UmfrageSchwarz-Gelb mit klarer Mehrheit

Die Regierungskoalition erzielt laut einer Umfrage die besten Werte seit drei Jahren. Die SPD und ihr Kanzlerkandidat dagegen verlieren in der Wählergunst.

Knapp ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl kommt die schwarz-gelbe Regierungskoalition wieder auf eine klare Mehrheit. Mit zusammen 47 Prozent erreichen Union und FDP in einer Forsa-Umfrage den besten Wert seit Ende 2009. Schwarz-Gelb liegt damit vor SPD, Grünen und Linkspartei, die zusammen auf 46 Prozent kommen. Die Meinungsforscher begründen das vor allem mit der Schwäche der SPD und ihres Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück.

Für die Union würden laut Umfrage 41 Prozent der Befragten stimmen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Das ist ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Die FDP legt ebenfalls einen Punkt zu und wäre mit sechs Prozent wieder im Bundestag vertreten. SPD und Grüne verlieren je einen Prozentpunkt. Die SPD fällt auf 23 Prozent, die Grünen kämen auf 14 Prozent. Die Linkspartei gewinnt einen Punkt auf neun Prozent. Die Piratenpartei bleibt bei drei Prozent und würde an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

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"Eine Fortsetzung der Koalition scheint nun möglich", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem Stern. Die Ausgangslage vor der Bundestagswahl am 22. September sei für die Union und Kanzlerin Angela Merkel exzellent. "Hätte die SPD einen charismatischen Kanzlerkandidaten, würde auch bei Merkel manches kritischer gesehen." Doch so genieße Merkel noch immer hohes Ansehen. "Die Leute haben das Gefühl, bei ihr in Krisenzeiten gut aufgehoben zu sein", sagte Güllner. 

Im Gegensatz dazu bezweifeln offenbar viele Bundesbürger, dass Steinbrück als Kanzler geeignet ist. Nur 34 Prozent halten ihn laut einer weiteren Umfrage für vertrauenswürdig, 32 Prozent für sympathisch, und nur 24 Prozent glauben, Steinbrück sei diplomatisch genug. Zudem denken nur 40 Prozent, dass Steinbrück für soziale Gerechtigkeit kämpft – eigentlich das Kernthema der SPD. Zudem denkt nicht einmal jeder Zweite (48 Prozent), dass Steinbrück zur SPD passt.

Könnten sich die Wähler in einer Direktwahl zwischen Steinbrück und Merkel entscheiden, gäben nur 19 Prozent dem Sozialdemokraten ihre Stimme, 57 Prozent würden die Kanzlerin wählen.

Für den Wahltrend befragten die Meinungsforscher von Forsa vom 2. bis 5. April rund 2.000 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger. Zu Steinbrück wurden am 3. und 4. April rund tausend Bürger befragt.


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Leserkommentare
    • Robo T
    • 10. April 2013 10:16 Uhr

    Anders kann man diese Umfragewerte nicht mehr bezeichnen.

    30 Leserempfehlungen
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    Ich kann mir das nur so erklären, dass die "gefühlte" Meinungsführerschaft in der Presse und vor allem in den Foren mit der tatsächlichen Grundgesamtheit der deutschen Wähler nicht übereinstimmt. Das konnte man ja z.B. schon beim Schulvolksentscheid in HH und S21 in BW sehen.

    Und ehrlich: schlecht finde ich das nicht. Merkel ist vielleicht nicht die Idealbesetzung und für meinen Geschmack deutlich zu weichgespült, aber die Alternative würde noch mehr Umverteilung (innerhalb Deutschlands und in der EU) bedeuten und das geht gar nicht. Insofern hoffe ich auch, dass die FDP endlich der Stachel im Fleisch der CDU wird.

    • Kekx
    • 10. April 2013 10:27 Uhr

    Unser Geld wird verzockt und jetzt ist hier von "besten Werten" die Rede: Ist Deutschland verblödet oder sind die Umfragen gefälscht? Eins davon muss der Fall sein.

