Bundestagswahl: Steinbrücks Beliebtheitswerte sacken ab
Noch 32 Prozent sind mit der Arbeit von Steinbrück zufrieden – der schlechteste Wert seit acht Jahren. Äußerungen zum Sportunterricht für Muslime sorgen für neue Kritik.
© Federico Gambarini/dpa

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück Anfang März in Düsseldorf
Im Rennen um das Kanzleramt verliert SPD-Kandidat Peer Steinbrück den Rückhalt in der Bevölkerung – und sorgt mit Äußerungen erneut für Diskussionen: Der SPD-Politiker, mit dessen Arbeit laut ARD-Deutschlandtrend nur noch 32 Prozent der Deutschen zufrieden sind, hat sich für getrennten Sportunterricht von muslimischen Mädchen und Jungen ausgesprochen.
"Wenn die Schulen es einrichten können, sollten sie da Rücksicht auf die religiösen Gefühle nehmen und getrennten Sportunterricht anbieten", zitiert die Bild-Zeitung Steinbrück, der sich dermaßen auf einer Veranstaltung in Berlin geäußert haben soll. Anlass war die Frage eines Schülers, wie weit Toleranz gehen soll. Wie das Blatt weiter berichtet, habe der Junge von einem muslimischen Vater erzählt, der sich gegen gemeinsamen Sportunterricht seiner Tochter mit Jungen gewehrt hatte. Steinbrück habe daraufhin von einem "schwierigen Thema" gesprochen, zu dem alle "eine andere Meinung" hätten.
Berlins langjährige CDU-Ausländerbeauftragten Barbara John nannte Steinbrücks Äußerungen rückwärtsgewandt. "Die Diskussion über eine Trennung ist von gestern", sagte sie. "Kinder und Eltern müssen sich daran gewöhnen, dass die Geschlechter bei uns gemeinsam aufwachsen und gleichberechtigt leben." Getrennter Unterricht sei "der falsche Weg". Der FDP-Innenpolitiker Serkan Tören sprach von einem ganz falschen "Signal für die Integration von Muslimen in Deutschland".
Deutsche unzufrieden mit Steinbrück
Der SPD-Kanzlerkandidat rühmt sich selbst für seine unverblümte Sprache und seine Direktheit und betonte immer wieder, dass er sich nicht verbiegen lassen will – und stand in der Vergangenheit wegen diverser Äußerungen mehrmals in der Kritik. Unlängst irritierte er mit seiner Wortwahl zum Thema Demokratie und Menschenrechten in Russland, die er in einem Interview mit ZEIT ONLINE verwandt hatte.
Den Wähler kann Steinbrück damit offenbar nicht überzeugen. In der Umfrage der ARD verliert er an Zustimmung und kommt in der Bewertung der wichtigsten Spitzenpolitiker auf den niedrigsten Wert seit seinem Wechsel in die Bundespolitik vor acht Jahren. Noch unzufriedener als mit seiner Arbeit sind die Deutschen nur noch mit der Leistung von Linken-Fraktionschef Gregor Gysi, FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle und dem FDP-Vorsitzenden Philipp Rösler.
Bundeskanzlerin Angela Merkel kam dabei auf eine Zustimmung von 68 Prozent und blieb damit an der Spitze der Liste. Auch im Fall einer Direktwahl fällt der Abstand zwischen Merkel und Steinbrück so groß aus wie nie: Könnten die Deutschen den Kanzler direkt wählen, würden sich 60 Prozent für Merkel entscheiden (plus zwei im Vergleich zum Vormonat). Nur 25 Prozent würden Steinbrück wählen (minus eins).
48 Prozent wollen CDU-geführte Regierung
In der Sonntagsfrage legte die Union gegenüber der Vorwoche um zwei Punkte zu und erreichte 41 Prozent. Die SPD sank um einen Punkt auf 27 Prozent. Die FDP erreichte wie in der Vorwoche vier Prozent. Die Grünen verloren einen Punkt und kamen auf 14 Prozent. Unverändert blieben die Linke mit acht und die Piraten mit drei Prozent.
48 Prozent der Deutschen waren der Ansicht, die nächste Bundesregierung sollte wieder von der Union geführt sein – dies entspricht einem Punkt mehr als im Vormonat. Die Präferenz für eine SPD-geführte Regierung nahm deutlich ab und erreichte 37 Prozent – nach 45 Prozent im Vormonat.
Merkel vor Schäuble und Kraft
Die Pläne der SPD, nach der Wahl die Steuern für höhere Einkommen anzuheben, fand bei der Mehrheit der Befragten Anklang: 58 Prozent fanden diese Pläne richtig. 37 Prozent hielten sie für falsch.
