Rüstungsprojekt Euro HawkEin Traum von einer Drohne

Das Desaster um die Aufklärungsdrohne Euro Hawk war von Anfang an absehbar. Schon vor zehn Jahren kannten die Verantwortlichen alle Probleme. Doch sie wollten die Drohne. von 

Drohne vom Typ Global Hawk

Drohne vom Typ Global Hawk  |  © Northrop Grumman

Etwas funktioniert nicht mehr: So beginnen viele Rüstungsprojekte. Dieses Mal sind es die Augen. Die Bundeswehr sieht nicht mehr gut genug. Also muss ein neues Sichtgerät her, ein fliegendes Auge. Doch was 1998 so selbstverständlich erscheint, die Anschaffung einer Aufklärungsdrohne, entwickelt sich zu einem politischen Desaster, über das 15 Jahre später ein hoch respektierter Verteidigungsminister ins Straucheln geraten wird. Euro Hawk wird mitten im Wahlkampf 2013 das Renommee Thomas de Maizières als letzter Preuße der politischen Klasse zerstören. Vor allem aber wird das Projekt den Steuerzahler eine halbe Milliarde Euro kosten. Mindestens.

Noch nie war es möglich, den Verlauf eines solchen Rüstungsprojekts so präzise nachzuzeichnen wie im aktuellen Fall. ZEIT ONLINE liegt eine umfangreiche Aktensammlung vor, Zehntausende Seiten mit Studien, Verträgen, E-Mails und Gesprächsnotizen aus dem Verteidigungsministerium und den beteiligten Unternehmen – insgesamt mehr als 80 Gigabyte Daten. Es sind die gleichen Akten, die dem Untersuchungsausschuss des Bundestages zur Verfügung gestellt wurden, um den Fall Euro Hawk zu prüfen.

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Ein Team von sechs Journalisten – Redakteure von ZEIT ONLINE und von der ZEIT sowie Verteidigungs-Experte Thomas Wiegold – hat dieses Konvolut in den vergangenen Wochen ausgewertet und eine Auswahl besonders lesenswerter Passagen online gestellt. In drei Teilen erzählt ZEIT ONLINE von heute an das Drama vom Aufstieg und Sturz einer Drohne.

Die Drohnen-Berichte

ZEIT ONLINE erzählt die Geschichte des Rüstungsprojektes Euro Hawk und seines absehbaren Endes in vier Teilen.

Teil eins:  Ein Traum von einer Drohne – von Anfang an waren alle Probleme bekannt

Teil zwei:  Die fremde Drohne – die Mentalitätsunterschiede zwischen USA und Deutschland sind unüberwindbar

Teil drei:  Der Absturz – der letzte Versuch, das missglückte Projekt zu retten

Teil vier:  Black Box Verteidigungsministerium – wie der Bundestag hinters Licht geführt wurde

Wie wir gearbeitet haben

Die Hintergründe der Euro-Hawk-Akten und wie ZEIT ONLINE und DIE ZEIT sie ausgewertet haben, lesen Sie im Data-Blog.

Die umfangreichen Akten dokumentieren detailgenau, woran das Projekt Euro Hawk scheiterte – und wie es dazu kommen konnte: Sie erzählen von Soldaten und Beamten und ihrem Traum, das beste Aufklärungsgerät für die Bundeswehr zu beschaffen, das auf dem Markt zu haben ist. Um es zu bekommen, ignorieren sie sämtliche Bedenken. Jeder von ihnen arbeitet dabei nach bestem Wissen, doch scheint keiner der Verantwortlichen die Warnungen hören zu wollen und sich niemand um die Konsequenzen zu kümmern.

Was den Verdacht nährt, dass Euro Hawk die Regel ist, nicht die Ausnahme. Die bitterste Erkenntnis nach Lektüre der Drohnen-Dokumente: Alle Probleme, an denen Euro Hawk gescheitert ist, waren den handelnden Personen seit mehr als einem Jahrzehnt bekannt.

Veraltete Aufklärer

Die Geschichte beginnt 1998, mit dem Aufklärungsflugzeug Breguet BR-1150 M Atlantic. Es ist nicht groß, sein knapp 30 Meter langer Rumpf ist vollgepfropft mit Technik. Der zweimotorige Fernaufklärer sollte im Kalten Krieg den Feind im Osten überwachen. Er sollte die Signale von Feuerleitsystemen, Funk- und Radarstationen registrieren, er sollte bemerken, wenn irgendwo Armeen aufmarschieren. Neun Kilometer hoch fliegt die Maschine.

