Bundeskanzlerin : Merkel muss sich nach Skiunfall schonen

Die Bundeskanzlerin hat sich während einer Langlauftour in der Schweiz am Becken verletzt. Ihr Arzt verordnete drei Wochen Bettruhe.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Steffi Loos/CommonLens

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich beim Skilanglauf in den Weihnachtsferien eine Beckenverletzung zugezogen. Es handele sich um eine "schwere Prellung verbunden mit einem unvollständigen Bruch im linken hinteren Beckenring", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Merkel müsse deswegen in den kommenden drei Wochen möglichst viel liegen und könne etwa Dienstreisen mit dem Flugzeug nicht wahrnehmen. Sie habe deswegen Termine absagen müssen.

Der Unfall hatte sich bereits vor Silvester ereignet, die Schwere der Verletzungen war aber erst am vergangenen Freitag nach Merkels Rückkehr in Berlin festgestellt worden. "Sie ist hingefallen. Beim Langlauf", sagte Seibert. "Wir gehen von niedriger Geschwindigkeit aus."

Merkel war im Engadin in der Schweiz im Urlaub gewesen. Zunächst sei man von einer schmerzhaften Prellung ausgegangen, sagte Seibert. Nach ihrer Rückkehr nach Berlin habe sie ärztlichen Rat eingeholt. Die Mediziner stellten eine sogenannte Infraktion fest – einen unvollständigen Bruch des linken hinteren Beckenrings. "Jetzt folgt sie dem Rat der Ärzte, um eine optimale Heilung dieser Infraktion zu ermöglichen", sagte Seibert.

Die Kanzlerin arbeite selbstverständlich weiter und tue dies weitgehend von zu Hause aus. Ins Krankenhaus müsse sie nicht. Sie sei in vollem Maße handlungs- und kommunikationsfähig. Am Mittwoch werde sie auch die Sitzung des Bundeskabinetts leiten.

Abgesagt wurde die für Mittwoch vorgesehene Polen-Reise Merkels. Auch der Empfang des neuen luxemburgischen Premierministers Xavier Bettel ist gestrichen worden. Noch unsicher ist, ob die geplante Kabinettsklausur im Regierungs-Tagungshaus Schloss Meseberg stattfinden wird. Abgesagt wurde zudem die CDU-Vorstandsklausur, die für den 10. und 11. Januar in Erfurt geplant war.

Via Twitter wünschten Parteikollegen der CDU-Chefin gute Besserung.

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