UmfragewerteGrüne Steuerpläne schrecken Wähler ab

Die Steuerpläne der Grünen drücken doch die Umfragewerte: Im Wahltrend fährt die Partei ihr schlechtestes Ergebnis in diesem Jahr ein. Union und SPD gewinnen Stimmen.

Nach der Debatte über ihre Steuerpläne haben die Grünen an Wählerzustimmung verloren. In einer Umfrage des Forsa-Instituts geben sie einen Punkt ab und liegen jetzt bei 13 Prozent – das ist in diesem Jahr ihr schlechtester Wert in einer Forsa-Erhebung. 

Noch vor zwei Wochen hatten die Grünen in der Wählergunst zugelegt, und das trotz ihrer Pläne, im Falle eines Wahlsiegs die Steuern zu erhöhen. Viele Befragte fanden demnach die von den Grünen geforderte Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 49 Prozent gut.

Anzeige

Die Union ist weiter im Aufwärtstrend, sie verbesserte sich um einen Punkt auf 41 Prozent. Forsa-Chef Manfred Güllner führt das vor allem auf die Popularität von Bundeskanzlerin Angela Merkel zurück: 59 Prozent der Deutschen, und damit auch viele, die nicht dem Unionsmilieu angehörten, würden bei einer Direktwahl für Merkel stimmen, sagte er. 

FDP würde es nicht in den Bundestag schaffen

Die SPD, die in dieser Woche ihr 150-jähriges Bestehen feiert, legte ebenfalls um einen Punkt auf 24 Prozent zu. Ihr Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hatte in den vergangenen Tagen erste Mitglieder seines Kompetenzteams vorgestellt.

Die FDP würde mit vier Prozent den Wiedereinzug in den Bundestag verfehlen. Damit liegt Schwarz-Gelb mit 45 Prozent vor Rot-Grün mit 37 Prozent, könnte aber wegen der Schwäche der FDP keine Regierung bilden. 

Auf die Linke entfallen in der Wahlumfrage acht Prozent. Jeweils drei Prozent der Wähler wollen ihre Stimme der Piratenpartei und der Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland geben. Für den Wahltrend befragte Forsa zwischen dem 13. und dem 17. Mai 2.502 Wahlberechtigte.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. "Nach der Debatte über ihre Steuerpläne haben die Grünen an Wählerzustimmung verloren. [...]
    Noch vor zwei Wochen hatten die Grünen in der Wählergunst zugelegt, und das trotz ihrer Pläne, im Falle eines Wahlsiegs die Steuern zu erhöhen."

    Merkste selber, oder?

    9 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Chali
    • 22. Mai 2013 11:02 Uhr

    --- auf die Ungerechtigkeit aufmerksam gemacht, dass auch die Wohlhabenden mit beitrgen sollten -ihrer Leistungsfähigkeit gemäss.

    Da ist es doch schön, wenn man zeigen kann, dass das ganze gute Geld sinnvoll angelegt wurde. Und dann auch noch steuerfrei!

    Liebe deutsche Presse! Hört endlich damit auf jede Woche wegen minimalen Verschiebungen der Prozentpünktchen irgendwas herein zu interpretieren.
    ES NERVT!!!
    Vielleicht bekommt Ihr damit ja hohe Anclick-Zahlen. Aber man clickt doch nur auf solch einen Artikel. wenn man sich mal wieder ärgern will.
    Also: HÖRT ENDLICH AUF MIT DEM QUATSCH, denn die Aussage ist GLEICH NULL!

    "Noch vor zwei Wochen hatten die Grünen in der Wählergunst zugelegt, und das trotz ihrer Pläne, im Falle eines Wahlsiegs die Steuern zu erhöhen."
    ----------------------------
    Na ja, der ein oder andere hat mittlerweile vielleicht in das Wahprogramm geschaut. Es soll ja tatsächlich welche geben, die die Grünen ihres Programms wegen wählen (bzw. gewählt haben). Unglaublich aber wahr

  2. Vermutlich drückt eher Cohn-Bendit als die Steuerdebatte die Werte.

    9 Leserempfehlungen
  3. Wieso gewinnt die SPD oder die CDU Stimmen?

    Wir sparen zurzeit wie die Weltmeister um diese Krise zu überstehen. Und da kommt ein de Maiziere an und versengt Millarden in den Sand.

    Geht das Sparen jetzt weiter oder können wir Sterblichen irgendwann mal auf Steuererleichterungen hoffen????

    Sicher nicht wenn es noch viele De Maiziere gibt.

    Für mich bleibt eigentlich zur die Erkenntniss:

    "Völlig egal was ich wähle alles derselbe PolitQuatsch!"

    3 Leserempfehlungen
    • b4w3f
    • 22. Mai 2013 10:56 Uhr

    weil CDU Wähler immer wählen gehen. Alle anderen Parteien verlieren einfach ständig aus Frust der Wähler, ich wüsste gerne wie viele der 2500 Befragten sagten, dass sie niemanden Wählen. Das sollte mal mit veröffentlicht werden und dann reale Statistiken erzeugt werden. Dann weiß die Politik auch endlich wo sie steht.

    9 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Schauen Sie mal in das Grundsatzprogramm der
    "Partei der Nichtwähler"
    ...damit WÄHLEN wieder Sinn macht !
    http://www.parteidernicht...
    Weitere Infos.
    http://de.wikipedia.org/w...

