Pro KölnPropaganda auf dem Christopher Street Day

Pro Köln will auf der Parade mitlaufen. Damit spaltet die rechtspopulistische Partei die schwul-lesbische Szene. von Patrick Kremers und Arnd Zickgraf

In den Geschäftsräumen der rechtpopulistischen Partei Pro Köln müffelt es wie in einer alten Behördenstube: abgestandener Rauch, frischgebrühter Kaffee. Markus Wiener, der Fraktionsgeschäftsführer, sitzt vor einer Wand, an der eine der Mohammed-Karikaturen hängt, mit denen es Pro Köln vergangenes Jahr in die Schlagzeilen geschafft hat. Wiener hat zu einer Pressekonferenz geladen, er sitzt vor fast leeren Stuhlreihen, die Arme hat er verschränkt, nur wenige Journalisten sind gekommen.

Trotzdem blickt Wiener zufrieden in die Runde. Er weiß, dass er einen Coup gelandet hat. Die Partei möchte dieses Jahr auf der Parade zum Christopher Street Day mitlaufen, der großen Demonstration für die Rechte von Schwulen und Lesben.

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Ausgerechnet Pro Köln. Die Partei, die in den vergangenen Jahren dadurch aufgefallen ist, dass sie gegen Muslime in Deutschland und andere Minderheiten hetzt. Ausgerechnet diese Partei möchte an der CSD-Parade in Köln teilnehmen, mit einem Festwagen, rot-weiß geschmückt, mit Karnevalsmusik und mit Schildern, auf denen eine Moschee durchgestrichen ist.

Dieser Plan der Rechtspopulisten spaltet die schwul-lesbische Szene in Köln. Viele sind entsetzt. Sie werfen der selbsternannten Bürgerbewegung vor, die Parade für ihre Propaganda zu missbrauchen. Manche wollen den Wagen mit einer Sitzblockade aufhalten oder sie möchten sich demonstrativ umdrehen, wenn er an ihnen vorbei fährt. Viele fürchten, dass nun auch andere CSD-Paraden von den Rechten für die Propaganda missbraucht werden. Andere sagen, man dürfe eine Partei, die im Stadtrat sitzt, nicht von einer Demonstration ausschließen.

Pro Köln versucht, die Menschen in Köln gegeneinander auszuspielen, sagt der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck, der seinen Wahlkreis in Köln hat. Die Geschäftsführerin des Kölner Sozialwerks für Lesben und Schwule, Beate Blatz, sagt: "Dieser Partei geht es darum, latente islamfeindliche Stimmungen innerhalb der Community für eigene Interessen zu instrumentalisieren."

Dieser Plan geht auf: "Mit unserer CSD-Teilnahme wollen wir darauf hinweisen, dass die Bedrohung für unsere homosexuellen Mitbürger hauptsächlich von Jugendlichen mit muslimischen Migrationshintergrund kommt", behauptet der Pro-Köln-Mann Markus Wiener. Wenig später plappern die ersten schwul-lesbischen Szene-Magazine dieses Argument bereits nach. So behauptet etwa das Magazin blu, von dem in Deutschland knapp 120.000 Exemplare kostenlos verteilt werden: Rund 40 Prozent aller Opfer anti-homosexueller Gewalt würden angeben, dass die Täter "nichtdeutscher Herkunft" seien.

Pro Köln erhält Unterstützung aus schwul-lesbischer Szene

Die Zahl, sagt blu-Herausgeber Olaf Alp, stamme vom Anti-Gewalt-Projekt Maneo, das Gewalt gegen Schwule und Lesben in Berlin dokumentiert. Dort wundert man sich über diese Interpretation. "Das ist Unfug", sagt Maneo-Projektleiter Bastian Finke, "so eine Aussage lassen unsere Daten nicht zu."

Aber Pro Köln freut sich über so viel Schützenhilfe aus der schwul-lesbischen Szene. "Wir haben ein Ventil geöffnet", sagt Markus Wiener. Die Partei hätte großen Zuspruch von Schwulen und Lesben bekommen, behauptet er.

