Piratenpartei-Chef Bernd Schlömer hat über Twitter seinen Rückzug bekannt gegeben. "Tschüß #Piraten ! Das war es für mich. Ich ziehe mich zurück. Vielen Dank für 4 1/2 tolle Jahre im #BuVo", teilte Schlömer mit.  

Der Rückzug des Parteichefs ist eine der Konsequenzen aus dem Scheitern der Piraten bei der Bundestagswahl. Nur 2,2 Prozent der Stimmen hatten sie erhalten. "Viele machen sich jetzt auch Gedanken, wie es mit der Partei weitergeht", hatte Schlömer bereits am Montag gesagt. "Im Augenblick ist noch ein bisschen Schockstarre da." Führende Mitglieder könnten zu anderen Parteien wandern und so dazu beitragen, "dass die Idee der Piratenpartei fortbesteht".

Das würde dem Ende der Piraten als bundesweite Partei gleichkommen. Schlömer hatte die Idee formuliert, sich stärker als linke Netz- und Bürgerrechtspartei aufzustellen. Zugleich hatte er gesagt, dass er noch nicht wisse, ob er wieder für den Vorstand kandidieren wolle.

Ein anderes prominentes Parteimitglied könnte dagegen an die Spitze der Partei zurückkehren: Die frühere Geschäftsführerin Marina Weisband erwägt dem Spiegel zufolge eine Kandidatur für den Vorstand. "Ich überlege es mir wirklich", wird Weisband zitiert. "Ich habe Lust, unsere Konzepte wie das bedingungslose Grundeinkommen auszuarbeiten." Jetzt habe die Partei "ja eh nichts mehr zu verlieren".

Weisband stellte aber klar, dass sie nicht wieder den Posten der Geschäftsführerin besetzen wolle, der von Katharina Nocun besetzt ist. Sie habe zudem noch nicht endgültig über eine Kandidatur entschieden, teilte sie auf Twitter mit