SPDMachnig wird Steinbrücks Mann für die Energiewende

Die nächsten Mitglieder im Kompetenzteam des SPD-Kanzlerkandidaten stehen Medien zufolge fest. Derweil sorgt der erste Schattenminister Steinbrücks schon für Ärger.

Matthias Machnig

Matthias Machnig  |  Martin Schutt/dpa

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat nach Informationen des Focus weitere Mitglieder seines Kompetenzteams für den Wahlkampf berufen. Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig, der als Vertrauter von SPD-Chef Sigmar Gabriel gilt, soll für die Themen Infrastruktur, Energie und Aufbau Ost verantwortlich sein. Hamburgs Justizsenatorin Jana Schiedek werde die Zuständigkeit für Justizthemen übernehmen.

Noch offen soll die Nominierung von Jutta Allmendinger sein. Die Präsidentin des Berliner Wissenschaftszentrums für Sozialforschung könnte den Bereich Bildung übernehmen. Derzeit werde noch diskutiert, in welchem Umfang sie sich im Wahlkampf engagieren kann, berichtete der Focus.

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Am Freitag wurden die ersten drei Mitglieder von Steinbrücks "Schattenkabinett" öffentlich bekannt: Der Chef der Gewerkschaft IG Bau Klaus Wiesehügel soll für Arbeit und Soziales zuständig sein; der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, deckt den Bereich Innenpolitik ab; die Berliner Design-Professorin Gesche Joost soll die Themen Netzpolitik und Internet vertreten.

Offiziell vorgestellt werden sollen die Drei zusammen mit dem SPD-Kanzlerkandidaten Anfang nächster Woche. Steinbrück will insgesamt zehn Schattenminister – wahrscheinlich je fünf Frauen und Männer – für seinen Wahlkampf präsentieren.

Linke kritisieren Wiesehügels Berufung

Klaus Wiesehügel sollte nach Einschätzung der Linken seinen Vorsitz der IG Bau im Wahlkampf ruhen lassen. Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, sagte der Passauer Neuen Presse, er sehe die damit verbundene Doppelrolle kritisch: "Wiesehügel muss nicht zurücktreten, aber er sollte sein Amt für den Wahlkampf ruhen lassen." Andernfalls litten seine Glaubwürdigkeit und die der Gewerkschaften.

Die stellvertretende Linken-Vorsitzende Sahra Wagenknecht forderte Wiesehügel in der Mitteldeutschen Zeitung ebenfalls zur Amtsniederlegung auf: "Sonst geraten die Gewerkschaften in den Verruf, einmal mehr zu viel Nähe zu einer Partei zuzulassen, die die Grundlage für Millionen Hungerjobs gelegt hat."

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Leserkommentare
  1. [...]

    Allmendinger ist so der Protoyp der rotgrünen Genderqueen. Wird sicherlich viele Männer an die SPD binden. Legendär sidn ihre Auftritte an grünen PArtietagen. Sie zeigt blendend, wie die deutschen Beamten gepolt sind.
    Auf den Beamtenfluren herscht Etatismus flankiert mit Moraldünkel.
    Klar, dass man schnell mal den unterfinanzierten Staat moniert, wenn man selbst B15 besoldet ist, und der Kanzlerkandidat dann och die öffentlichen Kassen mit Vorträgen plündert.
    Fazig: unwählbar!

    Gekürzt. Bitte kommentieren Sie sachlich zum konkreten Artikelinhalt. Danke, die Redaktion/sam

    9 Leserempfehlungen
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    danke.
    Tut aber nix zur Sache, ob es B3 oder B4 ist..oder W4 oder X 10..
    es handelt sich dabei um eine Synekdoché , eine quantitative Metonomyie..
    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Provokation. Danke, die Redaktion/sam

    wovon Sie reden? Sie glauben doch nicht wirklich, dass alle Angestellten im öffentlichen Dienst verbeamtet sind. Und meinen Sie, dass automatisch jeder 5000 € Netto pro Monat bekommt? Machen Sie doch mal die Augen auf. Viele Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst bekommen unter 1600 € Brutto. Um verbeamtet zu werden und eine höhere Stufe zu erreichen ist ein abgeschlossenes Studium obligatorisch. Mit einem abgeschlossenen Studium oder Meister wiederum kommt man sehr leicht an ähnliche Verdienste und darüber hinaus.

    Ich habe bei ihnen noch keine Argumente gelesen, nur pauschale Angriffe. Wieso lassen Sie denn Apotheker, Pharmakonzerne oder Hoteliers aus? Welche Partei ist denn Ihrer Meinung nach wählbar?

