ARD-"Wahlarena"Steinbrück plötzlich wie ein echter Herausforderer

Schnell und schlagfertig: Anders als die Kanzlerin hinterlässt der SPD-Kanzlerkandidat im TV-Talk mit den Bürgern einen souveränen Eindruck. Fast zu souverän. von 

Es gibt Fragen, auf die hat auch ein Kanzlerkandidat spontan keine Antwort. Peer Steinbrück bekommt so eine am Mittwochabend gleich zu Beginn gestellt. Welche Maßnahmen werde er als Kanzler gegen die Geisterfahrer auf deutschen Autobahnen ergreifen, fragt ihn ein besorgter Mann. Steinbrück verhehlt erst gar nicht, dass ihm dazu nichts Gescheites einfällt. Die Frage überrasche ihn, gesteht er.

Aber auch solch eher randständigen Themen müssen eben erörtert werden, wenn eine nach repräsentativen Faktoren zusammengestellte Wählergruppe mehr oder weniger ungefiltert auf einen Spitzenpolitiker losgelassen wird. Bei Angela Merkel hat dieses TV-Format gut funktioniert. Die Kanzlerin, die im Wahlkampf sonst so präsidial auftritt, kam am Montag zur gleichen Sendezeit gehörig in die Bredouille. Das Publikum echauffierte sich, und Merkel wand sich.  

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Das Herumdrucksen war Peer Steinbrücks Problem hingegen noch nie. Und er hat es an diesem Abend einfacher. Er genießt den Vorteil des Herausforderers. Anders als Merkel muss er sich nicht rechtfertigen, sondern kann Visionen verbreiten. Den Wähler-Klagen über Missstände kann er einfach zustimmen, versehen mit der Ankündigung, sich darum zu kümmern. Ja, auch er sehe die Probleme im Gesundheitswesen. Natürlich, auch er wolle die Leiharbeit bekämpfen.   

Aber Steinbrück ist nicht nur zustimmend und freundlich zu den fragenden Wählern. Auch das unterscheidet ihn von der vorsichtigen Kanzlerin: Er ist impulsiver und konfrontativer. "Da widerspreche ich leidenschaftlich", raunzt er etwa einen bekennenden Nichtwähler an. Dieser hatte Steinbrück vorgeworfen, dass die Parteien sich kaum mehr unterscheiden würden. Steinbrück rügt den Politikverdrossenen ("Wenn alle sich so verhalten würden") und dann erklärt er ihm zackig den Unterschied zwischen der Lohnuntergrenze der Union ("Flickenteppich") und dem Mindestlohn-Konzept der SPD ("flächendeckend einheitlich").

Er weiß, wie er ein Publikum unterhält

Auch mehreren fragenden Unternehmern und "Besserverdienern", wie ein Mann sich ironisch-spitz selbst bezeichnet, schmeichelt Steinbrück nicht. Stattdessen verteidigt er, mit kritischen Fragen konfrontiert, seine Pläne für die diversen Steuererhöhungen – und begründet sie mit dem Gemeinwohl. Meist finden seine Erwiderungen durchaus die Zustimmung eines größeren Teils des repräsentativen Publikums.   

Den größten Applaus erhält Steinbrück, als er einen Fragesteller zurechtweist, der zuvor von Monheim am Rhein geschwärmt hatte. Das Städtchen hatte die Gewerbesteuern stark gesenkt und so zahlreiche Unternehmen angelockt. Steinbrück geißelte dies als unsolidarische Bereicherung: "Nicht nur Monheim soll es gut gehen, sondern allen Kommunen in Nordrhein-Westfalen."

Steinbrück ist in solchen Momenten schnell und schlagfertig. Er weiß, wie er ein Publikum hinter sich bringt und es unterhält. Nicht lange her, da war er in erster Linie ein hochdotierter Gastredner. Und so ähnlich wirkt er auch manchmal an diesem Abend. Selbstsicher läuft er im Halbkreis um sein gläsernes Pult herum und rattert eloquent ein paar Passagen aus seinen Wahlkampf-Reden herunter. Das Ganze ist nicht ohne Witz, aber auch ziemlich routiniert. Auf konkrete Fragen folgen oft eher allgemeine Antworten.

Leserkommentare
  1. könnte noch versuchen, auf dem Kopf stehend mit den Ohren wackelnd einen Stepptanz beim Niveau-Limbo hinzulegen und dabei noch Posaune spielen. Resp. Schach. Der wird´s nicht.

