Veggie DayGrüne wollen fleischlosen Tag in Kantinen

Kantinen sollen einmal pro Woche ausschließlich vegetarische und vegane Gerichte anbieten, fordern die Grünen. Der Veggie Day soll nach der Wahl zum Standard werden.

Die Grünen wollen nach der Bundestagswahl einen fleischlosen Tag in Kantinen einführen. Einmal in der Woche sollen ausschließlich vegetarisch und vegan gekochte Gerichte angeboten werden. Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Renate Künast, sagte der Bild: "Ein Veggie Day ist ein wunderbarer Tag zum Ausprobieren, wie wir uns ohne Fleisch und Wurst ernähren."

Vegetarisch kochen sei mehr als nur das Fleisch wegzulassen, sagte Künast. Es sei auch gut für das Klima und trage zu mehr Qualität sowie artgerechter Tierhaltung bei. 

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Der Vegetariertag könnte nach Ansicht der Grünen helfen, den Fleischkonsum der Bundesbürger zu senken und einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln zu schaffen. Das  Öffentliche Kantinen sollten dabei eine Vorreiterrolle übernehmen, heißt es dazu im Wahlprogramm der Partei.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND unterstützt das Vorhaben der Grünen nach Angaben der Bild. Der Verbandsvorsitzende Hubert Weiger forderte einen fleischfreien Tag und mindestens 20 Prozent Bio- und Neulandfleisch in öffentlichen Kantinen bis 2015.

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Leserkommentare
  1. ich wäre dabei !

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    ganz von selbst einmal die Woche auf Fleisch zu verzichten - auch ohne Gesetz? Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass es auf jeden Fall nicht schadet ..

    Paul McCartney u.a. haben vermutlich weit mehr Wirkung mit dem Aufruf, einen Fleischlosen Montag abzuhalten als wenn Grüne das jetzt von oben verordnen wollen. Übrigens ist die Idee, das per Gesetz durchzudrücken, in England 2011 schon einmal durchgefallen.

    Einfach einmal kein Fleisch bestellen.

    Aber lassen Sie bitte davon ab mir vorschreiben zu wollen ob und wann ich meinen Fleischlosen Tag mache. Ich will mir das nähmlich nicht vorschreiben lassen.

    Und zwar unabhängig von der Tatsache das ich im Jahr über 300 fleischlose Tage habe. Vielleicht sogar über 350.

    ... es hält Sie niemand davon ab. Nur denen, die das nicht mögen, denen sollte die Freiheit gelassen werden, dass zu essen, was sie wollen.

    (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt. - Artikel 2 Grundgesetz

    Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei Ihrem fleischfreien Tag. Ihre Ernährungsweise ist Teil der freien Entfaltung Ihrer Persönlichkeit und unsere Verfassung erlaubt Ihnen sich zu ernähren wie sie wollen. Egal ob von Gemüse, Fleisch oder Klopapier.

    Nur hat leider Frau Künast nicht viel Respekt vor Freiheit und unserem Grundgesetz und möchte meine Persönlichkeit einschränken. Da ist dann so ein bisschen wie Brokkoli, das mag ich einfach nicht!

    Und an alle Befürwörter:

    JA, zu viel Fleisch ist ungesund.
    JA, einmal die Woche auf Fleisch verzichten bringt mich nicht um
    JA, es ist besser für das Klima und die Umwelt den Fleischkonsum zu reduzieren.

    Das weiß ich alles und ich habe eine sehr gesundheitsbewusste Ernährung mit Fleisch, Fisch und Gemüse. Ich esse auch gerne mal vegetarisch, eben weil es ungesund ist immer Fleisch zu essen.

    Aber es geht jemand anderen - mit Verlaub - einen Scheißdreck an wie viel Fleisch ich mir wann reinziehen möchte. Es gibt täglich mindestens ein vegetarisches Gericht und das kann ich essen wenn ich will und wenn nicht, dann kann ich Fleisch nehmen. Ich finde es gut, dass es mittlerweile in fast allen Kantninen ein sehr breites Angebot gibt.
    Aber ihr lieben Gutmenschen, bitte respektiert meine Freiheit

    • joG2.0
    • 05. August 2013 12:40 Uhr

    ....ist die Idee weniger cool als eine bedenkliche Verwendung des Gewaltmonopols. Das setzte Die Grünen fest ins etatistische Lager.

    Leider kann man auch vegetarisch schlecht kochen.

