EinheitswährungLafontaine auf rechten Euro-Abwegen

Der Ex-Linken-Chef möchte die D-Mark wiederhaben. Lafontaine unterstützt damit die Position der AfD. Nicht sein erster populistischer Sündenfall, kommentiert L. Greven. von 

Oskar Lafontaine war einmal Vorsitzender einer großen pro-europäischen Partei, der SPD. Als Vorsitzender der Linkspartei setzte er sich ebenfalls für ein besseres, gerechtes Europa ein. Nun will er nicht wieder Linken-Chef werden. Und er möchte offenbar auch nicht mehr ein solidarisches Europa, jedenfalls nicht eins mit einer gemeinsamen Währung. Stattdessen fordert er wie seine Lebensgefährtin Sahra Wagenknecht und wie die neugegründete Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland die D-Mark zurück, als Zweitwährung neben dem Euro.

Lafontaine ist klug genug zu wissen, dass das nicht geht. Ein Land kann nicht zwei Währungen haben. Genauso wenig ist es möglich, in Europa eine gemeinsame, parallele Währung zu haben und gleichzeitig, wie er vorschlägt, das frühere Europäische Wechselkurssystem (EWS) wieder einzuführen, mit Auf- und Abwertungen der einzelnen Währungen. Beides zugleich funktioniert nicht, das sollte der Exbundesfinanzminister und selbsterklärte Weltökonom eigentlich begreifen.

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Aber darum geht es ihm gar nicht. Lafontaine, schon immer ein begnadeter Volksverdummer, fischt wieder einmal Stimmen heischend im rechten Fahrwasser. Er weiß, dass der Euro bis heute in Deutschland nicht sonderlich populär ist und dass immer mehr Deutsche durch die Euro-Krise das Gefühl haben, mit ihrem "guten" Geld für eine falsche Wirtschafts- und Finanzpolitik in den Krisenstaaten des Südens zu zahlen. Solche Ressentiments bedient der Saarländer gerne, wie schon oft in seiner äußerst wechselvollen politischen Laufbahn. So wie er vor Jahren im Nazi-Jargon von "Fremdarbeitern" sprach und dafür Beifall von Rechtsaußen bekam, und so wie er auch sonst nicht selten plötzlich Positionen vertritt, die er kurz zuvor noch verdammt hatte, wenn es ihm nur Zustimmung einbringt.

Natürlich übernimmt Lafontaine auch diesmal nicht einfach die Parolen der AfD. Deshalb betont er, dass er als "überzeugter Europäer" lange Zeit den Euro befürwortet habe. Da es aber, anders als von ihm erhofft, "leider" nicht gelungen sei, die Wirtschafts- und vor allem die Lohnpolitik im Euroraum zu koordinieren, müsste man eben jetzt zum Wechselkurssystem zurück. Im Effekt befördert Lafontaine damit jedoch das politische Geschäft national-populistischer Parteien, die nicht nur in Deutschland Stimmung gegen die Gemeinschaftswährung und gegen Europa machen. (Und er unterschlägt nebenbei, dass er als Finanzminister ja für eine abgestimmte Wirtschaftspolitik hätte kämpfen können, wenn er nicht 1999 aus dem Amt geflüchtet wäre.)

Wie wenig seine Forderung mit linken Positionen zu tun hat, zeigt sich schon an der Begründung. Während die Linkspartei ansonsten Lohndumping infolge der Euro-Rettungspolitik in den Krisenländern beklagt und die Banken für die Eurokrise verantwortlich macht, kritisiert Lafontaine in bester Merkel'scher Manier, dass die Löhne und Ausgaben in Südeuropa zu stark gewachsen seien. Abwertungen von Lira, Drachme oder Peseta, wie sie im EWS früher möglich waren, würden solche Fehlentwicklungen in der Tat abbauen und Länder international wieder konkurrenzfähig machen. Allerdings zulasten der Beschäftigten. Denn ihre Löhne würden dadurch real gesenkt. Verwunderlich ist bei einer solchen Haltung des Ex-Linken-Anführers eigentlich nur, dass seine Partei dann im Bundestag gegen alle Rettungspakete und die Sanierungspolitik der Bundesregierung gestimmt hat.