    Hartz-4 war dann doch zu verlogen.

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    Außerdem muß sich die SPD nun mal irgendwann entscheiden, ob man nun Mitläufer, oder (endlich) wieder Sozialdemokratisch sein will.

    Die Ausreden, warum man mit der Linken nicht koalieren will, sind jedenfalls lächerlich und konnten bei Anne Will auch den Journalisten und Verleger Jakob Augstein nicht überzeugen.
    Dieser ganze Unsinn von wegen "da bekommt man ja zwei unterschiedliche Parteien die nicht verlässlich sind". Da kann man auch einfach zugeben, dass man einfach nicht Sozialdemokratisch sein will, muß sich dann aber nicht wundern das man als Koalitionspartner wie die FDP endet.
    Denn in D. ist es ja komischer Weise seit acht Jahren so, dass man nicht den Verursacher abstraft, sondern den Mitläufer.
    Wo da die Logik ist, werde ich aber auch noch rausfinden...

    Man stelle sich vor jemand rast absichtlich mit Beifahrer in eine Baustelle. Schuld bekommt natürlich der Beifahrer, der Fahrer bekommt sogar noch eine Belohnung.
    Irgendwie nicht logisch, oder? Warum machen die Deutschen das dann bei der Politik so?

    • ptk
    • 12. September 2013 0:34 Uhr

    Die Menschen haben die Wahl zwischen einer Partei, die selbstkritisch eingesehen hat, dass eine im Grundsatz richtige Entscheidung zu einigen Verwerfungen und Fehlentwicklungen geführt hat, die einer Korrektur bedürfen, und einer anderen, der die Agenda 2010 zu wenig marktliberal war und die die sich daraus ergebenden Probleme ignoriert und aussitzt.

    Der deutsche Michel ist zwanghaft böse auf die SPD und wählt sich lieber noch weiter ins Verderben anstatt zumindest für die Chance auf Verbesserungen zu stimmen. Er ist ein bisschen schizophren.

    Steinbrück dreht in diesem Wahlkampf leider zu spät auf. Und er gewinnt im Moment nur das, was die Grünen auf der anderen Seite verlieren. Da bleibt wenig Hoffnung.

    Nicht Steinbrük dreht auf, sondern die presse hat von ihm abgelassen. Wichtiger unterschied...

    wählt automatisch Schwarz-Gelb oder GroKo und DIESE Varianten sind ja wohl weit näher bei H4 als Rot-Grün, denn gerade Schwarze und Gelbe haben schwerwiegende Verschärfungen bei H4 eingeführt seinerzeit im Bundesratm etwa die Sanktionen. Die Grünen hingegen würden der SPD bedeutende Änderungen bei H4 abtrotzen, etwa die Abschaffung der Sanktionen.

    Wenn Sie also H4 ändern wollen, dann wählen Sie rot-Grün und schenken Sie ihre Stimme nicht einer naderen partei. Jede Stimme für eine andere Partei ist eine Stimme für Hartz4, wie wir es ablehnen, eine Stimme für Ungerechtigkeit. Selbst wenn Sie die Linke wählen, denn die Linke wird keinesfalls in Regierungsverantwortung kommen. Ihre Stärke, unabhängig ihrer Güte, wird nur CDU und FDP nutzen. Ist leider so in unserem System!

    Es nützt nichts die SPD abzustrafen. Wählen Sie so, dass sich etwas ändert! Darauf kommt es an!

  2. Außerdem muß sich die SPD nun mal irgendwann entscheiden, ob man nun Mitläufer, oder (endlich) wieder Sozialdemokratisch sein will.

    Die Ausreden, warum man mit der Linken nicht koalieren will, sind jedenfalls lächerlich und konnten bei Anne Will auch den Journalisten und Verleger Jakob Augstein nicht überzeugen.
    Dieser ganze Unsinn von wegen "da bekommt man ja zwei unterschiedliche Parteien die nicht verlässlich sind". Da kann man auch einfach zugeben, dass man einfach nicht Sozialdemokratisch sein will, muß sich dann aber nicht wundern das man als Koalitionspartner wie die FDP endet.
    Denn in D. ist es ja komischer Weise seit acht Jahren so, dass man nicht den Verursacher abstraft, sondern den Mitläufer.
    Wo da die Logik ist, werde ich aber auch noch rausfinden...

