Im Anschluss an eine Wahlveranstaltung der rechtsextremen NPD sind 13 Anhänger der Partei vorübergehend festgenommen worden. Nach Angaben der Aschaffenburger Polizei sollen zwei Vorfälle, die den Verdacht der Körperverletzung nahelegen, der Auslöser gewesen sein.  

Zunächst habe es eine Auseinandersetzung zwischen den NDP-Wahlkämpfern und einer Gruppe von Passanten gegeben, wobei die Passanten mit Pulver aus einem Feuerlöscher besprüht worden seien, berichtete Die Welt. Kurz darauf soll ein Radfahrer ebenfalls mit Löschschaum besprüht worden sein. Er erstattete Anzeige gegen die Täter, weil er Augenreizungen erlitten habe. Daraufhin stoppten mehrere Streifenwagenbesatzungen den Konvoi der NPD-Fahrzeuge, die sich auf dem Weg zu einer weiteren Wahlkampfveranstaltung in Hanau befunden haben sollen.

Da sich niemand für die Angriffe verantwortlich zeigen wollte, seien alle Insassen der zwei VW-Busse vorläufig festgenommen worden. Unter ihnen befand sich laut einer Mitteilung der NPD auch der Bundesvorsitzende der Partei, Holger Apfel. Er wurde erkennungsdienstlich behandelt und später wie seine Begleiter freigelassen. Apfel kündigte laut Spiegel Online an, juristische Schritte gegen die Verantwortlichen einzuleiten.

Die NPD nannte den Vorfall in ihrer Mitteilung "abenteuerlich und eines Rechtsstaates unwürdig" und monierte, dass während ihrer Kundgebung Angriffe von Gegendemonstranten von den Beamten geduldet worden seien. Ihre Wahlkampftour will die NPD wie geplant fortsetzen.