CDU: Altmaiers schrille Rechtfertigung
Hat Peter Altmaier nach CSU-General Dobrindt Homosexuelle als "schrille Einzelgruppe" herabgewürdigt? Nein, sagt der Umweltminister und twittert Rechtfertigungen.
© Adam Berry/Getty Images

Umweltminister Peter Altmaier liest auf seinem Smartphone im Bundestag.
Umweltminister Peter Altmaier hat mit einer Interviewäußerung für Wirbel gesorgt. Auf die Frage, an welche Wählergruppen sich die Union im Wahlkampf vor allem richten sollte, sagte Altmaier der Zeitung Die Welt, dass ein Lager- oder Stammwählerwahlkampf vermieden werden sollte. "Man sollte aber auch nicht schrillen Einzelgruppen hinterherlaufen", sagte der CDU-Politiker weiter.
Diese Aussage stieß auf große Empörung, weil sie an eine umstrittene Aussage von CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt erinnerte. Dieser hatte die Befürworter der Homo-Ehe als "schrille Minderheit" bezeichnet und sich zugleich für konservative Positionen im Wahlkampf stark gemacht.
Altmaier wurde deshalb vorgeworfen, Dobrindts vorurteilsbeladene Einschätzung homosexueller Menschen zu teilen und sich gegen mehr Rechte für gleichgeschlechtliche Paare einzusetzen. Zumal im Interview Dobrindt direkt angesprochen wurde.
.@peteraltmaier d.h. du bist dagegen, dass Heterosexuelle mehr Rechte haben als Homosexuelle?
— Tilo Jung (@TiloJung) 2. April 2013
Der Umweltminister war wegen der lautstarken Kritik, insbesondere auf Twitter, darum bemüht, seine Aussage klarzustellen. Für ihn sei die CDU die "große Volkspartei der Bürgerlichen Moderne", twitterte er. Dazu gehörten auch in der Vergangenheit diskriminierte Gruppen. "Wer mir unterstellt, ich hätte mit 'schrillen Einzelinteressen' z.B. gleichgeschlechtliche Partnerschaften gemeint, liegt voll daneben", so der Umweltminister.
Wer mir unterstellt, ich hätte mit 'schrillen Einzelinteressen' z.b. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften gemeint, liegt voll daneben.
— Peter Altmaier (@peteraltmaier) 2. April 2013
Nach Altmaiers Darstellung war die Wortwahl unbedacht. Ihm sei der Zusammenhang mit Dobrindts Äußerung nicht bekannt gewesen. Mit "schrillen Einzelinteressen" habe er Gruppen gemeint, die Politik nur unter dem Gesichtspunkt persönlicher Betroffenheit und eigener Interessen sehen würden, schrieb Altmaier weiter. Man könnte bei Volksparteien nicht als Wähler erwarten, dass "man oben eine Stimme einwirft und unten eine bestimmte Maßnahme rauskommt", schrieb er.
Für seine Klarstellung bekam Altmaier umgehend Lob, auch aus seiner eigenen Partei. Für Kritik sorgte danach eigentlich nur noch die Form der Kommunikation – in so vielen Tweets. Das sei zu unübersichtlich, beschwerten sich Nutzer. Altmaier solle lieber einen Blogeintrag dazu schreiben. Ob er das tun wird, ließ der Umweltminister offen.








... in Interviews und auch Kommentaren - lässt man sie weg, kann man denken, was man will. Lässt man sie drin, ist man geliefert...
Es geht doch nur um das Attribut "schrill".
Das hätte Altmeier von seiner Chefin, der FDJ-Propagandasekretärin, lernen können. Und seine Chefin hätte es ihm beibringen müssen.
Und weil er die grundlegenden Dinge einfach nicht lernt, muss er weg... samt Chefin.
Natrlürlich hat er die gemeint. Wer käme denn sonst in Frage?. Aber er hat den Appell gesetzt. Hinterherlaufen unter Ausser acht Lassung eigenen Profils lehnt er ab. Mit Recht. Für einen möglichen Wahlsieg sollte man nicht alles tun. Gewinnt er durch Huechelei wird er den Heuchlern zuliebe Politik machen müssen.
Verliert er, kann er sich trösten, dass die Mehrheit halt gegen seine Auffassungen ist. Und? Was ist Demokratie anders als auch den Wahlverlust hinzunehmen.
Und die "Schrillen" sollen sich nicht so anstellen. Sie teilen selber ordentlich aus. Und wer austeilt, muss auch einstecken können.
Zit: "Kein Wunder das es heute keinen einzigen Politiker mehr gibt der sich noch traut mehr als einen Satz am Stück zu sagen."
Wer weiss wer damit angefangen hat. Der unklare Redner oder der der ein kalres wollte und keins bekommen hat. Die Starkreden udn das Geeiere fingen in den 199oigern an nachdem Kohl den gestaltenden Staat ausgerufen hat.
Und es liegt auch an den Gruppen. Ist man gegen die völllige Gleichstellung der Homo Ehe wird einem unterstellt, man sei homophob, wolle Gesetzgebung wie in Russland oder vielleicht sogar Behandlung wie in muslimischen Ländern, ist man für vermehrte Förderung des Ruhrgebiets will man gleich den Osten zugrunde richten.
Da fragt man sich, ob der gesellschaftliche Frieden hier nur zum Schein existiert dann könnte man Angst kriegen oder die verbale Keilerei einfach nur der Möglichkeit geschuldet ist, leicht in die Öffentlichkeit zu kommen. Sei es anonym oder halt mit Klarnamen.
Die Medien haben die Klicks und freuen sich, die Verbände kämpfen um die Staatsknete. Aber solange es nur verbal ist gehts doch.
? die BK hat ihr ganzes Kabinett mit Politikern besetzt, die kein Wähler wollte!
Ich sehe das schon als Diktatur, wenn ich Minister vorgesetzt bekomme, die vom Volke als "schell 7" gehandelt werden !
Bitte verzichten Sie auf unnötige Polemik und Provokationen. Danke, die Redaktion/fk.
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