Beim Strom planen Union und SPD Prepaid-Karten wie beim Handy. Ziel ist es, die wachsende Zahl von Stromsperren einzudämmen. So bekämen die Versorger ihr Geld, und die Verbraucher müssten nicht auf Strom verzichten, sagte die CDU-Politikerin Mechthild Heil der Saarbrücker Zeitung. Sie leitet für die Union die Arbeitsgruppe Verbraucherschutz in den Koalitionsverhandlungen. Der Chef-Unterhändler der SPD-Seite, Ulrich Kelber, sagte, Kunden würden dann "achtsamer und sparsamer mit ihrem Verbrauch umgehen".

Nach Informationen der Zeitung ist geplant, dass die Verbraucher Strommengen auf Prepaid-Karten laden oder ihr Guthaben online beziehen können. Das Vorkasse-Verfahren solle verhindern, dass sich Monat für Monat Stromschulden auftürmten, die dann zur Sperre und noch höheren Kosten führten. Die Energieversorger sollen dem Bericht zufolge dazu verpflichtet werden, ihre Stromzähler umzurüsten. Laut Heil sei dafür eine Frist von zehn Jahren vorstellbar.