Die Staatsanwaltschaft München ermittelt Medienberichten zufolge gegen zwei frühere SPD-Bundestagsabgeordnete wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Bei den Politikern handelt es sich um Heinz-Alfred Steiner und Dagmar Luuk. Sie sollen im Rahmen eines Panzergeschäfts mit Griechenland mehr als fünf Millionen Euro vom deutschen Rüstungskonzern Krauss-Maffei-Wegmann (KMW) kassiert haben.

In dem Verfahren habe es bereits Durchsuchungen gegeben, berichten die Süddeutsche Zeitung sowie die Sender NDR und WDR. Auch gegen fünf ehemalige Manager des Rüstungskonzerns werde ermittelt. KMW hätte das Beraterhonorar für die beiden Ex-Abgeordneten beim Finanzamt nicht als Betriebsausgaben angeben dürfen, weil Schmiergeld nicht von der Steuer absetzbar sei.

Ein in Griechenland angeklagter Mitarbeiter des griechischen Verteidigungsministeriums habe gestanden, auch beim Kauf der deutschen Panzerhaubitze Schmiergeld kassiert zu haben. Die Münchner Staatsanwaltschaft vermutet dem Bericht zufolge, dass ein Teil des Beraterhonorars der beiden Sozialdemokraten als Schmiergeld in Griechenland gelandet ist. Die Beteiligten äußerten sich nicht zu den Ermittlungen.