Aber wahrscheinlich vertritt Lafontaine auch gar nicht mehr die Position der Linken, weshalb manche dort froh sind, dass der Saarländer nicht mehr an deren Spitze zurück möchte. Besser wäre der doppelte Exparteichef heute wohl bei der AfD aufgehoben. Einen gesinnungslosen Stimmenfänger, der ohne Rücksicht auf Verluste und seine Glaubwürdigkeit seine Ansichten wechselt wie andere ihr Hemd, könnte die neue Partei als Spitzenkandidat gut gebrauchen.

 

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Leserkommentare
  1. eher ja wohl aber ein ökonomische Entscheidung, die monetär Sinn ergeben sollte. Nimmt man also eine kritische Haltung dieser Währung ggü. ein, wieso ist man dann augenblicklich "rechts", selbst wenn man eigentlich links ist?
    Der Versuch der Medien jedes Euro-kritische Denken als "rechts" zu brandmarken, hat schon etwas sehr Polemisches.
    Ökonomische Theorie ist weder links noch rechts.

    130 Leserempfehlungen
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    Planwirtschaft mal außen vor gelassen. ;)

    Politiker und Medien (-vertreter) werden durch ihre diffamierenden Äußerungen und ihren unsachlichen Umgang mit skeptischen Leuten viele Menschen in Deutschland in die innere Kündigung gegenüber dem Staat treiben. Sind wir wirklich noch der Grundgesetzstaat?

    ... selbst zu erhöhen, als etwas Besseres im Vergleich mit Anderen zu sehen und für sich selbst Vorteile auf Kosten anderer Menschen einzufordern.

    Das ist genau das, was die DM-Aktivisten wollen: Andere Währungen abwerten, die dann billige Arbeit und billigen Produkte im Ausland mit eine "starken / besseren" deutschen Währung einkaufen. Und sich damit noch stärker bereichern als bisher.

    Oder glaubt hier irgendwer ernsthaft, dass die Leute von der AfD anderes im Sinn haben? Glaubt hier IRGENDJEMAND, dass die AfD mit einer Rückkehr zur DM den Hartz IV – Empfängern und Arbeitern ein besseres Leben ermöglichen will?

    Und wenn Lafontaine diesen Kurs - aus welchem Grund auch immer - unterstützt, dann darf man (ihm) das auch sagen: dann ist er genauso "rechts", wie alle anderen, die Deutschland aus monetären Überlegungen vom Rest Europas trennen wollen.

    Doppelposting. Die Redaktion/ls

  2. Planwirtschaft mal außen vor gelassen. ;)

    4 Leserempfehlungen
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    Meines Erachtens ist nicht einmal die Planwirtschaft ein "Kommunistisches Privileg".
    Im Dritten Reich gab es auch Planwirtschaft.

    • Chali
    • 30. April 2013 16:22 Uhr

    wer hätte das nun gedacht ...

    Eine Leserempfehlung
    • anyweb
    • 30. April 2013 16:24 Uhr

    'Lafontaine, schon immer ein begnadeter Volksverdummer, fischt wieder einmal Stimmen heischend im rechten Fahrwasser.'

    Dieser Satz sagt mehr über Sie als über Herrn Lafontaine aus....

    194 Leserempfehlungen
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    Ein Leserkommentar solchen Inhalts hätte die Moderation ruckzuck gelöscht. Und das mit recht.

    • Oakham
    • 30. April 2013 16:54 Uhr

    die Zeit gibt hier ihren Volontären die Chance, sich so richtig auszumehren.

    Als Beitrag eines Leser wäre diese Äußerung weg zensuriert worden.

    Als Mainstream Schreiberling nehme man die Begriffe "rechts", "populistisch" und "anti-europäisch" und schon ist der Text fein gewürzt und gut bekömmlich für den unbedarften Leser. Einfach lecker!

    Gut, dass es auch Menschen gibt, die noch kritisch denken können und sich nicht durch die breit medial ausgetretene Wirtschaftsideologie blenden lassen. Die Zeit hat es offensichtlich nötig sich auf dieses Niveau herab zu begeben.

    Dass die derzeit europaweit verbreitete Sparpolitik mächtig in die Hose gehen wird, ist nicht eine Frage des "Ob", sondern nur des "Wann". Wenn man einem hoch arbeitsteiligen System das Geld entzieht, und das passiert gerade in Südeuropa, dann ist es nur eine Frage der Zeit, wann es kollabiert.
    Auch einem Organismus, dem man unentwegt Blut abzapft, schlafen zuerst die Füße ein, bevor er ganz zusammenbricht.