Gründlich vorbereitet hat sich die selbst ernannte Bürgerbewegung allerdings nicht auf ihre neue Rolle als Kämpfer für die Rechte von Schwulen und Lesben. "Wir haben im Rat der Stadt Köln einen Antrag gestellt, dass der Oberbürgermeister sich für einen CSD in Istanbul einsetzen möge", erzählt Pro-Köln-Mann Tony Fiedler stolz. Dabei gibt es in Istanbul schon seit Jahren eine Schwulen- und Lesben-Parade. Als ein Journalist die Funktionäre darauf hinweist, schauen die sich hektisch an. "Ja, dann ist der wohl noch nicht bekannt genug", erwidert Markus Wiener etwas flapsig.

Leserkommentare
  1. Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich beim konkreten Artikelthema. Danke. Die Redaktion/kvk

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    Der Kommentar auf den Sie sich kritisch beziehen wurde inzwischen entfernt. Die Redaktion/kvk

  2. Der Kommentar auf den Sie sich kritisch beziehen wurde inzwischen entfernt. Die Redaktion/kvk

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  3. Und ihnen unverblümte Zuneigung zukommen lassen. Ein zweites Mal kommen die nicht wieder!

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    ..das war KLASSE .Und wäre wohl sehr erfolgreich .Kostet natürlich schon Überwindung

    und andere schwule Migranten sich küssend und umarmend auf die
    Pro-Kölner stürzen. Anschliessend die Fotos davon in der ganzen Stadt plakatieren und in Netz verbreiten
    An der Reaktion der Pro-Köln-Demonstranten kann man auch schön testen, wie ernst diese ihr Eintreten für die Rechte türkischer Homosexueller nehmen.
    Einen CSD in Istanbul zu fordern, der dort seit Jahren ohne Probleme abgehalten wird, die in christlichen Städten wie Moskau oder Kiew dagegen sehr heftig auftreten, ist ja schon eine Lachnummer an sich.
    Noch köstlicher könnte der Test auf die Solidarität mit den schwulen Muslimen sein, wenn manch ein schwuler Türke oder Araber diese Herren umarmt.
    Entweder lassen sie das zu und machen sich bei den Anhängern dieser
    Hass-Partei lächerlich oder sie wehren das ab, womit sie dann zeigen, dass es nicht weit her ist mit ihrer Solidarität für die unterdrückten schwulen Muslime.

    Diese Rechtsextremisten? Heute stellen sie Karikaturen von Mohammed auf und provozieren unsere Leute mit ihrem Gerede von Meinungsfreiheit. Nein, zum Glück haben ein paar ihnen gezeigt, wo es langgeht und was euch Deutschen blüht, wenn ihr euch mit uns anlegt und unseren Führer beleidigt!

    Ich hoffe, diese Rechtsextremisten werden bald verboten. Sind wirklcih zu nix zu gebrauchen.

    • Caracs
    • 03. Juni 2013 16:21 Uhr

    Einige offene Fragen habe ich nach der Lektüre des Artikels doch noch:

    1. Wie sieht die tatsächliche Datenlage des Maneo-Projekts aus ? In welchen Gesellschaftlichen Kreisen ist denn Homophobie so verbreitet, dass offene Gewalt ausgeübt wird ? Oder geht es dem Maneo-Projekt nur darum nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen und latente Homophobie im deutschen Mainstream auszumachen (also ähnlich wie die viel diskutierte latente Ausländerfeindlichkeit ) ?

    2. Bereits in der Einleitung wird "Pro Köln" ins schlechte Licht gerückt: "...müffelt wie in einer alten Behördenstube", "Rechtspopulisten", "selbsternannte Bürgerbewegung", "Propaganda"... Das mag ja alles aus einem bestimmten Blickwinkel stimmen, aber Pro Köln ist auch "nur" eine Partei, sitzt im Stadtrat und ist damit demokratisch legitimiert, ob es nun gefällt oder nicht. Hätte es auch etwas weniger tendenziös sein können, oder bricht man sich als Autor da einen Zacken aus der Krone ?

