Landtagswahl : Wahlbeteiligung in Bayern höher als 2008

In mehreren bayerischen Großstädten ist die Beteiligung an der Landtagswahl gestiegen. Auch die Zahl der Briefwähler liegt höher.

Bei der Landtagswahl in Bayern zeichnet sich eine höhere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren ab. In der Landeshauptstadt München lag die Beteiligung dem Wahlamt zufolge um 14 Uhr bei 49,7 Prozent und damit deutlich höher als im Jahr 2008 mit 40,9 Prozent. Landesweit ist auch die Zahl der Briefwähler gestiegen.

In Nürnberg hatten am frühen Nachmittag bereits 34,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, vor fünf Jahren hatten zur selben Zeit erst 33 Prozent gewählt. In Augsburg ging die Beteiligung mit 26,8 Prozent gegenüber 27,5 Prozent bei der letzten Wahl leicht zurück. Das Wahlamt rechnete wegen vieler Briefwähler dennoch mit einer insgesamt höheren Quote. Ein Zwischenstand für die landesweite Wahlbeteiligung wurde nicht erhoben.

Knapp 9,5 Millionen Bürger sind in Bayern aufgerufen, die Zusammensetzung des Landtags für die kommenden fünf Jahre zu bestimmen und über mehrere Verfassungsänderungen zu entscheiden. Die CSU von Ministerpräsident Horst Seehofer hofft, ihre bei der letzten Wahl verlorene absolute Mehrheit zurückzugewinnen. Ihr Koalitionspartner FDP muss dagegen um den Wiedereinzug ins Parlament zittern.

2008 gingen nur 58 Prozent zur Wahl

Die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Christian Ude lag in den Umfragen zuletzt im Bereich ihres historischen Tiefstands von 18,6 Prozent, auf den sie bei der letzten Wahl gefallen war. Ude will mit den Grünen und den Freien Wählern eine Dreierkoalition bilden. Allerdings haben die Freien Wähler auch eine Koalition mit der CSU nicht ausgeschlossen.

2008 hatten lediglich 57,9 Prozent der wahlberechtigten Bayern an der Landtagswahl teilgenommen. Das war der zweitniedrigste Wert seit Gründung der Bundesrepublik.

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