Razzien bei Stiftungen: Steinbrück irritiert mit Russland-Äußerungen
Die Grünen bezeichnen Steinbrücks Äußerungen zu Russland als beschämend. Der SPD-Kanzlerkandidat hatte sich für zurückhaltende Kritik an dem Land ausgesprochen.
© Robert Michael/dpa

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück
Der grüne Europaabgeordnete Werner Schulz hat Peer Steinbrück für dessen beschwichtigende Wortwahl gegenüber Russland in einem ZEIT-ONLINE-Interview kritisiert. Schulz, der im Europaparlament stellvertretender Vorsitzender des Kooperationsausschusses EU-Russland ist, warf Steinbrück einen "für die ganze SPD beschämenden Schmusekurs" gegenüber der Putin-Regierung vor.
"Diese Beschwichtigungspolitik gegenüber Putins Russland prägt die SPD seit Gerhard Schröders Kanzlerschaft", sagte Schulz der Leipziger Volkszeitung. Der "sonst doch immer knallhart argumentierende Steinbrück hat mit seinem Appell zur leisen Kritik an Putins Razzien zielsicher einen neuen Fettnapf gesucht und betreten."
Steinbrück hatte im Interview dafür plädiert, einzugestehen, dass "die westlichen Maßstäbe pluraler Demokratie nicht unmittelbar auf Russland übertragbar sind". Auf Menschenrechtsverletzungen sei daher "in bilateralen Gesprächen und nicht auf dem Marktplatz" hinzuweisen. Allerdings war das am Dienstag veröffentlichte Interview bereits am Freitag, und damit vor dem Razzien-Skandal, geführt worden.
Darauf wies auch Steinbrücks Pressesprecher Michael Donnermeyer hin. Der Leipziger Volkszeitung sagte er, Steinbrück habe das kritisierte Interview bereits am vergangenen Freitag gegeben und sich allgemein zum Umgang mit Russland geäußert. Die Durchsuchungen der Büros in Russland seien zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt gewesen.
Mindestens vier weitere Organisationen Ziel von Razzien
Russland setzte die Razzien bei Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen trotz internationaler Kritik fort. Behörden durchsuchten am Mittwoch Büroräume von Human Rights Watch und drei weiteren Menschenrechtsgruppen. Die Razzien seien Teil einer nie dagewesenen Welle von Durchsuchungen von Nicht-Regierungsorganisationen in ganz Russland, sagte Rachel Denber, stellvertretende Direktorin des Bereichs Europa und Zentralasien bei Human Rights Watch am Hauptsitz in New York.
Auch deutsche Stiftungen sind betroffen, was die Beziehungen zwischen beiden Ländern zunehmend belastet. So hatte die Staatsanwaltschaft zuletzt auch Computer der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftungen beschlagnahmt. Am Montag war bereits in Moskau das Büro von Amnesty International durchsucht worden.
Putin verteidigt Durchsuchungen
Der russische Präsident Wladimir Putin hat das Vorgehen gegen ausländische Stiftungen als Maßnahme zur Spionageabwehr verteidigt. Seine Gegner betrachten die Razzien dagegen als Schikanen zur Einschüchterung von Kritikern. "Erst einmal ist es der Versuch, Angst einzujagen", sagte Denber von Human Rights Watch. Auf längere Sicht sollten Menschenrechte diskreditiert werden. Auch die Flüchtlingsorganisation von Swetlana Gannuschkina war Ziel einer Razzia. "Ich bin ein Mitglied der Regierungskommission für Migrationspolitik", sagte die in Russland sehr bekannte Aktivistin. "Wir arbeiten nicht gegen unsere Regierung. Ich fürchte aber, dass unsere Regierung gegen unser Volk arbeitet."
Die Bundesregierung äußerte sich besorgt über das Vorgehen der russischen Behörden und warnte vor einer Beschädigung des deutsch-russischen Verhältnisses. Die deutschen Stiftungen und ihre Partner in der Zivilgesellschaft hätten ganz erheblichen Anteil an der Entwicklung der beiderseitigen Beziehungen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. "Maßnahmen, die ihre wichtige Arbeit beeinträchtigen oder gar kriminalisieren, fügen unseren Beziehungen Schaden zu."
Außenminister Guido Westerwelle besprach mit Vertretern aller sechs deutschen politischen Stiftungen, die in Russland arbeiten, die Lage. Wegen der Razzien bei deutschen Stiftungen in Moskau und St. Petersburg hatte Westerwelle bereits am Dienstag den russischen Gesandten in Berlin ins Auswärtige Amt laden lassen.








wenn er gleichzeitig das National Endowment for democracy und andere NGO´s aufgefordert hätte, ihren Schmusekurs mit den westlichen Geheimdiensten aufzugeben.
........ unehrlich. Denn, Sie wollen ihn nicht, dann sagen Sie das auch auf diese Art.
Aber stellen Sie sich mal, er würde BK wider Ihrem Erwarten, wie würde er Politik machen mit Russland und seinen auf lange Sicht Herrschenden? Nicht anders als Frau Merkel, die es auch nicht gerne hat, wenn ständig in der Öffentlichkeit gegen Russland gewettert wird, ob zu recht oder unrecht. Es stört bei der Realpolitik. Es zu sagen, jetzt und auch als BK-Kandidat ist ehrlich. Aber Steinbrück kann machen, was er will, an ihm mag man kein Haar gerade lassen, das ist die unaufhörliche Schwarm-Welle, aus der sich niemand raustraut. Wer hat schon den Mut, mal was gegen diesen Schwarm etwas entgegen zu setzen?
Was ist denn das für ein Wort ?
Wenn jemand am laufenden Band Allgemeinplätze daherredet, das es jedem denkenden Wesen übel aufstösst, dann muss diese Person schon damit rechnen, daß er kaltgestellt wird !
