Forsa-Umfrage : Grüne auf Jahrestief, Linke legt zu

Wie viel Zuspruch werden die Parteien am 22. September von den Wählern bekommen? Laut der aktuellen Forsa-Umfrage sinkt das Vertrauen in die Grünen deutlich.
Zwei Kleinbusse mit den Konterfeis von Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt © Sean Gallup/Getty Images

Rund dreieinhalb Wochen vor der Bundestagswahl sind die Grünen in der jüngsten Forsa-Umfrage auf ihr Jahrestief gefallen. In dem Wahltrend von Stern und RTL rutschten sie im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte auf elf Prozent ab – ihr schlechtester Wert seit Oktober 2012. Nach oben ging es in der Wählergunst hingegen für die Linken: um zwei Punkte auf zehn Prozent, ein Zweijahreshoch für die Partei.

Union und FDP verteidigten derweil ihren Vorsprung gegenüber den bisherigen Oppositionsparteien. Die Union landete wie in der Vorwoche bei 41 Prozent. Die FDP verschlechterte sich um einen Punkt auf fünf Prozent. Die SPD verharrte bei 22 Prozent. Die statistische Fehlertoleranz der Erhebung liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten. Schwarz-Gelb käme damit auf 46 Prozent, Rot-Grün auf 33 Prozent, die Opposition insgesamt auf 43 Prozent.

Nicht im Parlament vertreten wären mit unverändert jeweils drei Prozent die Piraten und die Alternative für Deutschland. Für die AfD bedeutet dies einen Zugewinn von einem Punkt gegenüber der Vorwoche.

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Kommentare

283 Kommentare Seite 1 von 23 Kommentieren

Klaus Töpfers und Angela Merkels Dosenpfand

Das Gesetz zum Dosenpfand ist aus den Zeiten der Regierung Kohl. Einst von Klaus Töpfer mit der Verpackungsverordnung eingeführt und dann von der späteren Umweltministerin Angela Merkel bestätigt (sie hätte es ja auch abschaffen können...?)

Alle Parteien und Regierungen erlassen Verordnungen. In Baden-Württemberg wurde von der CDU Regierung einst ein Gesetz erlassen, dass bei einem Heizungstausch 10 % erneuerbare Energien vorschreibt. Nur mal so als Beispiel.

Die meisten Verordnungen lösen auch Innovationen aus, die sich dann auch wirtschaftlich gut verkaufen lassen (z.B. die Technik, für Abfallverwertung, die nun bei höhreren Rohstoffpreisen auch im Ausland nachgefragt wird).

verschobene Wahrnehmung

Alle parteien haben ihr päckchen zu tragen!
Die grünen müssen sich mit dieser Problematik definitiv stark auseinandersetzen und dies aufklären! Sowie sich alle Parteien mit ihren Fehlern der Vergangenheit auseinandersetzen müssen!

Zur jetzigen Wahl:
Bei parteien links der Mitte werden bestimmte Reform-Forderungen aber immer stark thematisiert! Wenn die Mitglieder/Abgeordneten dieser Parteien auch nur einmal vergessen den Müll zu trennen sind sie gleich verlogene opportunisten! Wer grün ist muss nicht im Holzhaus Wirsingroulade essen und wer links ist muss nicht in lumpen rum laufen! Aber es ist natürlich auch nicht clever wenn bsp. Klaus Ernst im Porsche vorfährt...da schüttelt Otto Normal natürlich mit dem Kopf!

Am Ende haben Sie sich die Antwort selbst gegeben

...auch wenn Sie's nicht so recht wahrhaben wollen.

Daß Wirtschaft nicht so funktioniert, daß La Merkel das alles so toll macht mit dem Regieren, über ein glückliches Händchen oder gar magische Kräfte verfügt und allein durch Nichts-tun plötzlich die Wirtschaft zu blühen anfängt, ahnen Sie doch selbst, oder?

Merke: Die Rechnung gibt's immer hinterher!

So wie die CDU/FDP-Regierung jetzt lediglich die Ernte einfährt, die die Regierung Schröder gesät hatte, so werden wir später die Quittung für die jetzigen Versäumnisse, Schlingerkurse und Zaudereien der Regierung Merkel bekommen. Aber dann ist wahrscheinlich wieder die SPD an der Regierung, die dann selbstredend wieder an allem schuld ist... Wie nach der Regierung Kohl. Geschichte wiederholt sich: Die CDU ist in dem Sinne konservativ, daß alles so bleiben soll wie es ist (am besten die Zeit anhalten), und am Ende darf die SPD dann wieder die undankbare Aufgabe übernehmen, den Karren aus dem Dreck zu ziehen.

Und bevor jetzt wieder das altbekannte Gezeter losgeht: Daß Deutschland für den von Rot-Grün vorbereiteten wirtschaftlichen Erfolgskurs einen hohen Preis zahlte (Agenda 2010, Aufschwung auf Kosten der Armen), steht auf einem anderen Blatt.

Sie werden nicht vier Jahre warten müssen...

... schon in drei Monaten - von jetzt an! - wird es wieder keiner mehr gewesen sein wollen. Vielleicht wird der Wahlabend jetzt nicht so schön, aber die kommenden Landtagswahlen werden dann recht nett werden. So fliegt außerdem den Verantwortlichen die unmögliche Europa-, Finanz- und Arbeitsmarktpolitik der letzten Jahre um die Ohren, und nicht wieder denjenigen, die seit Jahren davor warnen. Ein so umfangreiches Gerüst aus purer Legende, Halbwahrheiten und methodisch verzerrten Fakten hat man seit der komplett kostenlosen, sich selbst tragenden Wiedervereinigung nicht mehr gesehen, und ja, es ist sicherlich tragisch für die Opfer, aber Strafe muss sein.