VerkehrWie sinnvoll ist ein Tempolimit?

SPD-Chef Gabriel hat sich für ein generelles Tempolimit auf Autobahnen ausgesprochen. Welche Auswirkungen hätte das auf Umwelt, Sicherheit und Verkehrsfluss? von Christian Endt, , und Moritz Kohl

Auf vielen Autobahnen ist die Geschwindigkeit schon jetzt begrenzt. Wie viele Strecken ohne Tempolimit gibt es überhaupt?

Grundsätzlich gilt auf deutschen Autobahnen immer die empfohlene Richtgeschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde, auch wenn kein Tempolimit vorgeschrieben ist. Deren Über- oder Unterschreitung kann im Fall eines Unfalls eine Teilschuld bedeuten. Diese Regelung betrifft etwa die Hälfte des circa 13.000 Kilometer umfassenden Autobahnnetzes. Für ein Drittel der Autobahnabschnitte gilt hingegen bereits eine dauerhafte Geschwindigkeitsbegrenzung.

Auf den übrigen rund 2.000 Kilometern besteht ein sogenanntes situatives Tempolimit, das sich nach den jeweiligen Verkehrs- und Witterungsbedingungen richtet. Dort ist also beispielsweise bei Nacht oder bei Nässe eine Höchstgeschwindigkeit vorgeschrieben. Außerdem unterliegen jene Autobahnabschnitte einer Geschwindigkeitsbegrenzung, auf denen gerade gebaut wird: Im Durchschnitt befinden sich auf etwa 1.500 Kilometern des Autobahnnetzes Baustellen.

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Macht ein Tempolimit die Autobahnen sicherer?

Insgesamt geht die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland zurück und hat vergangenes Jahr einen neuen Tiefststand erreicht. Schon jetzt gilt die Autobahn als die sicherste aller Straßenarten in Deutschland: Auf Autobahnen entfallen 30 Prozent der Kilometer, die jährlich auf deutschen Straßen gefahren werden, aber nur sechs Prozent der Unfälle mit Personenschaden und elf Prozent der Verkehrstoten.

Die Wahrscheinlichkeit, auf einer Autobahn in einen Unfall mit Personenschaden verwickelt zu werden, ist siebenmal so niedrig wie auf anderen Straßen. Fachleute sehen eine deutlich größere Unfallgefahr auf Landstraßen.  

Eine Auswertung der Bundesanstalt für Straßenwesen zeigt zudem, dass die meisten Autobahnunfälle auf wenigen Streckenabschnitten passieren, vor allem an Autobahnkreuzen und in der Nähe von Großstädten. Durch eine stärkere Regulierung dieser Abschnitte könnte also das Unfallrisiko gesenkt werden.


Leserkommentare
  1. wieviele Amis machen hier öfter mal Urlaub einfach damit sie mal über eine Autobahn heizen können?

    Das ist eine nicht unbeträchtliche Tourismusquelle an der viele verdienen, Autoverleiher, Hotels, Gaststätten usw....

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    Also: Wieviele Amerikaner kommen nur deshalb nach Deutschland, um endlich einmal ohne Geschwindigkeitsbegrenzung fahren zu dürfen?

    Haben Sie da auch wenigstens den Hauch einer belastbaren Zahl und Quelle, oder war das nur einfach mal so ins Blaue hinein, weil ja jedes bißchen Umsatz immer was rein Positives ist?

    diese Touristen muss man dem moralischen Anspruch schon opfern.
    Dass die Hoteliers die BEamtenpensionen der grünINNEN zahlen und die die Wirtschaft dennoch platt machen wollen, tut ja nix zur Sache..
    moralischer Anspruch eben.
    dei grünen muss man sich leisten können

    Die paar Amis, die das wollen - und tun - nun, da finden Sie auf jeder Alm mehr Kühe.
    Im Ernst: Das ist volkswirtschaftlich bestimmt sowas von irrelevant. Ich schlage dies "Argument" für die "Heute-Show" vor :-)))

    Selten so gelacht wie über dieses "Argument". Mehr Touristen dank fehlendem Tempolimit. Was als nächstes? Mehr Tourismus durch blaue Sitze im ICE?

