Bordellbetreiber müssen nach den Plänen von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig in Zukunft eine Erlaubnis beantragen, wenn sie eine neue Prostitutionsstätte eröffnen wollen. Dazu gehört auch ein Nachweis, dass der jeweilige Betreiber nicht vorbestraft ist.

"Flatrate-Sex gehört verboten", sagte Schwesig der ZEIT. "Das Schlimme an der Prostitution in Deutschland ist, dass sie ohne Regeln abläuft und dass brutale Ausbeutung und Gewalt verbreitet sind", sagte Schwesig. "Für jede Pommesbude gelten strengere Regeln als für Bordelle."

Einzelheiten will Schwesig in einem Entwurf für ein Prostitutionsstättengesetz regeln, das gerade erarbeitet wird. Vorgesehen sind unter anderem auch neue Beratungsangebote für Prostituierte und Opfer von Menschenhandel, ein Modellprojekt, das Prostitutierte beim Ausstieg unterstützt, fördert das Ministerium bereits. Außerdem sollen Auflagen für die Angebote von Bordellen gelten.