BundestagswahlIhre Wünsche an die Politik sind gefragt

Welches Thema kommt im Wahlkampf zu kurz? Wo müsste dringend gehandelt werden? Schreiben Sie uns, was Sie sich von der nächsten Bundesregierung wünschen. von 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat viel Raum zum Nachdenken.

Worüber sollten sich Politiker mehr Gedanken machen? Folgen Sie unserem Leseraufruf und formulieren Sie Ihre Wünsche an die Politik.  |  ©Thomas Peter/REUTERS

Liebe Leser, was wünschen Sie sich von der Politik? In einer Serie von Leserartikeln gibt ZEIT ONLINE Ihnen die Gelegenheit, ein Thema in den Mittelpunkt zu rücken, das Sie berührt oder von dem Sie persönlich betroffen sind.

Was sollte die nächste Bundesregierung Ihrer Meinung nach als Erstes angehen? Die Leiharbeit verbieten, Volksentscheide einführen oder die Steuern für den Mittelstand senken? Schreiben Sie auf, über welchen Missstand, über welche Fehlentwicklungen Sie sich am meisten ärgern und was Sie tun würden, um sie zu beheben.

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Bitte beschreiben sie kein Sammelsurium an Vorschlägen oder ein Zehnpunkteprogramm, sondern eine konkrete Idee oder Maßnahme: Warum ist dieses oder jenes Thema ein Problem und wie sollte es angegangen werden?

Wir suchen prägnante, persönliche Essays von etwa 2.500 Zeichen Länge. Je konkreter Sie Ihr Anliegen formulieren, desto wahrscheinlicher ist, dass es eine konstruktive Debatte anstößt. Die besten Anträge wollen wir anschließend mit Politikern und Wissenschaftlern besprechen. In einzelnen Fällen werden wir Experten zu Livedebatten mit unseren Lesern im Kommentarbereich einladen.

Ihre Ideen und Texte senden Sie uns bitte über das Leserartikel-Formular, wir setzen uns dann mit Ihnen in Kontakt.

Den Auftakt zu unserer Serie macht der Aufruf unseres Autors auf der folgenden Seite:

Leserkommentare
  1. Wäre mal ein Anfang.

    17 Leserempfehlungen
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    • gorgo
    • 20. August 2013 10:55 Uhr

    Es gäbe eine ganz einfache Forderung, die alle warmen Empfehlungen überflüssig macht: Umfassende themenbezogene Abstimmungsverfahren - Volksentscheid nach dem Modell der Schweiz.
    Mich ärgert die Frage, denn sie ist Augenwischerei und im Grunde obrigkeitshörig, ja sie erzeugt Obrigkeitshörigkeit: Sie vermittelt, dass es richtig wäre, Politik an einen guten König abzugeben - der oder die schaut sich die Wunschlisten an, wird dann schon meine eigenen herauspicken und soll dann mal machen - und das ungestört, für vier Jahre, bis dann Otto und Liese Untertan wieder Wunschlisten abgeben dürfen.
    Das einziege, worauf sich jeder einigen können müsste: Das Recht auf direkte Mitbestimmung an praktisch jedem einzelnen Thema, das hier angesprochen wird - sogar der Überwachungsstaat ließe sich in einem Tag ausschalten

  2. Die Massenzuwanderung in den Sozialstaat wäre auch ein gutes Wahlkampfthema. Glaube aber nicht das sich auch nur eine Partei traut oder willig ist, dieses heiße Eisen anzupacken!

    10 Leserempfehlungen
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    "Die Massenzuwanderung in den Sozialstaat wäre auch ein gutes Wahlkampfthema."

    Da aber der Massenzuwanderung in den Sozialstaat massive Riegel vorgeschoben sind und diese also auch nicht stattfindet, dürfte dieses auch nicht gerade das spannendste Wahlkampfthema sein.

    Falls Sie mal 'ne seriöse Quelle hätten über diese angebliche Massenzuwanderung... es ist ja für binationale Paare nicht mal möglich, den eigenen ausländischen Ehepartner nach D zu holen (und nein, der dürfte nicht Sozialhilfe oder sowas beantragen).