    • wauzi
    • 09. Mai 2013 7:38 Uhr

    hubschrauberpiloten, rettungssanitäter, krankenhauspersonal....

    ist einfach nur lächerlich

    "wieviele Amis machen hier öfter mal Urlaub einfach damit sie mal über eine Autobahn heizen können?"

    Grundfesten der amerikanischen und deutschen Freiheit in Gefahr.
    Währet den Anfanängen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    (Vorsicht, für die eine Betriebsanleitung brauchen, das war ironisch gemeint)

    nur um hier rasen zu dürfen??? Da wäre ein Tempolimit ja noch mehr als sinnvoll. Die Autobahnen kosten doch sehr viel und das macht der Tourismus bestimmt nicht wett. da wäre das Geld für den Erhalt und Ausbau von Schwimmbädern besser angelegt.

    • Bommel
    • 10. Mai 2013 11:41 Uhr

    Nein, auch reiche Chinesen und Saudis kommen nach Deutschland um nachts auf den Autobahnen zu rasen! ;)
    Mal im Ernst: Wenn man im Ausland z.B. Frankreich, Dänemark, Amerika, etc auf der Autobahn unterwegs ist, dann wird dem unbefangenem Fahrer schnell klar, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung zu einem besseren und sicherem Verkehrsfluss mit weniger Stress und zügigem Durchkommen führt.
    Ist für uns Deutsch halt ungewohnt und zunächst vielleicht etwas langweilig ;).
    Denn: Was dem Ami sein Schießgewehr, dem Franzosen sein Baguette, dem Hindu seine Kuh, das ist dem Deutschen die Limit-freie Autobahn. ;)

    schwächste Glied in der Kette! Wer rast, um des "Kicks" willen, soll auf eine abgesperrte Strecke. Für Speed-Junkies wurden und werden keine Straßen gebaut!

  2. aber 120, da steigt die Ermüdungsgefahr, fahren wird so langweilig weil keine Aufmerksamkeit mehr gefordert ist. Außerdem steigt bei einer zu niedrigen Höchstgeschwindigkeit auch die Zahl der gleichzeitig auf den Straßen befindlichen Fahrzeuge. Die Verkehrsdichte steigt nochmals deutlich an.

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    • Burts
    • 08. Mai 2013 21:08 Uhr

    wenn Sie ordentlich draftreten steigt die Gefahr und das hält Sie wach?

    Ich bin nicht unbedingt versessen auf ein Tempolimit aber diese Logik ist etwas erklärungsbedürftig, noch weniger verstehe ich warum bei langsamer Geschwindigkeit mehr Autos auf der Strasse sein sollen
    -weil sie nicht schnell genug nach Hause kommen?
    -weil dann mehr Leute das Auto nutzen?

    ich verstehe das wirklich nicht.

    Sonst würden Sie wisssen, wie angenhem es ist, auf Autobahnen mit 55 mph (88 km/h), streng kontrolliert, zu fahren. Das ist nicht ermüdend, im Gegenteil, man komt auch nach langen Strecken gelassen, ruhig und entspannt an. Ermüdend ist nur die schnelle Autofahrt, die erheblich mehr an Konzentration abfordert.
    Klar werden Sie sagen, es gibt US-Staaten, in denen schneller gefahren werden darf. Stimmt, aber bei 70 mph (110 km/h) ist bundesweit Schluß. Und das ist gut so.
    Was hier abgeht, ist einfach durchgeknallt und irrational. Viele Amerikaner sind der Meinung, dass wir Ihnen nicht den Hauch eines Vorwurfs betreffend ökologischer Ethik oder Waffengesetze machen sollten und verweisen u. a. auf die Zahl unserer Unfalltoten. Die sind ähnlich hoch wie in den USA und das aber bei guten 27% Bevölkerung und erheblich kürzeren, zurückgelegten Strecken.