    Man stelle sich vor jemand rast absichtlich mit Beifahrer in eine Baustelle. Schuld bekommt natürlich der Beifahrer, der Fahrer bekommt sogar noch eine Belohnung.
    Irgendwie nicht logisch, oder? Warum machen die Deutschen das dann bei der Politik so?

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    Deutlich ausgedrückt!

    • Kelhim
    • 12. September 2013 13:55 Uhr

    Die Ablehnung einer Koalition und ganz besonders einer Tolerierung begründet sich ganz nüchtern: Wie sollte das auf <em>Dauer</em> funktionieren?

    Erst einmal gibt es natürlich genug Parteimitglieder und -anhänger aller <em>drei</em> Parteien, die so ein Bündnis aus unterschiedlichen Gründen nicht wollen. Ein solches Bündnis wurde nun auch schon oft genug ausgeschlossen, wodurch der nicht unberechtigte Vorwurf des Wortbruchs im Raum stünde.

    Natürlich kann das ein paar Wochen gut gehen, wenn alle Parteispitzen erst einmal den Erfolg genießen und Posten verteilen, und einen Koalitionsvertrag würde man gegebenenfalls auch noch irgendwie zusammentexten. Schwarz-Gelb hat das ja auch geschafft - und was ist daraus geworden? Tja.

    Im harten Alltag der Berliner Politik, vier Jahre lang, käme es unweigerlich zu Konflikten, die zu Neuwahlen führen könnten. Wenn die UN das Mandat zu einem militärischen Einsatz in irgendeinem Bürgerkriegsland, z.B. Syrien, erteilten - würde die "Linkspartei" der Entsendung deutscher Soldaten oder auch nur Flugzeuge zustimmen? Würde sie akzeptieren, dass die von ihr so heftig kritisierten, mittlerweile fast ein Jahrzehnt alten Sozialgesetze nicht abgeschafft, sondern nur in einigen Punkten korrigiert würden? Kurz gesagt: Wie kompromissbereit kann diese Partei sein, nachdem sie so lange Zeit solche Kompromisse nicht nur ausgeschlossen, sondern bekämpft hat?

    Ich sehe das 2013 einfach nicht, und das ist nicht die Schuld der SPD und der Grünen.

    im Vergleich zu Merkel hatte es Steinbrück definitv einfacher. Da gibts nix dran zu rütteln.
    keine Nachfragen von Seiten des Publikums.
    Kein Einhaken bei Widersprüchen.
    Das blaue vom HImmel zu versprechen ist gänzlich einfach ,sofern man in der Opposition ist.
    Außerdem wurde die problematische Auswirkung der Steuerpolitik auf den Arbeitsmarkt einfach ausgeblendet.

  3. Von wegen Todgeweihter. Steinbrück war der Star in der Manege. Um Längen souveräner gegenüber dem Souverän als eine sich schwer tuende und sich erstmal was anschauen müssende Kanzlerin.

    Steinbrück scheint erst mit dem steilen Anstieg Schwung in die Pedale zu bekommen und auch wenn die SPD in der Vergangenheit tonnenweise Vertrauen verloren hat: Der schon als Loser abgestempelte Peer hat heute abend klar gemacht, wer das kleinere Übel auf dem Kanzlersessel ist.

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    Der Bundeskanzler muss allerdings etwas mehr als ein Zirkusclown sein wenn er etwas reißen will. In Spanien und anderen Südländern hofft man auch noch auf einen Wahlsieg Steinbrücks da man sich scheinbar schnelleres Geld erhofft.

    Hihi, morititus es Salutes. Echt lustig. Und so gymnasial. Weil man versteht den Witz ja nur wenn man Latein gehabt hat. Oder Asterix gelesen. Hihi

    ...morituriiiiiiiiieeeeh!

    Nee, moriturus geht schon,, also Einzahl: Der Todgeweihte.

    Falsch ist allerdings das Verb, es muss heissen "salutat" und nicht "salutant" (weil ja nur einer grüßt und nicht mehrere).

    Nachdem das nun geklärt ist, sage ich: Salut!

    Moriturus te salutat (Einzahl überträgt sich auf das Verb)

    Ihr Rosinenzähler

    Wenn schon Rosinenzähler, dann bitte pünktlich.

    Eine Verbesserung oder Kritik muss auch zum richtigen Zeitpunkt kommen und nicht erst, wenn die Korrektur schon vorher erfolgte!

