Der Wahlkampfmanager von Peer Steinbrück muss sich gegen strafrechtliche Vorwürfe wehren: Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Untreue gegen Heiko Geue. 

Anlass ist den Angaben der Ermittlungsbehörde zufolge eine Anzeige in Zusammenhang mit der Abrechnung von Dienstreisen als Staatssekretär im Magdeburger Finanzministerium.

Laut einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung soll Geue bei den Abrechnungen getrickst und mehrere Tausend Euro gespart haben. Gegenüber der Zeitung wies Geue den Vorwurf zurück, er habe private Fahrten als dienstliche deklariert oder Reisekosten verspätet beglichen.

Bei den Abrechnungen ging es der Zeitung zufolge um Fahrten zwischen seinem Arbeitsort Magdeburg und seinem Hauptwohnsitz Berlin. Üblicherweise dürften Staatssekretäre ihre Dienstwagen nur innerhalb des Landes privat kostenlos nutzen. Für Privatfahrten außerhalb des Landes seien 60 Cent pro Kilometer für das Auto plus 15 Cent je Kilometer für den Fahrer zu erstatten.

Geue war Staatssekretär in Sachsen-Anhalt und wurde dann Steinbrücks Kampagnenleiter. Der enge Vertraute des Kanzlerkandidaten hatte sich dafür im Herbst von seinem Posten als Staatssekretär im Landesfinanzministerium beurlauben lassen. Dann ergab ein Gutachten des Landtages aber, dass Geues Auszeit in Berlin nicht im öffentlichen Interesse sei und damit nicht den beamtenrechtlichen Vorschriften entspreche. Eine Rückkehr Geues in die Landesregierung war damit ausgeschlossen. Es sei keine andere Möglichkeit geblieben, als ihn in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen, hieß es damals.