  4. extrem radikale Rauchverbot mit eine Ursache für den Abwärtstrend sein.
    Auch bei den Grünen gab es früher Raucher wie mich, die diese Partei seit ihrer Gründung als treue Stammwähler immer gewählt haben, sich aber wegen dieser Rauchverbote mit Grausen von der ehemals antiautoritären Partei, die sich immer mehr zu einer autoritären Verbotspartei entwickelt, abgewandt haben..

    28 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    wäre für mich der einzige Grund in NRW die Grünen zu wählen.

    Doch inzwischen hat sich auch Berlins Rauchverbot bewährt - ohne die GRÜNEN
    http://www.tagesspiegel.d...

    Der rauchende Rest kriegt es mit der "Volksinitiative "Frische Luft für Berlin"" zu tun.
    http://www.tagesspiegel.d...

    Fazit
    Die grau gewordenen GRÜNEN brauchen wir nun wirklich nicht...

  5. Die FDP würde mit vier Prozent den Wiedereinzug in den Bundestag verfehlen. Damit liegt Schwarz-Gelb mit 45 Prozent vor Rot-Grün mit 37 Prozent,...<<

    ...damit liegt Schwarz eben bei 41% in der Umfrage und Feierabend. Denn mit 4 Prozenten gibt es kein Gelb im Bundestag.

    >>...könnte aber wegen der Schwäche der FDP keine Regierung bilden.<<

    Nix Schwäche - Nichtteilnahme an der Regierungsbildung wegen Verfehlung der entsprechenden Prozenthürde.
    Dann könnte Rot-Grün ja mit den Piraten und den Linken koalieren, um eine Regierung zu bilden, wenn Schwarz-Gelb nur 45% kriegt, oder was?

    Seit wann ist es in der deutschen Presse überall üblich geworden, Parteien zusammenzurechnen, als gäbe es keine Prozenthürden?
    Das ist nicht nur grottenfalsch, es ist schlicht manipulative Berichterstattung (oder Übernahme einer solchen von forsa, wie auch immer) und ich wäre der Redaktion sehr dankbar, wenn sie das einfach mal wieder lassen würde.

    19 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Dann könnte Rot-Grün ja mit den Piraten und den Linken koalieren, um eine Regierung zu bilden."
    Mir ist soeben das Lachs-Kaviar Horsd’œuvre im Hals stecken geblieben, danke...

    Zitat: "Seit wann ist es in der deutschen Presse überall üblich geworden, Parteien zusammenzurechnen, als gäbe es keine Prozenthürden?
    Das ist nicht nur grottenfalsch, es ist schlicht manipulative Berichterstattung (oder Übernahme einer solchen von forsa, wie auch immer) und ich wäre der Redaktion sehr dankbar, wenn sie das einfach mal wieder lassen würde."

    Zum wievielten Mal schreibe ich das schon: es geht bei den Umfragen um die "Wählergunst", die kennt keine Prozenthürden. Aus der Wählergunst kann man dann ableiten, ob diese für die jeweilige Partei zum Einzug in den Bundestag reicht.

    Folgerichtig steht auch im Artikel: "Die FDP würde mit vier Prozent den Wiedereinzug in den Bundestag verfehlen. Damit liegt Schwarz-Gelb mit 45 Prozent vor Rot-Grün mit 37 Prozent, könnte aber wegen der Schwäche der FDP keine Regierung bilden."

    Hier findet keine "manipulative" sondern eine korrekte Berichterstattung statt.

    Übrigens ist mir wichtig, zu wissen, wie nahe eine Partei in der Wählergunst an die 5-%-Hürde heranreicht. Umfragen haben immer auch eine Fehlerquote, und bei 4 % Umfragergebnis sind eben mal leicht 3 % oder auch 5 % möglich.

    Da scheinen ja einige völlig aus dem Häuschen zu geraten. Grüne und „schlechtestes Jahresergebnis“, das, liebe Journalisten, geht nun gar nicht. „Manipulative Berichterstattung“, das sollte man „ einfach mal lieber lassen“.

    Offensichtlich haben jetzt auch die sehr stark politisch grün ausgerichteten Journalisten mitbekommen, welcher Steuertornado da auf sie zu fegt. Wenn man bedenkt, dass man vor wenigen Tagen noch schrieb, die Leute würden „gerne mehr Steuern“ zahlen, dann ist man inzwischen doch wohl zu der Erkenntnis gelangt, dass sich die Leute nicht für dumm verkaufen lassen.

    • Chali
    • 22. Mai 2013 11:02 Uhr

    --- auf die Ungerechtigkeit aufmerksam gemacht, dass auch die Wohlhabenden mit beitrgen sollten -ihrer Leistungsfähigkeit gemäss.

    Da ist es doch schön, wenn man zeigen kann, dass das ganze gute Geld sinnvoll angelegt wurde. Und dann auch noch steuerfrei!

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Ahja..."
  6. Und die INSM fährt fröhlich ihre Propaganda-Kampagne gegen jede Art von Steuererhöhungen. Aber nur um die Interessen der eigenen Klientel durchzusetzen.

    7 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Apropos Klientelpolitik: Lt. Bundeszentrale für politische Bildung sind 45 % der Parteimitglieder der Grünen entweder Beamte oder Angestellte des ÖD (http://www.bpb.de/politik...). Jetzt denken Sie mal darüber nach, warum sich die für Steuererhöhungen und gegen Sparmaßnahmen einsetzen, während die staatlichen Steuereinnahmen schon heute auf Rekordniveau liegen.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, ff
  • Schlagworte Angela Merkel | Grüne | FDP | SPD | Peer Steinbrück | Die Linke
Service