SPD-WahlkampfKraft hält Große Koalition im Bund für möglich

NRW-Landeschefin Kraft und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig sind offen für ein Bündnis mit der Union. "Wir machen keine Ausschließeritis", sagte Kraft.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft schließt eine große Koalition nach der Bundestagswahl im September nicht aus. "Wir machen keine Ausschließeritis", sagte die SPD-Politikerin dem WDR-Magazin Westpol. Ihre Partei werde sich ein Bündnis mit CDU/CSU offenhalten.

Die SPD könne aber noch aufholen, für Rot-Grün fehle nicht viel, sagte Kraft. "Erst wenn das Wahlergebnis da ist, reden wir über Koalitionen. Dann geht es um Inhalte, und die müssen zusammenpassen." Noch im Juni hatte der SPD-Fraktionschef im Düsseldorfer Landtag, Norbert Römer, einer großen Koalition im Bund eine klare Absage erteilt.

Anzeige

Am Samstag hatte bereits Schleswig-Holsteins SPD-Ministerpräsident Torsten Albig die Möglichkeit einer Koalition mit der Union eingeräumt. "Regierung ist nie Teufelszeug. Aber wir wollen rot-grün regieren. Und nur, wenn das nicht geht, überlegen wir uns, wie wir dann regieren. Aber regieren werden wir", sagte Albig der Nachrichtenagentur dpa.

Angesprochen auf die schlechten Umfragewerte von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sagte Albig: "Ich sehe in der Tat keine relevanten Chancen, dass er deutlich vor Frau Merkel als Person liegen würde. Muss er aber auch nicht. Es geht darum, wie CDU/FDP und Rot-Grün abschneiden."

Steinbrück hat eine Große Koalition bislang zwar nicht ausdrücklich ausgeschlossen, aber angekündigt, selbst nicht an einem solchen Bündnis teilzunehmen. Abgelehnt hatte Steinbrück dagegen eine Koalition mit der Linken.

In der wöchentlichen Sonntagsfrage des Emnid-Instituts erreichte die SPD zwei Monate vor der Bundestagswahl 25 Prozent. Damit verlor sie einen Punkt im Vergleich zur Vorwoche.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. Kraft trägt ja nun schon von der Friseur her den Partnerlook von Angie.

    Nachdem auch der Lack bei Kraft ab ist würde sie sich vielleicht doch lieber nach Berlin verziehen.

    Hanni und Merkel das neue TraumpaarInn.

    Die Bilanz von Kraft ist von ihrer Partei ausgesehen Katastrophal. Sie wird mit dem Rau Effekt verabschiedet werden, heisst als Sympathieträger.

    Den die Klüngelei und die WestLB Pleite wird man im roten NRW nie aufdecken.

    4 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • joG2.0
    • 21. Juli 2013 15:23 Uhr

    ....was Deutschland verdient.

    Wer Maastricht und Lissabon sowie ESM und Abhör Skandal mit sich machen lässt der braucht sich nicht zu wundern, wenn er eine alternativlose Politik bekommt.

  2. Der SPD-Fraktionschef im Düsseldorfer Landtag, Norbert Römer, hat einer großen Koalition im Bund eine klare Absage erteilt, waehrend seine Chefin das ganz anders sieht?
    Wer steht jetzt wie ein Depp da?

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    den Artikel - nicht durch Hannelore Kraft, hätte man sie beim Wort genommen. -

  3. gemacht wird. Hannelore Kraft schließt ein Bündnis mit der CDU auf Bundesebene nicht aus - und das allein gehört sich so unter demokratischen Parteien, wenn man den Willen der Wählenden akzeptiert. - "Erst wenn das Wahlergebnis da ist, reden wir über Koalitionen. Dann geht es um Inhalte, und die müssen zusammenpassen." - Also, erst nach dem Wahlergebnis die Frage nach Koalitionen unter demokratischen Parteien; das heißt, daß es innerhalb dieser Parteien Programminhalte geben muß, zu denen auch gestanden wird und die zusammenpassen müssen. - Klaut die CDU deswegen schon einmal die Themen der SPD? Themen, die, wären sie der CDU eine Herzensangelegenheit, längst in der letzten Legislaturperiode hätten erledigt werden können? -