Auf der Liste der beliebtesten Politiker landete Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hinter Merkel auf Platz zwei. Den dritten Platz teilten sich NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, die beide auf eine Zustimmung von 54 Prozent kommen. Schlusslicht der abgefragten Parteipolitiker bleibt FDP-Chef Philipp Rösler.








Steinbrück meint er sei authentisch, überzeugt aber die Bürger nicht!
Steinbrück reagiert auf Nachrichten, aber er hat früher nicht agiert, sondern nur Geld mit Vorträgen gescheffelt und sein politisches Mandat wie ein Ehrenamt behandelt!
Steinbrück ist Mitglied einer Organisation, die keine Ausstrahlung mehr bei den Bürgern hat!
Steinbrück ist Kandidat, weil die anderen Kandidaten nicht wollten, konnten oder durften, aber hat nicht mal eine Mehrheit in seiner politischen Community.
und und und ... aber Merkel ist auch nicht besser, ... Deutschland braucht mal eine Regierung ohne SPD oder CDU
Dieser Absturz gehört nicht Peer Steinbrück allein, nein, er gehört der ganzen SPD-Führungsriege, denn das Desaster war von Anfang an abzusehen. Mit Peer Steinbrück unten durch von Anfang an! Peer Steinbrück kann machen was er will, es wird ihm und der SPD nichts nützen - wenn er was für die SPD tun will, dann sollte er dafür sorgen, dass sich die SPD-Spitze endlich komplett erneuert. Er sollte auch die Kanzlerkandidatur aufgeben und eine Kandidaten-Urwahl einleiten; Er ist schlicht für die potenziellen SPD-Wähler der falsche Mann zur falschen Zeit mit der falschen Botschaft und der falschen Mentalität für Kanzler. Finanztechnisch ausgedrückt hat er für die SPD als Kanzlerkandidat einen negativen Marktwert
Dieser Absturz gehört nicht Peer Steinbrück allein, nein, er gehört der ganzen SPD-Führungsriege, denn das Desaster war von Anfang an abzusehen. Mit Peer Steinbrück unten durch von Anfang an! Peer Steinbrück kann machen was er will, es wird ihm und der SPD nichts nützen - wenn er was für die SPD tun will, dann sollte er dafür sorgen, dass sich die SPD-Spitze endlich komplett erneuert. Er sollte auch die Kanzlerkandidatur aufgeben und eine Kandidaten-Urwahl einleiten; Er ist schlicht für die potenziellen SPD-Wähler der falsche Mann zur falschen Zeit mit der falschen Botschaft und der falschen Mentalität für Kanzler. Finanztechnisch ausgedrückt hat er für die SPD als Kanzlerkandidat einen negativen Marktwert.
...Peer Steinbrück rechtgeben. Vielleicht hat er auch gefühlsmäßig geantwortet, zum Sportunterricht.
Wenn die Gerichte entscheiden, dass Mädchen bis 12 zum (gemeinsamen) Sportunterricht sollen, und ab 12 religiöse Besonderheiten zu berücksichtigen sind (das kann von den Eltern ausgehen, muss es aber nicht) damit eine Befreiung oder Trennung in Betracht kommt, dann kann sich weder Herr Steinbrück noch beispielsweise Frau Merkel in einer Diskussion hinstellen, und behaupten, es müsse ganz anders sein, oder sollte es jedenfalls nicht, vgl.
Oberverwaltungsgericht Bremen, Beschluss vom 13.06.2012
- 1 B 99/12 - bei www.kostenlose-urteile.de
....mit der Leistung von Linken-Fraktionschef Gregor Gysi und der LINKEN sehr zufrieden. Not 1+ von mir.
Aber hier geht es doch nicht um Personen, sondern um soziale Gerechtigkeit und damit um den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.
Die Themen der sozialen Gerechtigkeit, die die SPD, die CDU-CSU, die FDP und die GRÜNEN hier reklamieren sind doch seit Jahren von DIE LINKE besetzt und werden von der Linkspartei seit Jahren gefordert.
Was die SPD, die CDU-CSU, die FDP und die GRÜNEN hier als Wahlkampftheater veranstalten ist unglaubwürdig und verlogen.
Ich wähle die LINKEN!
WER bitteschön verbirgt sich denn hinter den Befragten??
Es ist heute so und morgen so. ARD / ZDF können einem viel
erzählen.
Und liebe Presseleute, wie wäre es zukünftig wenn Ihr den Politikern erzählt was sie sagen dürfen und was nicht.