    Peer Steinbrück ist ein denkbar schlechter Kandidat für die SPD. Das jemand im besten Rentenalter mit Erfahrung und Altersweisheit punktet mag zu Zeiten Adenauers noch funktioniert haben. Heute bezweifeln jedoch die meisten, dass ein Peer Steinbrück die Lebenssituation und Probleme der derzeit Berufstätigen wirklich nachvollziehen kann.

    Sowohl in NRW als auch später als Finanzminister überzeugte er nicht sonderlich. In Anbetracht seiner vormaligen Unterstützung der Agenda 2010 erscheinen seine aktuellen Aussagen zur Finanz- und Sozialpolitik als künstlich aufgesetzte Anbiederungen bzw. schlechte Wahlkampfrhetorik.
    Ein "Klartextredner" Steinbrück scheitert dabei an den selbst gesetzten Erwartungen während eine Kanzlerin Merkel so viele Wendungen durchführen kann dass selbst engste Vertraute Probleme bekommen.

    Mit seiner Kernkompetenz, der Finanzpolitik, kann Steinbrück nicht gegenüber der Kanzlerin punkten - zumal er eben diese bis 2009 mit vertreten hat. "Kavallerie" und ähnlich Äußerungen wirken da eher wie hilflose Versuche sich irgendwie von der CDU abzugrenzen.

    Das Thema soziale Gerechtigkeit ist zwar ein ureigenes SPD Thema - aber nicht das Thema von Peer Steinbrück. Seine Äußerungen hierzu wirken daher irgendwie seltsam aufgesetzt - erlernt.

    Da der Herausforderer insgesamt nicht mit einer wirklichen Alternative überzeugen kann, wählen die Menschen den Teufel, den sie bereits kennen.
    Das ist evtl. Bedauerlich - aber nachvollziehbar.

    Das linke Spektrum hat sich in drei Parteien zerzankt – SPD, die Grünen und die Linken –, von denen letztere bei den wahlentscheidenden Wechselwählern der Mitte als nicht regierungsfähig gilt.

    Wenn die (von den Medien geschürte) Antipathie gegen Steinbrück die Wahlentscheidung enttäuschter SPD-Wähler dominiert und sie den Linken in die Arme treibt, gewinnt Merkel die Wahl. Und wenn Merkel gewinnt, besetzt die F.D.P., die Partei der Steuerhinterzieher, der Intransparenz der Finanzwirtschaft und der Blockierer aller hochnotwendigen Reformen*, wieder die Schlüsselpositionen unter den Ministerien. Ist es das, was der Wähler will?

    Und machen Sie sich keine Illusionen darüber, daß die Liberalen nicht wieder über die 5%-Historiker kommen werden. Bei wichtigen Wahlen finden sich immer genügend CDU-Fanatiker, die der F.D.P. ihre Stimme leihen.

    So haben wir seit Jahren die groteske Situation, daß eine Bevölkerungsmehrheit zwar linke Parteien wählt, die Macht im Staate aber eine Splitterpartei besitzt, die weniger als 5% Stammwähler vorzuweisen hat.

    *Beweis: http://www.dradio.de/dlf/...

    Es sind sehr viele Faktoren die diese Umfragewerte "ermöglichen".
    [...]
    02 ) Die "modernen" Medienwelten die eine Vermischung aus Pferdefleischskandal-Endlagersuche-Superstars... produzieren bzw. publizieren.
    03 ) Ein "unbegreifbarer" SPD-Kanzlerkandidat
    04 ) GRÜNE auf der "ewigen" Suche nach ihrer "verlorenen" Identität.
    05 ) Die "fehlende" Ratio bei der Auswahl der Befragten (siehe u.a. auch Punkt 01 ).
    06 ) Eine "nivht vorhandene" ehrlich, deutliche Aufarbeitung der Eurokriese inkl. ihrer wahren Auslöser - und somit die ständige Verunsicherung von uns Bürgern.
    07 ) Der "nicht vorhandene" Mut der wahren CDU sich mit Frau Merkel auseinanderzusetzen und damit der Öffentlichkeit "Vertrauen" vermitteln.
    08 ) Eine sich "auflösende" Demokratie.
    09 ) Der seit Jahren gezüchtete Egoismus des Einzelnen.
    10 ) Das Austerben der Kunst und Kreativität.
    11 ) ff.

