StraßenbauarbeitenNPD sagt Bundesparteitag wegen Bauarbeiten ab

Behörden in Coburg haben den NPD-Parteitag verhindert. Auf der Zufahrt zum Veranstaltungsort setzte der Landrat Bauarbeiten an, den Rechtsextremen blieb nur die Absage.

Die rechtsextreme NPD muss ihren für dieses Wochenende geplanten Bundesparteitag in Lautertal (Landkreis Coburg) verschieben. Grund sind Straßenbauarbeiten auf der Zufahrtsstraße zu einem privaten Grundstück, auf dem die Partei tagen wollte. Ein Sprecher des Landratsamtes sagte, die Zufahrt zum Veranstaltungsgrundstück sei durch die Arbeiten "erschwert beziehungsweise gänzlich unmöglich".

Landrat Michael Busch (SPD) hatte zuvor eine Verschiebung der Arbeiten abgelehnt. Er sehe keine Veranlassung, umzuplanen. Als auch das Verwaltungsgericht Bayreuth am gestrigen Mittwoch den Antrag der NPD ablehnte, die Arbeiten zu stoppen, war die Absage unausweichlich.

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Die NPD hatte rund 400 Teilnehmer zu dem Treffen erwartet. In einer Mitteilung sprach sie von "irrwitziger Behördenwillkür". Ein Nachfolgetermin für den Parteitag stehe noch nicht fest.

Unter dem Motto "Coburg Stadt und Land sind bunt" hatten verschiedene Organisationen zum Widerstand gegen die Rechtsextremisten aufgerufen.

 
Leser-Kommentare
  1. http://www.gruene-jugend....

    ... die "Grüne Jugend" wird halt irgendwann groß,
    beim Marsch durch ihre Institutionen..

    Eine Leser-Empfehlung
  2. 10. ......

    ein nazi-verein darf sein bierzelt nicht aufschlagen. ein bisschen sylt wird weggespült. 'besorgte bürger' sind sprachlos.
    who cares.. es gibt wichtigeres.

    Antwort auf "Wie bitte?"
  3. http://www.spiegel.de/pol...

    Hört sich nach dem Ruf um Opferrolle an. So wichtig braucht sich die NPD auch nicht zu nehmen als das man extra wegen ihr eine Baustelle aufstellt...

    Eine Leser-Empfehlung
  4. Wenn die Bauarbeiten seit längerem geplant waren, warum ist deren Ausführung jetzt auf einmal löblicher Kampf gegen Rechts des Landrates.
    Da muss man sich schon entscheiden.
    Entweder der Landrat hat gekämpft oder es war ein meinetwegen glücklicher Zufall. Beides gleichzeitig geht kaum.

    6 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Willkür?"
    • porph
    • 04.04.2013 um 9:30 Uhr

    Sehr guter Beitrag! Besonders schön die perfekte Anwendung von Hanlon's Rasiermesser im letzten Absatz (“Never attribute to malice that which can be adequately explained by stupidity").

    Davon abgesehen auch Danke an die Kommentatoren #1-3. Auch wenn von Willkür nicht ausgegangen werden kann (siehe #4), finde ich es dennoch schön, geradezu beruhigend, dass tatsächlich jemand zuerst für die Prinzipien der Demokratie einsteht, auch bei einer normalerweise sehr emotions- und hassgeladenen Debatte. Solange es kritische und rationale Menschen in genügender Zahl gibt, wird so etwas wie die NPD niemals eine realistische Chance in Deutschland haben.

    Schönes Zitat von Evelyn Beatrice Hall zu diesem Prinzip: "I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it"

    In diesem Sinne...

    2 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Willkür?"
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    >>Solange es kritische und rationale Menschen in genügender Zahl gibt..<<

    ein viel schöneres zitat vom hauptvertreter des kritisch-rationalen denkens: "im namen der toleranz sollten wir (..) das recht beanspruchen, die intoleranz nicht zu tolerieren."

    Genau genommen geht das Zitat ursprünglich auf Voltaire zurück.

    >>Solange es kritische und rationale Menschen in genügender Zahl gibt..<<

    ein viel schöneres zitat vom hauptvertreter des kritisch-rationalen denkens: "im namen der toleranz sollten wir (..) das recht beanspruchen, die intoleranz nicht zu tolerieren."

    Genau genommen geht das Zitat ursprünglich auf Voltaire zurück.

  5. http://www.infranken.de/r...
    http://bit.ly/YUmm6e

    @#7 ...;-)... das in etwa war mein Gedanke auch.

    Antwort auf "Nicht zu beurteilen"
  6. Sollte öfter passieren!! [...]

    Super Aktion der Behörden!!

    Mfg

    K-F

    Gekürzt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

    Eine Leser-Empfehlung
  7. 16. .....