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    Antworten auf Fragen zu Maneo finden Sie am besten auf deren Webseite, da erklärt sich manches: "Unsere Mitarbeiter beraten jährlich über 300 Betroffene von Gewalt, erfassen gegen Schwule gerichtete Gewalttaten und leisten gewaltpräventive Öffentlichkeitsarbeit. Unsere Arbeit umfasst vier Kernbereiche (Opferhilfe, Erfassung, Prävention und Engagement)."

    Folglich gibt es gar keine statistisch hochrechenbaren Daten, da nur jene gezählt werden, die sich melden. Es geht im wesentlichen auch um Hilfe für die Opfer, weil die oft traumatisiert sind. Mit dem Finger wird eher nicht gezeigt - allerdings ist Maneo in Berlin eine mahnende Stimme, die verhindert, dass Gewalt gegen Schwule als Thema unter den Tisch fällt.

    Eine "demokratische Legitimierung" durch den Einzug in ein Stadtparlament bedeutet übrigens mitnichten, dass die jeweilige Partei auf dem Boden des Grundgesetzes steht. Wie sonst könnte die NPD in Sachsen im Landesparlament sitzen?

    [...]

    Zum Thema: Ich finde es immer wieder erstaunlich, mit wem diese „Islamkritiker“ alles zusammenarbeiten, um irgendwie Aufmerksamkeit für ihre kruden Thesen zu bekommen.
    Was soll das werden? Der Feind meines Feindes ist mein Freund?
    Die machen wirklich alles Hauptsache es geht irgendwie gegen ihr Feindbild, den Islam.
    Was meiner Meinung nach auch der Grund ist, warum sie von vielen nicht ernst genommen werden, die arbeiten wirklich mit allen unseriösen Mitteln, die sie finden.

    Bitte bleiben sie sachlich. Danke, die Redaktion/mo.

    "demokratisch legitimiert". Ich glaube, Sie wissen nicht, was diese Worte bedeuten.

    Pro Köln ist eine rechtsradikale Splitterpartei und nicht auf dem Boden des Grundgesetzes. Zudem agiert sie populistisch und provokant und dabei immer unsachlich. Hier zb. wurde sich immer gegen Homosexuelle und ihre Gleichstellung auf beleidigendste Art geäußert und politisch entsprechend agiert um dann beim CSD, den Pro Köln selbst verhindern wollte, mitzuwirken?

    Entschuldigung, aber diese Partei ist nichts weiter als personifizierter Ausländerhass der übelsten Sorte. [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Vergleiche. Danke, die Redaktion/ls

  4. "Mit unserer CSD-Teilnahme wollen wir darauf hinweisen, dass die Bedrohung für unsere homosexuellen Mitbürger hauptsächlich von Jugendlichen mit muslimischen Migrationshintergrund kommt"

    Soso, das weiß also Pro Köln zu behaupten. Ich nehme das ganz anders wahr. Es sind nicht die jugendlichen Migranten, die bis heute die steuerliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften blockieren und dies mit ihrem Gott und dessen angeblichen Willen begründen.

    Aber - um Gottes Willen - liebe Kölner CSD-Veranstalter: lasst diese Pro-Kölner außen vor, denn auch Migranten können schwul sein.

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    Wenn Sie bei Bedrohungen für homosexuelle Menschen wirklich zuerst an das Steuerrecht denken, sollten Sie sich den Kommentar dazu sparen.

    Die beste Strategie gegen ProKöln ist, die Mitglieder einfach reden zu lassen. Man muss diese Menschen nicht diskreditieren, die tun das selbst.

    daß es nicht auch islamische, ja sogar islamistische Homosexuelle gäbe. So viele Beispiele gab es schon, von Homosexuellen, die sich in explizit homophoben Gesellschaften oder Szenen sogar in führenden Positionen gefunden haben. Der Zwang, sich zum Eigenschutz zu tarnen und zur gesellschaftlichen Akzeptanz ein regelrechtes Doppelleben zu führen, hat schon unfaßbare Biografien hervorgebracht. Hier sollten sich die homosexuellen CSD-Fans also der Geschichte ihrer Minderheit bewußt werden, um zu dem Standpunkt zu gelangen, der ihr ureigenster ist.