    Ihr Terminplaner

    • ptk
    • 12. September 2013 0:34 Uhr

    Die Menschen haben die Wahl zwischen einer Partei, die selbstkritisch eingesehen hat, dass eine im Grundsatz richtige Entscheidung zu einigen Verwerfungen und Fehlentwicklungen geführt hat, die einer Korrektur bedürfen, und einer anderen, der die Agenda 2010 zu wenig marktliberal war und die die sich daraus ergebenden Probleme ignoriert und aussitzt.

    Der deutsche Michel ist zwanghaft böse auf die SPD und wählt sich lieber noch weiter ins Verderben anstatt zumindest für die Chance auf Verbesserungen zu stimmen. Er ist ein bisschen schizophren.

    Steinbrück dreht in diesem Wahlkampf leider zu spät auf. Und er gewinnt im Moment nur das, was die Grünen auf der anderen Seite verlieren. Da bleibt wenig Hoffnung.

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    So sehr ich auch die Enttäuschung über den Rechtsruck der SPD verstehen kann: was ist denn derzeit die Alternative?
    "Ich wähl die CDU, die gesteht wenigstens ehrlich, dass sie die Reichen begünstigt und den Sozialstaat demontiert"?

    Die SPD mag nach wie vor eher wie das "kleinere Übel" unter mehr oder minder neoliberalen Parteien wirken - aber selbst das macht sie noch zur besseren Alternative im Vergleich zum schwarz-gelben Lager.

    Ich jedenfalls kann auf weitere vier Jahre Sozialstaatsabbau und Lobbypolitik von FDP und Union SEHR gut verzichten.

    die die amtliche erzwungene Zwangspauperisierung von Leuten, die jahrzehntelang in die Sozialsysteme einzahlen und mit 50-55 iren Job verlieren, korrigieren will?

    Kann Ihnen nur zustimmen! Auch ich kann das Hartz IV Geheule echt nicht mehr hören, zudem Hartz IV in einer Zeit entstanden ist, in welcher der jetzt jammernde deutsche Michel voll dafür war, dass "endlich den Sozialschmarotzern und Arbeitslosen die Unterstützung gestrichen und reduziert wird".
    Das kann man der SPD nicht vorwerfen, wenn sie im Angesicht solch einer Stimmung von 90% der Wähler versucht hat, Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe umzustrukturieren.
    Dazu kommt noch, dass die SPD verstanden hat, dass einiges nicht ganz in Ordnung war und heute neue Ideen bringt, welche helfen, die Situation wieder zu verbessern, während die Kanzlerin alles aussitzt und sich darauf beschränkt unsere Europäischen Nachbarn zu verprellen mit einer hirnrissigen und falschen Sparpolitik, welche nicht nur Griechenland sondern früher oder später auch andere Länder in ernsthafte Schwierigkeiten bringt mit dem Endergebnis, dass demselben Deutschland mit seiner schulmeisterlichen Kanzlerin die Märkte wegbrechen, an denen es sich dumm und dämlich verdient.
    Und wenn das passiert, dann geht es ganz schnell, dass wir in der gleichen Situation wie Griechenland sind.
    Es wird Zeit, dass ein anderer Wind an die Regierung kommt und Steinbrück ist sicher besser und kompetenter als die Aussitzkanzlerin.

  4. Nach den Umfragewerten der Parteien zu schließen scheint Deutschland ein mehrheitlich konservatives Land zu sein. Steinbrück täte mMn gut daran, den Fernsehzuschauer zur Selbstreflektion anzuregen. Er sollte den konservativen und neoliberalen Schwachpunkt anpacken: Mangel an Vision.

    Manch einer wird allein das Wort Vision ablehnen (und den Kern seines Selbst offenbaren), aber eine Vision, ein Traum, eine Utopie, ist letztendlich notwendig für den (positiven) Wandel, weil sie die Grundlage für menschliche Motivation sind.

    Eine visionslose Politik hat keine gestalterische Kraft, sie kann bestenfalls Verwalten, schlimmstenfalls aber ist sie vor Angst vor den eigenen Möglichkeiten erstarrt.

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    Danke.

  5. ...erscheint mir nach dieser Sendung angemessen. Während des ersten Drittels dachte ich schon, dass sie da einen kompletten FDP-Landesverband ins Studio gesetzt haben. Lauter Besitzer mittelständischer Unternehmen, Rechtsanwälte und Ärzte. Und so waren dann auch die Fragen:
    Geisterfahrer? Wow, ein echtes 1A-Thema. Was geht's uns gut! Dann ein selbstmitleidiger Patentanwalt, der es in erster Linie total schlimm findet, dass andere Menschen noch viel mehr als er selbst verdienen.
    Und wie man es hinbekommen kann, in den 75 Minuten kein einziges Mal die Abhöraffäre anzusprechen, hat mich ebenfalls sehr verwundert.

