Große Koalition : Seehofer fordert Ministerposten für Dobrindt

Eine Personalentscheidung für eine kommende Große Koalition ist gefallen: Generalsekretär Dobrindt soll nach dem Willen von CSU-Chef Seehofer im Kabinett sitzen.
CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt © Adam Berry/GettyImages

Alexander Dobrindt soll Bundesminister in einer Großen Koalition werden. Das sagte  CSU-Chef Horst Seehofer in München. Dass der CSU-Generalsekretär in einem schwarz-roten Bündnis einen Ministerposten bekommt, sei "eine Zwangsläufigkeit". Damit ist CSU-intern zumindest eine Personalentscheidung bereits gefallen. 

Mit dem Posten soll Alexander Dobrindt offenbar für die erfolgreichen Wahlkämpfe der CSU zur Landtags- und Bundestagswahl belohnt werden. Diese Entscheidung war in Bayern allgemein erwartet worden.

Noch vor wenigen Tagen hatte Seehofer der Leipziger Volkszeitung gesagt, über Ministerposten gebe es noch keine Verabredungen. Dobrindt aber solle, "wenn es irgendwie geht, Bundesminister werden".

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Kommentare

58 Kommentare Seite 1 von 8 Kommentieren

Ich hatte es vor einiger Zeit schon einmal angemerkt: ...

Warum sollen die SPD-Mitglieder die politischen Fehler der Unionsparteien (hier die Personalie Dobrindt) gerade rücken. Trifft die Verantwortung nicht primär die Partei, die zunächst die inhaltliche oder die personelle Entscheidung getroffen hat. Da aber diese Partei (genauer beide Unionsparteien) mit rund 42 % gewählt worden sind, haben wir eben zu ertragen, dass diese beiden ganz maßgeblich nach eigenem Gusto agieren. Da die Kanzlerin auch die Verabredung von SPD und CSU zu bundesweiten Volksbegehren und -abstimmungen "eingesammelt" hat, gibt es auch kaum eine Möglichkeit dies irgendwie zu beschränken. Beim nächsten Mal wird dann "Mutti" wieder als alternativlos - dann mit 50 % - wiedergewählt. Daher: Warum sollte sie es anders machen?

CHILLY