Rheinland-Pfalz hat laut EU-Kommission zu Unrecht versucht, den Nürburgring mit Steuergeldern vor der Insolvenz zu bewahren. Prüfer der EU erklären die Zahlungen von 500 Millionen Euro für rechtswidrig. Dies geht aus vorläufigen Beschlüssen vor, die dem SWR vorliegen.

Die Nürburgring GmbH habe bereits seit 2002 finanzielle Schwierigkeiten. Das allein genüge nicht, um Finanzbeihilfe aus Steuergeld zu rechtfertigen. Eine kommerzielle Veranstaltung dürfe nicht aus öffentlichen Mitteln finanziert werden.

Die Landesregierung habe laut SWR erfolglos versucht, gegen den Beschluss der Kommission vorzugehen. Rheinland-Pfalz müsste nun das Geld zurückfordern. Ein aussichtsloses Unterfangen, da die Nürburgring GmbH insolvent ist. Die endgültigen Beschlüsse sollen am 23. Juli veröffentlicht werden.