    Aber das Format ist klasse! Nach den beiden Sendungen hatte ich schon den Eindruck, dass Kanzlerin (eher mehr) und Herausforderer (etwas weniger) deutlich mehr gegrillt worden sind, als in sämtlichen Fernseh"duellen" mit unseren TV-Beamten.
    Fazit: Sollte man mindestens einmal im Jahr machen.

    40 Leserempfehlungen
  6. Welch ein Unterschied zwischen Merkel und Steinbrück.

    Merkel kam mehrmals schwer ins Rudern und wirkte oft hilflos, als sie mit der Realität konfrontiert wurde.

    Was bei Merkel der ewige Zeitarbeiter in Leipzig gewesen ist, hätte für Steinbrück die "Erfolgsstory" der Stadt Monheim werden können. Durch Steuersenkungen mehr Gewerbeansiedlungen.
    Aber Steinbrück kannte die Sachlage und konnte fachkundig kontern.

    Keine Widersprüchlichkeiten und kein einziges Mal aus dem Konzept gekommen. Steinbrück, der im Vorfeld oft eher durch seine Fehler aufgefallen war, lieferte eine markelose Vorstellung ab. Wow.

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    • APGKFT
    • 12. September 2013 7:27 Uhr

    war er sehr arrogant. Seine Äußerungen zur LINKEN zeugen von Hass.

    "kein einziges Mal aus dem Konzept gekommen"
    Eingangsfrage: "Was machen Sie gegen die Geisterfahrer?"
    Antwort: "Sie überraschen mich mit der Frage".
    Danach hat der Zuschauer die Frage selbst beantwortet. ;-)
    Nun ja, der Rest war ganz ok, aber da gab es ja auch genügend Textbausteine, die der Mann sich bereitgelegt hatte.

    • fsersoy
    • 12. September 2013 11:02 Uhr

    "...Keine Widersprüchlichkeiten und kein einziges Mal aus dem Konzept gekommen. Steinbrück, der im Vorfeld oft eher durch seine Fehler aufgefallen war, lieferte eine markelose Vorstellung ab. Wow...."

    Mal Klartext: mit dem Tage seiner Nominierung hat doch die Merkelsche Hofberichterstattung (angeführt von Springer und co., sekundiert von ör-Anstalten wie dem ZDF) Steinbrück in einer Art und Weise systematisch demontiert, dass es schon geradezu grotesk bis plump war. Die neutrale Presse hat das voyeuristische Spektakel dann auch noch mitgemacht und binnen weniger Wochen war ein bis dato eigentlich recht angesehener und seriöser Politiker fast schon als Witzfigur der (politischen) Nation stigmatisiert.

    Jetzt erst, gegen Ende des Wahlkampfes, hat Steinbrück durch die entsprechenden TV-Formate wieder die Chance, UNMITTELBAR und medial ungefiltert von einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Und schon kann man fast schon von einer Trendumkehr sprechen. Nicht, weil er nun mehr oder weniger Fehler macht als vorher, sondern weil er sein öffentliches Image wieder selber gestalten und präsentieren kann, statt sich ohnmächtig vom gehässigen Hohn der Schreiberlinge unserer "Staatsratsvorsitzenden" überschütten lassen zu müssen. Die dürften allerdings in so weit recht entspannt sein, als dass sie darauf vertrauen können, dass es nun schlicht zu spät ist.

  7. ...aus dem Wirtschaftsfachmann und Reformer ist ein ganz normaler Sozialdemokrat gewerkschaftlicher Prägung geworden.

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    ...wohl eher eine gute Fee!

    • Marula
    • 12. September 2013 7:51 Uhr

    Vor allem ist er langeweilig geworden. Genauso gut hätte man das Parteiprogramm der SPD vorlesen können. Vor lauter Vorsicht, nur in kein Fettnäpfchen mehr zu treten, redete Steinbrück zwar mit seiner typischen schnodderigen Rhetorik, aber ansonsten hätte man jeden anderen SPD-Vertreter genauso gut hinstellen können, auch einen vom Ortsverein.

    Schröder war da doch ein anderes Kaliber.

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