AfD-Mitglieder : Sie wollen die Alternative für Deutschland sein

Altkonservative, Rechtspopulisten, EU-Gegner und Polit-Neulinge: Die Anti-Euro-Partei AfD ist eine sehr heterogene Gruppierung. Porträts einiger Mitglieder und Anhänger

Hans-Olaf Henkel

Hans-Olaf Henkel (2012) ©Michael Kappeler dpa/lbn

Weil er so seriös wirkt und gleichzeitig so schön auf den Euro schimpfen kann, gehört Hans-Olaf Henkel quasi zum Inventar deutscher TV-Talkshows. Der 73-Jährige war Manager bei IBM und später Präsident des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI), so richtig berühmt ist er allerdings erst, seit er sich auf plakative Sprüche und Politikerschelte spezialisiert hat. Dafür stellen ihm Medien Kolumnen und Interviews zur Verfügung. Unter Überschriften wie "Widerstand gegen den Meinungsterror" wettert Henkel dann gegen die "Einheitseuropolitik". So stilisiert er den Kampf gegen die gemeinsame Währung zum Kampf gegen vermeintliche Denkverbote und Mainstream-Meinungen. Sein Vorschlag: die Währungsgemeinschaft teilen, in einen starken Nord- und einen schwachen Süd-Euro. Henkel saß beim Gründungsparteitag der Alternative für Deutschland in der ersten Reihe, er ist jedoch kein Mitglied der AfD.

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Kommentare

425 Kommentare Seite 1 von 36 Kommentieren

Die Protestwähler sind aber schnell beleidigt

Wahrscheinlich dieselben die ein "feelgood"-Tag in der Piratenpartei verbracht haben, um sich dann vollste politische Kompetenz zuzuschreiben.

Mit der AfD scheinen sie ein neues Betätigungsfeld gefunden zu haben.

Was aber wohl stimmt: Die AfD ist ein tendenziell eher rechter Verein, in denen alles was auch nur wie ein Migrant aussehen könnte, nicht akzeptiert werden würde.