    • dacapo
    • 08. Mai 2013 23:09 Uhr

    Dann scheint bei Ihnen aber oft genug Ermüdungserscheinungen beim Autofahren auf deutschen Autobahnen vorkommen. Sagen Sie mir mal, wo und wann Sie mal ca. 100 km schneller fahren können als 120/130km/h? Die Deutschen fühlen sich in ihrer Freiheit eingeschränkt, wenn man ihnen eine Geschwindigkeit über 120/130 km/h vorschreiben würde. Überall und in verschiedenen Bereichen wird ihnen ihre Freiheit eingeschränkt, oder sie verpflichten sich für Ordnungsgedanken, die kein Nichtdeutscher nachvollziehen kann, oft pingelig - aber beim Autofahren holt oder sucht sich der deutsche Spießer seine Freiheit, wie der berühmte Marlboro-Cowboy. Lächerlich. Die paar Kilometer, wo er uneingeschränkt sein Freiheitsgefühl frönen kann, könnte er auch durch eine Geschwindigkeitsüberschreitung wahrnehmen, wie es unsere Nachbarn in Frankreich oder Spanien auch machen - wenn's nicht anders geht, dann rast man. Aber dennoch ist mir bei fast 50-jähriger Fahrt auf geschwindigkeiteingeschränkten Autobahnen noch nie die Müdigkeit aufgetreten. Bin zigmal von Autos überholt worden, die dann nach ein paar Stunden mich wieder überholen durften. Oft genug mehrere Male. Lächerliche Ansprüche von Freiheit. Wem es zu langsam geht, der hat nur eine Alternative - Fliegen. Schneller geht's doch nicht, oder? Wie übrigens entstehen oft genug Staus, wenn nicht durch Baustellen oder Unfälle? Das sollte doch hinlänglich bekannt sein.

    Lassen wir die Übermüdungsdiskussion jetzt mal beiseite.
    Ich finde den Vorschlag gut mehr als 150 muss nicht sein !

    Auch wenn es nur weinige Unfälle in gibt, die auf noch höheren Geschwindigkeiten beruht, es gibt sie und sie kosten Menschenleben
    und auch unserem Sozial- und Gesundheitswesen viel Geld.

    Aber wie schon in dem Artikel gesagt:
    Die scjlimmsten Unfälle passieren auf Landstraßen,
    und man sollte besser mal darüber nachdenken, ob dort
    vor allem Lieferwagen unbedingt 100 fahren müssen !

  3. Um der festgefahrenen Debatte etwas die Schärfe zu nehmen, mein Kompromißvorschlag: allgemeines Tempolimit 180 km/h.

    Würde man sich darauf einigen, könnte der Verdacht ausgeräumt werden, daß es Langsamfahrern und Autohassern nur darum geht, Schnellfahrern eins auszuwischen. Und Schnellfahrer könnten den Verdacht ausräumen, daß es ihnen nur um Raserei geht.

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    180 km/h z oder mehr u fahren. Bei einem entsprechenden Tempolimit liefe man aber Gefahr, dass der Eindruck entstünde, 180 km/h sei völlig in Ordnung. Schon heute gilt 130 km/h als Richtgeschwindigkeit. Schnellfahrer haben kein Anrecht darauf, dass man auf Überholvorgänge verzichtet, damit sie auf der linken Spur auf dem Gaspedal bleiben dürfen. Ist die Autobahn entsprechend voll, müssen sie ihre Geschwindigkeit darauf einstellen, dass jemand möglichweise auf die linke Spur wechselt.

    Bei freier Autobahn sehe ich aber keinen Grund den Leuten Tempolimits aufzuzwängen, die dann auch schnell bei 130 km/h oder 100 km/h landen würden. Es nervt, wenn man z.B. in Frankreich ewig braucht, um einen Überholvorgang abzuschließen, weil man sich wegen dem Tempolimit scheut, mal kurz Gas zu geben. Am wichtigsten ist, dass die Autofahrer auf die Straße schauen und nicht ständig auf Tacho und Verkehrsschilder. Genauso bescheuert ist die rot-grüne Diskussion um 30 km/h in der Stadt.

    können sie schon fahren aber aber Bitte am Nürburgring !

