69 Prozent aller Deutschen haben sich schon entschieden, bei der bevorstehenden Bundestagswahl am 22. September wählen zu gehen. 16 Prozent sind sich hingegen noch nicht sicher und 12 Prozent wollen definitiv nicht von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag von ZEIT ONLINE durchgeführt hat.

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Deutlich mehr als die Hälfte (67 Prozent) geben zudem an, auch bei der vergangenen Bundestagswahl 2009 gewählt zu haben. Damals lag die Gesamtwahlbeteiligung bei 70,8 Prozent, dem niedrigsten Wert in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Ergebnisse der YouGov-Umfrage deuten nun darauf hin, dass der Wert auch dieses Mal ähnlich niedrig ausfallen könnte.

Demoskopen warnen aber vor dem sogenannten Overreporting: Die meisten Menschen gehen davon aus, dass es in Deutschland sozial erwünscht sei, sich an einer Wahl zu beteiligen. Viele behaupten deshalb auch in anonymen Umfragen, dass sie zur Wahl gehen würden.    

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Ein Drittel weiß noch nicht, welche Partei sie wählen soll

Die Mehrheit (62 Prozent) weiß, welcher Partei sie diesmal ihre Stimme geben wird. Knapp ein Drittel (29 Prozent) hat sich noch für keine Partei entschieden. Frauen (34 Prozent) sind in dieser Hinsicht unentschlossener als Männer (24 Prozent).

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Fast die Hälfte der befragten Nichtwähler gibt als persönliches Motiv für die Wahlenthaltung an, dass keine Partei überzeugende Inhalte liefert und dass es keinen Unterschied mache, ob sie wählen gehen oder nicht. Ein Fünftel interessiert sich nicht für Politik. Bei dieser Frage konnten die Teilnehmer auch mehrere Antworten auswählen.

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Diese Umfrage wurde vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführt. Sie basiert auf Onlineinterviews mit Teilnehmern des YouGov-Panels, das weltweit bereits 2,5 Millionen Mitglieder zählt. Für die vorliegende Umfrage befragte YouGov vom 12. bis 14. August 1.028 Menschen.