Seit Jahren steigt die Zahl der Nichtwähler – doch nach einer Umfrage des Forsa-Instituts verweigern sich die meisten von ihnen nicht auf Dauer, sondern nur zeitweise. Auch wenn sie nicht wählen gehen, sehen sie sich der Studie zufolge noch immer in das politische Geschehen eingebunden und äußern hohes politisches Interesse.

Für die Untersuchung im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung wurden 3.501 Wahlberechtigte befragt, die sich selbst als Nichtwähler deklariert hatten. 77 Prozent von ihnen sind der Ansicht, dass Wahlen ein hohes Gut sind. Nur 32 Prozent der Befragten meinen, durch die Stimmabgabe könne man nichts ändern.

Zur Wahl gehen die Befragten vor allem deshalb nicht, weil sie unzufrieden mit Politikern und politischen Inhalten sind. Sie wünschen sich vor allem eine "kümmernde" Politik: Die Parteien sollten demnach unnötigen Streit vermeiden und sich gemeinsam der Lösung wichtiger Probleme widmen.

Nichtwähler stammen der Erhebung nach überproportional stark aus den nicht privilegierten Schichten der Gesellschaft.