  4. ... eines Autos spielt im Stadtverkehr eine Rolle, wo diese Masse permanent beschleunigt und wieder abgebremst werden muß. (In dem Zusammenhang sollte man übrigens auch mal über die Sinnhaftigkeit von Batterien nachdenken.) Auf der Autobahn, bei weitgehend konstanter Geschwindigkeit, spielt es hingegen so gut wie kein Rolle. Was dort zählt, ist v.a. ein guter Luftwiderstandswert - und wie sich der wohl entwickeln wird, wenn man die Höchstgeschwindigkeit begrenzt, darüber sollte man vielleicht auch mal nachdenken. Wenn irgendwann mal alle in SUVs oder Vans hocken, ist der Umwelt auch nicht gedient.

    "Bei einem 100 Kilogramm leichteren Pkw werde etwa ein Liter weniger an Kraftstoff verbraucht."

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    Wo wir schon bei Oberfläche wären. Ein SUV ist in erster Linie deswegen so schwer, weil er auch dementsprechend groß ist. Zu meist sind sie auch nicht wirklich windschnittig gebaut. Als der Hummer ist ein aerodynamischer Albtraum. Und auch die Masse hat noch ein bisschen Bedeutung. Mehr Last auf den Reifen etc. etc... man sollte in Physik wenigstens ein bisschen aufgepasst haben.

    aber bei Steigungen spielt das Gewicht eine extrem große Rolle.

    [Das Gewicht] eines Autos spielt im Stadtverkehr eine Rolle, wo diese Masse permanent beschleunigt und wieder abgebremst werden muß. (In dem Zusammenhang sollte man übrigens auch mal über die Sinnhaftigkeit von Batterien nachdenken.)

    Denken kann nie schaden.
    Schon gar nicht einem so tollen E-Auto-Experten wie Ihnen, der aufgrund seiner bestimmt jahrelangen Erfahrung im Alltagsgebrauch von E-Autos wissen müßte, dass diese im Stadtverkehr sogar noch weniger Energie verbrauchen als ohnehin schon.

    Rekuperation und Energieeffizienz heißen die an den Stammtischen unbekannte Zauberwörter.

    Sogar mein alter Elektroller mit 130kg Lebendgewicht (davon 60kg Bleiakkus) verbraucht nur 5kWh/100km ab Steckdose, was ziemlich genau 0,5l Benzin entspricht. Dabei hat er noch nicht mal Reku!

    Im Übrigen bin ich für ein generelles Tempolimit von 130km/h auf deutschen Autobahnen.

  5. Also: Wieviele Amerikaner kommen nur deshalb nach Deutschland, um endlich einmal ohne Geschwindigkeitsbegrenzung fahren zu dürfen?

    Haben Sie da auch wenigstens den Hauch einer belastbaren Zahl und Quelle, oder war das nur einfach mal so ins Blaue hinein, weil ja jedes bißchen Umsatz immer was rein Positives ist?

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    • Burts
    • 08. Mai 2013 21:04 Uhr

    Laut dem Tourismusforschungsinstitut K. Affe. - Satz sind es genausoviele wie Deutsche die in die USA reisen um mal ordentlich mit einem Halbautomatischen Gewehr auf Pappzombies zu schiessen.

    Gerade bei diesem Thema sind die unerwünscht.

    Das zeigt ja schon wie beim Tempolimit von den Befürwortern immer was von Unfallgefahr oder so getönt wird. Die Zahlen stehen ja im Artikel.

    • Visier
    • 08. Mai 2013 21:25 Uhr

    Ich muss Loncaros (zum Teil) deutlich Recht geben. Ich glaube zwar nicht das es wirtschaftlich nur ansatzweise zu spüren wäre aber zumindest ist der Gedanke dahinter absolut richtig, es geht um das Prestige! In der ganzen Welt ist Deutschland bei Autoliebhabern bekannt für seine qualitativ hochwertigen Autobahnen und das uneingeschränkte Tempolimit. In den USA, in Japan ,Russland ,Argentinien dem Rest der Welt schwärmen die Menschen davon nur einmal hier fahren zu dürfen. Nur die wenigsten können sich das jedoch leisten mit ihrem Auto um die Welt zu reisen.