Soll er sich ein Beispiel an der Merkel nehmen : Die sagt gar nichts !
Fazit : Kein Kanzlermaterial !
Was ist denn das für ein Wort ?
Wenn jemand am laufenden Band Allgemeinplätze daherredet, das es jedem denkenden Wesen übel aufstösst, dann muss diese Person schon damit rechnen, daß er kaltgestellt wird !
Soll er sich ein Beispiel an der Merkel nehmen : Die sagt gar nichts !
Fazit : Kein Kanzlermaterial !
Verkürzt (und falsch) dargestellt: „...Der SPD-Kanzlerkandidat hatte sich für zurückhaltende Kritik an dem Land ausgesprochen....“
Was wirklich gesagt wurde: „...Steinbrück hatte im Interview dafür plädiert, einzugestehen, dass "die westlichen Maßstäbe pluraler Demokratie nicht unmittelbar auf Russland übertragbar sind". Auf Menschenrechtsverletzungen sei daher "in bilateralen Gesprächen und nicht auf dem Marktplatz" hinzuweisen....“
Was einmal mehr zeigt: Die meisten sind entweder nicht gewillt oder in der Lage, einen Text richtig zu interpretieren.
Das Problem ist doch nicht die Textanalyse. Das Problem ist das Durcheinander, dass der Kandidat mit dem, was er als Klartext ansieht, in den Köpfen anrichtet.
Dass man die russische Politik als hochrangiges Regierungsmitglied bzw. als Anwärter darauf nicht auf Marktplätzen zur Befriedigung der eigenen Anhänger kommentieren muss, ist schon klar.
Aber es ist doch keine 2 Wochen her, da redet der Kandidat in aller Öffentlichkeit von "Clowns", wenn er immerhin gewählte Vertreter eines benachbarten Landes spricht.
Es schaut einfach immer so aus, dass sich PS ein Opfer sucht, von dem er glaubt, dass es in der Öffentlichkeit gerade als Buhmann akzeptiert wird. Das schnauzt er dann irgendwie an, sodass die etwas weniger Halbstarken glauben, hier sein ein echter Halbstarker gekommen, der sich endlich mal was traut.
Das ist alles nicht weiter tragisch, aber Regierungschef? No way.
Das Problem ist doch nicht die Textanalyse. Das Problem ist das Durcheinander, dass der Kandidat mit dem, was er als Klartext ansieht, in den Köpfen anrichtet.
Dass man die russische Politik als hochrangiges Regierungsmitglied bzw. als Anwärter darauf nicht auf Marktplätzen zur Befriedigung der eigenen Anhänger kommentieren muss, ist schon klar.
Aber es ist doch keine 2 Wochen her, da redet der Kandidat in aller Öffentlichkeit von "Clowns", wenn er immerhin gewählte Vertreter eines benachbarten Landes spricht.
Es schaut einfach immer so aus, dass sich PS ein Opfer sucht, von dem er glaubt, dass es in der Öffentlichkeit gerade als Buhmann akzeptiert wird. Das schnauzt er dann irgendwie an, sodass die etwas weniger Halbstarken glauben, hier sein ein echter Halbstarker gekommen, der sich endlich mal was traut.
Das ist alles nicht weiter tragisch, aber Regierungschef? No way.
Da zu gibt es wohl einiges zu den Gepflogenheiten in unserem Lande zu sagen. Nein, uns steht nicht das Recht zu kritischen Äußerungen an russischen Verhältnissen zu.
das was gerade in München mit den türkischen Journalisten beim NSU-Prozess passiert. würde so oder ähnlich in Russland passieren. Die deutschen Medien würden aufjohlen.
Da begeht in London ein "Putin-Kritiker" Selbstmord und in deutschen Medien wird permanent unterstellt Putin hätte etwas damit zu tun.
Wenn Putin seinen nackten Oberkörper zeigt, was für ein Geschrei. Aber die "Häkelbilder" von Merkel werden mit freundlichen Kommentaren abgedruckt. Die Häkelbilder von Merkel sind der nackte Oberkörper von Putin. Beim einen stört es bei der anderen nicht.
Doppelmoral - deine Name ist deutsche Medien.
sind der nackte Oberkörper von Putin"
Danke -
Das beste wäre, die urbanen Guerilleros stricken sowohl Putin wie auch Merkel einfach über Nacht zu und stellen sie dekorativ in die Gegend. :)
sind der nackte Oberkörper von Putin"
Danke -
Das beste wäre, die urbanen Guerilleros stricken sowohl Putin wie auch Merkel einfach über Nacht zu und stellen sie dekorativ in die Gegend. :)
Nennt Steinbrück Grillo und Berlusconi Clowns, ist das zu undiplomatisch. Nennt er Putin keinen Clown, ist das zu diplomatisch.
Na dann...
gebraucht Helmut Schmidt gegenüber dem Verhalten des chinesischen Regimes. Kein Wunder, dass Schmidt Steinbrück für den idealen Kanzlerkandidaten erklärt hat.
Mal wieder gar nicht oder hat irgend jemand etwas von ihr zu diesem Thema gehört.
sonst macht sie es recht staatsmännich mit Putin.
Im Gegensatz zum GasGerd versucht sie nicht politische Verbindungen aufzubauen, die sie dann persönlich in Geld ummünzen will.
Insofern betreibt sie Außenpolitik nach aktueller Studienlage
sonst macht sie es recht staatsmännich mit Putin.
Im Gegensatz zum GasGerd versucht sie nicht politische Verbindungen aufzubauen, die sie dann persönlich in Geld ummünzen will.
Insofern betreibt sie Außenpolitik nach aktueller Studienlage
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren