LohnfortzahlungSPD will Lohn bei Krankheit zwölf Wochen weiterzahlen

Die SPD will den Arbeitsschutz anpassen: Wer krank ist, soll zwölf statt sechs Wochen Lohnfortzahlung bekommen. Außerdem will sie ein "Anti-Stress-Gesetz".

Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall soll nach dem Willen der SPD in bestimmten Fällen ausgedehnt werden. Sollte der Arbeitgeber kein funktionierendes Eingliederungsmanagement für Mitarbeiter nach einer Krankheit anbieten, müsse die Lohnfortzahlung von sechs Wochen auf zwölf Wochen verdoppelt werden, sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Anette Kramme, der Rheinischen Post.

"Der psychische Druck am Arbeitsplatz hat in den letzten Jahren stetig zugenommen, die Regelungen zum Arbeitsschutz haben sich dem nicht angepasst", begründete Kramme die Pläne. Außerdem schlägt die SPD-Politikerin vor, externe Gesundheitsberater in die Unternehmen zu schicken, die die Arbeitsbedingungen überprüfen. Sie sollten "alle zwei oder drei Jahre" in den Betrieben die Bedingungen überprüfen und mit den Mitarbeitern "ungezwungen über Verbesserungen sprechen".

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Überdies werde die SPD bei einem Wahlsieg eine "Anti-Stress-Verordnung" umsetzen, die den Arbeitgeber dazu verpflichtet, die möglichen psychischen Gefährdungen am Arbeitsplatz darzustellen und Hilfen anzubieten.

 
Leser-Kommentare
  1. "Kostenlose Hifsangebote reichen doch. Aber dann müssten Staat und Krankenkassen bezahlen. So muss der Arbeitgeber bezahlen, der diese Kosten auf die Preise umglegen wird. Der Bürger zahlst also wieder selber."

    Also wenn Staat und Krankenkasse für die Fehler eines Unternehmens (schließlich hat der seinen Mitarbeiter falsch behandelt) zahlt, dann Zahlt nicht der Bürger sondern ? -> Der Staat, das ist ja was anderes als der Bürger.

    Wenn ein Unternehmen einen Wirtschaftsvorteil dadurch erringt, dass diese die Mitarbeiter schlecht behandeln, so sollte dies Korrigiert werden und die Zusatzkosten selbstverständlich auf das Produkt draufgeschlagen.

    Jüngstes Beispiel ist doch Amazon.

    Antwort auf "Ausgaben sparen"
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    • TDU
    • 04.04.2013 um 13:52 Uhr

    Mit dem Einwand habe ich gerechnet. Der zieht aber nicht. Stress gibst immer egal wie die Arbeitsbedingungen letzlich sind.

    Amazon ist kein Fall für Gespräche mit den Mitarbeitern, sondern für Gewerkschaften und allgemeine Politik. Es werden hier Zeichen gesetzt und mit der "Katatstrophe" (Energiewende) einträgliche Politik gemacht, statt die Rahmenbedingungen allgemein anzugehen. Nur mit den Konzernen will man sich nicht anlegen.

    Die Ergebnisse sind auch nicht kontrollierbar, sondern können nach Gusto oder Wahlzielgruppen ausgelegt werden.

    Zit.: "Wenn ein Unternehmen einen Wirtschaftsvorteil dadurch erringt, dass diese die Mitarbeiter schlecht behandeln, so sollte dies Korrigiert werden und die Zusatzkosten selbstverständlich auf das Produkt draufgeschlagen."

    Wie das kontrollieren und wo sind die Grenzen?. Die Tendenz zu Eingriffen wird eh immer stärker zu Lasten des Mittelstandes und zu Gunsten der Konzerne und damit Monopolen.

    • TDU
    • 04.04.2013 um 13:52 Uhr

    Mit dem Einwand habe ich gerechnet. Der zieht aber nicht. Stress gibst immer egal wie die Arbeitsbedingungen letzlich sind.

    Amazon ist kein Fall für Gespräche mit den Mitarbeitern, sondern für Gewerkschaften und allgemeine Politik. Es werden hier Zeichen gesetzt und mit der "Katatstrophe" (Energiewende) einträgliche Politik gemacht, statt die Rahmenbedingungen allgemein anzugehen. Nur mit den Konzernen will man sich nicht anlegen.

    Die Ergebnisse sind auch nicht kontrollierbar, sondern können nach Gusto oder Wahlzielgruppen ausgelegt werden.

    Zit.: "Wenn ein Unternehmen einen Wirtschaftsvorteil dadurch erringt, dass diese die Mitarbeiter schlecht behandeln, so sollte dies Korrigiert werden und die Zusatzkosten selbstverständlich auf das Produkt draufgeschlagen."

    Wie das kontrollieren und wo sind die Grenzen?. Die Tendenz zu Eingriffen wird eh immer stärker zu Lasten des Mittelstandes und zu Gunsten der Konzerne und damit Monopolen.

  2. Genau wie die anderen etblierten Partien auch.

    Der Markt, die heilige Kuh der Neuzeit, kann alles besser regeln als der Staat.
    Sagt man, predigt man geradzu bei der FDP.

    Warum hat man dann den Arbeitsmarkt durch die Hartz-GEsetze ausgehebelt?
    Konnte man früher noch verhandeln und seinen Marktwert auf dem Arbeitsmarkt testen und auch bekommen, dann sind heute mehr als 18.000 Leiharbeitsfirmen, als Helfer der Arbeitsagenturen, diejenigen, die Dir einen Preis sagen und den Du annehmen mußt. Sonst drohen Dir Sanktionen durch die Arbeitsagenturen. Kein Markt! Der Staat als Verwalter der Arbetislosenvericherungsbeiträge, kürzt sofort, wenn man nicht unter Ert arbeiten will.
    Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind nicht mehr gleichberechtigte Beteiligte auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitgeber wissen, daß das Damoklesschwert der Bestrafung über dem Arbeitssuchenden hängt.

    Nein, Marktwirtschaft oder gar soziale Marktwirtschaft sieht anders aus.
    Solange die Schröderdoktrien nicht zurückgenommen werden ist die SPD nichts weiter als eine wirtschaftsnahe Interessenvertretung und unterscheidet sich nicht von CDU oder FDP oder den Grünen (die mitgemacht haben).
    Wahlkampflügen sind schnell durchschaubar.

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    Ihre Argumentation ist widersprüchlich. Wenn Sie schon *Ihren Marktwert* frei aushandeln wollen, sollten Sie das ohne den Rückhalt von Arbeitslosengeld betrachten, auch das verzerrt den *Markt*.

    Ihre Argumentation ist widersprüchlich. Wenn Sie schon *Ihren Marktwert* frei aushandeln wollen, sollten Sie das ohne den Rückhalt von Arbeitslosengeld betrachten, auch das verzerrt den *Markt*.

  3. Es gab Zeiten, da habe ich die 60 Stunden locker an 4 Tagen zusammengebracht, da war ich um die 30.

    Mit einem Ziel vor Augen relativiert sich der Stress.

    Dort liegt das Problem.

    Als ich dann feststellen musste, dass sich die Erwartungen nicht erfüllten, habe ich mir gesagt, das steckst Du lieber in eine eigene Aktivität.

    Stress wurde nicht weniger, aber tragbar, da ein Ziel vor Augen...

    Antwort auf "Ich wette, dass ..."
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    'Tschuldigung, aber was ist nun Ihr rat? Sich einfach nicht so haben? Sich damit abfinden, dann wird es besser? Und das beste, wenn ich es schaffe, dann muss es jeder schaffen können...

    Es gibt unterschiedliche arten von Personen. Ich mag Stress, ich arbeite gerne unter einem gewissen grad von Druck und so wie ich, so wollen das bestimmt auch andere. Dann gibt es welche, die Arbeiten gerne noch mit mehr Druck, am liebsten 2 Jobs gleichzeitig oder 80 Stunden pro Woche, das macht denen nichts aus. Es gibt aber auch Personen, die mit Druck nicht sehr gut umgehen können. Es wäre doch schade, wenn wir für diese Personen einfach nicht beachten.

    Ich halte es für sinnvoller 70 - 80 Studenen zugleich auf 2 Personen zu verteilen, als hintereinander und dabei bei zu "verheizen".

    'Tschuldigung, aber was ist nun Ihr rat? Sich einfach nicht so haben? Sich damit abfinden, dann wird es besser? Und das beste, wenn ich es schaffe, dann muss es jeder schaffen können...

    Es gibt unterschiedliche arten von Personen. Ich mag Stress, ich arbeite gerne unter einem gewissen grad von Druck und so wie ich, so wollen das bestimmt auch andere. Dann gibt es welche, die Arbeiten gerne noch mit mehr Druck, am liebsten 2 Jobs gleichzeitig oder 80 Stunden pro Woche, das macht denen nichts aus. Es gibt aber auch Personen, die mit Druck nicht sehr gut umgehen können. Es wäre doch schade, wenn wir für diese Personen einfach nicht beachten.

    Ich halte es für sinnvoller 70 - 80 Studenen zugleich auf 2 Personen zu verteilen, als hintereinander und dabei bei zu "verheizen".

  4. Viele Jahre kamen die Vertreter der Finanzbehörden, der Gewerbeämter und der Rentenversicherung zu meinem ehemaligen Arbeitgeber. Der bezahlte für 25 Prozent der Arbeiter weder den Mindestlohn noch Lohnfortzahlung im Krankheitfall oder bezahlten Urlaub. Einzig die Hauptzollämter verhängten eine Strafe von 200 €.
    Soll jetzt noch einer kommen, unverbindlich - kameradschaftlich - und fragen wie es so geht? Wo leben die SPD-Oberen eigentlich?

  5. 'Tschuldigung, aber was ist nun Ihr rat? Sich einfach nicht so haben? Sich damit abfinden, dann wird es besser? Und das beste, wenn ich es schaffe, dann muss es jeder schaffen können...

    Es gibt unterschiedliche arten von Personen. Ich mag Stress, ich arbeite gerne unter einem gewissen grad von Druck und so wie ich, so wollen das bestimmt auch andere. Dann gibt es welche, die Arbeiten gerne noch mit mehr Druck, am liebsten 2 Jobs gleichzeitig oder 80 Stunden pro Woche, das macht denen nichts aus. Es gibt aber auch Personen, die mit Druck nicht sehr gut umgehen können. Es wäre doch schade, wenn wir für diese Personen einfach nicht beachten.

    Ich halte es für sinnvoller 70 - 80 Studenen zugleich auf 2 Personen zu verteilen, als hintereinander und dabei bei zu "verheizen".

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    das Hauptproblem. Glaube ich zumindest.

    Das ist der "Sinn" hinter der Aufgabe (Arbeit), die hohen Aufwand fordert.

    Wenn dieser pervertiert wird, evtl. im Sinne von *wenn Du die Arbeit behalten willst, musst Du...* dann wirds ekelhaft und krankmachend.

    Bei mir war der Punkt erreicht, als Chef mich beglückwünschte zum jüngsten Töchterchen mit den Worten ".... und da denke ich, dass gerade deshalb NOCH MEHR ANSTRENGUNGEN NÖTIG SIND!" Er glaubte wohl, jetzt hatte er den Mollison am Sack: Mit 3 Kindern, Frau nur teilzeitbeschäftigt und beschissener Arbeitsmarktlage kannste mit dem machen, was Du willst.... Ich habe dann gekündigt, das und anderes (z. B. kurz vor 19:00 noch eine Dienstberatung für 20:30 angekündigt bekommen) wollte ich mir nicht weiter antun.

    Aber das kann ich ja keineswegs jedem als Rat geben.

    Negativen Stress habe ich in der Selbständigkeit erlebt, als Ende 2008 *nichts mehr ging*, der Lauf der Dinge von mir nicht beeinflussbar war und alle bisherigen Aktivitäten in Frage standen genauso wie meine Ziele...

    Da hilft im wesentlichen Pragmatismus und eine Portion Fatalismus. Und manchmal eine Neudefinition des Zieles.

    Das ist bei jedem anders, je nach Situation. Und deshalb nicht von oben herab zu verordnen.

    das Hauptproblem. Glaube ich zumindest.

    Das ist der "Sinn" hinter der Aufgabe (Arbeit), die hohen Aufwand fordert.

    Wenn dieser pervertiert wird, evtl. im Sinne von *wenn Du die Arbeit behalten willst, musst Du...* dann wirds ekelhaft und krankmachend.

    Bei mir war der Punkt erreicht, als Chef mich beglückwünschte zum jüngsten Töchterchen mit den Worten ".... und da denke ich, dass gerade deshalb NOCH MEHR ANSTRENGUNGEN NÖTIG SIND!" Er glaubte wohl, jetzt hatte er den Mollison am Sack: Mit 3 Kindern, Frau nur teilzeitbeschäftigt und beschissener Arbeitsmarktlage kannste mit dem machen, was Du willst.... Ich habe dann gekündigt, das und anderes (z. B. kurz vor 19:00 noch eine Dienstberatung für 20:30 angekündigt bekommen) wollte ich mir nicht weiter antun.

    Aber das kann ich ja keineswegs jedem als Rat geben.

    Negativen Stress habe ich in der Selbständigkeit erlebt, als Ende 2008 *nichts mehr ging*, der Lauf der Dinge von mir nicht beeinflussbar war und alle bisherigen Aktivitäten in Frage standen genauso wie meine Ziele...

    Da hilft im wesentlichen Pragmatismus und eine Portion Fatalismus. Und manchmal eine Neudefinition des Zieles.

    Das ist bei jedem anders, je nach Situation. Und deshalb nicht von oben herab zu verordnen.

    • TDU
    • 04.04.2013 um 13:52 Uhr

    Mit dem Einwand habe ich gerechnet. Der zieht aber nicht. Stress gibst immer egal wie die Arbeitsbedingungen letzlich sind.

    Amazon ist kein Fall für Gespräche mit den Mitarbeitern, sondern für Gewerkschaften und allgemeine Politik. Es werden hier Zeichen gesetzt und mit der "Katatstrophe" (Energiewende) einträgliche Politik gemacht, statt die Rahmenbedingungen allgemein anzugehen. Nur mit den Konzernen will man sich nicht anlegen.

    Die Ergebnisse sind auch nicht kontrollierbar, sondern können nach Gusto oder Wahlzielgruppen ausgelegt werden.

    Zit.: "Wenn ein Unternehmen einen Wirtschaftsvorteil dadurch erringt, dass diese die Mitarbeiter schlecht behandeln, so sollte dies Korrigiert werden und die Zusatzkosten selbstverständlich auf das Produkt draufgeschlagen."

    Wie das kontrollieren und wo sind die Grenzen?. Die Tendenz zu Eingriffen wird eh immer stärker zu Lasten des Mittelstandes und zu Gunsten der Konzerne und damit Monopolen.

    Antwort auf "Achso..."
  6. Den "psychischen Druck", von dem die Rede ist, hat doch erst die SPD-geführte Schröder-Regierung durch völlige Freigabe der Zeitarbeit verbunden mit Lohndumping, möglich gemacht. Hier wird doch einmal mehr auf die Vergesslichkeit der Menschen gesetzt, wenn vor einer Wahl wieder alles mögliche versprochen wird, von dem man sich Wählerstimmen erhofft.

    Eine Leser-Empfehlung
    • TDU
    • 04.04.2013 um 14:11 Uhr

    Zit: "nicht rein polemisch und quasi den "Untergang des Abendlandes" ausrufen."

    So sollten Sie nicht mit den Kritikern umgehen, weil deren Meinung Ihnen nicht passt. Von Privaten, fände ich wenisgtens gut, ist hier noch gar nicht die Rede. Wenn die SPD den Verdacht der Kostenverlagerung ausräumen will, kann sie doch ihren Vorschlag präzisieren.

    Im übrigen sehe ich seit 10 Jahren nichts, was an der SPD an Eintreten für soziale Marktwirtschaft, die sie auf einmal ausruft, wäre. Beck hatte noch von demokratischen Sozialismus gesprochen.

    Was denn nun? Glauben Sie einem langjährigen SPD Wähler macht das Spass, zu sehen wie die SPD rumeiert, damit sie die Grünen und ihre Klientel nicht verprellt?

    Also argumentieren Sie doch und watschen Sie nicht ab, wie es zur Zeit bezüglich Griechenland, Spanien, Italien und Zypern Mode ist. Sie bringen doch in der Regel sehr fundierte, an der Sache orientierte Kommentare. Es nützt der SPD gar nichts, sie schön zu reden.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, ff
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