Veggie Day : Grüne wollen fleischlosen Tag in Kantinen

Kantinen sollen einmal pro Woche ausschließlich vegetarische und vegane Gerichte anbieten, fordern die Grünen. Der Veggie Day soll nach der Wahl zum Standard werden.

Die Grünen wollen nach der Bundestagswahl einen fleischlosen Tag in Kantinen einführen. Einmal in der Woche sollen ausschließlich vegetarisch und vegan gekochte Gerichte angeboten werden. Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Renate Künast, sagte der Bild: "Ein Veggie Day ist ein wunderbarer Tag zum Ausprobieren, wie wir uns ohne Fleisch und Wurst ernähren."

Vegetarisch kochen sei mehr als nur das Fleisch wegzulassen, sagte Künast. Es sei auch gut für das Klima und trage zu mehr Qualität sowie artgerechter Tierhaltung bei. 

Der Vegetariertag könnte nach Ansicht der Grünen helfen, den Fleischkonsum der Bundesbürger zu senken und einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln zu schaffen. Das  Öffentliche Kantinen sollten dabei eine Vorreiterrolle übernehmen, heißt es dazu im Wahlprogramm der Partei.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND unterstützt das Vorhaben der Grünen nach Angaben der Bild. Der Verbandsvorsitzende Hubert Weiger forderte einen fleischfreien Tag und mindestens 20 Prozent Bio- und Neulandfleisch in öffentlichen Kantinen bis 2015.

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Kommentare

578 Kommentare Seite 1 von 67
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auf das

habe ich ja schon gewartet, daß mir jemand das Grundgesetz um die Ohren haut, denn wir sind ja alle so frei und legen so viel Wert darauf. Also

1. wer in die Kantine geht ist bei seiner Essensauswahl nie frei. Das gibt's nur im Restaurant
2. Ist Ihre Persönlichkeit auch dann eingeschränkt, wenn der Kantinenchef von sich aus an einem Tag kein Fleisch anbietet ?
3. Können Sie sich nicht vorstellen, daß ein solcher fleischloser Tag viel mehr variableres Essen in Kantinen fördern würde. Denn immer nur Fischfilet, Spaghetti oder Salat könnte man an solchen fleischlosen Tagen nicht anbieten.

Außerdem kann ich dieses Geschwätz, daß wir ja so freie Menschen sind
und wir diese mit allen Mitteln verteidigen müssen, nicht mehr hören. Schon gar nicht bei einem solchen eher zweitrangigen Thema.Wir sind frei und so wird es auch bleiben. Daran ändert dieser Vorschlag von Frau Künast absolut nichts und ist kein Fall für's Grundgesetz !

Lustig, wer hat das gesagt ?

" Hmm...entsprechend wäre die Forderung, ungeachtet aller Folgen jederzeit massenweise Billigfleisch in sich hineinzustopfen, ebenfalls Ideologie."

Das wäre es wahrscheinlich. Aber wer hat das je gefordert ?

Vielleicht Seehofer ? Ich sehe schon die Überschrift:

"Horst Seehofer ruft die Bürger auf, ihren täglichen Konsum an preiswerten Fleischprodukten deutlich zu steigern."

Ich weiß nicht,...

aber vielleicht bin ich auch des Lesens nicht mehr so mächtig? Wo wird von den Grünen in diesem Artikel ein Gesetz verlangt? ich verstehe die ganze Aufregung hier nicht! Ich jedenfalls bin noch in keiner Kantine gezwungen worden Fleisch zu essen, weil es in den meisten, ich habe sehr viele kennengelernt, fast immer ein vegetarisches Essen angeboten wurde. Tut mir Leid, aber was soll solche Berichterstattung? Nur Nonsens!!!!!!

Ja, ich finde das auch schlimm...

"Wieso aber müssen einige wenige, die kein oder kaum Fleisch essen, die Kosten, die der hohe Fleischkonsum der Mehrheit (basierend auf freier Entscheidung und irrational niedrigen Fleischpreisen) verursacht, mittragen?"

Guckst Du hier:
http://de.wikipedia.org/w...

Ist leider so. Haben sich aber weder die Raucher noch die Fleischfresser ausgedacht, da müssen Sie sich bei Bismarck beschweren.
Und auch heute wird die weitere Sozialisierung des Gesundheitswesens (Abschaffung von Privatversicherung etc.) von dem politischen Spektrum voran getrieben, in welchem tendentiell eher die Veganer zu finden sind.

Dass Sie mich nicht falsch verstehen: Ich bin eigentlich kein Befürworter von privaten KVs - aber es kann auch nicht sein, dass man die Menschen zu der Teilnahme an einer gemeinschaftlichen Krankenversicherung ZWINGT und anschließend fordert, dass sie ihren Lebensstil dem gemeinsamen minimalen Nenner anpassen müssen. Aber da das scheinbar in unserer Gesellschaft immer so sein wird und immer wieder Menschen die Vorzüge ihrer elitären Ernährungs- und Lebensweise dadurch herausstellen müssen, dass Sie Menschen mit anderen Gewohnheiten diffamieren oder den Dauerbrenner soziale Ungerechtigkeit damit bemühen, können wir auf private KVs wohl noch nicht verzichten. Dann doch jeder so wie er will, dass auch ja keiner für den anderen bezahlen muss. Wir leben immerhin in einer Solidargemeinschaft :-) Also, ich bin dabei... wer noch?

Ein Tier in Panik sehe ich.

Todesangst würde erfordern, dass das Tier weiß, was ihm bevorsteht. Darüber lässt sich nur spekulieren. So ein Jungbulle reagiert schon mal ähnlich, wenn man ihn nur zur Weide bringen will.
Darum wird das Tier auch am Strick geführt. Nur so ist es übrigens möglich, den 500kg Bullen so zu fixieren, dass eine fachgerechte, leidarme Tötung erfolgen kann.
Was ich dort also sehe, ist die übliche Argumentation mit imaginiertem Leid, Projektion und Ahnungslosigkeit, dafür aber sehr viel selbstüberhebender, moralischer Entrüstung. Als Sojasahnehäubchen obendrauf noch der Mythos mit den Stresshormonen.

Ist die Aneinanderreihung von Evidenzen möglich?

Seit den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts wird deutschlandweit auf die Gesamtbevölkerung gerechnet mehr Fleisch verzehrt als zu früheren Zeiten
Seit den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gibt es eine für Deutschland eine außerordentlich lange zusammenhängende Friedenszeit.

Der Vorsitzender der einst demokratisch gewählten NSDAP in Deutschland war strenger Vegetrarier. Strenger Vegetarismus führt - statistisch gesehen - zu stark vermindertem Cholesterinspiegel und anderen Nährstoffmängeln.
Starker Nährstoffmangel kann zu Realitätsverkennungen führen.

Menschen mit stark vermindertem Cholesterin erleiden - statistisch gesehen - deutlich häufiger gewalttätige Todesfälle als Menschen mit normalem oder erhöhtem Cholesterinspiegel. In früherer Vergangenheit haben sich Völker auf die Wanderschaft gemacht, um neuen Raum zu erobern, weil Nährstoffe knapp wurden.

Wenn sich jemand freiwillig in die oben genannte Stoffwechsellage bringt, ist das seine Sache, mit deren Folgen er klarkommen muss. Wenn sie aber gleichsam aufoktroyiert werden soll, ist das insbesondere in Anbetracht der deutschen Geschichte einigermaßen widersinnig.

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