    (Und hoffentlich liest hier kein petzender Kollege mit :-D )

  2. Zur Förderung der manuellen Geschicklichkeit der Bürger sollte man natürlich auch mal vorschreiben, dass der Suppenlöffel an einem Tag der Woche in die linke Hand zu nehmen ist. Ohne Vorschrift kommt ja niemand auf die Idee, die Geschicklichkeit beider Hände zu üben :-)

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    Die schwarze Sklavenhaltung wäre auch nicht gestoppt worden, hätte man den Leuten die Wahl und sie damit in Ruhe gelassen.

  3. 4. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie darauf, die Forderung einer Oppositionspartei mit der NS-Diktatur zu vergleichen. Solche Vergleiche sind grenzenlos überzogen und können einer in konstruktiver Absicht geführten Debatte nicht zuträglich sein. Die Redaktion/ds

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    Dass die Grünen so etwas fordern ist eigentlich noch nicht mal das schlimme. Steht schließlich jeder Partei offen zu fordern was sie will.

    Bedenklich finde ich aber, dass hier gefühlt ein Viertel diese Lifestylediktatur und Bevormundungspolitik ja gar nicht so schlimm findet. Und dann irgendwas von gesellschaftlicher Verantwortung im Bezug auf öffentliche Kantinen gefaselt wird. Man könne ja ausserhalb der Kantine essen.

    Als ob es dabei bleiben würde... Erst haben wir den fleischfreien Tag in den öffentlichen Kantinen, dann in allen Betriebskantinen und irgendwann den gesetzlich verordneten fleischfreien Tag!

    Und anderen meine Ideologie mit Verboten aufzwingen hat faschistoide Züge!

    Wehret den Anfängen!

    Das, was eine öffentliche Kantine an Fleischresten in den Müll werfen muss, nur damit irgendwelche Honseln sich bei einem fleischfreien Angebot ja nicht bevormundet fühlen, ist der eigentliche Skandal.

    Mit welcher herablassenden Vehemenz hier die gefrässige Hässlichkeit der Leute verteidigt wird, ist sowas von Mittelalter.

    Wir sind im 21. Jahrhundert, aber die Oppas und Omas von gestern müssen immernoch 19. Jahrhundert spielen.

    • Zenzur
    • 05. August 2013 14:04 Uhr

    Kritik an der Moderation richten Sie gerne an community@zeit.de. Die Redaktion/au

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/au

    4."Entfernt. Bitte verzichten Sie darauf, die Forderung einer Oppositionspartei mit der NS-Diktatur zu vergleichen. Solche Vergleiche sind grenzenlos überzogen und können einer in konstruktiver Absicht geführten Debatte nicht zuträglich sein."

    es ist überzogen,aber nicht grenzenlos!und seit wann darf denn nich tmehr überzogen werden??Es klingt schon eine gewisse "Umerziehung " durch!bei den Grünnen und deis immer öfter,und ich finde auch,dass die Grünen diese Tendenzen unangenehm ausbauen,weil sie ihre Ideologie hervorheben wollen...
    jedoch wir sind ein freies Land, immer noch,jeder kann selber entscheiden,was er ißt.

  4. gerne, aber:

    Ich esse gerne und viel Gemüse und Obst, aber wenn mir nach einem Steak ist, will ich das essen, und zwar genau dann, wenn mir danach ist.

    Soweit kommt es, mir von einer Partei vorschreiben zu lassen, was und wann ich esse!

    Und dann eines noch, werte Frau Künast:
    Es geht hier ja wohl um deutsche Kantinen, also was soll - mal wieder -. der Schwachsinn mit dem "Veggie Day", ist "Vegetarier Tag" nicht hipp genug? Schlechtes Deutsch UND schlechtes Englisch; ich kann es nicht mehr hören!

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    • Rhuo
    • 05. August 2013 10:43 Uhr

    Die Bezeichnung Veggie ist meiner Ansicht nach Marketinggeblubber. Ich kann dieses Wort auch nicht leiden...

    Bleiben sie aber bei der Sache. Ihnen wird nicht vorgeschrieben was sie essen sollen, sondern der Kantine was sie anbieten sollen.

    Ich sehe darin nichts schlechtes. Ihr Steak können sie mampfen sooft und soviel sie wollen. Nach Ansicht der Grünen nur nicht in der Kantine... und das auch nur an einem von 5 bzw. 6 Tage.

    Huiui, in welcher Kantine pflegen Sie denn zu speisen, dass es da 1.) Steaks und 2.) immer genau dann Steaks gibt, wenn Sie diese wollen? Werden Sie vielleicht von der freundlichen Servicekraft am Eingang direkt gefragt, ob Sie Ihr Steak lieber blutig, medium oder gut durch haben wollen? Und von ihr dann direkt zu Ihrem Platz geführt?

