Der russische Geheimdienst hat nach Darstellung des Bundesverfassungsschutzes wegen des Konflikts mit der Ukraine seine Spionagetätigkeit in Deutschland ausgeweitet. Wie Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen erläuterte, beobachtet seine Organisation "derzeit Aufklärungsbemühungen russischer Nachrichtendienste zu potenziellen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konsequenzen aus der Ukraine-Krise". 

Russische Geheimdienste bemühten sich demnach auch, das Meinungsbild in Deutschland zu beeinflussen. Besonderes Interesse gelte der Bewertung der russischen Ukraine-Politik durch Deutschland, die EU und die Nato, mögliche Gegenmaßnahmen sowie die deutsche und europäische Energiepolitik, sagte der Chef des Inlandsgeheimdienstes.  

Die russische Wirtschaft lebt vom Gas- und Kohle-Export. Im Zuge der Ukraine-Krise überdenken mehrere europäische Staaten, die von russischem Gas abhängig sind, ihre Energiepolitik.

Russland hatte seine Gaslieferungen in der Vergangenheit als Druckmittel im Streit mit ehemaligen Sowjetrepubliken eingesetzt, nicht jedoch gegenüber westlichen Staaten wie Deutschland. Jüngst eskalierte wieder der Gasstreit mit der Ukraine.