Debatte.
Ich frage mich lediglich, aus welchen Gründen eine Ehe eingegangen wird und ob eine Ehe steuerliche Entlastungen "verdient" bzw. es verdient, bevorzugt zu werden, weil man z.B. "Verantwortung" übernimmt.
Ich empfinde die Verantwortung, die Eltern in einer "Familie ohne Ehe" haben als wesentlich schwerwiegender als die Verantwortung, die Partner in einer "kinderlosen Ehe" haben. Und somit ergibt sich für mich auch ein unterschiedlicher Anspruch auf Unterstützung bzw. Entlastung.
Im Endeffekt brauchen wir also eine Gleichstellung, ja. Aber nicht nur eine Gleichstellung der Geschlechter sondern auch eine Gleichstellung zwischen Familie und Ehe.
"Bei der Adoption von Kindern hingegen muss man schauen, dass die Kinder ein bestmögliches Elternhaus bekommen. Hier gibt es durchaus Studien, die zeigen, dass das, was wir als "konservatives Familienbild" bezeichnen, den Besten Einfluss auf die Entwicklung von Kindern hat."
Ich kenne mich in der Materie nicht aus, daher kann ich nur mit Vermutungen arbeiten, jedoch meine ich, dass Adoptionskinder nicht gerade gefragt sind. Meines Wissens nach wachsen viele Kinder in Heimen auf, und hier stellt sich die leicht zu beantwortende Frage, ob diese nicht besser dran wären, stattdessen von einem homosexuellen Paar adoptiert zu werden. Was würden Sie persönlich bevorzugen, eine Kindheit im Heim, oder mit zwei Sie liebenden Vätern oder Müttern? Eine weitere Frage ist, was denn unter einem "konservativem Familienbild" zu verstehen ist. Ich bin mir sicher, dass die Liebe, die ich in meiner Kindheit empfangen habe auch in einer Familie unter einer homosexuellen Ehe erfahren werden kann. Das die Gesellschaft in Teilen des Landes dafür noch nicht "bereit" ist, und die Kinder dann auch Spott ausgesetzt sein könnten, will ich gar nicht bestreiten. Allerdings kann hier ein Umdenken nur durch Konfrontation einsetzen, als normal kann nur empfunden werden woran man sich irgendwann gewöhnt hat. Heute ist ein Outing zur Homosexualität zwar noch nicht ohne Probleme, allerdings weitaus leichter als noch vor fünfzig Jahren.
Aus eigener Anschauung weiß ich, dass Adoptionen in Deutschland mit sehr großen Hürden verbunden sind. Die Zahl der zur Adoption freigegebenen Kinder sinkt beständig ab. Dies ist auch ein Ergebnis der positiven sozialen Entwicklung. Die Zahl der Bewerber hat dagegen zugenommen. Entsprechend sind die Wartelisten lang und die Chancen gering. Für die Jugendämter steht das Kindeswohl an 1. Stelle. Daher werden an die Bewerber klare Anforderungen gestellt. So sollte z.B. der Altersunterschied zwischen dem Kind und dem älteren Partner nicht mehr als 40 Jahre betragen. Die Lebensumstände (Einkommen, Wohnsituation, soziales Umfeld) sowie der Charakter der Bewerber wird peinlichst genau durchleuchtet. Bei nicht-anonymen Adoptionen wird ein regelmäßiger, durchs Jugendamt betreuter Kontakt zur leiblichen Mutter erwartet. Auslandsadoptionen sind mit nahezu ebenso hohen Hürden,enorm hohen Kosten und einigen Risiken verbunden.
Wer also auch immer ein Kind auf legale Weise adoptiert wurde und wird - egal ob homo- oder heterosexuell - vom Jugendamt sehr genau überprüft. Es sei denn man heißt Madonna, Elton John, etc.
Zu den Äußerungen von Herrn Dobrindt:
Wahlkampf auf Kosten von Minderheiten zu betreiben - egal ob schrill oder nicht - zeugt von keinem sehr vorbildlichen Charakter und ist einfach nur schäbig und kleinkariert.
Ihren Kommentar finde ich entweder polemisch oder auf Unwissen basierend - oder beides.
Soweit ich mich in der Materie auskenne, sind Adoptionen in Deutschland (und auch in andern westeuropäischen Ländern, z.B. GB) sehr schwierig und ein Prozeß, der sich über mehrere Jahre hinzieht. Auf den Altersunterschied, der maximal zwischen Kind und Eltern bestehen darf, wurde bereits hingewiesen, auch auf die überaus penible Prüfung durch das Jugendamt.
