Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Philipp Rösler (FDP) © Johannes Eisele/AFP/Getty Images

Gut vier Wochen vor der Bundestagswahl weiten die Regierungsparteien ihren Vorsprung aus. Union und FDP würden laut  Stern-RTL-Wahltrend 47 Prozent der Stimmen erreichen, SPD, Grüne und Linkspartei zusammen nur 43 Prozent. Damit könnte die schwarz-gelbe Koalition weiterregieren.

Die Liberalen und die Union verbesserten sich der Erhebung zufolge um jeweils einen Punkt auf 6 beziehungsweise 41 Prozent. Die Sozialdemokraten fielen auf ihr Jahrestief von 22 Prozent, Grüne und Linke verharrten bei 13 und 8 Prozent. Die Piraten kämen bei der Bundestagswahl auf 3 Prozent. Möglicherweise profitierte die FDP von Gerüchten über eine große Koalition. Die statistische Fehlertoleranz der Forsa-Umfrage liegt bei plus/minus 2,5 Prozentpunkten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel legt demnach in der Wählergunst nach ihrem Sommerurlaub deutlich zu. Könnten die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen, würden sich 57 Prozent für die CDU-Chefin entscheiden – 3 Punkte mehr als in der Vorwoche. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück verliert hingegen 2 Punkte und liegt mit 21 Prozent weiter deutlich hinter der Kanzlerin.

Verwirrung bei Wahlberechtigten

Die Umfrage brachte auch Unwissen über die Bundestagswahl ans Licht. Einen Monat vor der Abstimmung am 22. September ist der Wahltermin vor allem bei jungen Menschen noch nicht hinlänglich bekannt. Nur weniger als die Hälfte der Befragten konnte korrekt sagen, dass die Bundestagswahl im September stattfindet. Bei den über 45-Jährigen wissen das 83 Prozent.

Verwirrung herrscht bei vielen wahlberechtigten Deutschen auch über die Bedeutung von Erst- und Zweitstimme. Auf die Frage, welche Stimme für den Ausgang der Bundestagswahl wichtiger sei, nannten 43 Prozent fälschlicherweise die Erststimme, mit der die Direktmandate vergeben werden. 6 Prozent meinten, beide Stimmen seien gleich wichtig, 9 Prozent antworteten mit "weiß nicht".