KorruptionsffäreWulff-Freund lehnt Deal mit Staatsanwaltschaft ab

Die Affäre um Exbundespräsident Wulff kommt wohl doch vor Gericht: Der zweite Beschuldigte Groenewold verzichtet auf einen Deal mit der Staatsanwaltschaft. Seine Anwälte rechnen mit Freispruch.

Filmunternehmer David Groenewold in Berlin (Archiv)

Filmunternehmer David Groenewold in Berlin (Archiv)

Die Korruptionsaffäre um Exbundespräsident Christian Wulff kommt aller Voraussicht nach vor Gericht. Nach Informationen von Bild am Sonntag lehnt der zweite Beschuldigte, Wulffs Freund David Groenewold, einen Deal mit der Staatsanwaltschaft ab.

Der Filmproduzent soll eine Hotelübernachtung von Wulff zum Teil übernommen haben. Im Gegenzug soll sich der Politiker für ein Filmprojekt des Produzenten eingesetzt haben. Die Staatsanwaltschaft Hannover hat ihm angeboten, gegen Zahlung von 30.000 Euro sein Verfahren einzustellen. Ansonsten will sie Anklage erheben. Wulff soll 20.000 Euro zahlen.

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Laut Bild am Sonntag rechnen sich Groenewolds Anwälte bei einem Prozess gute Chancen aus, weil die Beweislage der Strafverfolger eher dünn ist. Groenwold, so heißt es aus seinem Umfeld, sei von seiner Unschuld überzeugt und wolle vor Gericht um einen Freispruch kämpfen. Freunden sagte er laut Bild am Sonntag: "Meine Ehre ist nicht käuflich."

Wulff selbst hat sich noch nicht entschieden, ob er das Angebot der Staatsanwaltschaft annimmt und damit die Einstellung seines Verfahrens erwirkt. Durch Groenewolds Entscheidung müsste er allerdings als Zeuge im Prozess gegen seinen langjährigen Freund vor Gericht erscheinen.

 
Leser-Kommentare
    • BSiR
    • 02.04.2013 um 1:02 Uhr

    Ich habe den Eindruck, dass Sie mehr wissen als die Staatsanwaltschaft in Hannover.
    Sie könnten geradezu ein Entlastungszeuge mit gerichtsverwertbaren Kenntnissen zur Entlastung des mit einem Verfahren bedrohten G. sein.
    Als sicherlich ordnungsliebender Bürger ohne Vorurteile, haben Sie so gar die Pflicht, sich unaufgefordert ohne Vorladung dem Gericht zur Verfügung zu stellen.
    Ich traue Ihnen aber zu, dass Sie einen angebotenen Deal seitens der Anwälte rigoros ablehnen würden.

    Antwort auf "Zusammenhang"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, jam
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