Die Sozialdemokraten wollen im Falle eines Wahlsieges bei der Bundestagswahl am 22. September die Beitragspflicht für Kinderkrippen und Kitas abschaffen. Ein entsprechender Leitantrag soll am Sonntag vom SPD-Konvent verabschiedet werden, berichten die Süddeutsche Zeitung und Spiegel Online. Die Kostenbefreiung solle schrittweise erfolgen. 

Als erstes sollen die Gebühren für Krippen abgeschafft werden. Später sollen dann auch  Kitas kostenfrei werden. Insgesamt sollen Familien um durchschnittlich 1.900 Euro pro Jahr entlastet werden.

Auch das Kindergeld wollen die Sozialdemokraten laut ihrem Wahlprogramm erhöhen. Die Erhöhung betreffe jedoch nur niedrige Einkommen. Erwerbstätige Alleinerziehende mit einem Bruttoeinkommen bis zu 2.000 Euro monatlich und Verheiratete mit maximal 3.000 Euro brutto hätten dann bis zu 140 Euro mehr Kindergeld im Monat zu erwarten. Im Gegenzug müssten Gutverdiener mit weniger Kindergeld rechnen.

Die SPD strebt mit ihrem Plan eine gebührenfreie Bildung von der Kita bis zur Universität an. Ihr Wahlprogramm sieht vor, schrittweise bis zu 20 Milliarden Euro für Bildung zur Verfügung stellen. Zehn Milliarden davon sollen vom Bund kommen. Finanziert werden soll dies unter anderem durch die Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 49 Prozent. Dieser soll  ab einem zu versteuernden Einkommen von 100.000 Euro greifen.