RechtsextremismusStaatsanwaltschaft klagt "Besseres Hannover"-Rädelsführer an

Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen vier Mitglieder der rechtsextremen Gruppe. Sie sollen unter anderem die frühere CDU-Sozialministerin Özkan bedroht haben.

Beamte am 25. September 2012 nach Durchsuchungen von Wohnungen mutmaßlicher Mitglieder der rechtsextremen Gruppe "Besseres Hannover"

Beamte am 25. September 2012 nach Durchsuchungen von Wohnungen mutmaßlicher Mitglieder der rechtsextremen Gruppe "Besseres Hannover"   |  © Alexander Körner/dpa

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat Anklage gegen vier Mitglieder der rechtsextremen Gruppe "Besseres Hannover" erhoben. Den vier mutmaßlichen Anführern der Gruppe wird vorgeworfen, eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben, berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung

Bei einer Verurteilung müssten sie mit einer Haftstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen. Die Gruppe "Besseres Hannover" war mit rechtsextremistischen und rassistischen Aktionen aufgefallen. Unter anderem wurde die ehemalige niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) bedroht.

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Im September 2012 verbot das Innenministerium "Besseres Hannover" wegen Volksverhetzung und Verbreitung nationalsozialistischer Propaganda. Damals hieß es, die Gruppe mit etwa 40 Mitgliedern habe seit ihrer Gründung im Jahr 2008 ausländerfeindliche Aktionen gestartet, rechte Zeitschriften an Schulen verteilt und Hetze im Internet betrieben. Auslöser für die Verbotsbemühungen war ein im Dezember 2011 an Özkan gerichtetes fremdenfeindliches Drohvideo.

Bei einer Razzia bei mehr als 20 Mitgliedern der rechtsextremen Gruppe wurden Waffen, Propaganda-Material und NPD-Plakate beschlagnahmt. Neben Schlagstöcken, Stichwaffen und Schreckschusspistolen befanden sich darunter auch eine große Granaten-Kartusche, eine Hakenkreuzfahne und SS-Abzeichen. Die Gruppe habe eine nationalsozialistische Struktur mit Führerbefehlen, richte sich gegen das Grundgesetz und sei als kriminelle Organisation anzusehen, erklärte das niedersächsische Innenministerium 2012.

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Leserkommentare
  1. Bei einer Verurteilung müsste die Gruppe mit einer Haftstrafe bis zu fünf
    Jahren rechnen.
    Was wiegt`s das hat`s -ob in Berlin oder Hannover.

  2. Mit Verweis auf Berlin ( von einem Bewohner Hannovers ? )

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, mpi
  • Schlagworte Aygül Özkan | CDU | Innenministerium | Grundgesetz | Gründung | Internet
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