Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (Archivbild) © Oliver Dietze / dpa

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Alternative für Deutschland (AfD) mit deutlichen Worten kritisiert. "Was die AfD von sich gibt, ist für mich oft hart an der Grenze zur Verfassungsfeindlichkeit", sagte die CDU-Politikerin der Welt.  "Die AfD entlarvt sich in diesem Europawahlkampf selbst. Das ist keine bürgerliche Partei", sagte Kramp-Karrenbauer. Die fremdenfeindlichen Tendenzen würden immer deutlicher.  

Sie sieht die Hauptaufgabe ihrer Partei im Europawahlkampf deshalb darin, "solche Parolen zu enttarnen und den Wert der EU für Freiheit und Wohlstand zu betonen – gerade angesichts der Ukraine-Krise."

Der Sprecher der AfD, Konrad Adam, wies die Äußerungen der CDU-Politikerin zurück. Seine Partei sei verfassungstreu, das könne die Ministerpräsidentin in Karlsruhe überprüfen lassen, teilte er auf der Homepage der AfD mit. Er unterstellte Kramp-Karrenbauer und "den etablierten Parteien", bei der Kritik an der AfD nicht "zwischen Verfassungsauftrag und Parteiinteresse zu unterscheiden".

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Millionenspende für den Europawahlkampf der AfD vom Europawahlkandidat Hans-Olaf Henkel stammt. Henkel begründete seine Hilfe damit, dass die AfD gegenüber anderen Parteien "noch immer finanziell schwer benachteiligt" sei. Parteimitglieder würden diese Benachteiligung durch persönlichen Einsatz und durch "materielle Opferbereitschaft" auszugleichen versuchen.