Meines Wissens leben in Kinderheimen aber auch Kinder, die vom Jugendamt aus ihren Herkunftsfamilien entfernt wurden (Kindeswohl).
Wenn sie Glück haben, kommen sie in Pflegefamilien (je älter sie sind, desto schwieriger, da die negativen Erfahrungen und daraus entstehenden Schwierigkeiten + Auffälligkeiten tendenziell je länger je mehr werden). Adoption in diese Pflegefamilien scheitern dann u.U. daran, daß die Herkunftseltern ihr Kind nicht freigeben. Das Kind bleibt in Limbo. In der Pflegefamilie besteht der Kontakt zur Herkunftsfamilie weiter (darauf hat diese Anspruch), das KInd fühlt sich häufig hin- und her gerissen.
Für Kinder, die traumatisiert sind (und das sind das sind die meisten Kinder, die in Heime kommen, m.E.) sind Geduld, Liebe und verläßliche, stabile Strukturen wichtig. Das mag man dann konservativ nennen. Doch um Etiketten geht es nicht, sondern auf das Kindeswohl.
Im übrigen: In Deutschland gibt es Pflegefamilien zu wenig. Auch hier wird die Erziehungsarbeit (zu) wenig honoriert - und sei es ideele Honorierung.
Meine letzte Info war, dass eine Wartezeit von 1-2 Jahren herrscht um ein Adoptivkind zu bekommen. Die chance auf ein deutsches Adoptivkind ist lt. ungewolltkinderlos.de "verschwindend gering".
Babies sind hier beliebter wie teenager, die Wartezeiten entsprechend Länger.
Aber meine Aussge, dass man alles an dem Wohl der Kinder ausrichten muss beinhaltet natürlich, dass abgewogen werden muss, was möglich ist (Art des Elternhauses, Heim, potentielle Adoptionspartner). Meine erste Aussage heisst nicht, dass Homosexuelle auf keinen Fall adoptieren dürfen, nur muss aus meiner Sicht das Wohl des Kindes oberste Priorität haben, denn es geht nicht darum, dass Eltern sich selbst verwirklichen, sondern dass Kinder die besten Chancen bekommen, ihr Leben zu gestalten.
Aus eigener Anschauung weiß ich, dass Adoptionen in Deutschland mit sehr großen Hürden verbunden sind. Die Zahl der zur Adoption freigegebenen Kinder sinkt beständig ab. Dies ist auch ein Ergebnis der positiven sozialen Entwicklung. Die Zahl der Bewerber hat dagegen zugenommen. Entsprechend sind die Wartelisten lang und die Chancen gering. Für die Jugendämter steht das Kindeswohl an 1. Stelle. Daher werden an die Bewerber klare Anforderungen gestellt. So sollte z.B. der Altersunterschied zwischen dem Kind und dem älteren Partner nicht mehr als 40 Jahre betragen. Die Lebensumstände (Einkommen, Wohnsituation, soziales Umfeld) sowie der Charakter der Bewerber wird peinlichst genau durchleuchtet. Bei nicht-anonymen Adoptionen wird ein regelmäßiger, durchs Jugendamt betreuter Kontakt zur leiblichen Mutter erwartet. Auslandsadoptionen sind mit nahezu ebenso hohen Hürden,enorm hohen Kosten und einigen Risiken verbunden.
Wer also auch immer ein Kind auf legale Weise adoptiert wurde und wird - egal ob homo- oder heterosexuell - vom Jugendamt sehr genau überprüft. Es sei denn man heißt Madonna, Elton John, etc.
Zu den Äußerungen von Herrn Dobrindt:
Wahlkampf auf Kosten von Minderheiten zu betreiben - egal ob schrill oder nicht - zeugt von keinem sehr vorbildlichen Charakter und ist einfach nur schäbig und kleinkariert.
Ihren Kommentar finde ich entweder polemisch oder auf Unwissen basierend - oder beides.
Soweit ich mich in der Materie auskenne, sind Adoptionen in Deutschland (und auch in andern westeuropäischen Ländern, z.B. GB) sehr schwierig und ein Prozeß, der sich über mehrere Jahre hinzieht. Auf den Altersunterschied, der maximal zwischen Kind und Eltern bestehen darf, wurde bereits hingewiesen, auch auf die überaus penible Prüfung durch das Jugendamt.