    Die sonnenstrahlenschaufelnden Schildbürger sind geradezu Intelligenzbestien im Vergleich zu unserer Mainstream-Wirtschaftselite.

    Danke Herr Greven, Sie haben einen tollen Beitrag geschrieben. Lecker!

    Entfernt, bitte verzichten Sie auf haltlose Unterstellungen und verfassen sachliche Kritik. Danke, die Redaktion/se

    • hladik
    • 30. April 2013 17:49 Uhr

    Nicht wahr?

    Allein dieser Satz:

    "Einen gesinnungslosen Stimmenfänger, der ohne Rücksicht auf Verluste und seine Glaubwürdigkeit seine Ansichten wechselt wie andere ihr Hemd... "

    Moment, was macht/ist denn bitte unsere Kanzlerin? Warum stellt man die nicht auch mal so dar? Oder darf über die nicht geschimpft werden? Ach ja, falsches Medium.

    ...dieser Artikel. Vorallem für Herrn Greven persönlich, aber auch für dieses einst so stolze Medium namens ZEIT.

    Es wird evtl. noch einige Jahre dauern, aber ich prophezeie, dass die ZEIT, und mit ihr viele andere deutsche Leitmedien, dereinst sich bei ihren Lesern für ihre Berichterstattung im Rahmen der Eurokrise förmlich entschuldigen werden. Etwa so wie es die New York Times und die Washington Post, wegen ihrer Berichterstattung im Vorlauf des Irakkriegs, tun mussten:
    http://www.nytimes.com/20...
    http://www.washingtonpost...

    Das sollten doch eigentlich zwei abschreckende Beispiele sein, oder? Ihr verspielt Glaubwürdigkeit, wenn ihr so weiter macht. Massenhaft.

    Selbst ein "Kommentar" in einem renommierten Medium sollte sich noch an gewisse Regeln halten.

    [...] Gegen den Euro zu sein ist dabei - angesichts der katastrophalen Situation in Europa - mehr als nur legitim.

    Ich reihe Herrn Greven nahtlos ein in die Reihe der Schreiberlinge, die hier versuchen, ihre mediale Macht zu missbrauchen.

    Herrn Lafontaine würde ich aus diesem Grund hundertmal eher vertrauen wie Herrn Greven, bei seiner Person stelle ich mir ernsthaft die Frage für welche Organisation er wirklich steht.

    Jedenfalls aus meiner Sicht zumindest nicht auf der Seite des deutschen Bürgers.

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf eine sachliche Wortwahl. Danke, die Redaktion/jk

    ...ins Schwarze.

  3. welcher mann bei der afd hat denn seine meinung gewechselt wie ein hemd?
    hat nicht eher die politik von no bail-out zum gegenteil gewechselt?-

    der aufwertungsschock bei einem nordeuro wäre zu erwarten-
    aber- eine währung weich zu machen ist einfacher,als sie stabil zu halten.-

    wir könnten und verschulden- gewaltige entwicklungsprogramme starten in vielen technologieen.- vielleicht in der farma-i den anschluss zurückgwinnen-
    exoskelette für alte leute entwickeln uswusuwsusw

    im übrigen wird die verschuldung durch pension und rente oft übersehen-
    wir sind dramatischer verschuldet als die usa- die hat nämlich öl und gas.

    16 Leserempfehlungen
    • sepp01
    • 30. April 2013 16:29 Uhr

    "Ein Land kann nicht zwei Währungen haben. " Was für ein ökonomischer Unsinn - natürlich kann es das!
    Sämtliche Kritik am herrschenden Geldsystem und vernünftige Vorschläge, wie man den Karren vielleicht wieder aus dem Dreck ziehen könnte, werden mit der "rechts"-Keule niedergemacht. Genauso wie man es mit allen gemacht hat, die sich vor mehr als 10 Jahren öffentlich kritisch zum Euro geäußert haben.

    112 Leserempfehlungen
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    wollte man übrigens genau so ein System etablieren, um das Quasi-Monopol der D-Mark im Zuge der Währungsschlange zu unterminieren.
    Eine Währung für den Binnenhandel und eine transnationale Währung zur Verrechnung von bilateralem Warenverkehr.

    Ein einfaches praktisches Beispiel bietet die Schweiz, inmitten der Eurozone.

    CHF als lokale Währung. EUR ziemlich überall auch akzeptiert (nur Banknoten; Wechselgeld meist nur in CHF).

