SPD-Jubiläum

Gegen den Hunger und die CDU

Die Reichtstagswahlen 1912, zwei Jahre vor dem Ersten Weltkrieg, nennt die SPD "Hungerwahlen". Die kaiserliche Regierung hatte Schutzzölle eingeführt, um die deutsche Wirtschaft zu stärken, woraufhin die Lebensmittelpreise gestiegen waren. Viele Arbeiter waren von Hunger bedroht. Auf ihrem Plakat verspricht die SPD "billiges Brot und billiges Fleisch" — und erhält fast 35 Prozent der Stimmen, mehr als je zuvor eine Partei im Reichstag bekommen hatte.

Die Reichtstagswahlen 1912, zwei Jahre vor dem Ersten Weltkrieg, nennt die SPD "Hungerwahlen". Die kaiserliche Regierung hatte Schutzzölle eingeführt, um die deutsche Wirtschaft zu stärken, woraufhin die Lebensmittelpreise gestiegen waren. Viele Arbeiter waren von Hunger bedroht. Auf ihrem Plakat verspricht die SPD "billiges Brot und billiges Fleisch" — und erhält fast 35 Prozent der Stimmen, mehr als je zuvor eine Partei im Reichstag bekommen hatte.  |  © AdsD der Friedrich-Ebert-Stiftung

Am 23. Mai wird die SPD 150 Jahre alt. Beinahe so alt wie die Partei sind ihre Plakate zu Wahlen und Kampagnen. Die Motive der Plakate drehen sich dabei oft um die großen politischen Themen der jeweiligen Zeit. Bei ihnen geht es etwa um die hohen Lebensmittelpreise 1912, die atomare Aufrüstung in den fünfziger Jahren oder die Wiedervereinigung kurz vor der Wende. Später kamen immer neue Stilmittel dazu, zum Beispiel die Ironie eines Klaus Staeck, prestigeträchtige Schlagworte oder unverblümte Negativwerbung.