Große KoalitionSeehofer fordert Ministerposten für Dobrindt

Eine Personalentscheidung für eine kommende Große Koalition ist gefallen: Generalsekretär Dobrindt soll nach dem Willen von CSU-Chef Seehofer im Kabinett sitzen.

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt  |  © Adam Berry/GettyImages

Alexander Dobrindt soll Bundesminister in einer Großen Koalition werden. Das sagte  CSU-Chef Horst Seehofer in München. Dass der CSU-Generalsekretär in einem schwarz-roten Bündnis einen Ministerposten bekommt, sei "eine Zwangsläufigkeit". Damit ist CSU-intern zumindest eine Personalentscheidung bereits gefallen. 

Mit dem Posten soll Alexander Dobrindt offenbar für die erfolgreichen Wahlkämpfe der CSU zur Landtags- und Bundestagswahl belohnt werden. Diese Entscheidung war in Bayern allgemein erwartet worden.

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Noch vor wenigen Tagen hatte Seehofer der Leipziger Volkszeitung gesagt, über Ministerposten gebe es noch keine Verabredungen. Dobrindt aber solle, "wenn es irgendwie geht, Bundesminister werden".

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Leserkommentare
  1. laß das bloß nicht Wirklichkeit werden.......

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    Schreiben.

    • biggerB
    • 18. November 2013 18:11 Uhr

    angewidert abgewandt!

    MfG
    biggerB

    Warum nicht? Wenn jemand wie Frau Dr. Merkel Kanzlerin sein kann und jemand wie Herr Dr. Westerwelle Außenminister sein konnte...

    Ob Dobrindt nun schlechter ist, müsste sichh ggf. erst noch zeigen!

  2. Ich find ihn zwar als kläffendes Kettenhündchen ganz amüsant aber bitte nicht zum Minister machen. Das wäre alles andere als gute Werbung für unser schönes Bayern.

    7 Leserempfehlungen
  3. >> Mit dem Posten soll Alexander Dobrindt offenbar für die erfolgreichen Wahlkämpfe der CSU zur Landtags- und Bundestagswahl belohnt werden. <<

    ... der Mann, der "Griechenland 2013 außerhalb der Euro-Zone" sah? Da zitiere ich doch mal eine Stimme aus der CDU und schließe mich ausnahmsweise dieser Meinung an:

    ""Zu dem Dobrindt fällt mir nichts mehr ein", sagte er [Elmar Brok] dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Das ist einfach unerträglich.""

    14 Leserempfehlungen
  4. Noch ein weiterer Grund auf einer km-langen Liste um als SPD-Mitglied gegen eine GroKo zu stimmen. Ein Verfassungsfeind wie Dobrindt darf niemals Minister in einer Bundesregierung werden.
    Dann wird es nicht nur bei Drohanrufen in Fernsehredaktionen bleiben (http://www.sueddeutsche.de/politik/dobrindt-aeussert-sich-zu-zdf-affaere...), sondern der ohnehin nicht mehr freie Journalismus in der BRD wird mit weiteren Berufsverboten für zu kritischen Journalisten rechnen müssen.

    Nein zur GroKo.

    23 Leserempfehlungen
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    • Ersti
    • 18. November 2013 15:14 Uhr

    Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Beiträge. Danke. Die Redaktion/kvk

    • Chilly
    • 18. November 2013 15:19 Uhr

    Warum sollen die SPD-Mitglieder die politischen Fehler der Unionsparteien (hier die Personalie Dobrindt) gerade rücken. Trifft die Verantwortung nicht primär die Partei, die zunächst die inhaltliche oder die personelle Entscheidung getroffen hat. Da aber diese Partei (genauer beide Unionsparteien) mit rund 42 % gewählt worden sind, haben wir eben zu ertragen, dass diese beiden ganz maßgeblich nach eigenem Gusto agieren. Da die Kanzlerin auch die Verabredung von SPD und CSU zu bundesweiten Volksbegehren und -abstimmungen "eingesammelt" hat, gibt es auch kaum eine Möglichkeit dies irgendwie zu beschränken. Beim nächsten Mal wird dann "Mutti" wieder als alternativlos - dann mit 50 % - wiedergewählt. Daher: Warum sollte sie es anders machen?

    CHILLY

    • Ersti
    • 20. November 2013 20:13 Uhr

    Können Sie das belegen?

    • derken
    • 18. November 2013 14:50 Uhr

    Dobrindt könnte in eine zukünftige Regierung neuen Wind bringen. Ich denke, er hat sich bei den Menschen in Deutschland einen großen Respekt erarbeitet und was würde dagegen sprechen, neue Kompetenzen aufzunehmen?

    Zumal er auch ein Mensch ist, der Emotionen zu wecken vermag. Kaum einer verbindet die Liebe zur Mutter Heimat mit den Pflichten gegenüber dem Vaterland.

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    >> Zumal er auch ein Mensch ist, der Emotionen zu wecken vermag. <<

    ... Aussage kann man natürlich kaum widersprechen :-|

    • reniarr
    • 18. November 2013 15:30 Uhr

    Als Stratege mit Pflichterfüllung fürs Vaterland käme er also als neuer Verteidigungsminister in Frage.