  5. Das ich nicht lache.
    Die Brüder im Geiste Pro Kölns sind in Paris Sturm gelaufen GEGEN Homosexuelle.
    Schwule und Lesben sind Pro Köln doch vollkommen egal, sie würden sich auch mit Schweinezüchtern und Brauerein zusammentun, Hauptsache gegen den Islam.
    Ich dachte die "rosa Autonomen", eine schwule Abteilung der Autonomen Nationalisten schießen den Vogel ab, aber das?! Das ist so vorhersehbar.

    Klar sind Homosexuelle in islamisch geprägten Ländern Gewalt ausgesetzt, das ist nicht neu, aber auch in Osteuropa müssen Schwule und Lesben um ihr Leben bangen, wieso setzt Pro Köln sich dafür nicht ein? Ach klar, Moskau, Kiew und Minsk sind keine muslimisch geprägten Städte.

    Ernsthaft, Wahlkampf geht auch subtiler, sollen sie es wie Merkel und co. machen und sich mit Flutbetroffenen Bürgern filmen lassen, aber der Rhein ist ja noch nicht übergetreten.

    Homosexuelle sind tatsächlich Bedrohungen ausgesetzt und sollten nicht einfach nur als Wahlkampf-Requisit dienen.

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    Die Übergriffe von Individuen können doch kein verlässlicher Maßstab für die Akzeptanz bzw. Bedrohung innerhalb der Gesellschaft sein. Da sollte und muss man sich eher die staatlichen Sanktionen anschauen, zumal es ein signifikanter Unterschied ist, ob man von vereinzelten und verwirrten Mitbürgern oder aber von Exekutive, Legislative und Judikative verfolgt wird.

    Geht man nach Wikipedia, dann sehen folgende Länder die Todesstrafe für Homosexualität vor:

    Mauretanien, Nigeria, Sudan, Iran, Jemen, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate.

    Lebenslänglich wird verhängt in:

    Sierra Leone, Bangladesch, Myanmar, Pakistan, Singapur, Barbados und Guyana.

    Bis auf Myanmar und die Kleinststaaten Singapur, Barbados und Guyana sind die restlichen Länder entweder direkt islamische Staaten oder aber von einer muslimischen Mehrheit bevölkert. Und da man sich hier auch nicht auf Korrelationen wie "Das hängt mit der sozialen Schicht zusammen" berufen kann, muss man (leider) eine Kausalität zwischen Islam und Homophobie bzw. Hass gegenüber Homosexuellen diagnostizieren.

    Was ja in zahlreichen (Nicht-Bertelsmann)Studien auch bestätigt wird.

    Die Anzahl, die Qualität und insbesondere die gesellschaftlichen (Nicht-)Reaktionen auf Übergriffe von Individuen können doch sicherlich durchaus ebenfalls ein verlässlicher Maßstab sein?

    Zudem haben wir es weder in Ost- noch in Westeuropa (siehe aktuell Frankreich) nur mit „vereinzelten und verwirrten Mitbürgern“ zu tun – die dürften zusammen mit organisierten Schlägerbanden allenfalls die Spitze eines Eisbergs bilden … der immer noch aus einem gesellschaftlich-kulturellen Alltagsklima der Angst und Feindschaft gegenüber Homosexualität besteht – an dem die christlichen Kirchen eine nicht unerheblichen Mitverantwortung haben dürften.

    http://www.zeit.de/gesell...

    Wenn Sie mögen schauen Sie sich doch auf Wikipedia auch einmal den Artikel zu „Homosexualität im Islam“ an. Dort können Sie lesen, dass für 1000 Jahre arabisch-islamischer Kulturgeschichte keine Homophobie festgestellt werden kann – und das Angst und Feindschaft gegenüber Homosexualität erst im 19. Jahrhundert im Zuge des Kolonialismus in den Nahen Osten kulturimportiert wurden.

    „Tausendundeine Nacht“ ist Ihnen sicherlich ein Begriff.