    >>Solange es kritische und rationale Menschen in genügender Zahl gibt..<<

    ein viel schöneres zitat vom hauptvertreter des kritisch-rationalen denkens: "im namen der toleranz sollten wir (..) das recht beanspruchen, die intoleranz nicht zu tolerieren."

    5 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    > "im namen der toleranz sollten wir (..) das
    > recht beanspruchen, die intoleranz nicht zu tolerieren."

    Schönes Zitat! Wenn Neonazis (die diese Demokratie bei der ersten Gelegenheit abschaffen würden, wenn sie wie 1933 die Gelegenheit dazu bekämen) demokratische Rechte und Institutionen zur Verbreitung ihrer im Kern antidemokratischen Hetze mißbrauchen dürfen, sollte es nur recht und billig sein alle legalen Mittel auszuschöpfen, ihnen das so schwer wie möglich zu machen.

    Von daher würde ich eine Baustelle, die man den Braunen quasi vor die Tür setzt, als erfindungsreiche Variante legitimen Widerstands gegen Intoleranz durchaus begrüßen. Falls das also wirklich als Aktion gegen die Nazis so geplant war (was ja nicht zu beweisen ist): Brilliante Idee!

    den kann jeder für sich beanspruchen. Mir hat den ein Raucher in einer Diskussion an den Kopf geworfen, Er meinte meine Intoleranz gegen das vollgequalmt Werden...
    Der Satz unter der Überschrift suggeriert, dass die Bauarbeiten offiziell getätigt wurden, um den Parteitag zu verhindern. Wenn das so ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass das mit den geltenden Gesetzen in Übereinstimmung zu bringen ist. Wenn nicht, dann hat sich die NPD wieder einmal blöd angestellt. Wäre ja auch nichts Neues.

    • illyst
    • 04.04.2013 um 10:42 Uhr

    "Wenn ich einen Mörder umbringe, bin ich dann kein Mörder?"
    Zitat von mir.

    Wenn ich so etwas höre wie keine Tolleranz der Intolleranz sehe ich nur das auch heute noch ein drittes Reich möglich ist und wir genau garnichts aus der Vergangenheit gelernt haben.
    Ihr bringt teilweise genau den selben Hass anderen gegenüber auf der damals zu diesen Gräueltaten verhalf.

    Ihr wollt besser sein als das faschistische Gedankengut? Na dann verhaltet euch auch so, sonst seid ihr es nicht, völlig gleich ob ihr das richtige Ansinnen habt.

    > "im namen der toleranz sollten wir (..) das
    > recht beanspruchen, die intoleranz nicht zu tolerieren."

    Schönes Zitat! Wenn Neonazis (die diese Demokratie bei der ersten Gelegenheit abschaffen würden, wenn sie wie 1933 die Gelegenheit dazu bekämen) demokratische Rechte und Institutionen zur Verbreitung ihrer im Kern antidemokratischen Hetze mißbrauchen dürfen, sollte es nur recht und billig sein alle legalen Mittel auszuschöpfen, ihnen das so schwer wie möglich zu machen.

    Von daher würde ich eine Baustelle, die man den Braunen quasi vor die Tür setzt, als erfindungsreiche Variante legitimen Widerstands gegen Intoleranz durchaus begrüßen. Falls das also wirklich als Aktion gegen die Nazis so geplant war (was ja nicht zu beweisen ist): Brilliante Idee!

    den kann jeder für sich beanspruchen. Mir hat den ein Raucher in einer Diskussion an den Kopf geworfen, Er meinte meine Intoleranz gegen das vollgequalmt Werden...
    Der Satz unter der Überschrift suggeriert, dass die Bauarbeiten offiziell getätigt wurden, um den Parteitag zu verhindern. Wenn das so ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass das mit den geltenden Gesetzen in Übereinstimmung zu bringen ist. Wenn nicht, dann hat sich die NPD wieder einmal blöd angestellt. Wäre ja auch nichts Neues.

    • illyst
    • 04.04.2013 um 10:42 Uhr

    "Wenn ich einen Mörder umbringe, bin ich dann kein Mörder?"
    Zitat von mir.

    Wenn ich so etwas höre wie keine Tolleranz der Intolleranz sehe ich nur das auch heute noch ein drittes Reich möglich ist und wir genau garnichts aus der Vergangenheit gelernt haben.
    Ihr bringt teilweise genau den selben Hass anderen gegenüber auf der damals zu diesen Gräueltaten verhalf.

    Ihr wollt besser sein als das faschistische Gedankengut? Na dann verhaltet euch auch so, sonst seid ihr es nicht, völlig gleich ob ihr das richtige Ansinnen habt.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, cb, ff
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  • Schlagworte NPD | Rechtsradikalismus
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