Die Linke will den Mindestlohn mittelfristig auf zwölf Euro erhöhen. Zunächst müsse ein gesetzlicher Mindestlohn von zehn Euro geschaffen werden, heißt es im Wahlprogramm, das auf dem Parteitag in Dresden abschließend beraten wird. Bis zum Ende der nächsten Legislaturperiode solle der Mindestlohn dann "an der Marke '60 Prozent des nationalen Durchschnittseinkommens' ausgerichtet werden". Dies seien derzeit zwölf Euro.

Für die Wochenarbeitszeit strebt die Linke eine Obergrenze von 35 Stunden, längerfristig sogar von 30 Stunden an. Der Hartz-IV-Regelsatz müsse kurzfristig auf 500 Euro angehoben werden, heißt es in dem Programm. Langfristig soll das Hartz-IV-System durch eine "bedarfsgerechte und sanktionsfreie Mindestsicherung" abgelöst werden. Die Linke will demnach ein Konzept einbringen, "in dem keine Mindestsicherung unter 1.050 Euro liegt".

Auch die von den Linken geforderte Mindestrente soll bei 1.050 Euro liegen. "Die Rente erst ab 67 muss wieder abgeschafft werden, ohne Wenn und Aber", heißt es in dem Programm. Das Rentenniveau müsse wieder auf 53 Prozent angehoben werden.

Auch die Euro-Krise soll an diesem Nachmittag Thema auf dem Parteitag sein.  Die Diskussion könnte kontrovers werden. Der frühere Partei- und Fraktionschef Oskar Lafontaine hat bereits mehrfach die Auflösung des Euro-Raums gefordert. Die Linkspartei-Spitze hatte daraufhin demonstrativ für den Erhalt des Euro ausgesprochen. Die Linke sei nicht für den Austritt aus dem Euro, sagte die Vorsitzende Katja Kipping beim Bundesparteitag in Dresden.