Unruhen : Steine und scharfe Schüsse in Kairo

Sicherheitskräfte reagieren mit Gewalt auf die Proteste von Anhängern des gestürzten Präsidenten. Zehntausende demonstrieren nach dem Freitagsgebet. Bilder aus Ägypten

Nach dem Freitagsgebet sind zehntausende Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi auf die Straßen gezogen. Die Polizei schoss mit Tränengas und scharfer Munition. Vor allem bei der zentralen Kundgebung am Ramses-Platz in der Innenstadt von Kairo gibt es Tote und Verletzte.

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Kommentare

6 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Schön!

So sieht also Demokratie aus.

40 Tonnen schwer, auf Kettenrädern und mit scharfer Munition.

ich denke so (mit Waffengewalt und Toten) werden sicherlich die beiden Lager vereint und Ägypten kann endlich den Weg des Friedens gehen - natürlich erst, wenn auch der letzte Muslimbruder den Widerstand aufgegeben hat und sich dem unrechtmäßigen Putsch der Militärjunta beugt.

Der West ist mitverantwortlich

Obwohl dies für ein Klische gehalten wird, entspricht es in diesem Fall der Wirklichkeit: der West, zumal die USA, ist mitverantwortlich für das Massaker der Protestierenden. Die USA hat den Putsch gegen den gewählten Präsident ünterstützt und auf dieser Basis seine Kooperation mit dem Milität erhalten.

Noch vor wenigen Tagen sagte der US-Aussenminister: der Machtwechsel sei legitim gewesen, da das Militär im Namen des Volkes handelte. Und jetzt?

Die saudische Position

Der saudische König hat dem ägyptischen Militär kürzlich Unterstützung in Höhe von 5 Milliarden Dollar versprochen, um mit den "Terroristen" fertig zu werden. Warum sollten die Saudis da an die "Terroristen" Waffen liefern? Angesichts dessen versteht man nun auch, warum das ägyptischen Militär sich nicht weiter um die Streichung der wesentlich geringeren Hilfsgelder aus den USA und Europa schert. Interessant ist allerdings, dass man hierzulande über diesen saudischen Schachzug nicht in der eigenen Presse, sondern nur über www.aljazeera.net erfährt.