    Gekürzt, da unterstellend. Die Redaktion/ls

    wie ausgerechnet Forsa immer die positivsten Umfrageergebnisse für die Regierungskoalition hat. Nachdem ihr Chef Güllner ein Buch über die grüne Ökodiktatur raus gebracht hat. Wo er politisch steht sollte seit dem ganz klar sein. Er muss ja nicht mal großartig manipulieren. Reicht schon die Umfrage über Festnetztelefone vor 18 Uhr oder im ländlichen Raum durch zu führen.
    Das soll doch nur davon ablenken das die Exporte grade stagnieren und es mit der Regierungsarbeit alles andere als toll läuft.
    Steinbrück ist doch nur das Bauernopfer für die große Einheitspartei Union/FDP/SPD/GRÜNE. Er hat doch schon gesagt das er nicht als Oppositionsfüher zur Verfügung steht. Dann kann man sich nach der Niederlage medial an ihm abarbeiten und krönt die "Kaiserin" für 4 weitere Jahre der Agonie. Meine Hoffnung ist das alle diese genannten Parteien verlieren. Irgendwann kommen wir dann bei 50% Wahlbeteiligung an. Vielleicht können wir uns dann der gesellschaftlichen Realität stellen, dass wir nicht mehr in den 50igern leben und Politik ein dynamischer Prozeß ist bei dem es keine Tabus gibt und der nie abgeschlossen ist. Das System funktioniert nicht mehr. Es ist eine Pseudo-Demokratie deren überleben davon abhängt das ein gutes Drittel oder bald mehr nicht mal den Sinn einer Wahl verstehen und einfach nur noch konsumieren. Nicht mal hochwertig sondern nur Müll.

    ... das kann nächste Woche schon anders sein. Parteien wie die AfD können Rot-Grün durchaus zum Wahlsieg verhelfen (oder auch nicht, wenn sie wider Erwarten ins Parlament kommen).

    • ribera
    • 10. April 2013 17:14 Uhr

    Im Fußball gilt die Regel, dass jede Mannschaft so gut spielt, wie es der Gegner zuläßt.
    Nun spielt die Regierung wahrlich nicht gut, die Opposition aber noch schwächer.
    Merkels Stärke beruht auf der Schwäche der Opposition.
    Mal ehrlich:
    Wer traut beispielsweise einer SPD viel zu, die selbst bei der Wahl eines Wahlkampfslogans Mist baut?
    "Das Wir entscheidet"
    http://www.propartner.net/

    Wer sich schon Slogans bei einer Zeitarbeitsfirma klauen muss......

  1. ... ist mit Berlusconi und Grillo nicht vergleichbar. Überhaupt nicht.

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    Stimmt. Berlusconi ist ein Playboy und Grillo ein Idealist.

  2. ...Situation ist doch von der "SPD" gewünscht worden?

    Mit einem Kandidaten Steinbrück kann man keine Wahl gewinnen, aber sich dafür in der Opposition gemütlich "einrichten" - um hin und wieder ein paar "starke Sprüche" abzusondern, die suggerieren sollen: "ja, wir tun etwas für die Menschen".
    Zum Glück müssen dann auf "starke Worte" keine Taten folgen.

    So ist sie, die "SPD"....

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    mit Mutti kuscheln.

    Únd das Beste ist, dass die SPD - stets hilfsbereit und solidarisch - Frau Merkel sogar den Wahlkampf abnimmt. Sie kann derweil in Ruhe weiter regieren, sich zurücklehnen und kommentarlos zusehen, wie die Genossen auf ihrer Pannen-Tour zu ihrer besten Referenz werden.
    "Das WIR entscheidet"?

    Immerhin kann man sich über mangelnden Unterhaltungswert aktuell nicht beklagen.

  3. uns auf die AfD. Sie bringt alle Prognosen zu Fall.

    27 Leserempfehlungen
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    Höchstens wenn sie meinen, das die Prozente von der FDP gewinnen könnten.

    Ansonsten:
    Wer Schwarz/Gelb verhindern will muss wählen gehen.