Allerdings tut sie das schon ziemlich lange.

Vier dieser Flugzeuge betreibt die Bundeswehr 1998. Ursprünglich hatte die Bundesrepublik 1963 fünf Exemplare gekauft. Eines davon ist schon seit Jahren außer Dienst gestellt und dient den anderen als Ersatzteillager. Von Tag zu Tag wird die Wartung der betagten Breguet Atlantic teurer.

Drohnen-Dokumente
Das Projekt Euro Hawk
Januar 2000

Die Bundeswehr denkt erstmals über die Anschaffung von Aufklärungsdrohnen nach. Das Verteidigungsministerium unter der Führung von Rudolf Scharping (SPD) will sich vor allem über die US-Drohne RQ-4A "Global Hawk" informieren. Das Trägersystem soll die französischen Aufklärer vom Typ Breguet Atlantic ersetzen.

19. Oktober 2001

Das Verteidigungsministerium schließt eine erste Projektvereinbarung mit dem Pentagon, um die Möglichkeiten eines Global-Hawk-Einsatzes zu bewerten. Dazu gehört auch die Integration deutscher Sensorik und ein Demonstrationsflug in Deutschland.

18. August 2002

Der Generalinspekteur der Bundeswehr billigt die Systemfähigkeitsforderung zur luftgestützten weiträumigen Überwachung und Aufklärung. Mittlerweile heißt der neue Verteidigungsminister Peter Struck (SPD).

Oktober 2003

Sechs Global-Hawk-Demonstrationsflüge in Nordholz bei Cuxhaven: Die amerikanische Drohne trifft am 15. Oktober in Deutschland ein und fliegt am 6. November in die USA zurück.

18. August 2004

Der Generalinspekteur der Bundeswehr billigt die "Abschließende funktionale Forderung für das System signalerfassende luftgestützte weiträumige Überwachung und Aufklärung": Der Euro Hawk soll die Fähigkeitslücke schließen, die die Ausmusterung der Breguet Atlantic hinterlassen hat. Northrop-Grumman soll die US-Drohne anpassen, EADS die Sensorik entwickeln.

17. März 2005

Northrop-Grumman und EADS geben das erste Angebot zur Entwicklung des Euro Hawk ab. Gemessen an den Forderungen des Verteidigungsministeriums ist es dürftig und muss überarbeitet werden.

3. November 2005

Die EuroHawk GmbH wird mit Sitz in Immenstaad ins Handelsregister eingetragen. Das Stammkapital beträgt 25.000 Euro. Die Gesellschafter sind zu gleichen Teilen Northrop-Grumman und EADS.

21. Dezember 2005

Die EuroHawk GmbH gibt ein neues Angebot ab, auf dessen Basis im Mai 2006 die Vertragsverhandlungen beginnen.

13. November 2006

Der Generalinspekteur der Bundeswehr unterschreibt die erste Zwischenentscheidung zur Abschließenden funktionalen Forderung, die den Zeitverzug und die Kostensteigerungen des Projekts billigt und auch dessen Risiken neu bewertet.

31. Januar 2007

Der Haushaltsausschuss des Bundestags billigt das Vorhaben Euro Hawk. Noch am gleichen Tag unterzeichnet das Verteidigungsministerium den Entwicklungsvertrag für einen Euro-Hawk-Prototypen. Der Vertrag hat ein Volumen von 431 Millionen Euro.

2. April 2008

Die Bundeswehr kündigt das Projekt GAST, die Entwicklung durch EADS und andere dauert ihr zu lange. In GAST, eine Plattform für Aufklärungsdaten, sollten auch die Daten einfließen, die Euro Hawk sammelt. Ohne die Plattform können die Informationen der Drohne nicht vollständig in das "System Bundeswehr" eingespeist werden.

17. Dezember 2008

Die Phase der Nachverhandlungen beginnt. Der erste von insgesamt elf Änderungsverträgen zum ursprünglichen Entwicklungsvertrag wird geschlossen.

8. Oktober 2009

Der Euro-Hawk-Prototyp ist fertig, er wird in einem Hangar von Northrop Grumman in Palmdale, Kalifornien, vorgeführt. Am Rumpf trägt er die deutsche Kennzeichnung 99+01.

29. Juni 2010

Erstflug des Euro-Hawk-Prototypen von Palmdale zur Edwards Air Force Base: Fast ein Jahr lang laufen dort die Flugerprobungen. Der Luftraum ist weiträumig gesperrt.