    Dort braucht's wie man weiß eigentlich eh keine besondere Qualifikation.

    Vielleicht ordnet man der Bundeswehr dann auch eine neue Aufgabe zu:

    Die Erhebung und Kontrolle der Autobahnmaut - einen Einsatz der Bundeswehr im Inneren möchte die CSU doch schon lange - und so bräuchte man bei der Bundeswehr auch weniger Stellen einsparen - und würde gleichzeitig der SPD entgegenkommen, da man ja im Verteidigungsministerium dann auch weniger Geld für Rüstung ausgeben müsste. ... *Ironie off*

    Unselige Personaldiskussionen schon jetzt sind eh Murks und sollen nur Ablenken!

    "...bei den Menschen Deutschlands..."

    Auch ich bin ein Mensch Deutschlands, und bei mir werden sich derartige Gestalten nie etwas anderes als Abscheu und Verachtung "erarbeiten"!

    • kael
    • 18. November 2013 18:07 Uhr

    "Ich denke, er hat sich bei den Menschen in Deutschland einen großen Respekt erarbeitet..."

    " Kaum einer verbindet die Liebe zur Mutter Heimat mit den Pflichten gegenüber dem Vaterland." (Zitate Ende)

    zu 1. Respekt? Wofür denn? Ich fürchte, da denken Sie dramatisch falsch. Für mich und bestimmt eine Menge anderer Menschen in Deutschland ist er nur ein ungehobelter Kettenhund. Was Sie wissen sollten: Die Menschen in Bayern vertreten noch lange nicht die Menschen in Deutschland.

    zu 2. Wie rührend! Und so poetisch! Da spricht ein bayerischer Heimat-Dichter.

    • dacapo
    • 18. November 2013 19:13 Uhr

    Was für einen frischen Wind könnte das denn sein? Wenn Sie Konservatismus und National-Belange für frisch halten, müsste man das in Kauf nehmen. Auch dieser bayrische Politiker gehört zu denen, die zwar fast ständig grinsen, aber humorlos sind. Das aber kann man verkraften, aber nicht der besonders bayrische Konservatismus, der aber nicht darauf verzichtet, gegenüber Gegner Häme walten zu lassen.

    von Ihrer Seite sein.

    Ansonsten: Der Mann weiß nicht einmal, wie sich das Wort "Respekt"
    schreibt (ich erinnere nur daran, wie er Schwule als "kleine schrille Minderheit" bezeichnete......)
    Von all seinen anderen "Qualitäten" will ich gar nicht erst anfangen.

    • Case793
    • 18. November 2013 15:01 Uhr

    Gibt es einen "besseren" Weg um zu unterstreichen, dass es für die Übernahme eines Bundesministeramtes keinerlei besonderer Qualifikationen bedarf? Sonst würde ja wohl kaum (irgend)ein Ministeramt für Herrn Dobrindt gefordert.

    Das ist was so "schön" wie damals mit Herrn Niebel, der noch vor der Wahl das Entwicklungsministerium für überflüssig erachtete, um es dann zu übernehmen und jeden Parteigenossen, der nicht bei drei auf den Bäumen war, mit einem Pöstchen zu versorgen.

    Und da wundern sich noch Manche über Politikverdrossenheit!

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    Sie haben Recht, allerdings muss man bei aller objektiven Betrachtung der Realität auch bedenken, dass sich wirklich qualifizierte Bürger den Politikbetrieb mit der medialen Begleitung (von Hass bis Shitstorm) zu den Konditionen nicht antuen.

    Folglich bleiben nur die am Ball, die schon immer bei der Partei (und das ist ja eine harte und lange Schule der Jugendorganisationen) Karriere machen wollen, richtige Quereinsteiger schaffen keinen Einstieg in diese Blöcke (oder scheitern doch an politischen Unwissen wie die Ex-Bürgermeisterin von Kiel). Und die Verdienstmöglichkeiten sind auch, im Vergleich zur Wirtschaft, "begrenzt".

  5. Auch als konservativer Wähler findet man dieses Geschacher um verdiente Parteisoldaten fraglich.

    "Mit dem Posten soll Alexander Dobrindt offenbar für die erfolgreichen Wahlkämpfe der CSU zur Landtags- und Bundestagswahl belohnt werden"

    Ds ist politische Realität aber man müsste im Grunde auf die Fähigkeiten setzen. Er ist ja Soziologe und war Geschäftsführer bei einem Mittelständler, vielleicht sollte man nach den Eigenschaften fragen.

    Was aber die politische Klasse nicht verseht, wenn man es nicht besser erklärt als Herr Seehofer, der immer absolute Dinge fordert, dann wird man bei einem Teil der Bevölkerung die Entfremdung zur politischen Klasse weiter voranbringen. Es wäre also besser zu sagen: Der Alex kann dies und das und wäre ein toller Minister als den Stallgeruch zu betonen.

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    Eine schöne Umschreibung für: "Es stinkt!"

  6. >> Zumal er auch ein Mensch ist, der Emotionen zu wecken vermag. <<

    ... Aussage kann man natürlich kaum widersprechen :-|

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, sk, sdo
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