    5 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    << Hannelore Kraft schließt ein Bündnis mit der CDU auf Bundesebene nicht aus - und das allein gehört sich so unter demokratischen Parteien, wenn man den Willen der Wählenden akzeptiert. <<

    Was soll denn das sein?
    Wenn sich 2 moralisch bankrotte "Volks"-Parteien der Machtliebe willens aneinanderklammern, weil sie jeweils nur von Minderheiten gewählt werden?
    Wieso ist der Wählerwillen nicht, dass alle Parteien koalieren, oder das gar keine Partei regieren soll?
    Ergründet sich dieser "Willen" darauf, dass Union & SPD die Parteien sind, die noch am meisten Stimmen bekommen, also eine relative Mehrheit?
    Die relative Mehrheit der Stimmen bekommen aber keine der Parteien; der größte Anteil der Wahlberechtigten wählt weder Union noch SPD. Besser noch: Er beteiligt sich erst garnicht an dieser Demokratiesimulation!

    Und überhaupt: Das der Wille überhaupt also solcher existiert (und "frei" ist) ist schon fragwürdig. Ist ja nicht so, dass Sachthemen bei Wahlen eine entscheidende Bedeutung hätten. Sehr zu gunsten von Menschenfängern mit guter PR-Maschine und entsprechender Wohlgesinnung in den Massenmedien...

    "...und das allein gehört sich so unter demokratischen Parteien, wenn man den Willen der Wählenden akzeptiert."

    "Abgelehnt hatte Steinbrück dagegen eine Koalition mit der Linken."

    Huch!

    ...haben sowohl "S"PD als auch "C"DU und zwar von der Partei DIE LINKE.

    In Deutschland und Europa, wie weltweit, geht es um soziale Gerechtigkeit, um Erhalt der Umwelt und um Wiederherstellung der Menschenwürde. Das werden SPD, GRÜNE, CDU/CSU und FDP nicht hin bekommen, das haben sie in ihren Renovierungsarbeiten bewiesen. Jahrzehnte langer Sozialabbau durch diese Parteien liegen uns vor den Füßen. Es soll aber noch schlimmer kommen. Kraft sollte ruhig und froh sein, dass sie das Geld hat, um ihre Kinder auf Privatschulen zu schicken, während auch heute noch jedes fünfte Kind im Ruhrgebiet arm ist.

    DIE LINKE hängt als einzige Partei NICHT an den Marionettenfäden des Kapitalismus.

  4. den Artikel - nicht durch Hannelore Kraft, hätte man sie beim Wort genommen. -

  5. ...eine große Koalition oder ein weiteres mal Schwarz Gelb. Und wenn die FDP wirklich aus dem Parlament fliegt gibt's nur die Große.
    Das weis auch jeder, warum groß herumeiern.
    Wenigstens hat Frau Kraft den Anstand zu sagen was eh alle wissen...

    2 Leserempfehlungen
  6. Kraft. "Erst wenn das Wahlergebnis da ist, reden wir über Koalitionen. Dann geht es um Inhalte, und die müssen zusammenpassen."

    Ja, so wie die VDS. Oder den fehlenden Willen die PRISM-Geschichte aufzuarbeiten und daraus für die US-Amerikaner negative Konsequenzen zu ziehen. Vielleicht gibts auch wieder eine neue "Merkel-Steuer"; die fortlaufenden Rettungen des Kapitalismus und seiner Günstlinge will schließlich solide gegenfinanziert werden.
    Und mit ein bisschen Glück (2/3 Mehheit) lässt sich sogar im Grundgesetz heumpfuschen, der nationalen Sicherheit, der Stabilität, den Arbeitsplätzen, dem Wachstum zuliebe, natürlich.
    Passen halt gut zusammen...

    13 Leserempfehlungen
    • Nictoo
    • 21. Juli 2013 12:30 Uhr

    Eine linke Partei schliesst eine Koalition mit den Linken aus aber nicht mit den Rechten. Muss wahrscheinlich nicht erklärt werden oder?

