Der neue Minister für Landwirtschaft, Christian Schmidt, soll nur die zweite Wahl von CSU-Chef Horst Seehofer gewesen sein. Das berichtet die Süddeutschen Zeitung in ihrer Onlineausgabe. Nach dem Rücktritt von Hans-Peter Friedrich soll Seehofers erster Anruf seinem Stellvertreter Peter Gauweiler gegolten haben: "Ich habe auch Peter Gauweiler gefragt, der das Angebot aber ablehnte", sagte CSU-Chef Seehofer.

Auch CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeld soll Seehofer gefragt haben. Sie haben ebenfalls abgelehnt, berichtet die SZ weiter. Daneben seien noch weitere Politiker im Gespräch gewesen. Als weitere Favoriten Seehofers galten demnach Entwicklungshilfeminister Gerd Müller, die CSU-Agrarexpertin Marlene Mortler sowie die Staatssekretäre Stefan Müller, Dorothee Bär und eben Christian Schmidt.

Der frühere Agrarminister Hans-Peter Friedrich (CSU) war am vergangenen Freitag zurückgetreten, weil gegen ihn wegen Geheimnisverrats ermittelt werden könnte. Er hatte im Herbst SPD-Chef Sigmar Gabriel einen Hinweis zu den Ermittlungen gegen Sebastian Edathy gegeben. Gegen den SPD-Politiker wird wegen des Verdachts auf Besitzes kinderpornografischen Materials ermittelt. Friedrich soll künftig Vizechef der Unionsfraktion im Bundestag werden.