Union und SPD haben bei ihrem ersten Gespräch über die Möglichkeit einer schwarz-roten Bundesregierung ein weiteres Sondierungstreffen vereinbart. Dieses sei am 14. Oktober geplant, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles.

Die Atmosphäre sei bei der ersten Runde aufgeschlossen gewesen. "Es werden weitere Gespräche notwendig sein", fügt Nahles hinzu. Man habe Übereinstimmungen festgestellt, aber auch strittige Punkte identifiziert. Über inhaltliche Details der Gespräche sei Vertraulichkeit vereinbart worden.

Auch aus der Union wurde die konstruktive Atmosphäre gelobt. Das Treffen sei "schön und schnell" gewesen, wurde Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zitiert. Das Gespräch habe in "guter, sachlicher, konstruktiver Atmosphäre" stattgefunden, sagte auch CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe. CSU-Kollege Alexander Dobrindt sagte, es seien "sehr ordentliche, sehr vernünftige Gespräche" gewesen.

Die 21 Unterhändler von CDU, CSU und SPD aus Partei, Fraktion und den Ländern waren am Mittag zu ihrem ersten Gespräch zusammengekommen, um die Chancen für eine Große Koalition auszuloten. 

Gröhe sagte, es seien gemeinsam die Herausforderungen besprochen worden, vor denen das Land stehe, darunter nachhaltige Finanzen oder die Sicherung von Beschäftigung. Dabei seien "Gemeinsamkeiten zu erkennen" gewesen, aber auch "wichtige Unterschiede deutlich geworden".

Am Donnerstag kommender Woche will die Union auch mit den Grünen ein Sondierungsgespräch führen. Gröhe versicherte allerdings: "Parallele Koalitionsverhandlungen wird es nicht geben."