    Von den neuen Parteien haben eigentlich nur die freien Wähler Aussichten auf Erfolg, weil die selbst ohne die 5% Hürde zu schaffen, in den Bundestag kommen könnten. Die drei Direktmandate die man dafür braucht, haben sie in Bayern auf alle Fälle.

    www.freiewaehler.eu
    die kommen auch noch, nachdem Sie die Afd aussortiert haben bekommen die Ihren zuspruch den sie verdient haben....

  4. Ich kann mir das nur so erklären, dass die "gefühlte" Meinungsführerschaft in der Presse und vor allem in den Foren mit der tatsächlichen Grundgesamtheit der deutschen Wähler nicht übereinstimmt. Das konnte man ja z.B. schon beim Schulvolksentscheid in HH und S21 in BW sehen.

    Und ehrlich: schlecht finde ich das nicht. Merkel ist vielleicht nicht die Idealbesetzung und für meinen Geschmack deutlich zu weichgespült, aber die Alternative würde noch mehr Umverteilung (innerhalb Deutschlands und in der EU) bedeuten und das geht gar nicht. Insofern hoffe ich auch, dass die FDP endlich der Stachel im Fleisch der CDU wird.

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    • Kekx
    • 10. April 2013 10:34 Uhr

    @Sequester: Jetzt gibt es eine richtige Alternative! Sie müssen sich nie wieder für das kleinere Übel entscheiden: Die Alternative für Deutschland bietet Aussichten für den Ausweg. Selber mitwirken, Miglied werden oder einfach nur wählen - Befreit euch von der Alternativlosigkeit.

    Wieso soll der Wähler nur die Wahl zwischen den zwei Alternativen Merkel oder Steinbrück haben? Wieviel Parteien nehmen seit Jahren an der Bundestagswahl teil? Es gibt genügend andere Alternativen. Es ist an jedem selbst, sich zu informieren. Dort werden zwar auch keine Patentrezepte angeboten, aber bessere als bei den Etablierten finden sich allemal.

    Das Problem ist, dass die anderen Parteien medial einfach nicht stattfinden. Und wenn mal ein Bericht kommt, dann ist er meist abwertend.

    Die ständige mediale Bevorzugung der Etablierten ist undemokratisch und manipulativ. Ergänzt wird das Ganze dann durch entsprechende "repräsentative" Umfragen. Beispiel: Kaum gibts die AfD, kommt eine Umfrage, nach der die Mehrheit der Deutschen für den Euro sei.

    Die Manipulationen sind schon derart augenfällig, glauben die wirklich, dass das keiner mitkriegt? Ich glaube den allen kein Wort mehr!

    [Und ehrlich: schlecht finde ich das nicht. Merkel ist vielleicht nicht die Idealbesetzung und für meinen Geschmack deutlich zu weichgespült, aber die Alternative würde noch mehr Umverteilung (innerhalb Deutschlands und in der EU) bedeuten]

    Haben Sie eigentlich die letzten Jahre geschlaffen? Gerade was Sie anderen vorwerfen, hat die CDU/CSU, gemeinsam mit der FDP und SPD/Grüne vollzogen.

    • Kekx
    • 10. April 2013 10:27 Uhr

    Unser Geld wird verzockt und jetzt ist hier von "besten Werten" die Rede: Ist Deutschland verblödet oder sind die Umfragen gefälscht? Eins davon muss der Fall sein.

    29 Leserempfehlungen
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    Weder, noch!

    Die Frage sollte man anders stellen. Worüber und wie berichten Medien?

    Entfernt, da unsachlich. die Redaktion/ls

  5. So langsam verliere ich meinen Glauben an die Menschheit.

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    ... you've got nothin' to lose ...

    >> So langsam verliere ich meinen Glauben an die Menschheit. <<

    ... besser Ihren Glauben an die Umfragen. Bin schon gespannt, wann Minuswerte für Rot-Grün prognostiziert werden :-)

    • Kekx
    • 10. April 2013 10:34 Uhr

    @Sequester: Jetzt gibt es eine richtige Alternative! Sie müssen sich nie wieder für das kleinere Übel entscheiden: Die Alternative für Deutschland bietet Aussichten für den Ausweg. Selber mitwirken, Miglied werden oder einfach nur wählen - Befreit euch von der Alternativlosigkeit.

