Bundestagswahl : Zahl der Briefwähler auf Rekordhoch

So viele Deutsche wie noch nie wählen einem Bericht zufolge vorzeitig. In einigen Großstädten ist die Zahl der Briefwähler um bis zu 25 Prozent gestiegen.

Bei der Bundestagswahl am 22. September werden so viele Deutsche wie nie zuvor per Briefwahl ihre Stimme abgeben. Das berichtet der Spiegel. In den zehn größten deutschen Städten seien mehr Briefwahlunterlagen angefordert worden als jemals zuvor.

In Stuttgart stieg die Zahl der Briefwähler demnach im Vergleich zur Wahl 2009 um mehr als 25 Prozent, in München und Köln jeweils um etwa 20 Prozent. In Berlin forderte bereits jeder fünfte Wahlberechtigte einen Stimmzettel an, heißt es.

Die Wahlämter hatten eine höhere Nachfrage erwartet. Der drastische Anstieg stellt die Ämter dennoch vor Herausforderungen. In Bremen leisten die Mitarbeiter dem Bericht zufolge Überstunden, um alle Anträge bearbeiten zu können. In Köln wurden externe Dienstleister beauftragt, um die Wahlbriefe zu scannen und zu drucken. Dabei kam es zu einer Panne: Im Wahlkreis Köln III wurden einige Unterlagen doppelt verschickt.

2005 hatten bei der Bundestagswahl 18,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme vor dem offiziellen Wahltag abgegeben, bei der Wahl 2009 waren es 21,4 Prozent.

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Fakten

„In Stuttgart stieg die Zahl der Briefwähler demnach im Vergleich zur Wahl 2009 um mehr als 25 Prozent, in München und Köln jeweils um etwa 20 Prozent. In Berlin forderte bereits jeder fünfte Wahlberechtigte einen Stimmzettel an, heißt es.“ Informativ wäre gewesen, neben den Steigerungen die absoluten Zahlen zu nennen, also, wie viel Prozent 25 oder 20 Prozent "mehr“ sind. Dass in Berlin „bereits“ jeder Fünfte Briefwahlunterlagen angefordert hat, legt nahe, dass es in den genannten Städten weniger als 20 Prozent sind. Es gab bei „bei der Wahl 2009“ schon „21,4 Prozent“ Briefwähler. Wie viele sind es heuer?