DIE ZEIT hat lange bevor es bekannt war mit Herrn Steinbrück als Kanzlerkandidat - selber diesen als Kandidaten ins Gespräch gebracht.
Und jetzt. Auch von Ihrem Blatt aus nur negative Berichte über Herrn Steinbrück. Meines Erachtens kommt von Herrn Steinbrück vieles was
schon nicht von der Hand zu weisen ist.
Na ja, aber die Presse, wenn man es so sagt ist es nicht richtig und wenn man es anders verlauten lässt ist es auch nciht richtig.
Vor ein paar Monaten hätte ich Ihrem Kommentar noch zugestimmt. Aber dann hat man ihm eine Art von "rot-grün-kompatibler Gehirnwäsche" verpaßt. Seitdem redet er Frauenquoten und getrenntem Schwimmunterricht das Wort und versucht "grüner als grün" und "röter als rot" zu sein.
Das nimmt ihm niemand mehr ab. Kein Wunder, daß er noch immer weiter an Zustimmung verliert!
>> Steinbrück habe daraufhin von einem "schwierigen Thema" gesprochen, zu dem alle "eine andere Meinung" hätten. <<
... *das* hat er gesagt? Wirklich? Ist ja grauenhaft!
Und das, wo er neulich schon "Eierlikör" gesagt hat. Da dachte man doch schon, dass es schlimmer nicht mehr kommen kann.
Ausdrücke wie "alternativlos" und "marktkonforme Demokratie" sind dagegen harmlos. Die zeugen ja nur von einem vollkommen verqueren Demokratieverständnis und sind insofern medial zu vernachlässigen.
Sie schreiben: "Ausdrücke wie "alternativlos" und "marktkonforme Demokratie" sind dagegen harmlos. Die zeugen ja nur von einem vollkommen verqueren Demokratieverständnis...."
Man kann ja fast jeden Begriff ideologisch aufladen, um dahinter dann den Beelzebub ausmachen zu können. Selbst "Eierlikör" ist, wenn im falschen Moment benutzt, möglicherweise nicht folgenlos.
Sie können gerne jederzeit das kritisieren, was mit "marktkonforme Demokratie" gemeint ist. Ob man ein "verqueres Demokratieverständnis" hat, wenn man sich unter ""marktkonforme Demokratie" etwas Sinnvolles vorstellen kann, möchte ich bezweifeln.
Meines Erachtens gibt es eine Reihe von Demokratien mit im gesetzlichen Rahmen freien Märkten. Es gibt aber keine Demokratie ohne Markt.
Eine Demokratie, die den Markt abschafft, wird bald danach keine Demokratie mehr sein. Insofern schließt Demokratie die Marktkonformität fast schon automatisch mit ein.
Und sich über das "alternativlos" aufzuregen, ist ja schon fast kindisch. Wenn Sie ein Ei abkochen wollen, dann brauchen Sie heißes Wasser. Eine Alternative dazu haben Sie nicht. Die Alternativen, die Sie haben, ist auf das Ei zu verzichten oder es roh zu essen. Das müsste als Erklärung doch reichen, oder?
Sie schreiben: "Ausdrücke wie "alternativlos" und "marktkonforme Demokratie" sind dagegen harmlos. Die zeugen ja nur von einem vollkommen verqueren Demokratieverständnis...."
Man kann ja fast jeden Begriff ideologisch aufladen, um dahinter dann den Beelzebub ausmachen zu können. Selbst "Eierlikör" ist, wenn im falschen Moment benutzt, möglicherweise nicht folgenlos.
Sie können gerne jederzeit das kritisieren, was mit "marktkonforme Demokratie" gemeint ist. Ob man ein "verqueres Demokratieverständnis" hat, wenn man sich unter ""marktkonforme Demokratie" etwas Sinnvolles vorstellen kann, möchte ich bezweifeln.
Meines Erachtens gibt es eine Reihe von Demokratien mit im gesetzlichen Rahmen freien Märkten. Es gibt aber keine Demokratie ohne Markt.
Eine Demokratie, die den Markt abschafft, wird bald danach keine Demokratie mehr sein. Insofern schließt Demokratie die Marktkonformität fast schon automatisch mit ein.
Und sich über das "alternativlos" aufzuregen, ist ja schon fast kindisch. Wenn Sie ein Ei abkochen wollen, dann brauchen Sie heißes Wasser. Eine Alternative dazu haben Sie nicht. Die Alternativen, die Sie haben, ist auf das Ei zu verzichten oder es roh zu essen. Das müsste als Erklärung doch reichen, oder?
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