    Ich selbst fahre auf Autobahnen kostant 160~170km/h aber ich bin trotzdem ein absoluter Gegner eines generellen Tempolimits! Die Diskussion wurde auch mehrfach schon geführt und die Statistiken habe doch unlängst bewiesen das es auch absolut keinen Sinn machen würde!

    In Anderen Ländern ist die Zahl der Unfälle nach einer Geschwindigkeitsreduzierung auf Autobahen sogar angestiegen was eine lockerung der Temporestriktionen zur Folge hatte (z.B.:USA).

    Desweiteren würde die Lärmentwickliung der Rollgeräusche ansteigen, was wieder den Bau neuer Lärmschutzwände und somit eine weitere Belastung des Steuerzahlers zur Folge hätte..
    usw.
    usw..

    • Visier
    • 08. Mai 2013 21:51 Uhr

    lieber heathcliff,
    offenbar haben sie von allen hier die allergrößte Freude Vermutungen aufzustellen indem sie jegliche ihnen unangenehmen Äußerungen in Frage stellen.
    Ich weis es da ich als Nachrichtentechnik-Ingenieur nicht nur mehrfach Studien dazu verglichen habe sondern auch selbst des öfteren schon Messungen an Autobahnen vornahm.
    Es ist aber auch ganz logisch nachzuvollziehen wenn man der Physik mächtig ist!
    Die Lärmbelastung steigt aufgrung von 2 Faktoren für den Menschen deutlich an.
    1. Die geringere Frequenz + die höhere Auflagefläche der Reifen bei niedrigen Geschwindigkeiten -> niedrigere Frequenzen werden schlechter Absorbiert und können somit eine höhere Rechweite zurücklegen -> deswegen hört man auch immer nur den dumpfen Bass vom Rockkonzert im Nachbardorf
    2. Ganz einfach weil der Störschall länger anhält! Ein Fahrzeug mit 120km/h befindet sich nunmal eine längere Zeit auf genau der selben Strecke wie eines mit 200km/h

    • RGFG
    • 09. Mai 2013 8:45 Uhr

    Wenn manche Firmen schon ausgefeilte Programme zur Selbstabholung anbieten, dann scheint es sich zu rentieren:

    http://www.bmwusa.com/Sta...

    "...take your new vehicle for its first spin across the famed Autobahn..."

    Als ich das erste Mal in den USA war und vom Fluplatz abgeholt wurde, wurde ich gefragt, woher ich komme. "Ah aus Deutschland" hieß es dann, "das ist doch das Land wo man Fußgänger totfahren darf."

  6. ... zieht die SPD alle ihr zu Verfügung stehenden Register, um zu verhindern, dass sie demnächst regieren muss: erst Steinbrück als Kanzlerkandidat- und nun auch noch Tempolimit !!! Mit der Tempolimit-Forderung ist bislang noch jeder bei Wahlen untergegangen.

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    Sie könnten auch einfach sagen das sie keine Lust haben gegen Merkel anzutreten, dann wären sie weinigstens Ehrlich.

    In Deutschland vor der Wahl bei der man mit den Kandidaten eh nicht so viel glück hat noch mal ohne Not die Geschwindigkeitsberentzungsdebatte führen ? WARUM ?

    Was kommt wenn sie immer noch wer wählt ?

    Ich mein selbst die USA sind 1987 von ihren 55 MPH Speed limit abgekommen und haben schnelleres Fahren erlaubt.

    Aber villeicht kommen die ja noch auf die Idee das wenn man schon 120 einführt man es eigentlich auch auf 80 einführen könnte, dann fliest der Verkehr auch und noch mehr Abgesa werden gespart und die Strassen noch mehr geschohnt.

