Baden-WürttembergNPD-Parteitag findet in Weinheim statt

Lange konnte die Partei den Ort geheim halten, doch kurz vor Beginn des Parteitages wurde es öffentlich: Die NPD-Delegierten tagen in einer Stadt in Baden-Württemberg.

Die rechtsextreme NPD beginnt am heutigen Samstag ihren zweitägigen Bundesparteitag im baden-württembergischen Weinheim-Sulzbach. Die Partei wollte den Veranstaltungsort so lange wie möglich geheim halten. Doch dann erfuhr Freitagnacht die Polizei von einem angemieteten Saal in Weinheim. Anschließend bestätigte ein Parteisprecher, dass die Versammlung dort stattfinden soll.

Die Polizei stellt sich auf Proteste ein, sie wird mit einem Großaufgebot im Einsatz sein. Über Twitter riefen mehrere Organisationen zu einer Gegendemonstration auf. Die Rechtsextremisten lassen ihren Parteitag ausgerechnet am Geburtstag Adolf Hitlers beginnen.

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Über den Ort für den Parteitag wurde seit Tagen spekuliert. Die Partei hatte angekündigt, ihren Bundesparteitag an diesem Wochenende im Großraum Frankenthal abhalten zu wollen. Weinheim liegt nur 30 Kilometer entfernt von Frankenthal.

Eigentlich hätte der Parteitag bereits vor zwei Wochen in Lautertal stattfinden sollen. Der Termin wurde aber aufgrund von Bauarbeiten auf der Zufahrtsstraße vor dem Veranstaltungsgrundstück abgesagt.

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Leserkommentare
  1. Whining in Weinheim. Gibt es irgendwo einen Ort namens "Geiferswalde" oder so?

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  2. "Die hatte hatte Partei angekündigt, ..."

    Wenn man einen derartig kurzen Bericht schreibt, dann müßte es doch eigentlich möglich sein, selbigen vorher wenigstens nocheinmal durchzulesen, oder?

    3 Leserempfehlungen
  3. Wenn man schon zum Inhalt eines Artikel nichts beizutragen hat, sondern stattdessen nur imstande ist, sich über offenbar versehentlich begangene Wortwiederholungen zu beklagen, sollte wenigstens dies bezüglich der Rechtschreibung fehlerfrei geschehen.

    7 Leserempfehlungen
    • doch40
    • 20. April 2013 14:29 Uhr

    Stell dir vor, es ist NPD-Parteitag und keiner bekommt es mit! Wäre das nicht ein Spaß? Aber nein, Sie müssen mal wieder berichten.

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  4. Man darf auf die Proteste gespannt sein. Zuletzt habe ich vom Süden Deutschlands nur sehr wenig Engagement gegen Rechts gesehen.

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    • MaxS2
    • 20. April 2013 15:10 Uhr

    "Engagement gegen Rechtsextremismus" oder dergleichen. Oder wollen Sie, dass alles, was als rechts gilt, in einen Topf geworfen wird? Leute, die gegen Masseneinwanderung sind und Neonazis, die Ausländer schlagen - alles das gleiche?

    gesucht ?

    Wenn Sie mögen, dann lesen Sie hier mal zu verschiedenen Aktionen nach:

    http://www.netz-gegen-naz...

    Den großen Protest wünsche ich mir, meinungsübergreifend, bunt und laut. Zuletzt waren in der Millionenmetropole München 5000 Menschen - Proteste gegen den Abriss der Mauerstreifens haben mehr Menschen auf die Straße gebracht - und in Nürnberg 500. Nein, Aktionen gegen Rechts(extremismus) füllen im Süden nur Nischen aus.

    Wie soll das dann in einer kleinen Stadt wie Weinheim aussehen? Vielleicht sollten sich die Weinheimer einfach mal überlegen, wie ihr Stadtrat arbeitete, wenn die NPD vertreten wäre. Anregungen liefert die ZEIT: http://www.zeit.de/2013/1... Weinheim liefert hoffentlich Ergebnisse!

    • MaxS2
    • 20. April 2013 15:10 Uhr

    "Engagement gegen Rechtsextremismus" oder dergleichen. Oder wollen Sie, dass alles, was als rechts gilt, in einen Topf geworfen wird? Leute, die gegen Masseneinwanderung sind und Neonazis, die Ausländer schlagen - alles das gleiche?

    6 Leserempfehlungen
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    Leider kann man da häufig nicht viel unterscheiden.
    Diejenigen, die sich oftmals gegen eine angebliche "Masseneinwanderung" aussprechen, tun das in Art und Weise, dass es an Hetze grenzt.

    Sie sind schließlich die geistigen Brandstifter, die es erst ermöglichen, dass sich die Neonazis von der Straße den nächstbesten Ausländer schnappen und auf ihn einprügeln.

    nachdem mit der konjunktur rechtspopulistischer, kulturrassistischer und 'konservativ-revolutionärer' diskurse radikalrechte anschauungen weit ins konservative mittelfeld eingerückt sind, sind trennscharfe unterscheidungen nun mal nicht mehr so einfach zu treffen.
    hinzu kommt, dass radikale inhalte zunehmend unter dem deckmantel scheinliberaler selbstetikettierungen kommuniziert werden. es ist unter den neuen rechtsideologen zur mode geworden, radikale und rückwärtige ideen in fortschrittlich-demokratische kategorien wie die des liberalismus oder eines aufgesetzten philosemitismus und proamerikanismus, aber auch des rationalismus und der 'wissenschaftlichkeit' zu kleiden.
    es läge also am ehesten bei der bürgerlichen rechten selbst, sich vom radikalen spektrum und seinen ideologemen abzusetzen und so die unterscheidung zw. demokratischen und extremistischen positionen zu erleichtern.

  5. Zumindest ist in dem Artikel (indirekt) die Information enthalten, dass die NPD für das Datum nichts kann. Der Parteitag hätte schon lange abgehalten werden sollen, was jedoch unter etwas zweifelhaften Umständen verhindert wurde.

    Ich bin weder Verfassungsrechtsexperte noch kenne ich die genaue Struktur der NPD. Doch sicher ist, dass diese Partei eben (noch) nicht verboten worden ist. Solange muss man sie auch als rechtmäßige Partei betrachten. Es kann nicht die Lösung sein, durch Tricks die Arbeit der Partei zu verhindern. Hierfür stehen in unserer Demokratie genügend Mittel der inhaltlichen Auseinandersetzung zur Verfügung.

    3 Leserempfehlungen
  6. Eine seit fast 50 Jahren bestehende, ziemlich erfolglose politische Partei führt satzungsgemäß ihren Parteitag durch. Da muß sich jeder aufrechte BRD-Demokrat doch wehren.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, fz
  • Schlagworte NPD | Adolf Hitler | Parteitag | Polizei | Protest | Twitter
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