21. Juli 2011

Der Euro-Hawk-Prototyp landet im deutschen Manching. Nun kann EADS beginnen, das Aufklärungssystem ISIS einzubauen.

2. November 2011

Der Bundesrechnungshof kündigt an, das Aufklärungssystem Euro Hawk einer Schwerpunktprüfung zu unterziehen. Er fordert vom Verteidigungsministerium alle dazu notwendigen Akten an. Das Ministerium aber mauert und will nur einen Teil der Dokumente freigeben.

24. November 2011

In Bonn treffen sich Projektleiter Rüdiger Knöpfel, Rüstungsdirektor Selhausen und Wolfgang Steiger, Direktor der WTD 61. Das Thema der Besprechung: die Zulassung des Euro Hawk. Selhausen fordert anschließend mehr Informationen ein und stoppt eine Vorlage zur Beschaffung der Drohnenserie.

18. Januar 2012

Die Fachaufsicht berichtet an den Abteilungsleiter Rüstung von weit höheren Kosten für die Musterzulassung der Serie. Nun zeichnet sich ein Mehrbedarf von insgesamt 451 Millionen Euro gegenüber der bisherigen Schätzung von 610 Millionen Euro ab.

23. Januar 2012

Die Beamten aus dem Referat Rü VI 2 berichten über die weitere Vorgehensweise. Nun soll keine Musterzulassung mehr verfolgt, sondern nach Alternativen gesucht werden.

1. März 2012

Verteidigungsminister Thomas de Maziere wird auf einer Rüstungsklausur über die Probleme beim Euro Hawk informiert – dabei jedoch beruhigt. Die Probleme seien lösbar.

5. September 2012

Das Verteidigungsministerium lässt nun offiziell nach alternativen Plattformen für das Sensorsystem ISIS suchen.

11. Januar 2013

Der Euro Hawk 99+01 hebt zum ersten Testflug mit der eingebauten Sensortechnik ab. Der Luftraum um Manching wird stundenlang gesperrt.

Ende Januar 2013

Erste Bundesabgeordnete – darunter auch der Grüne Tobias Lindner – haken nach, ob es im Ministerium die Überlegung gebe, die Beschaffung der Euro-Hawk-Serie zu stoppen. Das Ministerium reagiert ausweichend. Die Zulassung gestalte sich "aufwendiger und zeitintensiver" als gedacht.

15. Mai 2013

De Mazière und Staatssekretär Stéphane Beemelmans räumen ein, dass sie bei dem Projekt Euro Hawk die "Reißleine" ziehen mussten. Es sei nur zu unverhältnismäßig hohen Kosten von 500 bis 600 Millionen Euro möglich, für die Euro-Hawk-Serie eine Zulassung zu bekommen. Der Prototyp der Drohne soll nun nur noch bis September 2013 getestet werden.

Die Bundeswehr würde die Flugzeuge deshalb am liebsten ausmustern. Die Technik ist längst weiter. Drohnen sind jetzt der letzte Schrei. Sie können so viel mehr als die alte Breguet: viel länger in der Luft bleiben, riesige Gebiete in Echtzeit überwachen und die fertigen Bilder sofort an die entsprechenden Einheiten am Boden funken.

Ein Traum für jeden Fernaufklärer, ein Traum für die Bundeswehr, die Drohne würde ihren Park an Aufklärungsgeräten ideal ergänzen. Denn was den Soldaten fehlt, ist der große Überblick. Den könnte man aus Höhen ab zehn Kilometern gewinnen. Hier ist die Bundeswehr blind und taub. Eine "Fähigkeitslücke" nennt es die Luftwaffe. Man sei nicht in der Lage zu einer "allwetterfähigen, weiträumigen abbildenden Aufklärung", schreibt der Führungsstab der Luftwaffe am 13. Dezember 1999.

Glücklicherweise gibt es einen Lückenfüller. Am 28. Februar 1998 ist in den USA zum ersten Mal ein ferngesteuertes Flugzeug namens Global Hawk gestartet. Dieser Habicht kann nonstop um die halbe Welt fliegen, fast zwei Tage lang in großer Höhe kreisen und riesige Flächen beobachten. Es ist die größte und leistungsfähigste Drohne, die es gibt.

Leserkommentare
    • malibu8
    • 21. August 2013 12:51 Uhr

    Ich finde, dass eine Drohne hundertmal humaner ist als Giftgas zum Beispiel. Deswegen finde ich die Wehrplanungskonzepte dahingehend vollkommen in Ordnung.