Meines Wissens leben in Kinderheimen aber auch Kinder, die vom Jugendamt aus ihren Herkunftsfamilien entfernt wurden (Kindeswohl).
Wenn sie Glück haben, kommen sie in Pflegefamilien (je älter sie sind, desto schwieriger, da die negativen Erfahrungen und daraus entstehenden Schwierigkeiten + Auffälligkeiten tendenziell je länger je mehr werden). Adoption in diese Pflegefamilien scheitern dann u.U. daran, daß die Herkunftseltern ihr Kind nicht freigeben. Das Kind bleibt in Limbo. In der Pflegefamilie besteht der Kontakt zur Herkunftsfamilie weiter (darauf hat diese Anspruch), das KInd fühlt sich häufig hin- und her gerissen.
Für Kinder, die traumatisiert sind (und das sind das sind die meisten Kinder, die in Heime kommen, m.E.) sind Geduld, Liebe und verläßliche, stabile Strukturen wichtig. Das mag man dann konservativ nennen. Doch um Etiketten geht es nicht, sondern auf das Kindeswohl.
Im übrigen: In Deutschland gibt es Pflegefamilien zu wenig. Auch hier wird die Erziehungsarbeit (zu) wenig honoriert - und sei es ideele Honorierung.
Meine letzte Info war, dass eine Wartezeit von 1-2 Jahren herrscht um ein Adoptivkind zu bekommen. Die chance auf ein deutsches Adoptivkind ist lt. ungewolltkinderlos.de "verschwindend gering".
Babies sind hier beliebter wie teenager, die Wartezeiten entsprechend Länger.
Aber meine Aussge, dass man alles an dem Wohl der Kinder ausrichten muss beinhaltet natürlich, dass abgewogen werden muss, was möglich ist (Art des Elternhauses, Heim, potentielle Adoptionspartner). Meine erste Aussage heisst nicht, dass Homosexuelle auf keinen Fall adoptieren dürfen, nur muss aus meiner Sicht das Wohl des Kindes oberste Priorität haben, denn es geht nicht darum, dass Eltern sich selbst verwirklichen, sondern dass Kinder die besten Chancen bekommen, ihr Leben zu gestalten.
wollen doch gerade den Zugang zu Familie und Ehe! Sie wollen volle Adoptionsrechte! Sie wollen die Öffnung der Ehe! Ihnen diese Rechte als selbstverständlich abgeleitete aus dem Gleichheitsgrundsatz zu zuerkennen ist eine Stärkung von Familie und Ehe.
Mit so einer Position katapultiert sich Dobrinth an den Anfang des vorletzten Jahrhundert.
... sind zum Glück mittlerweile die, die Homosexuelle weiterhin fortgesetzt ausgrenzen und diskriminieren möchten.
Der Auswurf Dobrindts adelt doch weit mehr, als dass er beleidigt.
sich imltho aber gewaltig, latente Homophobie ist in der Masse allgegenwärtig, nur wird sie aus Angst vor der political correctness und dem sich ausbreitenden Gesinnungsfaschismus einer kleinen Mehrheit nicht öffentlich kundgetan.
Herr Dobrindt spricht mit seiner Meinung ein breite Gruppe an und das weiss er auch, ob das Einige nun wahrhaben wollen oder nicht. Das Interessante ist doch, das diese Meinung Wählerpotential von 40+ Prozent in D hat.
Mal drüber nachdenken. Auch die Kanzlerin hat sich doch ähnlich geäußert nur hat sie es eleganter ausgedrückt. http://www.zeit.de/politi...
sich imltho aber gewaltig, latente Homophobie ist in der Masse allgegenwärtig, nur wird sie aus Angst vor der political correctness und dem sich ausbreitenden Gesinnungsfaschismus einer kleinen Mehrheit nicht öffentlich kundgetan.
Herr Dobrindt spricht mit seiner Meinung ein breite Gruppe an und das weiss er auch, ob das Einige nun wahrhaben wollen oder nicht. Das Interessante ist doch, das diese Meinung Wählerpotential von 40+ Prozent in D hat.
Mal drüber nachdenken. Auch die Kanzlerin hat sich doch ähnlich geäußert nur hat sie es eleganter ausgedrückt. http://www.zeit.de/politi...
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