    Das Argument gegen das allgemeine Limit war doch immer das der "Michel" wuste was seine Politiker mit so was in 10-20 Jahren anstellen wenn sie erst mal die Regelung eingeführt habe ..... oder erinnert sich noch jemand an die Diskusion das die Gebüren immer nur für LKW und die autobahn gelten sollten.

    TIPP.: WEnn auch das Tema nicht hilft ^^ Gebüren für alle autos auf der autobahn fordern das dürfte noch mal nen paar % weniger bringen.

    • ribera
    • 09. Mai 2013 21:35 Uhr

    Also ich bin für eine Tempolimit. Allerdings bei Gabriels Sprechmuskel. Damit dieser nicht ständig vor dem Gehirn loslegt.
    Zur Einordnung von Gabriels Vorschlag:
    Ist das nicht der Mann, der als Umweltminister medienwirksam im Zug von Hannover nach Berlin fuhr; und der Dienstwagen parallel?
    Sicher ist aber, dass Gabriel schon zurückgerudert hat, kaum dass er seinen Schnellschuß abgefeuert hat. Das nennt man Eintreten für Überzeugungen - so man wirlich welche hat.

  7. fährt lieber schneller.

    Gabriel also für die Kleinwagenfahrer bis 120, was ja durchaus vernünftig ist und Steinbrück für die Großwagenfahrer, die dich vom linken Fahrstreifen verjagen.

    So oder so, die SPD vertritt wieder mal beide Positionen.

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    Also ein McLaren F1 ist in etwa so groß wie ein Audi A3 (dabei aber deutlich niedriger), fährt aber bis über 380 km/h. Wieso sind schnelle Autos groß? Ein Formel 1 Renner ist ziemlich klein...

  8. Die Autobahnabschnitte ohne Tempolimit galten und gelten als Standort-Faktor für die deutsche Autoindustrie.
    Warum das abschaffen, findet Siggi das die SPD immernoch zuviel Wähler hat?
    Die meisten Unfälle finden übrigens an Landstraßen und Füßgänger-Überwegen statt, und diese befinden sich nicht auf einer Autobahn.
    Zum anderen macht es keinen Unterschied ob man mit 240 oder 120 in ein Stauende rast. Das Produkt wird das selbe sein, schon bei 30 km/h besteht eine 90% Letalität.

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    ...ob man mit 240 oder 120 ins Stauende fährt. Der Fahrer ist so und so tot, klar. Aber die Kollateralschäden sind ungleich höher.

    ist das Tempo an den Autobahnabschnitten, die laut Artikel eine erhöhte Unfallgefahr aufweisen, sowieso schon reguliert. Ich kenne kein Autobahnkreuz, bei dem ich schneller fahren darf, als 80 km/h.

    Der Widerstand gegen das allgemeine Tempolimit formiert sich meiner Meinung nach auch, weil es nicht nachvollziehbar ist. Am Autobahnkreuz hat man mehr Spuren und viele viele Autos. Da ist ein Tempolimit nachvollziehbar. Auf freier Stecke, wo man niemanden gefährdet, nicht.

    Ich denke, dass ein allgemeines Tempolimit nicht nötig ist. Da, wo es gefährlich ist, wird bereits reguliert.
    Die Landstraßen sind so viel gefährlicher! Ich frage mich, wieso da so wenig für die Sicherheit gemacht wird.

    "Zum anderen macht es keinen Unterschied ob man mit 240 oder 120 in ein Stauende rast. Das Produkt wird das selbe sein, (...)."

    Mit jeder Verdoppelung der Geschwindigkeit vervierfacht sich der Bremsweg! (vgl. z.B. http://www.fahrschule-123... )
    D.h., ein Fahrzeug, das mit 240 km/h in ein Stauende rast, prallt mit einer vierfach höheren Kollisionsenergie auf, als ein Fahrzeug das mit 120 km/h in ein Stauende rast.

    Kollisionsenergie steigt nicht proportional, sondern exponentiell (!) mit der Geschwindigkeit.

    Da sind weder das mathematisch-physikalische noch das lebenswirkliche "Produkt" dasselbe.

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