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    Antwort auf "Erklärungsversuch"
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    Die AfD ist eine rechtsgerichtete Partei die als einziges Ziel die Abschaffung des Euros hat.
    Es bringt nichts den Sündebock Euro abzuschaffen, dazu gab es ja hier einen guten Artikel, sondern nur den Kapitalismus in seiner jetzigen Form.

    • Kekx
    • 10. April 2013 13:47 Uhr

    Schauen sie sich das Parteiprogramm an: Dort finden sie wesentlich mehr als nur ein Anti-Euro-Programm.
    Es sollen umfangreiche Reformierungen in der Bildungspolitik, in der Arbeitspolitik und der Gesundheitspolitik durchgesetzt werden. Und und und.

    Noch sind es nur Grundsätze, aber am Sonntag findet der 1. Parteitag statt!
    Wir kommen sie auf "rechtsgerichtet"?
    Denken sie noch in so alten Schablonen? Die AfD ist weder rechts noch links, sondern VORN.
    Der Euro in seiner jetzigen Form soll abgeschafft werden, von einer konkreten Rückkehr zur nationalen Währung spricht noch niemand. Dies darf aber nicht als Tabu gelten.
    Artikel gibt es zu allen Ansichten: Schauen sie sich Diskussionen mit Prof. Dr. Lucke an und entscheiden sie selbst. ( Anne Will, hart aber fair...)

    • Berski
    • 10. April 2013 14:30 Uhr

    Sie sollten sich einmal "Unter den Linden" (Phoenix) von dieser Woche anschauen. Zu Gast waren ein recht bekannter Unterstützer der AfD, Hans-Olaf Henkel, und Herr Mißfelder (CDU).

    Dort kam genau das zum Vorschein, was die ganzen AfD-Populisten leider nicht bedenken. Herr Henkel gab offen zu, dass ein Ausstieg Deutschlands aus dem Euro zum einen sehr unwahrscheinlich ist und zum anderen viel größere Opfer fordern würde als alle Rettungs- und Sparmaßnahmen bisher zusammen.

    Und ja, die AfD ist eine reine Ein-Themen-Partei! Und ja, ich habe mir das "Wahlprogramm" dieser Partei durchgelesen. Unterm Strich muss man sagen, dass es viel undifferenzierter nicht geht, soetwas kann sich absolut jeder 15 Min. zusammenreimen - auch wenn sich vieles von den anderen Punkten tatsächlich zunächst vernünftig anhört.

    Mein Problem mit der AfD ist, dass diese Leute einfach mit einer vollkommen unrealistischen und gleichzeitig hochpopulistischen Versprechung bzw. Hoffnung kandidieren (wollen), die lediglich mit den Ängsten der Menschen spielt. Populismus deshalb auch zwangsläufig weil man ohne plumpe Anti-Euro-Parolen erst recht keine Chance hätte. Der ominöse Zulauf zur AfD ist ja nicht gerade intellektuell begründet, sondern kommt durch Menschen, die der "Euro-Krise" absolut überdrüssig sind. Doch die Deutschen sind mehrheitlich ganz klar für den Euro, selbst mit absoluter Mehrheit könnte diese "Alternative" keinen Ausstieg erzwingen, dass MUSS den Leuten klar sein.

    www.freiewaehler.eu

    werden die heutigen Prognosen vergessen machen.... abwarten..... in Bayern schon mit 10,2% Im Landtag

    • Kekx
    • 11. April 2013 18:35 Uhr

    Ich finde es gut, dass die Freien Wähler in Bayern einen solchen Erfolg haben! Für eine Bundestagswahl sind sie mir jedoch nicht wählbar genug.
    Dass viele bis vor kurzem nicht einmal wussten, dass die Freien Wähler Kritik am Euro üben, spricht nicht gerade für eine erfolgreiche Taktik

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, kg
  • Schlagworte Angela Merkel | SPD | FDP | Grüne | Die Linke | Manfred Güllner
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