  2. danke.
    Tut aber nix zur Sache, ob es B3 oder B4 ist..oder W4 oder X 10..
    es handelt sich dabei um eine Synekdoché , eine quantitative Metonomyie..
    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Provokation. Danke, die Redaktion/sam

    Eine Leserempfehlung
  3. Machnig ist genau der richtige Mann. Gut gewählt.

    Weniger gut gewählt die Unter-Überschrift des Artikels: "Derweil sorgt der erste Schattenminister Steinbrücks schon für Ärger.". Wenn sich die Konkurrenz über einen guten Mann ärgert, kann man kaum von "für Ärger Sorgen" sprechen. [...]

    Gekürzt. Bitte äußern Sie Ihre Kritik in einem angemessenen Ton. Danke, die Redaktion/sam

    8 Leserempfehlungen
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    "Sonst geraten die Gewerkschaften in den Verruf, einmal mehr zu viel Nähe zu einer Partei zuzulassen, die die Grundlage für Millionen Hungerjobs gelegt hat."

    Genauso wie dieses Zitat. Ein Gewerkschafter stellt sich auf die Seite der SPD und die Line findet das nicht gut. Was für eine Information!

    Journalisten sollten lernen, dass ein Skandal/Problem nicht unbedingt einer/s ist, wenn es der politische Gegner so will.

    sehe ich genau anders. Dieser Unsympath ist für mich Grund genug, die SPD nicht zu wählen.

    Die Redaktion bzw. deren Moderation hat einen Satz in meinem Beitrag (Nr. 3) gestrichen und fordert mich zu "angemessenem Ton" auf.

    Dabei hatte ich selbst den Autoren wegen eines unangemessenen Tonfalls in seiner Artikelüberschrift kritisiert: Seine Wortwahl des "Steinbrücks Schattenminister sorgt schon für Ärger" erscheint mir sehr tendenziös.

    Das von mir für den Autor verwendete Wort vom "Tendenzjournalisten" nehme ich meinetwegen zurück; nicht aber die in diesem Wort enthaltene Kritik.

    Die Löschung finde ich unangemessen niederschwellig.

    • mickz
    • 11. Mai 2013 13:25 Uhr

    Und wo ist der Ärger? Nur weil die Linke eine andere Meinung hat - wobei man noch nicht einmal weiß, ob sie eine andere Meinung hat?

    13 Leserempfehlungen
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    http://www.neues-deutschl...

    Im Übrigen reagiert die SPD generell einerseits sehr dünnhäutig auf die Linkspartei, andererseits kopiert die SPD Forderungen der Linkspartei in ihr "Programm".

  4. "Sonst geraten die Gewerkschaften in den Verruf, einmal mehr zu viel Nähe zu einer Partei zuzulassen, die die Grundlage für Millionen Hungerjobs gelegt hat."

    Genauso wie dieses Zitat. Ein Gewerkschafter stellt sich auf die Seite der SPD und die Line findet das nicht gut. Was für eine Information!

    Journalisten sollten lernen, dass ein Skandal/Problem nicht unbedingt einer/s ist, wenn es der politische Gegner so will.

    4 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Gute Wahl."
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    • Moika
    • 11. Mai 2013 15:31 Uhr

    Kann es vielleicht sein, daß ZO mit dieser Nachricht lediglich ihrer Informationspflicht nachkommt? Kein Mensch zwingt Sie, diesen Beitrag zu lesen - aber trotzdem fühlen Sie sich bewogen, ihn sofort negativ zu kritisieren.

    Wie hätten Sie's denn gerne: Nur Nachrichten ab mindestens 50 Toten und politische Rücktritte erst ab Kabinettsrang?

    • Lefty
    • 11. Mai 2013 13:31 Uhr

    Herr Steinbrück ist wieder in den Medien.Doch wer ihn oder seine Blockparteien-Freunde wählt,dem werden sich die Augen öffnen.Und auch der Geldbeutel!

    3 Leserempfehlungen
  5. Eine andere, konkurrierende Partei findet einen Kandidaten von Steinbrück nicht gut. Was für ein Skandal! Wieder mach Steinbrück alles falsch! Fettnapf, Fettnapf.

    8 Leserempfehlungen
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    Entfernt. Bitte formulieren Sie auch Kritik sachlich und möglichst differenziert. Danke, die Redaktion/sam

  6. Na der hat im Inkompetenzteam der SPD wahrlich noch gefehlt.

    3 Leserempfehlungen

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, sc
  • Schlagworte SPD | Peer Steinbrück | Bernd Riexinger | Klaus Wiesehügel | Matthias Machnig | Sahra Wagenknecht
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