    Eine von Ihnen diagnostizierte „Kausalität zwischen Islam und Homophobie bzw. Hass“ ist also so nicht gegeben bzw. eine sinnvolle Erklärung für das von Ihnen beschriebenen Phänomen könnte allenfalls in aktuell verbreiteten Interpretationen der islamischen Religion gesucht werden, nicht aber im Islam an sich.

  6. 7. Maneo

    Antworten auf Fragen zu Maneo finden Sie am besten auf deren Webseite, da erklärt sich manches: "Unsere Mitarbeiter beraten jährlich über 300 Betroffene von Gewalt, erfassen gegen Schwule gerichtete Gewalttaten und leisten gewaltpräventive Öffentlichkeitsarbeit. Unsere Arbeit umfasst vier Kernbereiche (Opferhilfe, Erfassung, Prävention und Engagement)."

    Folglich gibt es gar keine statistisch hochrechenbaren Daten, da nur jene gezählt werden, die sich melden. Es geht im wesentlichen auch um Hilfe für die Opfer, weil die oft traumatisiert sind. Mit dem Finger wird eher nicht gezeigt - allerdings ist Maneo in Berlin eine mahnende Stimme, die verhindert, dass Gewalt gegen Schwule als Thema unter den Tisch fällt.

    Eine "demokratische Legitimierung" durch den Einzug in ein Stadtparlament bedeutet übrigens mitnichten, dass die jeweilige Partei auf dem Boden des Grundgesetzes steht. Wie sonst könnte die NPD in Sachsen im Landesparlament sitzen?

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    Antwort auf "Offene Fragen"
  7. "Das ist Unfug", sagt Maneo-Projektleiter Bastian Finke, "so eine Aussage lassen unsere Daten nicht zu." Also auch wenn Hr. Finke das zurückweist, kann man schon zu dem Schlusss kommen. Die letzte Dokumentation von Maneo für Berlin von 2008 war ein ausführlicher Bericht über die Gewalterfahrung Homosexueller.

    Dabei vermuteten ca 40% (39,6)% der Betroffenen eine Nichtdeutsche Herkunft der Täter. http://www.maneo.de/infop... - und nur 17% vermuteten einen Rechtsradikalen Hintergrund.

    Und wenn ich mir anschaue wie sich besonders Jugendliche bei denen man eine "Nichtdeutsche Herkunft" vermuten würde so gebären (Schwul ist dort ein Schimpfwort, genau wie bei vielen deutschen Jugendlichen übrigens auch), dann passt Schwulenhass genau ins Bild.

    Logischerweise ist nicht jeder Nichtdeutsche-aussehende ein Schwulenhasser - und genug Deutsche sind dumm genug ebenfalls sinnlos herumzuhassen. Aber die Aussage von "Blu" als Nachplappern dieser unsäglichen Pro-Hirnlos Leute zu bezeichnen ist schon ziemlich unhöflich.

    Noch ein Artikel zum Thema "Schwul und Moslem": http://www.spiegel.de/uni...

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    dass nicht jeder "nichtdeutsche Jugendliche" ein Muslim ist, und nicht jeder "nichtdeutsche Jugendliche Muslim" der gewaltätig gegenüber Homosexuellen wird dies aufgrund seines Glaubens ist.

    Das ist das Problem mit den Rechten und Rechtspopulisten wie Sarrazin, pro Köln und Co. Sie können nich tmit wissenschaftlichen Erhebungen umgehen und generalisieren/pauschalisieren ergebnisse zu ihrem Gunsten. Diskussionen auf der Sachebene sind nicht möglich, weshalb ich es anders als die KLUST, für falsch halte, im rahmen dieses Geschehens Homophobie bei muslimischen Mitbürgenr zu diskutieren.

    Ich persönlich jedenfalls fühle mich weit mehr geächtet und unterdrückt durch den Staat, seine Mehrheitsmeinunge und dadurch stattfindende Diskriminierung als durch irgendwelche Muslime.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Köln | Demonstration | Volker Beck | Propaganda | Berlin | Istanbul
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