    5 Leserempfehlungen
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    Denn dieser ist nicht mehr aktiv am Kampfgeschehen beteiligt, sondern bestenfalls tausende Kilometer entfernt. Er muss sich nicht direkt mit den Folgen seiner Handlung auseinandersetzen. Der Krieg wird zum Videospiel.

    Eine Drohne ist ein Waffenträger und niemand kann Sie daran hindern, in dunklen Momenten Ihrer Machtausübung auch nichtkonventionelle Waffen an diesen zu hängen.

    Welche Waffe ist den human

    Eine Drohne humaner als Giftgas?
    Das ist so wie "nachts ist es kälter als draußen". Außerdem könnte man sicherlich auch beides gleichzeitig haben, also chemische Waffen an ein unbemanntes/ferngesteuertes Flugzeug hängen.

    Und dann rüstet man die Drohne mit AGM-114 Hellfire-Raketen aus, und tötet irgendwo sogenannte "Terroristen".

    • nik--
    • 21. August 2013 20:03 Uhr

    heißt noch lange nicht human. Und Giftgas ist nicht grundlos international geächtet.

    Es ist eine Aufklärungsdrohne. Sie trägt keine Waffen. Der Vergleich mit dem Giftgas hinkt wohl etwas.

  1. Damit wird nur bestätigt, was man schon längst weiß - de Maiziere kam zur Drohne wie die Jungfrau zum Kind. Und es ist nicht das einzige problematische Militäranschaffung aus RotGrünen Tagen.
    Dass Scharping vor dem Untersuchungsausschuß jede Verantwortung abstritt, dürfte nicht überraschen. Aber man kann sich giut vorstellen, wie er bei ein paar Gläsern Rotwein mit Kujat feuchte Augen über so tolle Technik bekam. Immerhin durfte er für 50 Milliarden neuestes Kriegsgerät bestellen. Leider kann nun die neue Bundeswehr vieles davon gar nicht mehr gebrauchen.

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    • NvonX
    • 22. August 2013 1:34 Uhr

    …dass Sie just das ansprechen, was dieser Artikel suggeriert - alles der SPD zu verdanken. Und zwar, in dem die einzigen Namen, die hier aus dem Verteidigungsministerium (VM) genannt werden der von Peter Struck (SPD) und Rudolf Scharping (SPD) sind.

    Weder wird erwähnt, dass beim Beschluss der Anschaffung durch Gründung der EuroHawk GmbH im Nov. und der Vorlage des ersten Angebots im Dez.2005 bereits F. J. Jung (CDU) Verteidigungsminister war.

    Noch wird näher auf die EuroHawk Gmbh eingegangen, schauen Sie mal in das Impressum. 2 GF, über Hr. N. Tükenmez find ich so nix, aber Hr. S. Gramolla ist Beisitzer im Vorstand der CSU Neuburg:

    http://www.csuneuburg.de/...

    Nanu.

    Wir sprechen hier über einen Zeitraum von 5 Jahren, in denen das VM unter SPD Führung über den Ersatz veralteter Aufklärer nachdenkt und beginnt sich für den Global Hawk zu interessieren.

    Und über einen Zeitraum von 8 Jahren, in denen das VM unter Führung der CDU/CSU trotz schlechtester Voraussetzungen, die Entwicklung einer eigenen Drohne beschließt und zum Debakel führt.

    Angebote, Nachverhandlungen, Schaden für den Steuerzahler, alles (oder vorsichtshalber fast alles) auf dem Mist der CDU/CSU gewachsen.

    Das hier der Eindruck entsteht es gehe alles auf die SPD zurück, mag gewollt oder ungewollt sein, ich kann aber nicht fassen, dass Sie auch noch darauf reinfallen. Oder WOLLEN Sie das unbedingt glauben.

  2. Das Ding soll doch wohl kaum hier eingesetzt werden, sondern über Ländern, die wir ohnehin nicht um Erlaubnis fragen;-)

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    Und daran soll die Anschaffung scheitern ???

    Hat der Global Hawk eine Zulassung für den deutschen Luftraum ???

    Wenn ja, warum und was ist der Unterschied ???

    Dürfen die Amis dann bei uns für ihre Zwecke aufklären, wir aber im eigenen Land nicht ???

    Können wir die Amis vom Drohneneinsatz in Deutschland abhalten, indem wir dem Global Hawk die Zulassung für den deutschen Luftraum verweigern ???

    Hat der Global Hawk eine Zulassung für den pakistanischen oder afghanischen Luftraum ??? Wenn nicht, hält das die Amerikaner vom dortigen Drohneneinsatz ab ???

