Die Bürger in den 28 EU-Staaten wählen ihre Abgeordneten für das Europäische Parlament an unterschiedlichen Tagen und mit teilweise unterschiedlichem Wahlrecht. Nur in wenigen Staaten besteht Wahlpflicht, deshalb ist die Wahlbeteiligung dort höher als im Durchschnitt. 2009 war sie am höchsten in Luxemburg, am niedrigsten in der Slowakei und in Litauen. Deutschland lag im Mittelfeld. Diesmal dürfte das nicht viel anders sein. Die Details sehen Sie hier in unserer Wahl-Grafik:   

Die Sitzverteilung im EU-Parlament wurde durch den Lissabon-Vertrag geändert. Die kleineren Länder bekommen nun weniger, die größeren mehr Mandate, Deutschland als größtes EU-Land die meisten. Die Mandatsverteilung entspricht allerdings nicht der Bevölkerungszahl. Denn sonst würden die Abgeordneten aus den bevölkerungsstarken Mitgliedsstaaten die aus den kleinen politisch erdrücken. Im Bundesrat ist das nicht anders.