    14 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Die LINKE bewegt sich ausserhalb des demokratischen Spektrums und ist fuer serioese Parteien absolut nicht koalitionsrelevant. Schau dir doch nur an welche Tiefflieger bei denen das Sagen haben: Rixinger, Lafontain, Liebesknecht. Ewig gestrige Sektierer.

  7. Nee, schon klar Hannelore, aber ich als Wähler mache eine ganz klare

    "Ich wähle EUCHBEIDENICHTERITIS"

    Diese elende Spiel aus "WÄHLERBESCHEISSERITIS" und "VERSPRECHBRECHERITIS"
    kannst Du mit Angela getrost alleine spielen! OHNE MICH!
    Und man sieht sich dann ja 2017 nochmal, wenn Du mit Deinen sogenannten "Sozialdemokraten" endlich die 10%-Marke durchbrecht, runter auf 7 - 9%!
    Bis dann.

    MfG
    biggerB

    23 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    >>Und man sieht sich dann ja 2017 nochmal, wenn Du mit Deinen sogenannten "Sozialdemokraten" endlich die 10%-Marke durchbrecht, runter auf 7 - 9%!<<

    Na, na - so pessimistisch würde ich das nicht sehen.
    Ich schätze, die PD kommt dann 2017 noch mindestens auf 13% und wird drittstärkste Partei noch vor den Grünen.

    Frau Kraft, Zwischenfrage von einem bestimmt-niemals-mehr-SPD-Wähler: Wenn ihre Partei eine Große Koalition ankündigt am Wahlabend und dann eine Woche später das völlig überraschende Ergebnis einer Einigung verkündet - natürlich mit betroffener Miene und Aussagen wie "Wir mußten es für das Land tun", "Regierungsstabilität" und ähnlichem BlaBla - für wie glaubwürdig auf einer Skala von 1-10 GigaMerkel würden Sie sich dann befinden?

    Falls Sie also auch nur den geringsten Rest politischen Selbsterhaltungstrieb haben, sollten Sie besser bei entsprechendem Ergebnis noch am Wahlabend auf Neuwahlen bestehen, anstatt das Wort "Große Koalition" auch nur anzudenken.

    Wir sehen uns!

    Da fällt mir der Brief von Uli Maurer ein, dem ehemaligen Fraktionsvorsitzenden der SPD in BW, den er vor seinem Parteiaustritt an den SPD-Vorstand 2005 schrieb.:

    http://www.nachdenkseiten...
    Und Ihr, die Ihr als gewählte Führung die demokratische Substanz dieser Partei verteidigen müsstet, lasst zu, dass aus der ältesten und größten demokratischen Partei Deutschlands ein billiges Gefolgschaftsverhältnis geworden ist.

    Es gibt keine Ewigkeitsgarantie für die Volksparteien und schon gar nicht für solche, die die Teile des Volkes, die sie am dringendsten brauchen nicht mehr vertreten.

    (...)
    Doch dieser Tage wurde Ihnen mitgeteilt, dass profitgierige Heuschrecken das Land überfallen haben. Manche haben vielleicht erstaunt aufgehorcht und die waren dann noch erstaunter, dass angesichts dieser Plage die Agenda 2010 richtig, Hartz IV richtig, die Senkung der Spitzensteuersätze richtig, die nochmalige Senkung der Unternehmenssteuer notwendig, die Zulassung der Hedge Fonds auch notwendig, der Fortbestand von Clement und Eicher überlebenswendig sei und der 4 mal angekündigte Aufschwung sie im 5. Jahr von allem Elend erlösen werde.

    (...)
    Glaubt Ihr, man kann eine Summe von Fehlentscheidungen aus neoliberalem Geiste treffen und permanent rechtfertigen und dann einen Wahlkampf gegen die bösen Marktliberalen von schwarz und gelb führen.

    (...)
    Wer Glaubwürdigkeit erwerben will, muss die eigenen Fehler eingestehen und korrigieren. Und wer dazu nicht bereit ist, muss gehen.
    .

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, cwe
  • Schlagworte CDU | SPD | CSU | FDP | Peer Steinbrück | Torsten Albig
Service