    Redaktion

    Die Zulassung braucht es, weil das Ding ja irgendwo starten und landen muss und dazu durch deutschen Luftraum fliegen. Denn es startet und landet in Deutschland, das ist der Witz an seiner großen Reichweite. Alternative ist, dass dafür dann immer der Luftraum für alle anderen gesperrt werden muss.

    Und der amerikanische Global Hawk hat auch keine Zulassung, die Amerikaner sperren daher jedesmal Areale.

    Lg
    K

    • Statist
    • 21. August 2013 14:33 Uhr

    startet man nicht einfach mal aus der Hand im Krisengebiet. Selbst ein naher Flughafen wäre ungeeignet (langsame Steigrate,.....) und in Friedenszeiten müsste ein Gerät, was immerhin so breit und fast so groß ist wie ein kleiner Airbus ja schon aus Übungsgründen hin und wieder auch in und über Deutschland fliegen, oder wollen Sie es so lange in der alten Krisenregion lassen, bis eine neue Krise irgendwo den Einsatz erforderlich macht?

    Entfernt. Bitte äußern Sie sich zum Thema des Artikels. Die Redaktion/ff

    und in den Ländern, wo unser glorreiches WIR nicht um Erlaubnis fragt, werden WIR die Handelswege sichern, also Ordnung schaffen. (Frei nach Bundespräisdent a.D. Köhler.)

  3. Denn dieser ist nicht mehr aktiv am Kampfgeschehen beteiligt, sondern bestenfalls tausende Kilometer entfernt. Er muss sich nicht direkt mit den Folgen seiner Handlung auseinandersetzen. Der Krieg wird zum Videospiel.

    Eine Drohne ist ein Waffenträger und niemand kann Sie daran hindern, in dunklen Momenten Ihrer Machtausübung auch nichtkonventionelle Waffen an diesen zu hängen.

    Eine Leserempfehlung
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    ... sie Waffen trägt. Das ist in/für Deutschland bislang nicht der Fall.

  4. Welche Waffe ist den human

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    "Welche Waffe ist den human"

    Na, die Waffe(n) einer Frau doch wohl oder?

    • malibu8
    • 21. August 2013 13:19 Uhr

    Ja Drohnen eben. Hab ich doch gerade geschrieben.

    sollten wir uns schon können dürfen. Drohnen allerdings sind (außer bei Bienen) reine Angriffswaffen, vor allem gegen Zivilisten und sonstige Kollateralschäden gut zu gebrauchen. Wir brauchen solche Dinger ebenso wie Atombomben, Landminen und Interkontinentalraketen überhaupt nicht. Vor allem nicht in Europa, und am Hindukusch wird Deutschland ganz sicher nicht verteidigt, auch nicht, wenn die Roboterwaffenträger aus netten Büros in Deutschland mit dem joy stick gesteuert werden wie bei Computerballermannspielen.

    • tb
    • 21. August 2013 13:18 Uhr

    nicht der Luftwaffe, die sie daher wohl auch nicht ausmustern konnte.

    Möglicherweise ist in der Konkurrenz der Teilstritkräfte um Zuweisung von Aufträgen und Geldmitteln (Herr Kujat kam aus der Luftwaffe) ebenfalls ein Grund für Management-Fehler zu sehen.

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  5. "Welche Waffe ist den human"

    Na, die Waffe(n) einer Frau doch wohl oder?

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    • R4mbo
    • 21. August 2013 13:36 Uhr

    Worte, Argumente. Das ist human. Früher, so um die Zeit in der Jesus lebte, gings mal drum barbarische Menschen zu zivilisierten Menschen umzuerziehen, heute knallen wir einfach alle ab. Sehen nicht wie sich der Hass trotzdem ausbreitet. Man kann zwar einen Menschen töten, der Hass in seinem Kopf breitet sich trotzdem und auch gerade dadurch aus. Auf den Angreifer bzw Mörder ist er dann schon übergegangen. Jetzt sind wir seit >10 Jahre in Afghanistan, die Bedrohung durch den Terrorismus ist aber gestiegen, ein Zusammenhang wird einfach ignoriert, einfach blind weiter aufrüsten, irgendwann wird schon Schluss sein.

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/jk

    • malibu8
    • 21. August 2013 13:19 Uhr

    Ja Drohnen eben. Hab ich doch gerade geschrieben.

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    ist wohl eine Frage der Perspektive.

    Das einzige humane daran ist nur das "Made by humans"

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  • Schlagworte Euro | Harald Kujat | Traum | Verteidigungsministerium | EADS | USA
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