    Funktioniert.

    • pinero
    • 01. Mai 2013 1:30 Uhr

    .....können natürlich funktionieren, aber für den Großteil der Menschen wäre das verheerend. Das einzige Land, das offiziell zwei parallele Währungen besitzt, ist Kuba (den Peso und den an den Dollar gekoppelten Peso Convertible). Vielleicht sollte sich Herr Lafontaine einmal anschauen, zu welch drastischer sozialer Ungleichheit dies dort führt. Genau das würde in jedem anderen Land auch passieren, das ein solches Währungssystem einführt. Der Großteil der Bevölkerung, der nicht durch Tourismus, internationalen Handel etc. Zugang zur "harten Währung" hat, hätte mit einem Schlag auch keinen Zugang mehr zu Waren, die nicht im Land selbst produziert werden. Und selbst der Zugang zu im Land produzierten Waren würde sehr eingeschränkt.
    Denn der Staat kommt nur an Devisen, wenn (wie in Kuba) exportierenden Unternehmen in der Hand des Staates sind, ihre Deviseneinnahmen an den Staat abliefern und die eigenen Arbeiter in der nationalen Billigwährung auszahlen.
    Mag sein, dass Lafontaine so ein Modell für Griechenland und co vorschwebt. Aber die Verarmung der Massen würde dadurch nicht gebremst, sondern zementiert. Mit linker Politik hat das nichts zu tun.

    ich finde es ja sympathisch, dass sie einige ungerechte zustaende in kuba bemaengeln, aber sie vergleichen da bei kuba vs. eurozone nicht mal mehr aepfel und birnen, sondern aepfel und brueckenpfeiler! kein land in der eurozone haette probleme an harte 'auslaendswaehrung' (bei zwei waehrungen waere das der euro) zu kommen, denn so stark wuerden die wechselkursen nirgendwo einbrechen. fuer die lohnbezieher wuerden importwaren aus 'reicheren' laendern etwas teurer. aber gut so, denn dann fragen sie eher waren aus dem eigenen land oder aus aermeren laendern nach (die sind dann naemlich in eigenwaehrung oder - wenn aus dem 'armen' ausland - relativ guenstiger in euro. und mit dem euro als einzelwaehrung stirbt eben nicht die eu und schon gar nicht europa mit seinen historischen errungenschaften. die auf eu-ebene relevanteste ist der freie warenverkehr und unzaehlige weitere freihandelsabkommen der eu-staaten mit aller welt. ein weiterer kleiner unterschied zu kuba...

    ZEIT: Wie wenig seine Forderung mit linken Positionen zu tun hat, zeigt sich schon an der Begründung. Während die Linkspartei ansonsten Lohndumping infolge der Euro-Rettungspolitik in den Krisenländern beklagt und die Banken für die Eurokrise verantwortlich macht, kritisiert Lafontaine in bester Merkel'scher Manier, dass die Löhne und Ausgaben in Südeuropa zu stark gewachsen seien.

    Lafontaine: "Denn ich ging davon aus, dass es gelingen würde, die Wirtschaftspolitik der Mitgliedsländer zu koordinieren, vor allem die Lohnpolitik. Das ist leider nicht eingetreten. In Südeuropa sind die Löhne und Ausgaben zu stark gewachsen, während in Deutschland ein massives Lohndumping betrieben wurde."

    Lafontaine beklagt das deutsche Lohndumping. [...]

    Keine Lügen, sondern das Interview hier: http://www.saarbruecker-z...

    Gekürzt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

    Ich stimme Ihnen voll zu. Da schreibt so ein ZEIT-Journalist - entgegen der Meinung vieler Experten - "Ein Land kann keine 2 Währungen haben". Punkt. Basta. Keine Begründung, so, als sei das längst ausgemacht und Konsens unter allen Experten, aber es ist ein Glaubensbekenntnis, sonst nichts. Es ist doch wirklich unglaublich, wie hier eine Partei entweder totgeschwiegen oder als "nationalistisch" verunglimpft wird, dabei ist die Absicht dahinter vollkommen transparent, die die etablierten Parteien vor dieser Partei schützen soll. Ein H-W Sinn hat diese Lösung vorgeschlagen, Mr. Dax schlägt sie grad in der WiWo vor, Prof. Lucke und andere VWL-Professoren haben sie vorgeschlagen, aber ein Herr ZEIT-Redakteur sagt: Das ist nicht möglich. Ich bin es wirklich leid, wie die Bürger in diesem Land von den überregionalen Medien manipuliert werden.