    • Hatikva
    • 20. August 2013 11:22 Uhr

    dieses heiße Eisen anzufassen. Sie fordert eine Einwanderungspolitik nach kanadischem Vorbild. Diese schließt eine ungeordnete Zuwanderung in die Sozialsysteme aus.

  3. Die Liste wäre lang. Aber beginnen wir top down:

    1. Lassen sie wieder Moral Einzug halten, statt nur zu taktieren.
    2. Halten sie sich an Geist und Buchstaben des Grundgesetzes.
    3. Ergreifen sie echte Massnahmen gegen den Überwachungsstaat.
    4. Führen sie ein striktes Trennbankensystem ein.
    5. Verleugnen sie nicht bei jedem Konflikt ihre Verantwortung.

    33 Leserempfehlungen
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    Entfernt. Bitte äußern Sie sich sachlich und differenziert. Danke, die Redaktion/sam

    DIe Einführung eines strikten Trennbankensystems soll die Erbsünde der Finanzwirtschaft tilgen.

    Ihre Nichtbeachtung ist seit Dekaden Wurzel so vieler Übel, die über die Finanzwirtschaft hinaus in Wirtschaft und Gesellschaft hinein reichen. (Bankenkrise, too big to fail, bailouts, Staatsversagen durch Staatsverschuldung)

    Und es ist eine prototypische, marktwirtschaftliche Forderung:
    Hohes Renditen, hohes Risiko. Keine Sozialisierung der Verluste aus der Finanzakrobatik. Volle Haftung der shareholer bei Versagen.

    Ah, die Redaktionsempfehlung wurde meinem Beitrag (3.) wieder entzogen. Muss wohl an der Forderung nach einem Trennbankensystem gelegen haben.

    6. Ratifizieren sie das UN-Abkommen gegen Korruption
    7. Sorgen sie für umfassende Transparenz in allen Entscheidungsvorgängen
    8. Stoppen sie die Angstpolitik im Namen des "Terrors"

    Und alles (1-8) als Forderung und nicht als Wunsch.

  4. Die Tatsache, daß das Bildungswesen der Länderhoheit unterliegt ist absurd. Bildung wird in Wahlkämpfen ständig thematisiert, der meiner Meinung nach beste Ansatz ist zur Zeit der von Frau Kraft in NRW: kein Kind darf zurückbleiben.
    Eine Vereinheitlichung sehe ich allerdings nicht auf uns zukommen, da die Bildungspolitik eins der wenigen wichtigen Politikfelder ist, auf dem unsere Landesfürsten sich noch profilieren können. Extrem unwahrscheinlich, daß sie sich das nehmen lassen.

    13 Leserempfehlungen
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    • Thetis
    • 21. August 2013 13:43 Uhr

    fängt spätestens in der Wiege an.
    Sehr wahrscheinlich noch früher.
    Es ist nicht möglich, alle Bedingungen für alle gleichzumachen. Das Mindeste dafür wäre, die Kinder ganz aus den Familien zu holen.
    Wenn Sie das tun, ist alles vorbei, weil dann keiner mehr Kinder bekommt.
    Man kann und soll viel fördern, aber irgendwann ist die Grenze eines sinnvollen Einsatzes überschritten. Und das muß man dann auch zugeben, und gestehen, daß "alle gleich" eine Utopie ist.
    Förderungsmaßnahmen dürfen auch nicht vor allem deshalb propagiert werden, weil sie für Sozialpädagogen und ähnliche Qualifizierungen Super- und nie versiegende Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen sind.
    Man darf nie vergessen, daß die Steuern, aus denen sie bezahlt werden, erst einmal erarbeitet werden müssen.

    • Kauri
    • 23. August 2013 23:17 Uhr

    Werden bald alle in NRW ihr Abitur erreichen und dann studieren wollen! Am Ende sind dann viele ach so gut ausgebildete junge Menschen arbeitslos! Die Südstaaten machen es uns vor!
    Motto: Alle wollen wohnen, aber keiner will Maurer oder Installateur werden!

  5. 5. [...]

    Entfernt. Bitte äußern Sie sich sachlich und differenziert. Danke, die Redaktion/sam

    Antwort auf "Liebe Bundesregierung"

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