    Meine Kantinenerfahrung ist eher: Es gibt 1.) nicht jeden Tag alles (ich liebe z.B. Brokkoli, aber mindestens die Hälfte der Tage sind brokkolifreie Tage - welch Bevormundung! Das schreit nach einer Verfassungsklage!) und 2.) höchstens mal alle Jubeljahre ein Steak, das den Namen auch verdient.

    ... Fisch gibt empfinden Sie nicht als Bevormundung?

    Sie gehen zum Steak-Essen in eine öffentliche Kantine? Respekt.

    Ansonsten wirkt ihr Kommentar so, als hätten Sie den Artikel maximal überfolgen, aber nicht gelesen.

  5. --
    Von ihrem moralischen Thron aus wollen uns die Grüninnen mal wieder mit Verboten ihren Lebensstil "schmackhaft" machen.

    Ich esse gerene vegetarisch, sogar vegan, aber auf solche Dummdreistigkeit würde ich mit Kantinenstreik reagieren.

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    Regen Sie sich eigentlich genauso sehr darüber auf, dass der moderne Kapitalismus Sie dazu anhält die unternehmerische Lebensform zu übernehmen? Sie sollen zum Unternehmer Ihrer selbst werden, weil die unternehmerische Denkweise die einzig richtig ist - sagen zumindest die Propagandisten des entfesselten Wettbewerbes. Aber macht ja nichts, solange man in der öffentlichen Kantine jeden Tag sein Fleisch essen kann richtet man sein gesamtes Leben doch gerne auf die Belange der globalisierten Märkte aus, nicht wahr? Haben Sie Ihre Beziehung denn schon an die Anforderungen des modernen Lebens als "Arbeitskraftunternehmer" angepasst? Nein? Dann wird's aber Zeit!

    Die Empörung hier im Forum über solche Kleinigkeiten ist m.E. lächerlich, solange man sich nicht wenigstens gleichzeitig über die viel größere Bevormundung und Freiheitsbeschränkung durch den entfesselten Wettbewerb beschwert.

  6. köstlich!

    Und die Wahlkampfberater der Grünen wohl nicht ganz beisammen.

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    • Rhuo
    • 05. August 2013 10:45 Uhr

    Menschen die sich so äußern wollen trollen oder sind schlicht ignorant.

    Beides spricht nicht für ihren Charakter.

    ...besonders gut gegrillt mit Sauce und Pommes.

    "Vegetarier leben nicht länger,sie sehen bloss älter aus" (ein ehemaliger Vegetarier)

    Abgesehen davon, dass ihr Verhalten recht kindisch ist.. Würden Sie sich genauso verhalten, wenn jemand ihnen sagt dort wo er herkommt essen sie Kinder und niemand hat ihm vorzuschreiben, wie er leben soll?

  7. Oder auch sieben. Das schont nämlich die Nerven. Und was sind schon irgendwelche fitzeligen Grundrechte dagegen, die das vielleicht verletzt?

    Anmerkung: Bitte äußern Sie sich konstruktiv zur Debatte und auf einer sachlicheren Ebene. Danke, die Redaktion/se

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    • Rhuo
    • 05. August 2013 11:00 Uhr

    Das Recht jeden Tag so viel Fleisch zu essen wie man kann?

    Ich glaube sie kommentieren aus dem Ausland indem das als Grundrecht gewährleistet ist. /ironie

    Schlimmer als die "Hardcore Vegane" kommen mir die "Fleisch-Fanatiker" vor.
    Immer diese Platitüden: Ich esse was, ich will wann ich will.

    Dem widerspricht das Vorhaben der Grünen nicht mal. Wie schlimm das doch ist, wenn der Deutsche "Fleisch-Fanatiker" sein Schnitzel bei einer Mahlzeit nicht bekommt.

    Als Omnivore haben sie doch Alternativen. Wo ist das Problem?

    wie Sie den Zustimmungen (auch meine) unschwer entnehmen, wird dieser Beitrag durchaus als "konstruktiv" empfunden, denn eigentlich ist es das Beste was man machen kann: Diesen neuerlichen Vorstoß aller weltbeglückenden Ökopaxe ins Lächerliche ziehen !

    • maa2001
    • 05. August 2013 15:30 Uhr

    Ich finde diesen Kommentar -offensichtlich ganz im Gegensatz zur Redaktion- mehr als sachlich.

    Der Sinn der Anmerkung der Redaktion erschließt sich mir nicht...

    Ich bin auch der Meinung, daß unsere TOP-Öko-Else sich mit ihren Ratschläge in den allfälligen Fragen des Lebens mal etwas zurückhalten könnte

  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, sig
  • Schlagworte Grüne | Renate Künast | Fleisch | Tierhaltung | vegan
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