  4. Die AfD ist nicht rechts, jedenfalls nicht am "rechten Rand". Das kann ich aus eigener Beobachtung bezeugen. Man nehme als Beispiel den Berliner Landesvorstand mit Frau Goldstein als Sprecherin und Herrn Saleh als weiterem Mitglied - beide mit hervorragenden Wahlergebnissen. Diese wären bei der NPD oder den Republikanern sicher nicht hoffähig.

    Die AfD ist auch nicht "europafeindlich". Es geht ja gerade um die Sorge, dass Europa scheitert, wenn der Euro bleibt. Umgekehrt hat Europa ohne den Euro wunderbar funktioniert.

    Europa ist nicht gleich EU, und EU ist nicht gleich EURO!

    Und das Kernthema - der Euro - ist weder links noch rechts. Es ist ein Sachthema. Es geht um die Frage, welches Währungssystem funktioniert. Der EURO funktioniert nicht. Er spaltet Europa. Er hetzt die Völker gegeneinander auf. Er stürzt den Süden in den Ruin, und den Norden in die Haftung. Der EURO hilft niemandem, er schadet allen.

    Insofern ist die AfD für ein starkes, ein funktionierendes Europa. Und in diese Position ist ganz bestimmt nicht "rechts".

    Es ist bedauerlich, wie eine ehemalige Qualitätszeitung wie die ZEIT versucht, die AfD an den rechten Rand zu rücken. Wie wäre es mit eigenen Recherchen? Schicken Sie doch mal eigene Mitarbeiter als Förderer oder Mitglieder hin, dann sehen Sie es ja.

    84 Leserempfehlungen
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    nach allem was ich gelesen und gesehen habe (der Vorsitzende bei Phoenix letzte Woche) ordne ich die AFD stark neo- und nationalliberal ein. Insbesondere die österreichische Schule wird dort vertreten.
    Positionen, denen ich persönlich überhaupt nichts abgewinnen kann, sehe ich sie doch als krisenverursachend an.

    Dass Mitte-Rechts-Zeitautor Greven die AFD ins rechtsextreme Lager befördern möchte, liegt einfach und alleine daran, dass man sich in der CDU große Sorgen um eine Zersplitterung des Wählerpotentials macht, was insbesondere im Wahljahr dann zu solch unschönen Propaganda-Artikelchen führt.

    Die Konstruktion Lafontaine-AFD-Rechtsradikalismus ist nichts weiter als eine journalistische Entgleisung und Unverschämtheit.
    Man sieht, der Wahlkampf hat begonnen und Greven's Artikel ist einer, der ganz klar unter die Gürtellinie zielt.

    • Atan
    • 30. April 2013 16:36 Uhr

    Artikeln tut man niemandem einen Gefallen. Es ist letztlich ziemlich egal, was die Deutschen, Lafontaine oder die AfD will - der Euro ist keine nationale Währung, und jedes seiner 17 Mitgliedsländer kann ihn idR durch eine einfache Parlamentsentscheidung oder Volksabstimmung wieder aufgeben.
    Oder rufen die Medien hier dann dazu auf die "Verräter" mit der gesamten deutschen Wirtschaftsmacht an die Wand zu drücken?
    In einer Frage, in der Deutschland letztlich nur eine Stimme unter vielen anderen hat, sollte man weniger martialisch argumentieren, denn eigentlich ist die EU bisher immer noch eine freiwillige Union von Nationalstaaten, kein Bundesstaat. Dieses Aufputschen von Stimmungen tut nicht gut, wenn irgendwann wieder ein Staat beschließt, den Euro infrage zu stellen.

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    • Burts
    • 30. April 2013 17:14 Uhr

    Ja Sie haben recht, eine Union ist oder sollte ein freiwilliges Bündniss sein ein Art Ehe die bevor man sich zerfleischt wieder geschieden werden kann, aber genau an dieser Frage haben sich z. B. die USA vor etwa 150 Jahren ihren Bürgekrieg eingehandelt. Es sollte uns eine Wahrnung sein wenn alle in etwas gezwungen werde was sie villeicht garnichtmehr so wie es ist wollen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Oskar Lafontaine | Bundesregierung | Oskar Lafontaine | SPD | Die Linke | Wirtschaftspolitik
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